"Smart Hospital als Krankenhaus der Zukunft" - Beitrag im Magazin MT-Medizintechnik von Mahmoud El-Madani, Vertex Activity e.U.

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30.01.2018

Die mittlerweile gängigen Begriffe wie Krankenhaus 4.0, Informations- und Kommunikationstechnologie 4.0, Medizintechnik 4.0 und Facility Management 4.0 werden gerne unter dem Titel des Smart Hospital zusammengefasst. Dieser Titel klingt vorlockend und vielversprechend. Allerdings sollten sich Krankenhausbetreiber und Gesundheitsorganisationen mit einigen grundlegenden Fragen auseinandersetzen. Dieser Artikel von Mahmoud El-Madani, Vertex Activity e.U. aus dem Magazin MT-Medizintechnik widmet sich der Beantwortung dieser Fragen und soll einen generellen Überblick zum Thema Smart Hospital geben!


Bahnbrechende Entdeckung aus Steyr: Labormediziner bei Weltkongress ausgezeichnet

Dr. Dietmar Enko
OA Dr. Dietmar Enko in seiner Wirkungsstätte, dem Labor im LKH Steyr © gespag
Dr. Enko bei der Posterpräsentation
gespag-Experte überzeugte in Kyoto – hier vor seiner Posterpräsentation © gespag
Dr. Enko untersucht eine Patientin
Der Mediziner bei der Untersuchung einer Patientin © gespag

14.12.2017

Eine bahnbrechende Entdeckung gelang in der Labormedizin des Krankenhauses Steyr. Hier konnte in wissenschaftlicher Kooperation mit der Medizinischen Universität Graz und der Johannes-Kepler-Universität Linz nachgewiesen werden, dass es einen Zusammenhang zwische nNahrungsmittelunverträglichkeiten, Stoffwechselproblemen und Depressionen gibt. Für diese herausragende Arbeit wurde der Steyrer Labormediziner OA Dr. Dietmar Enko auf dem Weltkongress der Labormediziner in Japan ausgezeichnet.

Hinter dem etwas sperrigen Titel „Tryptophanstoffwechsel, Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten und Depression“ verbirgt sich eine Erkenntnis, die die Lebensqualität tausender Menschen massiv verbessern kann. „Tryptophan ist der Rohstoff, welcher im Körper unter anderem für die Produktion von Serotonin verantwortlich ist, dem sogenannten Glückshormon“, erklärt der ausgezeichnete Mediziner Dr. Dietmar Enko. „Es wird angenommen, dass durch einen erhöhten Serotoninspiegel die Stimmung aufgehellt und Depressionen gelindert werden können. Funktioniert die Umwandlung im Körper aber nicht richtig, so kommt es zu einem Serotoninmangel.“

Insgesamt wurden 251 Patient/-innen im Alter von 18 – 70 Jahren mit gastrointestinalen Beschwerden – wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall usw. auf Laktose- und Fruktose-Unverträglichkeit, Tryptophanstoffwechselparameter und Anzeichen einer Depression untersucht. Dabei zeigten Patient/-innen mit Fruktose-Unverträglichkeit signifikant häufiger Anzeichen einer Depression.

Steyrer Labordiagnostik im Fokus der Weltmedizin
Beim diesjährigen 29. Weltkongress der Weltorganisation der Gesellschaften für Pathologieund Labormedizin im japanischen Kyoto, erhielt Dr. Dietmar Enko als Erstautor eine Auszeichnung für die beste Posterpräsentation. Die Arbeit wurde bereits im September inder international renommierten Zeitschrift „Psychiatry Research“ publiziert (Assessment oftryptophan metabolism and signs of depression in individuals with carbohydratemalabsorption. Enko D et al.; Psychiatry Res. 2017).

 

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Symptoma.com - eines der 50 besten Unternehmen in der EU

Jama Nateqi beim Pitchen
© Symptoma GmbH
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14.12.2017

 Symptoma.com wurde am 28. November 2017 als eines der 50 besten Unternehmen in der EU ausgezeichnet. Gründer Dr. med. univ. Jama Nateqi durfte in diesem Rahmen Symptoma im Europäischen Parlament “pitchen”.

Symptoma ist eine Suchmaschine für Krankheiten. Ärzte können ausgehend von Symptomen die passenden Ursachen finden – gewichtet nach der Wahrscheinlichkeit.

 

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Medikament-Freisetzung per "Lichtschalter"

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JKU Medikament-Projekt

13.12.2017

JKU-ForscherInnen um die Assoz. Univ-Professoren Dr. Uwe Monkowius und Dr. Ian Teasdale haben Hydrogele entwickelt, die quasi per „Lichtschalter“ abgebaut werden.

In einem FWF-geförderten Projekt ist es gelungen, ein Hydrogel mit geringem Anteil an lichtempfindlichen Ruthenium-Verbindungen herzustellen. Vorteile dieser Hydrogele sind der photochemische Abbau in wässriger Umgebung und vor allem die Verträglichkeit: Bis jetzt sind keine zelltoxischen Effekte nachgewiesen worden. Die Hydrogele könnten daher eine kontrollierte Wirkstofffreisetzung von Medikamenten im Körper ermöglichen oder die Umgebung von Zellen strukturieren.

 

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Wohin mit allen Daten? Auslagerung erspart Ressourcen und Sorgen

Mann vor einem Roll-up
Bernhard Aigenbauer-Binder, Geschäftsbereichsleiter Infrastructure Enterprise Solutions © x-tention
x-tention Grafik
© x-tention

13.12.2017

Stehen Sie auch vor dem Thema, dass Ihre Daten ausufern und das ohne Mehrwert an Information? Dass Ihnen die Verantwortung dafür langsam über den Kopf wächst? Dass Sie nicht die nötigen Ressourcen haben, um sich auf die kommenden Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung im Mai 2018 vorzubereiten und Sie am liebsten die ganze Thematik an einen vertrauenswürdigen Geschäftspartner auslagern würden?

Dann geht es Ihnen wie vielen in Ihrem Business. Die wachsenden Anforderungen an Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens sind enorm – die kommende EU-DSGVO macht es nicht leichter. Ab Mai 2018 kommen Veränderungen auf Österreichs Betriebe zu, die Personal- und Finanzressourcen verschlingen, und denen viele noch nicht zur Gänze gewachsen sind.

Datenmanagement Trend
Der Trend das Datenmanagement auszulagern und damit die Datenverfügbarkeit, -sicherheit und -aufbewahrung sicherzustellen setzt sich sukzessive fort. Die Verantwortung für klar definierte Bereiche der Datenverwaltung werden an IT-Dienstleister abgegeben – man ist aus dem sprichwörtlichen „Schneider“. Doch gerade für die Gesundheitsindustrie ist nicht jeder Partner geeignet. Eine kompromisslose, 100%-ige Datensicherheit und der konsequente Datenschutz ist unabdingbar.

Trusted Partner für Gesundheits- und Sozialwesen

Als Trusted-Partner für das Gesundheits- und Sozialwesen präsentiert sich die Firma x-tention aus Wels in der DACH-Region. „Wir entwickeln und erweitern unser Portfolio unermüdlich in Richtung Cloud Services für das Gesundheits- und Sozialwesen. Für unsere Kunden übernehmen wir Teile der Betriebsführung und kombinieren sie mit den modernsten x-tention Leistungen“, berichtet Bernhard Aigenbauer-Binder, Geschäftsbereichsleiter Infrastructure Enterprise Solutions. Seit 16 Jahren arbeitet x-tention für Kunden in der Lösungsentwicklung und Betriebsführung von Informationssystemen und ist selbst nach ISO 27001 zertifiziert. „Wir betreuen knapp 7000 Clients in unserem Managed Datacenter und wissen durch unsere langjährige Erfahrung genau was Kunden im Gesundheits- und Sozialbereich brauchen.“

Komplette Betriebsführung und Cloud-Dienste

„In der Betriebsführung geht es darum, dass Dinge funktionieren. Wir übernehmen deshalb wahlweise die komplette oder Teilbereiche der Betriebsführung für unsere Kunden. Die durchgängige Datensicherheit zeichnet uns aus“, bekräftigt Aigenbauer-Binder. Tägliche Checks auf Datenaufbewahrung, -verfügbarkeit, -stabilität, und -geschwindigkeit sind im Service-Paket inkludiert. Alles läuft auf einer zentralen Oberfläche im x-tention Rechenzentrum oder auf bestehenden Systemen beim Kunden vor Ort. Kunden werden durch ihren Technical Account Manager bei x-tention am Laufenden gehalten, ansonsten braucht sich der Kunde um nichts kümmern. Klare Definitionen wie weit das Leistungsspektrum von x-tention reicht, werden in Vorgesprächen erarbeitet. „Wir sind immer am neuesten Stand der Technik. Synergieeffekte aus anderen Projekten, lassen wir sofort für andere Kunden einfließen. Auch unser umfangreiches Know How rund um die EU-DSGVO fließt in alle Services mit ein und wird zu jeder Zeit berücksichtigt“, unterstreicht Aigenbauer-Binder große Kundenvorteile.

 

Die Psychosomatisches Zentrum Eggenburg GmbH setzt auf x-tention Services
x-tention übernahm im Frühjahr 2017 die IT-Gesamtbetriebsführung der Standorte Rehabilitationsklinik Gars am Kamp und Klinik Eggenburg für die Bereiche Server und Netzwerk der Psychosomatisches Zentrum Eggenburg GmbH. Vor Ort sind zwei Mitarbeiter des Zentrums für den Usersupport und die Endgerätelandschaft verantwortlich. Die zentrale Infrastruktur ist in das Managementsystem der x-tention voll integriert. „Alle Server- und Netzwerk-Systeme sind bei x-tention eingebunden. Unser Technical Account Manager steht in regem Informationsaustausch mit den IT-Betreuern vor Ort. Diese erhalten von uns laufend technische Updates. Ansonsten decken wir für den Kunden die komplette Server- und Netzwerklandschaft ab“, berichtet Projektleiter Markus Haidinger von x-tention. Sollten die Mitarbeiter auf Urlaub oder krank sein, kann x-tention ebenso den Clientbetrieb und den Servicedesk für den Kunden übernehmen.

 

„Gesundheitseinrichtungen, wie wir es sind, stehen im Bereich der IT heute vor enormen Herausforderungen. IT ist zu einem unverzichtbaren Teil der Arbeitsorganisation geworden. Dabei steht für uns vor allem eines im Vordergrund: der Patient. Ein Ausfall zentraler Systeme oder der mangelnde Zugriff auf wichtige Informationen ist keine Option. Mit x-tention haben wir einen erfahrenen Partner in der IT-Betriebsführung gefunden, der uns hilft den täglichen Anforderungen gerecht zu werden. Die Techniker sind kompetent und zuverlässig. Sie bemühen sich neben der Aufrechterhaltung eines stabilen Betriebes auch um laufende Weiterentwicklungen und auf unsere Bedürfnisse abgestimmte Lösungen“, berichtet Mag. Nicole Henneis, Kfm. Leiterin der Rehabilitationsklinik Gars am Kamp.

 

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Die neuen Gesundheits- und Krankenpflege- Ausbildungen – ab 2018 im Mühlviertel

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3 Personen mit Medikament in der Hand
Bei den neuen Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildungen an der GuKPS Freistadt lernt man schon früh den Stationsbetrieb kennen. © gespag
3 Personen im Krankenhaus
Nach Abschluss der neuen Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildungen an der GuKPS Freistadt erwartet die Absolvent/-innen Teamwork mit den unterschiedlichen Berufsgruppen. © gespag

13.12.2017

Das reformierte Gesundheits- und Krankenpflegegesetz bringt neue Berufsbilder in der Pflege und neue Ausbildungen. Als größter Ausbildner für Gesundheits- und Krankenpflegeberufe in Oberösterreich legen die gespag-Gesundheits- und Krankenpflegeschulen und damit auch die GuKPS Freistadt und Rohrbach in den nächsten Monaten einen Schwerpunkt auf die Vorstellung der neuen Ausbildungen in der Öffentlichkeit.

Zu den neuen Berufsbildern und Ausbildungen zählen die Pflegefachassistenz (PFA) und die Pflegeassistenz (PA). „Berufsbilder der Gesundheits- und Krankenpflege sind aufgrund ihrer Komplexität und den spezifischen Anforderungen, die wir an unsere Auszubildenden stellen, schwer in Kürze zu vermitteln. Wir werden daher dieses und nächstes Jahr besonders intensiv informieren und auch die neuen Ausbildungen an Schulen, Gemeinden und Institutionen präsentieren“, begründet Mag. Christian Peinbauer, Direktor der Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege (GuKPS) Freistadt, Rohrbach und Schärding die Info-Kampagne. Erstmals wird es an den Mühlviertler GuKPS auch die Möglichkeit von „Schnuppertagen“ für Interessierte geben.

In zwei Jahren zum Diplom der Pflegefachassistenz „PFA“
Nach zwei intensiven Ausbildungsjahren erwirbt man das Diplom der Pflegefachassistenz. Das Berufsbild der Pflegefachassistenz beinhaltet die Durchführung unterschiedlichster Pflegemaßnahmen im Bereich der Diagnostik und Therapie. Dazu zählen etwa die Verabreichung von Arzneimitteln oder das Legen einer Magensonde. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit der Weiterqualifikation zum gehobenen Dienst in der Gesundheits- und Krankenpflege über die Fachhochschule.

Pflegeassistenz „PA“ – Arbeit direkt am und mit den Patient/-innen
Die Pflegeassistenz ist eine einjährige Ausbildung im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege. Pflegeassistentinnen und -assistenten unterstützen Pflegebedürftige und das diplomierte Pflegepersonal im Stationsbetrieb.

Die Pflegeassistenzausbildung bietet die Grundlage für weiterführende Ausbildungen zur Fach-Sozialbetreuung mit Schwerpunkt Altenarbeit und den medizinischen Assistenzberufen.

Die umfassende praktische Ausbildung, die in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen der Pflege und in speziell eingerichteten Lernwerkstätten stattfindet, garantiert den Erwerb des geforderten Fachwissens für die Handlungskompetenz, die in der Pflegefachassistenz undPflegeassistenz gefordert ist.

 

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Medizintechnik-Branche wächst wieder - Abwärtstrend gestoppt: neuer M&A-Rekord treibt Wachstum

Logo EY
Erich Lehner, Ernst and Young
© Stefan Seelig

13.12.2017

 Die Medizintechnik-Unternehmen in den USA und Europa haben ihre Talfahrt vorerst beendet: Ihre Umsätze stiegen 2016 zusammen um fünf Prozent auf über 360 Milliarden US-Dollar. So ein Wachstum konnte die Branche zuletzt vor der Finanzkrise im Jahr 2008 vorweisen. Im Vorjahr schrumpften die Medtechs dies- und jenseits des Atlantiks nach Jahren des niedrigen Wachstums sogar um ein Prozent. Auch ihren Gewinn konnten die sie signifikant verbessern: Sie verdienten zusammen 16,4 Milliarden US-Dollar und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor allem das Comeback der US-amerikanischen Medtechs war für den Wachstumsschub ausschlaggebend: Sie legten bei den Umsätzen um sechs Prozent zu, die europäischen Medtechs nur um drei Prozent.

Den Zuwachs verdankt die Branche allerdings weniger einem organischen Wachstum als vielmehr kräftigen Zukäufen. Insgesamt stiegen die M&A-Ausgaben von Juli 2016 bis Juni 2017 um 40 Prozent auf einen Rekordwert von 96,1 Milliarden US-Dollar. Ob der Höhenflug in der Medtech-Branche von Dauer ist oder bald wieder nachlässt, wird sich erst noch zeigen. Weil organisches Wachstum in den vergangenen Jahren größtenteils ausblieb, wird die M&A-Strategie weiterhin entscheidend für den Erfolg der Branche sein.

Zum Autor: Mag. Erich Lehner ist Managing Partner Markets bei EY Österreich und Leiter des Linzer EY-Standortes

 

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Trend zur Digitalisierung in der Medizinprodukte-Branche

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13.12.2017

Der Trend zur Digitalisierung hat auch die Medizinprodukte-Branche erreicht. Für den Nachweis eines wirksamen Qualitätsmanagementsystems (QMS), das für die Zulassung von Medizinprodukten erforderlich ist, bietet Quality Austria zielgerichtete Trainings und Zertifizierungen nach ISO 13485 an.

Digitalisierung als Innovationstreiber
Die Medizinprodukte-Branche weist einen enorm hohen Innovationsgrad auf, der durch die Digitalisierung vorangetrieben wird. Ein Bereich ist die Künstliche Intelligenz, bei der computergestützte Systeme selbstständig Entscheidungen treffen. Eine Validierung der eingesetzten Systeme ist für Hersteller obligatorisch, denn in Hinblick auf die Patientensicherheit müssen die Funktionalität und Sicherheit von Medizinprodukten gewährleistet werden. Sie haben den Nachweis zu erbringen, dass das Risiko beim Einsatz von Software stets unter einem vertretbaren Ausmaß liegt. Die verpflichtenden Anforderungen, die hinsichtlich Anlagenqualifizierung und Prozessvalidierung für Medizinprodukte zu erfüllen sind, werden in speziellen Seminaren der Quality Austria vermittelt.

Vorteile eines Qualitätsmanagementsystems
Nach der erstmaligen Computersystemvalidierung besteht die Herausforderung darin, die Software in einem validen Zustand zu halten. Ein QMS nach ISO 13485 ist somit nicht nur Voraussetzung zur Erlangung der Zulassung eines Medizinprodukts, sondern unterstützt dabei, die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen der Mitarbeiter klar zu regeln. Medizinproduktehersteller haben die Möglichkeit, nach definierten Prozessen vorzugehen und ein effizientes Risikomanagement zu implementieren. Quality Austria bildet Qualitätsmanager für Medizinprodukte aus und zertifiziert Managementsysteme in Unternehmen nach ISO 13485. Auch Produktbegutachtungen nach Richtlinie 93/42 EG können in Kooperation mit der DQS Medizinprodukte GmbH angeboten werden.

 

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Energiespar-Mythen

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29.11.2017

Sowohl im Krankenhaus, in der Industrie als auch im Haushalt ist es unersetzlich Energie zu sparen. Doch einige Mythen rund um das Thema Energie gilt es aufzudecken:

1) Seit der Einführung der EU-Verbrauchslimits ist es nicht mehr nötig, Ladegeräte für Smartphones nach dem Aufladen extra auszustecken. Ladegeräte, die ab 2014 hergestellt wurden, verbrauchen nur noch vernachlässigbar wenig Strom.

2) Dies gilt auch für Geräte im Stand By Modus. Seit 2014 dürfen Geräte ohne Statusanzeige max. 0,5 Watt verbrauchen, Geräte mit Statusanzeige max. 1 Watt. Geräte, die vor 2014 produziert wurden, sind jedoch nach wie vor Energiefresser. Daher zahlen sich schaltbare Steckerleisten immer noch aus.

3) Ein hartnäckiger Mythos: „Lampen brennen zu lassen braucht weniger Strom als das Ein- und Ausschalten“. Dieser Mythos hat bei Glühbirnen schon nicht gestimmt und bei LED Lampen erst recht nicht, denn durch das Ein­schal­ten wird kaum mehr Strom be­nö­tigt, als wäh­rend des Be­triebs. Im Laufe der Betriebsdauer reduziert sich bei LED-Lampen jedoch die Helligkeit. Wenn man die Lampen ausschaltet, wenn sie nicht benötigt werden, kann man den Alterungsprozess hinauszögern.

4) Wussten Sie, dass ein Geschirrspüler deutlich weniger Wasser und Energie braucht, als beim händischen Abwaschen benötigt wird? Mit dem Öko-Programm spart man sogar zusätzlich noch bis zu 40% an Energie im Vergleich zu einem Standard-Programm.

5) Mythos Nr. 5: „Eine hohe Wasch­tem­pe­ra­tur ist not­wen­dig um Fle­cken aus der Klei­dung zu ent­fer­nen“. Das ist Schnee von gestern, denn dank op­ti­mier­ter Wasch­mit­tel und -pro­gram­me kann Alltagskleidung mit 30°C oder we­ni­ger ge­rei­nigt wer­den. Beim Wa­schen mit 30°C wird im Ver­gleich zu einer Wä­sche mit 40°C rund die Hälf­te an En­er­gie einge­spart!

 

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"VR4Therapy": Netural startet Forschungsprojekt mit Caritas und FH Oberösterreich - "Wie VR das Erinnern unterstützt"

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29.11.2017

Schätzungen zufolge leben derzeit 130.000 Österreicher mit Demenz, Tendenz steigend. Aktive Biografiearbeit trägt schon heute zu einer Verbesserung ihrer Situation bei. Jetzt klärt das ambitionierte Forschungsprojekt „VR4Therapy“ unter Führung von Netural, ob Virtual Reality eine geeignete Technologie sein könnte, Erinnerungen wach zu halten.

Wider dem Vergessen: Das Forschungsteam des Konsortiums aus Caritas, Fachhochschule Oberösterreich und Netural geht seit Oktober dieses Jahres der Frage nach, welche Rolle Virtual Reality-Anwendungen für die Erinnerungspflege an Demenz erkrankter Personen einnehmen können. „Bislang nutzten Pflege- und Betreuungskräfte Familien-Fotoalben, alte Zeitungsausschnitte und von den Angehörigen beigestellte Erinnerungsstücke dazu, Patienten eine Brücke in ihre Vergangenheit zu bauen“, schildert Projektleiter Robert Hartmann die Praxis. „Mit VR als Basistechnologie könnten sich nun noch weitere Möglichkeiten auftun.“

Virtual Reality gilt als besonders immersiv, das Eintauchen in Multimediawelten empfinden Mediennutzer als extrem realitätsnah. Dieser Umstand sollte auch für die Erinnerungspflege neue Qualitäten bringen. Die eigene Lebensgeschichte eines Menschen liefert ebenso Ausgangspunkte für Gespräche und Aktivitäten, wie alltags- und ereignisbezogener Bild- und Ton-Aufnahmen zurückliegender Zeiten, aus heutiger Perspektive der 1930er- bis 1960er-Jahre. Dieses Material will erst zusammengetragen werden. Am Plan stehen umfangreiche Recherchen, wie auch der Aufruf zur Mithilfe an Linzerinnen und Linzern. Sie sollen private Fotos beisteuern, um frühere Stahlstadt-Dekaden lebensnah auferstehen zu lassen.

Die für die Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen geeignete Inszenierung der Fundstücke ist ebenso Teil des Projektauftrags, wie Überlegungen zum optimalen Einsatz zur Verfügung stehender Hardware-Komponenten sowie die Einbettung in weitere Therapie-Maßnahmen. Getestet wird in Einrichtungen der Caritas. Eine Förderung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, FFG, ermöglicht das Vorhaben. Zeigen sich nach dem ersten Jahr positive Erkenntnisse, soll das Projekt weiter ausgeweitet werden.

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JKU: Zehn Jahre grenzüberschreitendes Studium „Biologische Chemie“

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29.11.2017

Medikamentenforschung, Labortechnologie und Bioanalytik: Kaum ein medizinischer Forschungsbereich kommt ohne Biochemie aus.

An der Johannes Kepler Universität wird dieses Studium angeboten – seit genau zehn Jahren in Kooperation mit der Südböhmischen Universität in Budweis. Derzeit studieren mehr als 150 angehende BiochemikerInnen das international renommierte englischs­prachige Programm. Ein Festakt an der JKU feierte nun die erfolgreiche Kooperation.  

 

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BioNanoNet - Startschuss für internationales Forschungsprojekt mit steirischer Beteiligung

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29.11.2017

Anfang November startete das internationale Forschungsprojekt BIORIMA, das Akronym BIORIMA steht für „Biomaterial Risk Management“. Das von der Europäischen Kommission mit rund acht Millionen Euro geförderte Projekt hat zum Ziel, ein integriertes Risikomanagementsystem für Nano- und Biomaterialien zu entwickeln, die in innovativen Arzneimitteln und Medizinprodukten zum Einsatz kommen. Dabei wird im Zuge der vierjährigen Projektlaufzeit ein Rahmenprogramm erstellt, das auf validierten Methoden und Modellen basiert und sowohl Material-, Expositions- und Gefahrenidentifikation als auch Risikobewertung und -management beinhaltet.

Als Ergebnis wird ein webbasiertes Entscheidungshilfesystem erstellt, mit dem Anwender, insbesondere KMUs, ein Risiko-/Nutzenprofil ihrer Nano- und Biomaterialien erstellen können. Die Implementierung dieses Web-Tools in Innovationsprozesse unterstützt die Unternehmen bei der Risikobewertung neuer Nano- und Biomaterialien und soll dazu beitragen, die Markteinführung von neuartigen Arzneimitteln und Medizinprodukten zu verkürzen.

Das multidisziplinäre Konsortium des Projekts setzt sich aus insgesamt 38 Organisationen zusammen und ermöglicht somit die internationale Zusammenarbeit exzellenter Forscher/innen. Die Steiermark ist dabei gleich doppelt im Konsortium vertreten – neben dem Institut HEALTH der JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH ist auch die BioNanoNet Forschungsgesellschaft mbH im Projekt involviert. Mit der Beteiligung dieser beiden Forschungsunternehmen leistet der Standort Steiermark einen wertvollen Beitrag im Bereich der Entwicklung von sicheren nano- und biotechnologischer Innovationen.


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Experten-Vorträge zur neuen EU-Verordnung - Nachlese Business Treff 7.11.17

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29.11.2017

Mehr als 200 TeilnehmerInnen nahmen beim Business Treff der LISAvienna und en.co.tec am 7. November 2017 an der FH Campus Wien teil. Spannende Vorträge zu den neuen EU-Verordnungen wurden am Nachmittag durch Workshops zu Spezialthemen wie MDR-Vertiefung, IVDR-Vertiefung, Medical Apps & Software und Erstattung optimal ergänzt.


Gutes Moody’s-Rating für die Raiffeisenlandesbank OÖ

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29.11.2017

In den vergangenen Jahren hat die Raiffeisenlandesbank OÖ (RLB OÖ) ihre Kapitalstärke als auch die Ertragskraft weiter ausgebaut. Im jüngsten Rating-Ergebnis zeigen diese Anstrengungen ebenfalls Wirkung: Die Ratingagentur Moody’s hat das Langfrist-Rating für die RLB OÖ gleich um eine ganze Note auf Baa1 erhöht. Der Ausblick wird als stabil eingestuft.

Gestaltungskraft ausgebaut
Die wirtschaftliche Kraft, die sich die Raiffeisenlandesbank OÖ erarbeitet hat, setzt sie am Markt und für ihre Kunden ein. Vor allem in den vergangenen beiden Jahren habe man die Gestaltungskraft merklich ausbauen können und am Markt Impulse gesetzt, unterstreicht RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller: „Zwischen Jahresende 2014 und Jahresende 2016 konnte die Kernkapitalquote CET1 um 3,4 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent erhöht werden. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für ein starkes und verlässliches Agieren für unsere Kunden.“

Moody’s: Gute Kapitalausstattung und Ertragskraft
Die Ratingagentur Moody’s hebt in ihrer jüngsten Analyse über die RLB OÖ insbesondere die guten Fundamentaldaten und die positive Entwicklung bei Kapitalausstattung, Ertragskraft und Risiko hervor. Moody’s unterstreicht im Bericht:

  • die adäquate und verbesserte Kapitalisierung,
  • die gute Liquiditätsausstattung und diversifizierte Refinanzierung,
  • verbesserte Asset-Qualität,
  • positive Ergebnisentwicklung.


Neben dem Langfrist-Rating konnte sich die RLB OÖ auch beim Baseline-Rating, in dem das Institut selbst beurteilt wird, um eine Note verbessern. Das Kurzfrist-Rating blieb mit P-2 stabil.

 

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Meilenstein auf dem Weg zur Telemedizin: Rahmenrichtlinie Telemonitoring in öffentlicher Konsultation

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29.11.2017

Die FH Technikum Wien war maßgeblich an der Entstehung der Telemonitoring-Rahmenrichtlinie des Gesundheitsministeriums beteiligt.

Telemedizin bietet ein enormes Potenzial. Beispielsweise können PatientInnen auch fernab der Ballumgsräume mittels Telemonitoring des Gesundheitszustandes unterstützt werden. Ein Schritt, um ein solches Telemonitoring zu ermöglichen, wurde in Form der „Rahmenrichtlinie für die IT Infrastruktur bei der Anwendung von Telemonitoring: Messdatenerfassung“ gesetzt, an deren Entstehung die FH Technikum Wien seit 2015 maßgeblich beteilig ist. Diese Rahmenrichtlinie wurde nun vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlich, um in einem öffentlichen Konsultationsverfahren die Ergebnisse auf möglichst breiter Basis mit der nötigen Qualität zu evaluieren.

„Die Rahmenrichtlinie stellt einen wesentlichen Meilenstein zur Umsetzung von Telemonitoring in Österreich dar. Das Interesse auch in anderen Ländern und auf EU-Ebene ist groß“, sagt Stefan Sauermann vom Institut für Biomedical, Health and Sports Engineering der FH Technikum Wien. „Durch die Erfahrungen bei der Umsetzung der Gesundheitsakte ELGA und vieler weiterer laufender Projekte besteht in Österreich viel Know-How. Das können wir international umsetzen. Unser Team freut sich darauf, die bestehenden Kooperationen im Bereich Telemonitoring weiter zu intensivieren, und bald die breite Umsetzung mit zu gestalten.“

Datenschutz als kritischer Faktor
Laut Alexander Mense, Leiter des Forschungsschwerpunkts Secure Services, eHealth & Mobility am Technikum, ist aber noch ein Stück des Weges zu gehen: „Wie schon in der Richtlinie festgehalten, sind insbesondere Fragen des Datenschutzes, der Datensicherheit und der Einbindung von Medizinprodukten zu klären. Der Schutz der Gesundheitsdaten und die damit verbundenen notwendigen IT-Sicherheitsmaßnahmen sind gerade auch für Telemonitoring ein kritischer Faktor. Die Rahmenrichtlinie beschreibt die Abläufe und die IT-Architektur. Auf dieser Basis werden wir nun zur Umsetzung in den nächsten Jahren für ausreichende Datensicherheit und entsprechenden Datenschutz Sorge tragen.“

Näheres zur Rahmenrichtlinie
Die Rahmenrichtlinie betrifft das Telemonitoring für PatientInnen, die zur Behandlung und Überwachung ihrer Erkrankung Telemonitoring in Anspruch nehmen wollen. Inhaltlich beschreibt sie den typischen Ablauf einer zusätzlichen Betreuung mit Telemonitoring und stellt die dafürnötige IT-Architektur und die Systemanforderungen für Interoperabilität dar. Besondere Bedeutung erlangt dabei die Nutzung der ELGA-Infrastruktur. Rückmeldungen werden bis 20. November 2017 an rahmenrichtlinie@bmgf.gv.at erbeten. Nach der Einarbeitung der Stellungnahmen soll diese Rahmenrichtlinie in Form einer Empfehlung im Rahmen einer Bundes-Zielsteuerungskommission beschlossen werden.

 

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gespag - Brustgesundheitsexperten/-innen beraten über Zukunftsthemen

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Brustgesundheitsexperten am Attersee
Ein Rückblick auf bisher Erreichtes sowie relevante Zukunftsthemen waren Anlass für ein Treffen der Brustgesundheitsexperten/-innen am Attersee. © gespag (honorarfrei)

29.11.2017

Das Brustgesundheitszentrum gespag-Elisabethinen der beiden gleichnamigen Krankenhausträger erhielt im Sommer – als derzeit einzige Einrichtung in Österreich – die Zertifizierung nach EUSOMA, der Europäischen Gesellschaft für Brustkrebs-Spezialisten/-innen. Die Verleihung dieser Auszeichnung nahmen die Mitarbeiter/innen des Zentrums zum Anlass, um kürzlich am Attersee einen Rückblick auf bisher Erreichtes zu machen und relevante Zukunftsthemen zu besprechen.

„Im Rahmen der Zertifizierungsfeier konnten sich die Kolleginnen und Kollegen über die Möglichkeiten neuer genetischer Testverfahren, die daraus resultierenden personalisierten Therapieentscheidungen sowie das Thema „Verhütungsmöglichkeiten für Brustkrebspatientinnen“ austauschen“, erklärt der Leiter des Brustgesundheitszentrums, Prim. Dr. Johannes Berger, der auch das Brustzentrum Salzkammergut leitet. Der Vorstand der gespag sowie die Geschäftsführung des Ordensklinikums Elisabethinen nutzten die Gelegenheit, sich für das große Engagement der Mitarbeiter/innen zu bedanken. Dieses Engagement spiegelt sich auch im Vertrauen der Patientinnen und Patienten wider, wie die gleichbleibend hohen Fallzahlen und die positiven Rückmeldungen bestätigen.

 

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JKU - „Fingerabdruck“ aus Licht ermöglicht Nerven-Stimulation

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29.11.2017

ForscherInnen der Johannes Kepler Universität Linz haben ein neues Verfahren entwickelt, das die Stimulation von Nervenzellen mittels Lichtfeld ermöglicht. Das Projekt wurde nun im renommierten Journal „Nature Scientific Reports“ der Fachwelt präsentiert.

Bereits 2016 stellte das Team um Univ.-Prof. Oliver Bimber (Institut für Computergrafik) ein Verfahren zur volumetrischen Ausleuchtung von mikroskopischen Proben vor. Dabei werden, mithilfe eines speziellen Lichtfeld-Mikroskops, Lichtstrahlen zu einem dreidimensionalen Beleuchtungsmuster innerhalb der Probe gebündelt.

Einsatz in der Medizin
Einsatzgebiet dieser Technik ist die Optogenetik, in der neuronale Zellen durch gezielte Beleuchtung stimuliert werden. Optogenetische Stimulation wurde von anderen ForscherInnen bereits erfolgreich am Gehirn bzw. an Nervenzellen von Tieren wie Mäusen, Fischen, Fliegen und Würmern demonstriert. Ziel ist es, bestimmte Verhaltensmuster in Versuchsobjekten auszulösen oder zu unterdrücken.

Voraussetzung der bis dato aktuellen Beleuchtungsverfahren war die exakte Position der Probenelemente. Position und Größe einzelner Neuronen mussten vorab ermittelt werden. Eine genaue Bestimmung konnte zudem äußerst schwierig sein bzw. war in manchen Fällen überhaupt unmöglich.

Keine Rekonstruktion nötig
Das nun an der JKU entwickelte Verfahren kommt völlig ohne die dreidimensionale Struktur der Probe aus. Die Technik macht sich eine besondere Eigenschaft von Nervenzellen zunutze: Jedes stimulierte Neuron erzeugt einen eindeutigen „Lichtfeld-Fingerabdruck“. Im neuen Verfahren wird die Probe, bestehend aus mehreren Neuronen, mit speziellen Mustern beleuchtet. Die sich überlagernden „Fingerabdrücke“ werden danach durch ein mathematisches Verfahren getrennt. Damit können anschließend neue Beleuchtungsmuster berechnet werden, die dann selektiv einzelne Neuronen stimulieren. Der große Vorteil: Durch die spezielle Abtastung sind eine 3D-Rekonstruktion der Probe oder die Kalibrierung der optischen Elemente des Mikroskops nicht mehr notwendig.

 

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Linzer Forum Medizintechnik: Wachstumsbranche Medizintechnik - Von der Idee zum marktreifen Medizinprodukt

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29.11.2017

Wie kommen neue Medizinprodukte auf den Markt, mit denen Ärzte das Leben von Menschen retten oder verbessern? Das Zauberwort heißt angewandte Forschung, so dass neues Wissen bei den Firmen in unmittelbar verwertbarer Form ankommt. Beim 14. Linzer Forum Medizintechnik am 28. November 2017 wiesen sowohl ExpertInnen der FH Oberösterrreich, der Uni Innsbruck und der Hochschule Landshut als auch führende Köpfe aus mehr als einem halben Dutzend High-Tech-Firmen einem Auditorium von fast 100 BesucherInnen den Weg von der Idee zum marktreifen Medizinprodukt.

Neben grundlegenden Positionen zur angewandten Forschung an der Schnittstelle zur technischen Produktentwicklung gab es vier Sessions zu konkreten Anwendungsbereichen: Simulation, Biomolekulare Analysetechnologien, Date-Science und Künstliche Intelligenz sowie Wirkstoffforschung.

In jeder dieser Sessions kamen Medizintechniker, Mediziner und Medizintechnik-Unternehmen zusammen. TeilnehmerInnen, die selber ein medizintechnisch relevantes Projekt verfolgen, sammelten hier neben frischem Know-how auch einschlägige Erfahrungswerte. Die Leiter der Sessions berichteten dem Plenum im Anschluss, dass sich einige konkrete Projektideen heraus kristallisiert haben, die nach dem Forum weiter verfolgt werden.

Medizintechnische Forschung an der FH Oberösterreich
Das FH-interne Innovationszentrum TIMED bündelt alle Forschungskompetenzen der FH Oberösterreich in der Medizintechnik. „Es ist auch Anlaufstelle für interessierte Mediziner wie auch Unternehmen, die den medizintechnischen Fortschritt vorantreiben und damit auch wirtschaftlich erfolgreich sein wollen“ unterstreicht Dekan FH-Prof. Martin Zauner die Bedeutung, die der Medizintechnik-Branche mittlerweile zukommt. Partner sind keinesfalls nur die „Big Player“. Vielmehr ist die FH Oberösterreich auch als Innovationspartner von KMU´s und Start-up-Unternehmen etabliert.

 

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Klare Strategien im Umgang mit AI sind in der Industrie notwendig!

AI-Markt Entwicklung 2016-2023 (Steigung um 51%) Quelle: Artificial Intelligence in Manufacturing Market – marketsandmarkets.com
Abbildung 1: AI-Markt Entwicklung 2016-2023 Quelle: Artificial Intelligence in Manufacturing Market – marketsandmarkets.com

25.10.2017

Unter AI versteht man die Theorie und Entwicklung von Computersystemen, jene Aufgaben auszuführen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Entscheidungsfindung, visuelle Wahrnehmung und Spracherkennung sind einige der Anwendungsmöglichkeiten.

Auch wenn wir noch einige Jahre davon entfernt sind Maschinen mit einem wahren menschlichen Selbstsinn zu entwickeln, sind bereits heute einige praktische Anwendungen von AI möglich. Vor allem der Bereich des maschinellen Lernens ist in der industriellen Produktion von Relevanz. Airbus kombinierte beispielsweise bei der Produktion ihres A350 Daten aus historischen und aktuellen Produktionen, um mit einem selbstlernenden Algorithmus frühzeitig Probleme in der Herstellung zu identifizieren. In manchen Bereichen konnten damit Produktionsstörungen um bis zu 70% reduziert werden.

Die Chancen die sich durch die korrekte Anwendung von AI bereits eröffnen sind groß. Die Betriebe müssen allerdings ihre Hausaufgaben machen, um von den neuen Technologien zu profitieren. Dazu gehören:

  • Algorithmen stehen und fallen mit einer umfassenden Datengrundlage. Historische und aktuelle Daten sind für die „Schulung“ von Algorithmen unerlässliche. 
  • Umfassendes organisatorisches Engagement und klare Business Cases für AI-Initiativen sind für eine erfolgreiche Implementierung erforderlich und abhängig von gut entwickelten, internen Informationssystemen. 
  • Bezüglich AI sind keine einfachen Make-or-Buy-Entscheidungen möglich. Das Verständnis für die Erstellung von Algorithmen ist ebenso notwendig wie das Verständnis und die Interpretation unternehmensspezifischer Daten. Ein multidisziplinäres Team ist für die Umsetzung von AI-Projekten unumgänglich. 
  • Die eigentliche Implementierung der AI-Modelle ist oft aufwendiger und teurer als die Konstruktion und sollte gut geplant sein. 

In den kommenden Jahren wird AI weiter an Bedeutung gewinnen. Die Nachfrage nach AI Lösungen im Bereich der Herstellung wird bis 2023 um durchschnittlich rund 51% pro Jahr steigen. Unternehmen beginnen bereits Fertigungsdaten für die Analyse zu strukturieren. Klare Handlungen in der Industrie sind notwendig, um den Chancen und Risiken von AI zu begegnen.

AUSTIN | BFP beschäftigt sich intensiv mit den Themen AI, Machine Learning und Robotics in der Prozessautomation. Gerade in den Supportprozessen kann mit einer gezielten Anwendung von Machine Learning und Robots eine nützliche Erleichterung im Arbeitsalltag erfolgen.
AUSTIN | BFP unterstützt namhafte Unternehmen bei der Konzeptionierung, Durchführung und Implementierung dieser Technologien in den unterschiedlichsten Anwendungen.

 

Ihre Ansprechpartner bei AUSTIN BFP

Dr. Hannes Oberschmid
hannes.oberschmid@austin-bfp.at 
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Neues Reha-Zentrum schließt Versorgungslücke Erste Einrichtung nur für Kinder und Jugendliche

Kinder-reha aussen Plan
Eine Gesamtinvestitionssumme von rund 23 Millionen Euro, zirka 95 neue MitarbeiterInnen, eine Nutzfläche von rund 5.500 Quadratmetern: Starten soll der PatientInnenbetrieb im Frühjahr 2019. © ArchitekturConsult ZT GmbH
Viele Menschen bei Spatenstich
v.l.n.r.: Andreas Lindorfer (Bürgermeister Rohrbach), Dipl. Ing. Berndt Martetschläger (ehemaliger GF hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H.), Dipl. Ing. Claus Brunner (GF hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H. / REHA Rohrbach Errichtungs GmbH), Mag.a Christine Haberlander (Landesrätin für Gesundheit, Bildung und Frauen), Mag. Karl Lehner, MBA (Vorstandssprecher gespag), Mag. Stefan Günther (GF hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H. / REHA Rohrbach Errichtungs GmbH), Alois Stöger (Sozialminister), Albert Maringer (Obmann OÖGKK), Mag. Dr. Phil. Andrea Wesenauer (Direktorin OÖGKK), Dr. Alexander Biach (Vorsitzender Hauptverband der Sozialversicherungsträger) © hospitals
Innenkonzept der Kinder-Reha-Klinik
Die neue Kinder-Reha in Rohrbach Berg wird 77 neue Betten für junge PatientInnen sowie 67 Betten für ihre Begleitpersonen bieten. © ArchitekturConsult ZT GmbH

20.10.2017

Mit dem Spatenstich für das Kinder-Reha-Zentrum in Rohrbach-Berg erfolgt eine richtungsweisende Weichenstellung in der Gesundheitsversorgung in Österreich. Bislang gibt es in diesem speziellen Segment kein ausreichendes flächendeckendes Angebot, die Rehabilitationsm ßnahmen für Kinder- und Jugendliche erfolgte oftmals weit entfernt vom Wohnort, häufig sogar im benachbarten Bayern. In Rohrbach-Berg entsteht nun neben Bad Erlach (NÖ) eines von zwei neuen Zentren, deren Fokus erstmalig ausschließlich auf der Behandlung von Kindern und Jugendlichen liegt.

Die bisherige Versorgungssituation war für die betroffenenKinder und Jugendliche sowie deren Eltern nichtzufriedenstellend. Die Behandlung der Patient/innen erfolgteentweder in Erwachsenen-Reha-Zentren (bestenfalls in eigenenAbteilungen) oder in Einrichtungen, die von Privatinitiativengetragen wurden. Die Anzahl der zur Verfügung stehendenBetten konnte den Bedarf nicht decken. Mit der Ausschreibungeiner flächendeckenden Versorgung von Kinder-Rehabilitationerfolgte eine zukunftsweisende Weichenstellung, um die letztenweißen Flecken auf Österreichs Reha-Landkarte zu schließen.Insgesamt entstehen dadurch in den vier Versorgungsregionen343 Kinder-Reha-Betten. Für 191 Betten in denVersorgungsregionen Nord und Ost erhielten die von hospitalsgemeinsam mit mehreren Partnern entwickelten Projekte imZuge einer Bietergemeinschaft im Vergabeverfahren denZuschlag. Mitglieder der Bietergemeinschaft sind die RehamedBeteiligungsgesmbH, hospitals ProjektentwicklungsgesmbH,und SHKK – Rehabilitations GmbH.

An der weiteren Umsetzung des Projekts werden –vorbehaltlich der Nichtuntersagung durch dieBundeswettbewerbsbehörde – die Mitglieder derBietergemeinschaft, Oö. Gesundheits- und Spitals-AG,HCC Health Care Company GmbH und pro mente: kinderjugend familie mitwirken.

Die Mitglieder der Bietergemeinschaft verfügen über langjährigeErfahrung im Reha-Bereich und sind bereits an mehrerenbestehenden Reha-Kliniken mitbeteiligt, unter anderem an zweiin Oberösterreich (Klinikum Bad Hall und KlinikumSchallerbacherhof). „Ich denke, wir konnten vor allem dadurchüberzeugen, dass wir unsere Konzepte strikt und ausschließlichauf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ausgerichtethaben“, betont Mag. Stefan Günther, einer der zuständigenhospitals / REHA Rohrbach Geschäftsführer. Mag Günthersieht vor allem im Bereich der Infrastruktur und bei der Auswahlund Qualifikation des Personals die entscheidenden Faktorenfür eine kindgerechte Rehabilitation.

Für die Erarbeitung der Behandlungskonzepte für die einzelnenIndikationen wurden Fachexpert/innen ins Boot geholt, dieeigenen Erfahrungen in den bestehenden Einrichtungenausgewertet und intensive Recherchen – auch aufinternationaler Ebene – betrieben. „Da die stationäreRehabilitation von Kindern und Jugendlichen in Österreich jaweitgehend Neuland ist, haben wir bei der Konzepterstellungeng mit Spezialist/innen der Kinderheilkunde im In- undAusland zusammengearbeitet, etwa mit pro mente: kinderjugend-familie“, erklärt Mag. Günther.


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Ganz in Weiß: JKU-Medizinstudierende willkommen geheißen

5 Personen im weißen Arztkittel
V.l.n.r.: Forschungsdekan Univ.-Prof. Dr. Jens Meier, Vizerektorin Univ.-Prof.in DDr.in Andrea Olschewski und Studiendekanin Univ.-Prof.in Dr.in Petra Apfalter mit Studierenden © JKU

20.10.2017

Es war ein Höhepunkt des Willkommenstages für die Medizinstudierenden an der Johannes Kepler Universität: In der „White Coat Ceremony“ durften die jungen Frauen und Männer heute symbolisch zum ersten Mal in Ärztemäntel schlüpfen. „In Linz werden neue Maßstäbe gesetzt – sowohl in der Lehre als auch in der Forschung“, betont Vizerektorin Univ.n der Medizinischen Fakultät freut.

In Graz haben die angehenden MedizinerInnen in vier Semestern die Grundlagen erlernt. In Kooperation mit dem Kepler Universitätsklinikum und den Linzer Ordensspitälern folgt nun der klinische Teil. „Wir leben eine praxisnahe Ausbildung, in unser Projekt sind mehr als 200 MedizinerInnen als Lehrende aktiv eingebunden“, erklärt JKU-Rektor Meinhard Lukas. Die Linzer Betreuungsverhältnisse seien sowohl in Umfang als auch Qualität bundesweit einzigartig.


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Greiner Bio-One eröffnet Standorterweiterung in Kremsmünster

Feierliche Eröffnung des neuen Greiner Bio-One Headquarters v.l.n.r. Georg Heftberger, Kaufmännischer Geschäftsführer; Harald Grüllenberger, Technischer Geschäftsführer; Manfred Buchberger, Geschäftsführer Preanalytics; Dr. Michael Strugl, Landeshauptmann-Stv.; Gerhard Obernberger, Bürgermeister Marktgemeinde Kremsmünster; Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender Greiner Gruppe; Hannes Moser, Finanzvorstand Greiner Gruppe; Rainer Perneker, Spartenleiter Greiner Bio-One
Der moderne Neubau bietet Büro- und Laborräumlichkeiten für bis zu 185 Arbeitsplätze Credit: Greiner Group / Thomas Penzinger

20.10.2017

Nach nur 16 Monaten Bauzeit wurde das ausgebaute Headquarter der Greiner Bio-One heute feierlich eröffnet. Mit einem Investitionsvolumen von 10 Mio. Euro ist die Erweiterung am Standort Kremsmünster ein klares Bekenntnis zur Region. Die Büroflächen wurden mit den neuen Laborräumlichkeiten nahezu verdreifacht und die Arbeitsabläufe innerhalb der Organisation optimiert. Mit der Eröffnung wird gleichzeitig das 25-jährige Jubiläum des Greiner Bio-One-Headquarters am Standort gefeiert.

Greiner Bio-One ist auf Erfolgskurs und wächst stetig. Heute feierten Gäste aus Wirtschaft und Politik sowie Mitarbeiter und ihre Familien die Eröffnung des erweiterten Firmengebäudes. Die Eröffnung war gleichzeitig auch Jubiläumsfeier des 25-jährigen Hauptsitzes der Greiner Bio-One-Gruppe in Kremsmünster. „Mit dem alten Gebäude sind wir an die Grenzen der Raumkapazitäten gestoßen, nun haben wir von etwa 2.000 m² auf 5.900 m² erweitert“, erklärt Rainer Perneker, Spartenleiter der Greiner Bio-One. In 21 Monaten Projektlaufzeit, von der Bauverhandlung bis zum Einzug, wurden die Büro- und Laborflächen unter der Leitung des Architekturbüros Schmid+Leitner nahezu verdreifacht und bieten nun Raum für 185 Arbeitsplätze. Insgesamt wurden 10 Millionen Euro in die Erweiterung des Standortes investiert. Anlässlich der Feierlichkeiten unterstrich Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl die Bedeutung von Leitbetrieben für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich: „Ich freue mich, dass ein international führendes Unternehmen wie Greiner Bio-One seinen Firmensitz in Oberösterreich weiter ausbaut. Die Medizintechnik-Branche ist ein Zukunftsmarkt mit großem Innovationspotenzial. Die Investition von Greiner Bio-One stärkt den Medizintechnik-Standort Oberösterreich. Es werden damit auch Arbeitsplätze geschaffen und zusätzliche Impulse in der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes gesetzt.“

Verbesserung von Arbeitsabläufen und Kommunikation
Die Mitarbeiter haben in den ersten beiden Oktoberwochen ihre neuen Büros bezogen. „Die großzügige, helle Gestaltung der Büros, Meetingräume und Begegnungszonen bedeutet für mich eine tolle Bereicherung für die tägliche Arbeit“, so Doris Gintner, Mitarbeiterin bei Greiner Bio-One, über ihren neuen Arbeitsplatz. Abteilungen, die zuvor räumlich weit voneinander entfernt und zum Teil auf verschiedene Standorte aufgeteilt waren, wurden organisatorisch in ein Gebäude zusammengeführt. „Dies ermöglicht optimierte Arbeitsabläufe, kürzere Kommunikationswege sowie mehr Effizienz in der Umsetzung von Projekten. Auch ein Labor wird unter diesem Aspekt von Rainbach nach Kremsmünster übersiedelt“, erklärt Rainer Perneker.

Nachhaltige Investition
Das neue Firmengebäude zeichnet sich durch sein modernes Design, aber auch durch eine hohe Ressourceneffizienz aus. „Wir sehen es als eine unserer wichtigsten Aufgaben an, aktiv Verantwortung für Menschen und Umwelt zu übernehmen. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, gilt es, unser gesamtes Handeln nachhaltig auszurichten. Diese Überzeugung spiegelt sich auch in der Konzeption und Umsetzung der Standorterweiterung wider“, erklärt Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender der Greiner Gruppe.

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13 neue Stipendiaten für START Oberösterreich

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10.10.2017

Mit dem Stipendienprogramm START wollen die Projektpartner engagierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund verstärkt die Möglichkeit zu einer höheren Schulbildung und damit bessere Chancen für eine gelungene Integration bieten. Die Raiffeisenlandesbank OÖ ist gemeinsam mit dem Land OÖ Initiator und Strukturfinanzierer des Förderprogramms, das nach dem Vorbild anderer Bundesländer umgesetzt wurde.

Seit vier Jahren läuft „START Oberösterreich“. Das Förderprogramm unterstützt und begleitet junge Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Weg zur Matura. Kürzlich wurden 13 weitere Jugendliche aus sechs Nationen aufgenommen. „START fördert talentierte, ambitionierte Jugendliche mit fremden Wurzeln. Jede und jeder Einzelne von ihnen hat nicht nur eine besondere Begabung, sondern zeigt vor allem auch außerordentliches Engagement für das gesellschaftliche Umfeld“, so Dr. Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ, die gemeinsam mit dem Land Oberösterreich Träger von „START Oberösterreich“ ist.

Gute Leistungen und soziales Engagement
Von den 13 Jugendlichen, die neu ins Förderprogramm aufgenommen wurden, sind acht Voll- und fünf VorstipendiatInnen. „START Oberösterreich“ unterstützt damit nun insgesamt 30 junge Menschen, die finanziell und in einem speziellen Programm auf dem Weg zur Matura begleitet werden. Nicht nur gute Schulleistungen zählen zu den wesentlichen Voraussetzungen, um aufgenommen zu werden. Entscheidende Aspekte sind besonderes gesellschaftliches und soziales Engagement, Teamgeist und soziale Kompetenz.

Landesrätin Mag. Christine Haberlander: Investition in Zukunftsprojekt
„Für junge Menschen mit Migrationshintergrund ist es um ein Vielfaches schwieriger, im Schul- und Arbeitsleben Fuß zu fassen. Umso wichtiger ist es, engagierte Migrantinnen und Migranten zu unterstützen“, unterstrich Bildungslandesrätin Mag. Christine Haberlander bei der Veranstaltung anlässlich der Aufnahme der neuen StipendiatInnen.

Durch die gezielte Förderung begabter Schülerinnen und Schüler gelinge es einerseits, ihnen die Integration in unsere Gesellschaft zu erleichtern. Andererseits profitiere auch das Land Oberösterreich von den bestens ausgebildeten jungen Menschen, sagte Haberlander. „Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft unseres Landes liegt in den Köpfen unserer Kinder. Hier dürfen wir keine Potenziale brach liegen lassen. Deshalb unterstützt das Land Oberösterreich START-Oberösterreich sehr gerne und mit der Überzeugung, hier in ein Zukunftsprojekt zu investieren. Ich wünsche allen Stipendiatinnen und Stipendiaten viel Freude und Erfolg bei allen Aktivitäten, Aus- und Weiterbildungen und danke auch den engagierten Vereinsmitgliedern für ihren Einsatz, mit dem sie diese Chancen für junge Migrantinnen und Migranten erst ermöglichen“, so die Bildungslandesrätin.

START Oberösterreich – Eckpunkte des Programms
Neben einem monatlichen Bildungsbeitrag in Höhe von 100 Euro sowie einem Laptop werden die Jugendlichen im Rahmen des START Oberösterreich-Programms durch die Schulzeit begleitet und bekommen Schlüsselqualifikationen für die schulische und berufliche Laufbahn vermittelt. Besonderes Augenmerk liegt dabei in einer regelmäßigen Begleitung und Betreuung der jungen Menschen. So gibt es bei START Oberösterreich Bildungsangebote, die ergänzend zur Schulausbildung wirken und auch auf die Persönlichkeitsbildung abzielen. Es werden Bildungsseminare, Workshops, Exkursionen sowie Beratungen zur Studien- und Berufswahl und zur Lebensplanung angeboten. Auch der regelmäßige Austausch mit Mentorinnen und Mentoren sowie die Vernetzung mit den anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten sind wesentliche Eckpfeiler des Programms.

Institutionen und Unternehmen unterstützen
Neben der Raiffeisenlandesbank OÖ und dem Land OÖ wird START Oberösterreich von insgesamt 23 Unternehmen und Institutionen unterstützt, die als Paten der Stipendiatinnen und Stipendiaten fungieren und sich ebenfalls an der Finanzierung beteiligen. Das sind beispielsweise die Austria Metall AG, Axis Linz – Coworking Loft, Backaldrin, BMEIA, Dr. Helga Böhm, Ehepaar Artmann, Energie AG, Hartlauer, Industriellenvereinigung OÖ, KTM AG, MIBA, Nemak, Netural, Rosenbauer International AG, Rotary Club Traun, Rotary Club Linz, Rotary Club Wels Nova, Round Table 15 Linz, T-Mobile Austria GmbH, Vivatis Holding. Besondere Unterstützung kommt von Constantia Flexibles und US Embassy.

 

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1. MEDICA ACADEMY gibt Antworten auf betriebswirtschaftliche und rechtliche Fragen bei Niederlassung und Praxisabgabe

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09.10.2017

Bildgebung, Hygiene, chirurgische Verfahren, die Vermeidung von Über- und Unterversorgung in der Hausarztpraxis, medizinische Innovationen – das sind nur einige der Themen, die im Fokus der MEDICA ACADEMY stehen. Die interdisziplinär ausgerichtete Fortbildungsveranstaltung feiert in diesem Jahr ihre Premiere als Programmbestandteil der weltführenden Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf und bietet Ärzten verschiedenster Fachbereiche an vier Tagen (13. – 16. November 2017) im Congress Center Düsseldorf (CCD Süd) Gelegenheit zur Weiterbildung. Eine CME-Zertifizierung bei der Ärztekammer Nordrhein ist beantragt.

Mit der ganztägigen Veranstaltung „Praxisabgabe- und Niederlassungsseminar“ widmet sich die MEDICA ACADEMY auch einem weiteren sehr aktuellen Thema. Denn viele Arztsitze werden derzeit frei, Praxisinhaber suchen Nachfolger. Wer sich also als junger Arzt niederlassen möchte, stößt auf ein wachsendes Angebot an Möglichkeiten. Dabei gilt es, den möglichen Schritt in die Selbstständigkeit mit einer Einzelpraxis abzuwägen gegen weitere Möglichkeiten als Arzt zu arbeiten – ob in Festanstellung oder im kooperativen Zusammenwirken mit anderen Ärzten (z. B. in Berufsausübungsgemeinschaften, Medizinischen Versorgungszentren oder Ärztenetzen).

Das Seminar im Rahmen der MEDICA ACADEMY berücksichtigt (am 15. November 2017, 9:00 bis 15:30 Uhr) die wesentlichen Aspekte für eine erfolgreiche Existenzgründung sowie einer gelungenen Übergabe. Theoretische Grundlagen werden dabei vermittelt und praktische Beispiele dazu vorgestellt. Als Schwerpunktthemen stehen auf dem Programm: rechtliche Voraussetzungen für Zulassungs- und Nachbesetzungsverfahren, Vertragsgestaltung, Praxiswertermittlung, Finanzplanung und Finanzierung, steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, Existenzsicherung sowie die Praxisführung unter betriebswirtschaftlichen Aspekten auf dem Programm.

`MEDICA – Arzt im Fokus´ bietet individuelle Beratung in Halle 12
Die MEDICA-Fachmesse bietet in Kooperation mit der apoBank Messeteilnehmern erstmalig individuelle Beratung an auf einem großen Gemeinschaftsstand in Halle 12. Unter dem Leitmotiv `MEDICA – Arzt im Fokus´ können sich interessierte Ärzte zu vier Themen informieren.

Am Marktstand „Honorarquellen" wird zu Verdienstmöglichkeiten von Angestellten und Selbständigen; zu unterschiedlichen Aspekten der Privaten sowie Gesetzlichen Krankenversicherungen (sowie der entsprechenden Abrechnung) oder auch zu besonderen Vergütungsmöglichkeiten beraten.

Der Markstand „Möglichkeiten der Berufsausübung" hält Informationen u. a.  zu Berufsausübungsgemeinschaften (BAG), Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder auch Ärztenetzen bereit als jeweils denkbare Optionen für das kooperative Zusammenwirken mit anderen Ärzten.

Markstand 3 „Niederlassen oder lieber lassen" beleuchtet die Chancen und Risiken der Niederlassung. Wer prüfen möchte, ob er die nötigen Gründungsvoraussetzungen mitbringt, kann den `Gründer CheckUp´ der apoBank testen. Dieses Online-Self-Assessment-Tool stellt rund 30 Fragen je Heilberufsrichtung und dient der aktiven Auseinandersetzung mit der Option der eigenen Selbständigkeit. Das Persönlichkeitsprofil wird abgebildet und Kenntnisse aus den Bereichen Gesundheitspolitik und Betriebswirtschaft werden abgefragt. Der Ergebnisbericht zeigt auf einen Blick, wieviel Gründerpotential in jedem Testenden steckt.  

Am vierten Marktstand dreht sich alles um die „Praxisbörse“. Themen wie Standortanalyse, Kaufpreis-Schätzung, frühzeitige Vorbereitung der Praxisabgabe und wesentliche Faktoren für die Übergabe und Übernahme gehören dazu.

An drei Online-Terminals, die am Praxisbörse-Stand in Halle 12 zu finden sind, können sich Interessierte direkt und online in der Praxisbörse registrieren lassen. Das Standpersonal unterstützt gerne und beantwortet Fragen, wie ein Suchauftrag angelegt wird und das Matching zwischen Suchendem und Abgebendem abläuft. Die Messeteilnehmer haben hier die Gelegenheit, Fragen zum Verfahren, zur Datensicherheit oder zu Vermittlungsdauer zu stellen. Jeder User kann sich persönlich von der Qualität der Praxisbörse und Vertraulichkeit seines Suchprofils überzeugen.

Der passende Zeitpunkt für die Niederlassung
Der passende Zeitpunkt für die Niederlassung Wer sich in Anbetracht der vielen im Rahmen der MEDICA 2017 gebotenen Informationen als Arzt dann fragt, ob der richtige Zeitpunkt für die Existenzgründung denn tatsächlich schon gekommen sei, für den hält Lukas Kaster basierend auf seiner langjährigen Beratungstätigkeit bei der apoBank einen `Kompass´ bereit: „Der Schritt in die Selbständigkeit sollte auch unter finanziellen Gesichtspunkten genauestens geplant werden. Die passende Zeit für eine Niederlassung aus Sicht der Finanzsituation ist dann gekommen, wenn das individuelle Konzept stimmt – dann ist jeder Zeitpunkt der richtige.“

Es empfehle sich ein schrittweises Vorgehen mit einer genauen Standortanalyse und Begutachtung der Praxis zur Ermittlung eines realistischen Marktpreises. Diesbezüglich seien die Vorstellungen der Praxisabgeber oft zu hoch im Hinblick auf die Marktgegebenheiten vor Ort. „Sowohl bei der Standortanalyse als auch bei der Schätzung des Praxiswertes und schließlich bei der Nachfolgersuche können wir im Rahmen unserer Praxisbörse unterstützen. Gibt es noch keine zu übernehmende Praxis oder steht noch kein Übernehmer bereit, so kann ein persönliches Gespräch mit unseren Beratern hilfreich sein. Denn jeder Fall ist anders und standardisierte Antworten gibt es hier nicht, nur individuelle Lösungen“, resümiert Kaster.

Auch hinsichtlich der Praxisabgabe erscheint eine langfristige Planung empfehlenswert. Wer seinem Nachfolger vor der Übernahme beispielsweise eine Anstellung bietet, ermöglicht dadurch ein intensives Kennenlernen von Praxis, Personal und der Abläufe – ideale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Durchstarten.

 

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RISC-Institut und RISC Software GmbH aus Hagenberg feiern Jubiläum – eine Erfolgsgeschichte wird 30!

4 Personen bei der Jubiläumgsfeier
Nennung des RISC-Areals rund um das Schloss Hagenberg in „JKU Bruno Buchberger Campus“, Personen v.l.n.r.: Vizerektorin Dr.in Barbara Romauer, Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Alexander Egyed, Univ.-Prof. Bruno Buchberger, Dr. Christoph Leitl © RISC Software GmbH/Karin Pargfrieder

09.10.2017

Ihr 30-jähriges bzw. 25-jähriges Bestehen feierten das Research Institute for Symbolic Computation (RISC) und die RISC Software GmbH am 5. Oktober mit zahlreichen Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft im Schloss Hagenberg.

RISC-Institutsvorstand Univ.-Prof. Peter Paule und RISC Software GmbH Geschäftsführer Dipl.-Ing. Wolfgang Freiseisen ließen mit rund 200 geladenen Gästen die vergangenen 30 Jahre Revue passieren. „Eine hohe Innovationskraft ist die Grundlage für Wohlstand, Lebensqualität und Möglichkeiten in unserem Land“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, der zum Jubiläum gratulierte. „Damit das so bleibt müssen wir weiter auf unsere Innovationstriebwerke setzen. Eines dieser Triebwerke ist RISC. Hier wird deutlich, dass in einer Wissensgesellschaft die Wertschöpfung vor allem aus der Kreation neuer und innovativer Lösungen entsteht.“

Neben Stelzer lobten auch Vizerektorin Dr.in Barbara Romauer und Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Alexander Egyed in ihren Ansprachen die herausragenden Leistungen. „Von den verschiedenen Entwicklungen in Hagenberg profitiert die Wissenschaft genauso wie die Betriebe mit ihren Beschäftigten und damit die Wirtschaft und Industrie“, sagte Romauer. „Was hier erdacht, umgesetzt, gelehrt und vermittelt wird, ist international tonangebend und tempomachend“, ergänzte Egyed.

„Bei aller Computerisierung leben das RISC-Institut und seine Gesellschaft sei jeher von einem wesentlichen Faktor: dem Menschen – mit seinem Erfindergeist, seiner Neugier und seiner Beharrlichkeit“, betont Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas, JKU-Rektor und Leiter des Softwareparks Hagenberg. „Im Mühlviertel hat man die Zeichen der Zeit deutlich früher als woanders erkannt und in Taten umgesetzt. Darauf fußt heute der gesamte Bildungs- und Forschungsstandort.“

Wissenschaft und Wirtschaft: vereint im Softwarepark Hagenberg
Zwei hochkarätige Keynotes aus Wissenschaft und Wirtschaft gaben den Gästen kurze Einblicke in ihre Themenfelder. Univ.-Prof. Volker Strehl von der Universität Erlangen-Nürnberg, seit der Gründung in wissenschaftlicher und kollegialer Weise eng mit RISC verbunden, hob die zentrale Rolle des symbolischen Rechnens in aktuellen Entwicklungen in verschiedensten Technologiebereichen – Stichwort: Künstliche Intelligenz – hervor. Dr. Fernaß Daoud von Airbus veranschaulichte Design- und Optimierungsprozesse bei der Entwicklung von Flugzeugen und Raumfahrzeugen.

Als Honorierung des großen Engagements von Gründer und Mastermind Bruno Buchberger wurde das RISC-Areal rund um das Schloss Hagenberg durch Dr. Christoph Leitl in „JKU Bruno Buchberger Campus“ benannt.

Im Anschluss hatten die Gäste die Möglichkeit, bei neun Stationen die zahlreichen Erfolgsgeschichten von RISC zu erleben. Unter anderem wurden ausgewählte Projekte aus dem Bereich Logistik-Informatik, der neurochirurgische Simulator „Virtual Aneurysm“ aus der Forschungsabteilung Medizin-Informatik, Computeralgebra in der Quantenphysik und modernste Entwicklungen in verschiedenen Bereichen des Symbolischen Rechnens präsentiert.

RISC-Institut und RISC Software GmbH: gemeinsam erfolgreich
Seit 30 Jahren prägt das RISC mit der Schaffung des Softwareparks Hagenberg die oberösterreichische Forschungs- und Wirtschaftslandschaft. Mit der Gründung des RISC-Instituts durch Univ.-Prof. Bruno Buchberger 1987 wurde eine exzellente wissenschaftliche Forschungseinrichtung geschaffen, die weltweit ihresgleichen sucht. Wie zukunftsweisend und innovativ symbolisches Rechnen ist, konnten damals nur wenige abschätzen.

Die 1992 als Spin-off des RISC-Instituts gegründete RISC Software GmbH hatte von Anfang an das Ziel angewandte Forschung, experimentelle Entwicklung und Technologietransfer für die Wirtschaft zu betreiben. Die Kombination von Domänen-Know-how und symbolischem Rechnen kristallisierte sich als Erfolgsfaktor heraus. Die Kompetenzen in den Bereichen Logistik-Informatik, Industrielle Softwareanwendungen, Medizin-Informatik und modernste Rechentechnologien werden weltweit nachgefragt. Namhafte Kunde sind unter anderem Airbus, DS Automotion, MIBA, Trumpf GmbH+ Co KG und WFL Millturn Technologies.

Die Kombination von Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Forschung sowie die verschränkte Arbeitsweise des RISC-Instituts und der RISC Software GmbH sind die wesentlichen Faktoren des langjährigen Erfolgs.

 

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Die neuen EU-Medizinprodukte-Verordnungen: Änderungen und offene Fragen

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27.09.2017

Der regulatorische Rahmen für Medizinprodukte in der EU wurde in den 1990er Jahren harmonisiert. Rasch fortschreitende Innovationen machten es in den letzten Jahren zunehmend anspruchsvoller, diesen Sektor adäquat zu regeln. Daher hielt die Europäische Kommission es für notwendig, die existierenden Regeln an den technologisch-wissenschaftlichen Fortschritt anzupassen, um die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten zu verbessern und eine höhere Transparenz für Patienten und die Öffentlichkeit sicherzustellen.

Der ganze Prozess kam letztlich durch den PIP-Skandal ins Rollen. Die französische Behörde hatte bei einer Inspektion im März 2010 festgestellt, dass die meisten Brustimplantate dieses Herstellers, die seit 2001 produziert wurden, nicht mit dem ursprünglich vorgesehenen und dafür spezifizierten Silikongel gefüllt waren.

Dieses Ereignis sollte die europäische Medizinprodukteindustrie nachhaltig verändern. In der Folge sah sich die Europäische Kommission aufgrund massiven öffentlichen Drucks zu einer Reihe von Maßnahmen veranlasst. Zum einen wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet, unter anderem unangekündigte Audits bei den Herstellern und Joint Audits bei den als Benannte Stellen bezeichneten Prüfstellen, die zur Halbierung ihrer Anzahl in Europa und der Schließung beider Benannten Stellen in Österreich führten. Auch die harmonisierten Normen kamen in die Schusslinie, sodass beispielsweise im Sommer 2012 die Normen für Qualitäts- und Risikomanagement quasi über Nacht aktualisiert werden mussten. Das System liegt allerdings bis heute im Argen. So ist etwa die neue ISO 13485:2016 (Qualitätsmanagement) bis heute nicht harmonisiert.

Zum anderen begann 2012 die grundlegende Überarbeitung der Medizinprodukte-Regulierung. Nach intensivem Tauziehen zwischen Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und den Lobbyisten entstand schließlich eine umfassende Neuregelung, die am 26. Mai 2017 in Kraft getretenen Medizinprodukte-Verordnungen (englisch kurz MDR und IVDR).

Die Notwendigkeit dieses weitreichenden Schrittes ist umstritten, da negative Auswirkungen auf kleine Unternehmen und Innovationen befürchtet werden. Dies könnte zum Verschwinden von Nischenprodukten und zur Verlangsamung des medizinischen Fortschrittes führen und letztlich zu Lasten der Patientinnen und Patienten gehen.

Was fällt sofort auf?
Die Richtlinie für Aktive Implantate und die Medizinprodukterichtlinie wurden zu einer Verordnung zusammengefasst. Die Invitro-Diagnostika-Verordnung ersetzt die In-vitro Diagnostika-Richtlinie. Als Verordnungen treten diese Rechtsakte sofort und ohne Umsetzung durch die nationalen Parlamente in der ganzen Europäischen Union in Kraft. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass nationale Spielräume und Abweichungen reduziert werden und so ein  „einheitlicherer“ Binnenmarkt geschaffen wird.

Die Verordnungen enthalten zum Teil Verweise auf durchzuführende und delegierte Rechtsakte, die in den kommenden Jahren noch zu erstellen sind. Es steht also weitere Arbeit in Brüssel bevor. Gleichzeitig muss bis 2020 die nationale  Medizinproduktegesetzgebung an die neuen Verordnungen angepasst werden. Viele nationale Behörden warten zunächst ab, bevor die delegierten Rechtsakte umgesetzt werden. Es wird also noch einige Zeit dauern, bis der Übergang vollständig geschafft ist.

Wie viel Zeit hat die Medizinprodukteindustrie, ihre Produkte auf die neuen Verordnungen umzustellen?
Die Verordnungen sind am 26. Mai 2017 in Kraft getreten. Für Medizinprodukte gilt eine Übergangsfrist von drei und für Invitro-Diagnostika eine Übergangsfrist von fünf Jahren. Während der Übergangsfrist können Zertifikate bei Benannten Stellen sowohl nach den (alten) Richtlinien als auch „theoretisch“ nach den (neuen) Verordnungen beantragt werden.

Real können Zertifikate nach den neuen Verordnungen aber erst ausgestellt werden, wenn die ersten Benannten Stellen nach der neuen Verordnung notifiziert sind. Den Antrag dafür können Benannte Stellen ab 26. November 2017 einreichen. Der Prozess der Umstellung wird ca. ein- bis eineinhalb Jahre dauern. Damit werden die ersten Benannten Stellen nach den neuen Verordnungen frühestens Ende 2018 zur Verfügung stehen. Derzeit sind europaweit 65 Benannte Stellen für Medizinprodukte und 15 für In-vitro-Diagnostika in der (nicht immer ganz aktuellen) NANDO-Datenbank gelistet. Nach der Umstellung auf die neuen Verordnungen rechnet man mit einem Rückgang um weitere 30 Prozent. Für die Hersteller sind Engpässe bei den Prüfstellen in den realistisch verbleibenden ein bis eineinhalb Jahren (Ende 2018 bis 26. Mai 2020) zu erwarten. Insbesondere trifft dies auf In-vitro-Diagnostika zu, die bislang großteils als Low-Risk-Medizinprodukte keine Benannte Stelle benötigt haben.

Die gute Nachricht: Zertifikate, die während der Übergangsfrist nach den alten Richtlinien ausgestellt werden, bleiben bis längstens 26. Mai 2024 gültig.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick
(Medizinprodukte (MD) und In-vitro-Diagnostika (IVD))

  • Erweiterung des Geltungsbereiches (MD) auf Gruppen von Produkten ohne medizinischen Anwendungszweck z.B. für ästhetische Zwecke. Eine Liste in Anhang XVI der Verordnung legt sechs Produktgruppen fest. Unklar bleibt, wie diese Liste in Zukunft aktualisiert werden soll.
  • Klassifizierung und Konformitätsbewertung
  1. Verschärfung und Erweiterung der Klassifizierungsregeln (MD)
    Dies betrifft vor allem Software (Regel 11) und Produkte, die aus Stoffen oder Kombinationen von Stoffen bestehen (Regel 21). Beide Produktgruppen fielen bisher oft in Klasse I und bedurften keiner Benannten Stelle.
  2. Modernisierung der Konformitätsbewertungsverfahren
    Das Modul „Qualitätssicherung Produkt“ (MD-Anhang VI), bei dem das Qualitätssicherungssystem auf die Endkontrolle des Produkts eingeschränkt werden konnte, wurde ersatzlos gestrichen.
  3. Einführung eines Scrutiny-Verfahrens für bestimmte High-Risk-Produkte
    Dieses Verfahren verpflichtet Benannte Stellen zu einemKonsultationsverfahren im Zusammenhang mit der klinischen Bewertung von implantierbaren Medizinprodukten der Klasse III sowie aktiver Medizinprodukte der Klasse IIb, die dazu bestimmt sind, ein Arzneimittel an den Körper abzugeben und/oder aus dem Körper zu entfernen, sowie in Zusammenhang mit der Leistungsbewertung von IVDProdukten der Klasse D.
  4. Einführung einer regelbasierten Klassifizierung für IVD
    Diese ersetzt das auf Listen basierende System in Anhang 2 der IVD-Richtlinie. IVD-Produkte werden künftig in vier Risikoklassen von A (niedrig) bis D (hoch) eingeteilt. Damit werden in Zukunft viele IVD-Produkte in höhere Risikoklassen eingestuft. Die EU-eigenen Abschätzungen gehen davon aus, dass künftig bei 80 Prozent der IVD-Produkte die Einschaltung einer Benannten Stelle bei der Konformitätsbewertung erforderlich sein wird (bisher 20%).
  • In-Haus-Produktion (Produkte, die ausschließlich innerhalb von Gesundheitseinrichtungen hergestellt und verwendet werden)
  1. In-Haus-Produkte bleiben weiterhin von den Verordnungen ausgenommen, wenn sie künftig genau festgelegteBedingungen erfüllen. Diese Bedingungen umfassen: Einhaltung der einschlägigen, grundlegenden Sicherheits- und Leistungsanforderungen inklusive Risikomanagement (Anhang I,3); Implementierung geeigneter Qualitätsmanagementsysteme (IVD EN ISO 15189); kein gleichartiges Produkt auf dem Markt; Erstellung einer geeigneten Dokumentation, um ein Verständnis der Herstellungsstätte, des Herstellungsverfahrens, der Auslegung und der Leistungsdaten der Produkte einschließlich ihrer Zweckbestimmung zu ermöglichen; usw.
  • Wirtschaftsakteure
  1. Die Verordnungen definieren klar die Pflichten der Wirtschaftsakteure (Hersteller, Bevollmächtigte, Importeure und Händler).
  2. Jeder Hersteller und Bevollmächtige (mit eingeschränkten Verantwortlichkeiten) muss eine „für die Einhaltung der Regulierungsvorschriften verantwortliche Person“ benennen. Kleinst- und Kleinunternehmen können diese Person auch extern einbinden. Die Verantwortlichkeit und die Qualifikation sind genau festgelegt.
  • Schaffung einer EU-Datenbank (EUDAMED)
    Ziel des elektronischen Systems ist die Registrierung aller in der EU am Markt befindlichen Produkte und der dazugehörigen Wirtschaftsakteure (Hersteller und Bevollmächtige, Importeure) sowie die Erfassung klinischer Prüfungen, Vigilanzfälle und Korrekturmaßnahmen, Marktüberwachung und die Einrichtung der UDI(Unique Device Identification)-Datenbank. Die Datenbank soll der Öffentlichkeit Zugang zu allen erforderlichen Informationen über die auf dem Markt befindlichen Produkte, die dazugehörigen von den Benannten Stellen ausgestellten Bescheinigungen und die beteiligten Wirtschaftsakteure geben. Sie soll daneben als Instrumentarium des Informationsaustausches zwischen den Behörden der Mitgliedsstaaten dienen und deren Kooperation bei Marktüberwachung und Vigilanz erleichtern. Es werden erhebliche Entwicklungsarbeiten und finanzielle Mittel erforderlich sein, um das komplexe EUDAMED-Datenbanksystem erfolgreich zu realisieren. Offen bleibt die Frage, ob künftig die nationale Registrierung beim Österreichischen Register für Medizinprodukte wegfällt.
  • UDI – Unique Device Identification
    Dieses Produktidentifikationssystem mit Zuteilung und Anbringung einer eindeutigen maschinenlesbaren Kennzeichnung, beispielsweise in Form eines 2D-Codes, soll zur Nachverfolgbarkeit der Produkte nach dem Inverkehrbringen beitragen. Im Fall von Vorkommnissen sollen so Risikomeldungen und Risikoabwehrmaßnahmen effizienter handhabbar werden.
  • Neuerungen für Benannte Stellen
    Die Kriterien für die Benennung und Überwachung von Benannten Stellen werden verschärft. Deren Rolle gegenüber den Herstellern u.a. durch unangekündigte Audits und obligatorische Prüfung der technischen Dokumentation im Rahmen von Audits wird gestärkt.
  • Klarer und enger formulierte Vorschriften über die klinische Bewertung (MD) bzw. Leistungsbewertung (IVD) und fortlaufende Nachbeobachtung
  1. MD: Wo es keine ausreichenden klinischen Daten äquivalenter Medizinprodukte gibt, sind eigene Daten in Form von Ergebnissen aus klinischen Prüfungen gefordert. Die Beschreibung der klinischen, technischen und biologischen Charakteristika, die relevant sind, um von einem gleichartigen (äquivalenten) Medizinprodukt auszugehen, wird sehr eng gefasst. Bei implantierbaren Produkten und Produkten der Klasse III wird die Bezugnahme auf klinische Daten äquivalenter Medizinprodukte praktisch gänzlich ausgeschlossen.
  2. Nach dem Inverkehrbringen sind klinische Nachbeobachtung (MD) bzw. Leistungsstudien (IVD) als fortlaufender Prozess zur Aktualisierung der klinischen bzw. Leistungsbewertung künftig erforderlich.
  • Paradigmenwechsel beim Qualitäts- und Risikomanagement
  1. Alle Hersteller müssen künftig Qualitätsmanagementsysteme etablieren (inkl. Klasse I (MD) und Klasse A (IVD)). Die obligatorische Überwachung durch Benannte Stellen erfolgt weiterhin erst für Hersteller von Produkten ab Klasse Is,m,we (MD) sowie Klasse B (IVD). Die Anforderungen sind in den Verordnungen ausführlich beschrieben und gehen weit über die Richtlinien hinaus.
  2. Die (aus der ISO 14971 bekannten) Anforderungen an das Risikomanagement sind nun Bestandteil der grundlegenden Sicherheits- und Leistungsanforderungen (Anhang I,3).
  • Technische Dokumentation
  1. Die inhaltlichen Anforderungen an die technische Dokumentation sind detailliert in Anhang II beschrieben. Sie sind ein essentieller Zuwachs gegenüber dem, was in den Richtlinien gefordert war und entsprechen im Westlichen dem STEDFormat der IMDRF.
  2. Die Aufbewahrungsdauer wurde von fünf auf zehn Jahre verlängert. Bei implantierbaren Produkten beträgt dieser Zeitraum mindestens 15 Jahre ab Inverkehrbringen des letzten Produkts.
  3. Die Forderung nach technischer Dokumentation zur Überwachung nach dem Inverkehrbringen ist ganz neu. Sie umfasst den Plan zur Überwachung nach dem Inverkehrbringenund den Bericht zur Überwachung nach dem Inverkehrbringen (Klasse I/A,B) bzw. Sicherheitsbericht (IIa, IIb,III / C,D). Der Bericht ist abhängig von der Risikoklasse, bei Bedarf (Klasse I, A,B) jedoch mindestens alle zwei Jahre (IIa) bzw. jährlich (IIb und III) zu aktualisieren. Der Sicherheitsbericht ist für Klasse III/D-Produkte via EUDAMED der Benannten Stelle vorzulegen.
  • Schaffung der Medical Device Coordination Group
    Diese Arbeitsgruppe ist aus Entsandten der Mitgliedsstaaten aufgebaut und wird eine EUweit einheitliche Auslegung der Verordnungen sicherstellen. So werden künftig unterschiedliche Abgrenzungen von Medizinprodukten und Klassifizierungen in einzelnen Mitgliedsstaaten vermieden.

 

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Instandhaltung 4.0 - Ein Praxisbericht

Innovation von Santesis
© Santesis

27.09.2017

Modernste Technologie von übermorgen wird schon heute von unserem Kunden, einem der größten privaten Spitalsbetreiber Österreichs erfolgreich im Echtbetrieb eingesetzt.

Mit der Einführung von HSD NOVA-FM profitieren die Mitarbeiter der Vinzenz Gruppe nun auch in der Praxis von der neuen Benutzeroberfläche und den erweiterten Funktionen der innovativen CAiFM-Software.

Bisherige Erfahrungen aus unseren Kundenprojekten zeigen, dass sich das neue System in der Alltagsanwendung bestens bewährt und von den Usern positiv angenommen wird.

Es können Geräteschulungen mit Hilfe der integrierten Einweisungsmatrix deutlich schneller und übersichtlicher angezeigt werden als bisher. Der neue Berichtsgenerator ermöglicht ein noch schnelleres und einfacheres Umsetzen Ihrer individuellen Anforderungen. Ebenso hat sich der innovative Workflow-Manager in der Praxis bewährt. Mit seiner Hilfe können Ihre Prozesse durch unser System optimal unterstützt werden. Eine bidirektionale Schnittstelle zwischen NOVA-FM und SAP ist unter anderem für den Instandhaltungsprozess erfolgreich integriert.

Ein Umstieg auf die modernste Technik von übermorgen, der den Weg in die Instandhaltung 4.0 eröffnet!

 

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Neue Vizerektorin für Medizin der JKU besucht Kepler Universitätsklinikum

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26.09.2017

Bei ihrem Antrittsbesuch am Kepler Universitätsklinikum Linz hat die neue Vizerektorin für Medizin der Johannes Kepler Universität (JKU), Univ.-Prof.in DDr.in Andrea Olschewski, ihre Arbeitsschwerpunkte präsentiert.

Sie werde sich besonders mit der Etablierung des Habilitationsverfahrens und eines strukturierten Doktoratsprogramms beschäftigen, um alle Ebenen einer akademischen Laufbahn an der Medizinischen Fakultät der JKU zu ermöglichen. Ein drittes Paket besteht aus dem Aufbau einer Forschungsdatenbank, der Erfassung der bereits vorhandenen Potenziale sowie der Aufstellung einer gemeinsamen Strategie für eine zukunftsorientierte Forschungsentwicklung. „Was von Johannes Kepler Universität und Kepler Uniklinikum innerhalb kurzer Zeit aufgebaut und geleistet worden ist, ist vorbildhaft mit Strahlkraft über das Land hinaus. Es ist mir eine Ehre und Freude, die Weiterentwicklung federführend voranzutreiben – in einem engagierten wie innovativen Team“, betonte Vizerektorin Olschewski. „Das unmittelbare Miteinander von Lehrenden und Studierenden ist nur eines unserer Alleinstellungsmerkmale. Praxisnähe wird in Linz täglich gelebt. Mit Andrea Olschewski haben wir eine ausgewiesene Expertin mit umfassender Erfahrung und internationalem Renommee gewonnen, die uns hilft, diesen Weg weiterzugehen“, erklärt der Rektor der Johannes Kepler Universität, Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas, anlässlich des Antrittsbesuchs.

 

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Raiffeisen ermöglicht bald Zahlungen von Handy zu Handy - Neues Produkt ab Herbst

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26.09.2017

Bereits bis zu 30 Millionen Transaktionen pro Monat wickeln die Kundinnen und Kunden von Raiffeisen Österreich bargeldlos ab. Nun geht ein neues Produkt in die Testphase, das Zahlungen von Handy zu Handy ermöglicht. Den Raiffeisenkunden steht diese Neuerung voraussichtlich ab Ende September zur Verfügung.

Für Zahlungen unter Privatpersonen
Beim Senden von Geld von Handy zu Handy ist keine IBAN- und BIC-Eingabe erforderlich. Der Empfänger bekommt den Betrag direkt auf seinem Konto gutgeschrieben, dem Überweiser wird er sofort abgebucht. „Damit lassen sich Zahlungen unter Privatpersonen ganz einfach erledigen. Wenn beispielsweise einer die Restaurantrechnung für den gesamten Tisch begleicht, können ihm die anderen ihren Anteil sofort zahlen – ganz simpel mit dem Handy. Das funktioniert bei Android und iOS“, erläutert Mag. Stefan Sandberger, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und innerhalb der Raiffeisenbankengruppe Österreich zuständig für die Bereiche Zahlungsverkehr/Konto/Kar­te.

Für die meisten Kunden heimischer Banken
Raiffeisen Österreich startet diese Dienstleistung für die Kundinnen und Kunden im Herbst. Sandberger: „Raiffeisen will den Kunden Mehrwert bieten und arbeitet dazu mit innovativen heimischen Anbietern sowie FinTechs zusammen.“ Er geht davon aus, dass diese Neuerung überaus gut angenommen wird, zumal ein Großteil der österreichischen Banken dieses Produkt der Payment Services Austria nutzen werden und es daher die meisten Kunden heimischer Banken verwenden können. „Unsere Kundinnen und Kunden wollen einfache, sichere und kostengünstige Lösungen. Und das können wir anbieten“, so Sandberger. Bei Raiffeisen Österreich werden für das Produkt unterschiedliche Verrechnungsmodelle angeboten werden. Abhängig vom jeweiligen Kontomodell ist die Nutzung des neuen Produkts in der Kontopauschale integriert oder wird einzeln verrechnet.

Weitere Neuerungen bei Raiffeisen
Ebenfalls ab Herbst ist bei Raiffeisen Österreich die digitale Einbindung von Kundenkarten in die App Raiffeisen ELBA-pay möglich. Sie sind somit bei jedem Einkauf zur Hand. Weiters kann ab Frühjahr 2018 die digitale Bankomatkarte bei Android-Smartphones auch ohne SIM-Tausch verwendet werden. Damit wird die Nutzung der NFC-Technologie am Smartphone zur Bezahlung an Geschäftskassen oder zur Behebung am Bankomat noch einfacher. Darüber hinaus werden laufend neue Möglichkeiten geprüft, betont Sandberger: „Wir können und wollen nicht alles selbst entwickeln. Aber wir wollen die besten Lösungen für unsere Kunden einbinden.“


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Starke Frauen - Starke Herzen: Initiative gegen Herzerkrankungen bei Frauen

4 Damen vor Rollup
Ulrike Mursch-Edlmayr, Andrea Podczeck-Schweighofer, Gabriele Heinisch-Hosek, Christine Haberlander, Doris Hummer, Monika Aichberger © Grünwald, AM Plus Initiative für Allgemeinmedizin und Gesundheit

20.09.2017

Herz-Kreislauferkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache bei Frauen und Männern in Österreich. Frauen holen dabei traurigerweise auf: Im Jahr 2015 waren 47,4 Prozent der an Herz-Kreislauferkrankungen Verstorbenen bereits Frauen. Die Ursachen sind vielfältig. So wird beispielsweise Bluthochdruck lange nicht erkannt, da er im Unterschied zu niedrigem Blutdruck meist lange keine Symptome zeigt. Unerkannter Bluthochdruck kann aber schwere Folgeerkrankungen nach sich ziehen, etwa Herzinfarkt. Dieser wird bei Frauen noch immer als weniger dramatisch eingestuft, nicht zuletzt, weil sich andere Symptome als bei Männern zeigen und diese Symptome oft nicht richtig eingeschätzt werden. Ein wichtiger Schritt, um eine mögliche Gefahr rechtzeitig zu erkennen, ist die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks und der Cholesterin-Werte. Um auf die frauenspezifischen Symptome bei Herzinfarkt aufmerksam zu machen und um das Bewusstsein für die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen zu stärken, wurde die Initiative „Starke Frauen – Starke Herzen“ ins Leben gerufen.

Im Rahmen eines gut besuchten Society-Events in Linz tauschten sich am Dienstagabend namhafte Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Medien, Wissenschaft und Kultur im ORF Landesstudio Oberösterreich über das Thema aus. Für Univ.-Prof. Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer, Präsidentin der Österreichischen kardiologischen Gesellschaft und Mitbegründerin der Initiative, war klar, dass es mehr Bewusstseinsbildung braucht: „Herz-Kreislauferkrankungen sind die Todesursache Nr. 1 bei Frauen in Österreich, weil Symptome und zusätzliche Risikofaktoren nicht genügend bekannt sind“, hielt die Expertin fest. Ein Herzinfarkt äußere sich bei Frauen anders als bei Männern. So könne es zu Zahn- oder Bauchschmerzen kommen – Symptome, die nicht mit Herzinfarkt in Verbindung gebracht und in der Folge ignoriert werden. „Das führt dazu, dass die Gefahr verkannt wird, teilweise kommt es auch zu weniger intensiver Behandlung. Frauen kommen im Schnitt eine Stunde später zu ärztlicher Hilfe“, führte Podczeck-Schweighofer aus.

Die Initiative solle auch informieren, ergänzte Gabriele Heinisch-Hosek, Abgeordnete zum Nationalrat und ebenfalls Mitbegründerin der Initiative. „Wir brauchen Unterstützung im Kampf gegen Herz-Kreislauferkrankungen bei Frauen“, betonte die Frauenpolitikerin. Dabei dürfe man nicht mahnend den Zeigefinger heben, sondern müsse konstruktiv vorgehen: „Wir müssen darauf hinweisen, dass etwa ein auffälliger Cholesterinwert oder ein erhöhter Blutdruck erste Anzeichen für eine ernstere Erkrankung sein können“, so Heinisch-Hosek.  Frauen müssten dabei auf sich selbst schauen und dürften ihre eigene Gesundheit nicht hintan stellen. „Ich rufe alle Frauen dringend auf, regelmäßig Blutdruck und Cholesterin überprüfen zu lassen, um etwaige Gefahren rechtzeitig zu erkennen“, so Heinisch-Hosek. Denn Vor- und Selbstsorge sowie mehr Gesundheitskompetenz können dazu beitragen, die Gesundheit zu verbessern und in der Folge die Todesfälle zu reduzieren, betonte die Frauenpolitikerin.

Für Mag. Christine Haberlander, Gesundheitslandesrätin in Oberösterreich, ist klar: „Wir Frauen haben die starken Herzen, die im Land schlagen.“ In Oberösterreich leben 720.000 Frauen. Diese müssen gestärkt und motiviert werden, dazu brauche es Bewusstseinsbildung. „Wir wollen mit Prävention bereits im Kindergarten ansetzen“, so Haberlander. Eine eigene Präventionskampagne, die im November vorgestellt werden soll, stelle die Frauengesundheit in den Mittelpunkt. Dazu komme das Qualitätszertifikat für gesunde Gemeinden. „Hier werden wir ebenfalls ganz bewusst Angebote für Frauen erstellen. Wir müssen Anreize schaffen, damit die Gemeinden Schwerpunkte in der Frauengesundheit setzen“, führte Haberlander aus. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf Gendermedizin in der universitären Ausbildung der Ärzteschaft. Haberlander: „Das sind große Themen, die wir anpacken. Wichtig ist, dass wir alle uns damit auseinandersetzen – Frauengesundheit ist ein Thema aller Altersgruppen und aller Regionen.“

Aus Sicht von Dr. Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich, ist es unerlässlich, sich mit Gendermedizin und personalisierter Medizin intensiv zu befassen. „Vielen Frauen ist es vollkommen neu, dass sie medizinisch anders behandelt werden müssen als Männer“, hielt Hummer fest. Gleichzeitig würden Frauen „mit Herz gründen“, um eine eigene Idee zu verwirklichen bzw. um ihre eigene Chefin zu sein. Rund die Hälfte aller Unternehmen werde heutzutage schon von Frauen gegründet, oft handle es sich um Ein-Frau-Unternehmen, ohne die die Wirtschaft nicht funktionieren könne. Aber: „Wenn die Unternehmerin nicht mehr gesund ist, dann entzieht ihr das die Lebensgrundlage. Frauen denken auch immer zuerst an ihre Familie und dann erst an sich selbst“, zeigte Hummer auf. „Vergesst nicht auf euch selber“, appellierte die Präsidentin an alle Frauen.

Für Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer war von Anfang an klar: „Diese Initiative muss ich unterstützen.“ Gründe dafür gibt es genügend. „Unter anderem haben wir die unendlich große Chance, als Apotheker einen Beitrag zu leisten, da wir ganz nah an den Menschen dran sind“, führte Mursch-Edlmayr aus. Allerdings reicht es nicht, die Dinge nur einmal anzusprechen: „Wichtiges muss man immer wieder aufs Tapet bringen“, sagte Mursch-Edlmayr, die sich fest vorgenommen hat, zum Thema Herzgesundheit gemeinsam mit ärztlichen Fachgesellschaften Beratungs- und Betreuungsleitfäden zu erarbeiten. „Diese werden in unsere Aus- und Weiterbildung einfließen und somit sicherstellen, dass das Thema Frauen und Herzgesundheit nachhaltig zur Umsetzung gelangt“, betonte Mursch-Edlmayr.

Die oberösterreichischen Apotheken haben im Hinblick auf Vorsorgeprojekte bereits eine erste wirksame Maßnahme gesetzt, die bei der Bevölkerung gut ankommt, ergänzte Mag. pharm. Monika Aichberger, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich: „In den oberösterreichischen Apotheken können die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ihr Gefäßalter bestimmen lassen. Besonders bei den Frauen sehen wir den Erfolg dieser Initiative. Sie nehmen das Angebot sowie unsere Beratung sehr gerne an“, so Aichberger. Seit Jänner 2017 hätten über 9.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher in den rund 50 teilnehmenden Apotheken ihr Gefäßalter messen lassen, rund zwei Drittel seien Frauen gewesen. Bei fast 900 Frauen wurde über die Gefäßaltermessung erst festgestellt, dass sie einen erhöhten Blutdruck haben. „Die Frauen wussten bis dato nichts von diesem Risikofaktor“, so Aichberger. 

Österreichweite  Aufklärung und die Zusammenarbeit Aller sei das Gebot der Stunde, waren sich die Vortragenden einig. „Je mehr wir aufklären und je mehr Frauen wir erreichen, umso besser wird es uns gelingen, die tödlichen Folgen von Herzinfarkt bei Frauen zu reduzieren“, zeigten sich die sechs Rednerinnen überzeugt. „Daher wollen wir in den kommenden Monaten auch die übrigen Bundesländer mit an Bord holen und die Aktion „Starke Frauen – Starke Herzen“ auf ganz Österreich ausweiten“, so die Initiatorinnen.

 

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Entwicklungsarbeit einmal anders beim Ars Electronica Festival: 24 Stunden lang Kopfzerbrechen für neue Ideen

Zwei Mädchen stehen nebeneinander und halten das Siegerprojekt in die Kamera
Siegerprojekt in der Kategorie „Design“: das Multicorn. Foto: Sarah Breinbauer
10 Personen stehen nebeneinander und halten zum Teil Urkunden in der Hand
LH-Stv. Michael Strugl (re.) und g.tec-Chef Christoph Guger (li.) mit den Siegern in der Kategorie „Programming“. Foto: Sarah Breinbauer

12.09.2017

Die Schiedlberger Firma g.tec medical engineering ist bekannt für ihr Know-how, wenn es darum geht, menschliche Gehirnaktivitäten zu erfassen und auf Computer zu übertragen – beispielsweise in der Therapie für Schlaganfall- oder Komapatient/innen. Um neue Anwendungen und Designlösungen für diese Technologie zu finden, lud g.tec gemeinsam mit dem Ars Electronica Schüler, Studierende, Entwickler und Wissenschaftler zu einem 24-Stunden-Wettbewerb. Die Sieger wurden beim Ars Electronica Festival am 8. September von Wirtschafts- und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl und g.tec-Geschäftsführer Dr. Christoph Guger präsentiert. 

„Innovative Lösungen sind der Schlüssel für künftige Wettbewerbsfähigkeit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in kurzer Zeit Ideen entwickelt, von denen hoffentlich viele den Weg bis zur Anwendung finden“, zeigte sich LH-Stv. Strugl bei der Preisverleihung beeindruckt. Auch g.tec-Chef Christoph Guger verbuchte den Hackathon als großen Erfolg: „Beim Hackathon haben Programmierer, Designer, Entwickler aus verschiedensten Ländern komplett neue Ideen generiert, die ein Einzelner niemals verwirklichen könnte. Besonders nett war, dass sehr viele Kinder unserer Einladung zum BCI-basteln gefolgt sind.“

84 Teilnehmer/innen aus dem In- und Ausland waren am Freitagnachmittag zum „Brain Hackathon“ angetreten und bekamen in verschiedenen Projekten die Aufgabe, ein Brain Computer Interface so zu programmieren, um damit Drohnen und Orthesen zu steuern, mit Robotern zu zeichnen oder BCI Hauben neu zu designen. Die Bezeichnung „Hackathon“ setzt sich aus dem englischen „Hack“ im Sinne einer kreativen Problemlösung und „Marathon“ zusammen. Er steht für eine Innovationsmethode, bei der in einem definierten Zeitraum neue Ideen zu vorgegeben Themen entwickelt werden sollen.

Die Siegerprojekte
Gewonnen haben schließlich die besten drei Gruppen aus jeweils den technischen und den künstlerischen Projekten.

3 Gewinner aus der Kategorie „Programmierung“
Der 3. Platz ging an die Gruppe „Thumbs up“. Sie haben eine gehirngesteuerte Orthese so umgebaut, dass sie durch die gedankliche Vorstellung von Körperbewegungen jeweils Finger und Daumen unabhängig voneinander bewegen konnten. Der 2. Platz ging an die Gruppe „Dreamers“, die während des Schlafens ihre Gehirnaktivitäten gemessen und sie in eine Computer Animation umgewandelt haben. Den 1. Platz verdiente sich schließlich die Gruppe „Smart Home“, die bereits nach sechs Stunden ihre ersten drei Popcorn in der Popcorn-Maschine gemacht haben. Um 8 Uhr morgens und mit knurrendem Magen steuerten sie sämtliche Haushaltsgeräte mit der Kraft ihrer Gedanken: Zum Frühstück gab’s einen green Smoothie aus dem Mixer, Schinkenfleckerl aus der Mikrowelle, Kaffee vom Vollautomaten und resches Brot aus dem Toaster.

3 Gewinner aus der Kategorie „Design“
Platz 3 aus den künstlerischen Projekten ging an eine Gruppe, die auf eine einzigartige Weise die beiden Maltechniken „Brain Painting“ und das Zeichnen mithilfe des Roboter-Balls Sphero verschmolzen. Der 2. Platz ging an eine 3D gedruckte Ameise, deren bewegliche Beine die EEG Elektroden umhüllen und sich an die Form des menschlichen Kopfes anpasst. Platz 1 überzeugte die Jury mit ihrer Funktionalität. Das „Multicorn“ ist eine geschneiderte EEG Haube, die aus zwei Schichten besteht: Die untere Schicht trägt die Elektroden und kann problemlos gewaschen werden; Die obere Schicht trägt aufklappbare Hörner, wordurch Elektroden-Gel einfach eingespritzt werden kann.


Trendbericht zur COMPAMED 2017: Medizintechnik ist der wichtigste Markt für Mikrosysteme

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07.09.2017

Der Trend zu einer personalisierten medizinischen Versorgung, die demografische Entwicklung und die Digitalisierung sind wichtige Treiber für den Fortschritt in der Medizintechnik und im Gesundheitswesen. Weitere Faktoren sind Gesundheitspolitik und Kostendruck. Besonders gefragt sind Lösungen der Mikrotechnikbranche, die von der Medizintechnik so stark stimuliert wird wie keine andere. Fast zwei Drittel der Mikrotechnikunternehmen in Europa bieten Produkte, Technologien oder Dienstleistungen für Medizintechnik und Gesundheit an, für nahezu 20 Prozent ist es der wichtigste Absatzmarkt. In den kommenden drei Jahren wird der Anteil der Unternehmen, die vorrangig den Medizintechnikmarkt beliefern, nochmals um fünf Prozent steigen. Diese Erkenntnisse hat der IVAM Fachverband für Mikrotechnik im Zuge seiner jährlichen Wirtschaftsdatenerhebung bei europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Mikrotechnik ermittelt.

Eine entsprechend große Rolle spielt die Mikrotechnik insgesamt auch im Rahmen der COMPAMED 2017, der international führenden Fachmesse für den Zulieferermarkt der medizintechnischen Fertigung. Sie findet  parallel zur weltführenden Medizinmesse MEDICA 2017 vom 13. bis zum 16. November in Düsseldorf statt. „Neben der digitalen Transformation, die keine Branche mehr außer Acht lässt, ist auch die Miniaturisierung von Bauteilen zur Schaffung immer handlicherer und leichterer Produktanwendungen ein übergeordneter Technologietrend“, bestätigt Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Seit ihrem Start vor 25 Jahren hat sich die COMPAMED zur Branchenplattform Nr. 1 für die Zulieferer der Medizintechnik-Industrie entwickelt und zählt auch in diesem Jahr erneut fast 800 Aussteller in den Hallen 8a und 8b (MEDICA: ca. 5.000 Aussteller) des Düsseldorfer Messegeländes.

Der Produktmarkt „Hightech for Medical Devices“ mit rund 700 Quadratmetern sowie über 50 Firmen und Institutionen (Halle 8a) ist einmal mehr komplett ausgebucht und wird wie jedes Jahr vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik als spezielle Leistungsschau der Mikrosysteme für die Medizintechnik ausgerichtet.

Autor: Klaus Jopp, freier Wissenschaftsjournalist (Hamburg)

 

>> zur Presseaussendung in voller Länge


Intelligente Forschungsfabrik: JKU gründet LIT Factory

LIT Open Innovation Center
Das geplante LIT Open Innovation Center - Innenansicht © RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN ZT GMBH
LIT Open Innovation Center
Das geplante LIT Open Innovation Center - Außenansicht © RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN ZT GMBH
Herren auf einem Foto
v.l.: Dr. Gerhard Dimmler, Leiter Forschung & Entwicklung Produkte bei Engel Austria, Mag. Dr. Michael Strugl, Landeshauptmann-Stellvertreter, Mag. Thomas Stelzer, Landeshauptmann, MMag. Klaus Luger, Bürgermeister, Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas, Rektor der Johannes Kepler Universität

31.08.2017

Die völlige Durchdringung industrieller Produktion durch digitale Systeme wird auch als 4. Industrielle Revolution („Industrie 4.0“) bezeichnet. Oberösterreich stellt den Anspruch, diese digitale Transformation offensiv zu gestalten. Der Johannes Kepler Universität kommt hier eine Schlüsselrolle zu. Das Linz Institute of Technology (LIT) hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Pilotfabrik im Industrie-4.0-Standard zu errichten und zu betreiben. Mit dieser LIT Factory sollen die bereits vorhandenen Potenziale und Synergien weiter forciert werden.

Das starke wirtschaftliche Umfeld Oberösterreichs ist unbestritten. Eine besondere Rolle spielen dabei die Kunststoffbranche, die Mechatronik sowie IT und Umwelttechnik, die über Cluster (mehr als 2.000 PartnerInnen) miteinander vernetzt sind. Für eine positive Weiterentwicklung der Industrie ist vor allem die zukünftige Gestaltung von intelligenten Produkten und Prozessen entscheidend. Als größte Bildungs- und Forschungseinrichtung des Bundeslandes steht die JKU dazu in engem Austausch mit zahlreichen international aktiven Unternehmen.

Modern, sichtbar und offen: Das LIT Open Innovation Center
Die LIT Factory bildet den Kern des neuen LIT Open Innovation Centers. Im Südwesten des JKU-Campus angesiedelt, wird das LIT Open Innovation Center auf drei Stockwerken rund 7.000 m2 Nutzfläche für die Entwicklung neuer Technologien bieten. Die Pilotfabrik wird in der Maschinenhalle im Erdgeschoß untergebracht; in den Obergeschoßen befinden sich der Open Think Tank – eine Kreativwerkstätte nach dem Shared-Office-Prinzip. Baubeginn ist im Frühjahr 2018, die Fertigstellung wird Mitte 2019 erwartet.

Neben JKU-Labs können auch Industrie und Wirtschaft die Co-Working-Arbeitsplätze des Centers nutzen, wodurch sich spannende Synergien ergeben.

Plattform für branchenübergreifende Lösungen
Mit Unterstützung der heimischen und deutschen Industrie sowie von Bund, Land und Stadt geht die Kepler Universität nun neue Wege: Die LIT Factory, unmittelbar am Campus angesiedelt, soll als offene Plattform Potenziale und Technologien der Digitalisierung erforschen, entwickeln, demonstrieren und lehren sowie branchenübergreifende Lösungen für Produkte und Produktion schaffen.

Dabei fördert sie den Einsatz von I4.0-Technologien. Die LIT Factory arbeitet an neuartigen, teilweise prototypischen Grenztechnologien („Frontier Production Technologies“) mit hohem verfahrenstechnischen und digitalem Innovationspotenzial – u.a. digitale Tools für Systemengineering, Anlagen der Kunststofftechnik und die Vernetzung von cyber-physischen Systemen. Auch Virtualisierung und Modellierung, Prozessdigitalisierung (Smart Data Mining) sowie Begleitforschung (Strategie, Geschäftsmodelle, Recht) gehören dazu.

Erstes Projekt angelaufen: Leichtbauteil für Audi
Ein erstes Projekt ist bereits angelaufen: „Wir möchten einen faserverstärkten Leichtbauteil für Audi herstellen, der das Getriebe im Motorraum fixiert und auch Metalleinlegeteile hat. Die Unternehmen Engel und Borealis sind an der Entwicklung ebenfalls beteiligt“, berichtet Univ.-Prof. Zoltan Major, Vorstand des JKU-Instituts für Polymer Product Engineering.

„Die Johannes Kepler Universität war seit ihrer Gründung Vorreiterin auf vielen Gebieten. Es ist unser erklärtes Ziel, weiter diesen mutigen Weg zu beschreiten“, betont Rektor Meinhard Lukas. „Das LIT und nun die LIT Factory sind dabei wesentliche Schritte.“ Sie knüpfen an eine der größten Stärken der JKU an: die enge Verbindung von hohem wissenschaftlichen Anspruch und nachhaltiger Praxisorientierung. „Der Bedarf ist gegeben. Das wird durch die ausgezeichnete Unterstützung des Antrags für die Aufbau- und die Nutzungsphase seitens Wirtschaft und Stakeholder klar untermauert“, so Lukas.

Die LIT Factory sei ein weiteres leuchtendes Beispiel für das perfekte Zusammenspiel von Wissenschaft, Industrie und Politik in Oberösterreich bei der Weiterentwicklung und nachhaltigen Absicherung des Standortes. „Ich danke allen Beteiligten für ihre tatkräftige Unterstützung und den Mut, Neues auszuprobieren“, so der Rektor. „Dieser Pioniergeist passt perfekt zu unserem Selbstverständnis als junge Universität.“

Wichtiger Schritt in Richtung europäische Spitze
„Ich habe ein klares Ziel für Oberösterreich: Unser Bundesland soll zu den Top-Regionen Europas aufsteigen. Diese Top-Regionen zeigen uns, dass die enge Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ein zentraler Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit ist. Mit der LIT Factory wird die JKU Linz zu einer Drehscheibe für Industrie 4.0 bzw. Digitalisierung und der direkte Know-how-Transfer in die Wirtschaft wird verbessert. Das ist ein großer Wurf für den Standort Oberösterreich und ein wichtiger Schritt in Richtung europäische Spitze“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, der in der Forschung und Entwicklung den Dreh- und Angelpunkt sieht.

In der Forschung sieht Stelzer die größten Zukunftschancen für das Bundesland: „Oberösterreich verfügt gerade auch durch die JKU über hervorragende Kompetenzen in der Forschung. Diese werden mit der Gründung der LIT Factory durch die enge disziplinen- und branchenübergreifende Zusammenarbeit mit der Wirtschaft nachhaltig gestärkt. Unser Ziel ist es, in einem echten Schulterschluss zwischen Industrie und Standortpolitik, alle konstruktiven Kräfte zu bündeln, damit wir Oberösterreich zu einem ‚place to be‘ für Unternehmen machen.“

„Der rasche Transfer von Forschungsergebnissen in markttaugliche Technologien, Produkte und Dienstleistungen entscheidet letztendlich über die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und des Standortes Oberösterreich insgesamt. Die LIT Factory wird diesen Transfer maßgeblich beschleunigen und verschafft uns einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Regionen“, ist Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl überzeugt. „Wie groß das Interesse aus der Wirtschaft ist, zeigt das Engagement zahlreicher Unternehmen. Für die dreijährige Aufbauphase und die spätere Nutzungsphase konnten Zusagen in Höhe von rund 10 Millionen Euro erreicht werden.“

„Die Pilotfabrik ist eine einzigartige Chance für den Innovationsstandort Linz“, betont Bürgermeister Mag. Klaus Luger. „Die Kooperation zwischen Linzer Leitbetrieben, der Johannes Kepler Universität, dem Land Oberösterreich sowie der Stadt Linz zeigt, dass ein gemeinsames Vorgehen zum Erfolg führt.“ Es unterstreiche das Vorhaben, Linz als innovativste Stadt in Österreich zu positionieren. Nach der Förderzusage durch den Bund gehe es nun darum, die nächsten Schritte weiter voranzutreiben. „Ich bin zuversichtlich, dass hier Großartiges entstehen wird. Die LIT Factory ist ein wesentlicher Faktor für die Schaffung der Arbeitsplätze der Zukunft“, sagt Luger.

„Digitalisierung und Vernetzung führen dazu, dass die Unternehmen entlang der Wertschöpfungsketten immer enger zusammenarbeiten – und dies gilt ganz besonders für die Kunststoffindustrie“, erklärt Dr. Gerhard Dimmler, Leiter Forschung & Entwicklung Produkte bei Engel Austria. Für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie im Land sei es deshalb essenziell, dass noch intensiver in diese Richtung geforscht werde. „Die Kunststoffindustrie in Oberösterreich ist extrem stark und neben ENGEL als Spritzgießmaschinenbauer bündeln viele weitere innovationsgetriebene Unternehmen in der LIT Factory ihr Know-how und ihre Erfahrungen“, so Dimmler. „Als neutrale, interdisziplinäre Forschungsplattform werde sie entscheidend zur Weiterentwicklung von Industrie 4.0 beitragen.

Ab 2021 in Betrieb – Unterstützung durch Stadt, Land und Bund
Die LIT Factory soll ab 2018 errichtet werden, die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen. Die Nutzungsphase erstreckt sich von 2021 bis vorerst 2033.

Im Endausbau soll die Pilotfabrik rund 25 MitarbeiterInnen beschäftigen, ein Umfeld unter möglichst realen Produktionsbedingungen schaffen und eine Produktionskapazität von mindestens 500 Tonnen pro Jahr erreichen. Dafür stehen rund 1.300 Quadratmeter Technikum sowie etwa 450 Quadratmeter für Büros, Nebenräume und technische Prüfräumlichkeiten zur Verfügung.

Das Land Oberösterreich unterstützt die Errichtungsphase mit 2 Mio. Euro, insbesondere für die Gebäudeinfrastruktur, und hat auch Förderungen für die Nutzungsphase zugesagt. Die Mietkosten für das Gebäude übernimmt die Stadt Linz für 15 Jahre; sie betragen jährlich knapp 250.000 Euro pro Jahr.

Die JKU hat sich unter der Leitung von Univ.-Prof. Jürgen Miethlinger, Vorstand des Instituts für Polymer Extrusion und Compunding und Leiter der LIT Factory, an der aktuellen Ausschreibung „Pilotfabriken Industrie 4.0“ des BMVIT/FFG um Förderungen in Höhe von 2 Mio. Euro für Forschungsgeräte beworben.

Die Universität selbst bringt für die Errichtungsphase Personalressourcen und andere direkte Kosten von knapp 0,5 Mio. Euro ein. Vonseiten der Industrie fließen während der Errichtungsphase 3,2 Mio. Euro und während der Nutzungsphase 6,8 Mio. Euro in das Projekt. Von diesen insgesamt 10 Mio. Euro werden Maschinen, Werkzeuge, Software und vieles mehr finanziert

 

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Neue Medizinprodukte-Verordnung: Verpflichtungen des Händlers

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30.08.2017

Die neue Medizinprodukte-Verordnung (MPV) ist seit 25.5.2017 in Kraft. Sie bringt unter dem Begriff Wirtschaftsakteure eine Reihe von klaren Anforderungen für Hersteller aber (neu!) auch für Bevollmächtigte, Importeure und Händler. Heute habe ich für Sie die Verpflichtungen der Händler entsprechend der neuen Medizinprodukte-Verordnung zusammengefasst.

Definition Händler lt. Medizinprodukte-Verordnung
Händler bezeichnet jede natürliche oder juristische Person in der Lieferkette, die ein Produkt bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme auf dem Markt bereitstellt (mit Ausnahme des Herstellers oder des Importeurs).

Händlern werden ganz klare Verpflichtungen zugewiesen:
1. Verpflichtungen vor dem Verkauf
2. Verpflichtungen bei Lagerung und Transport
3. Meldepflicht

1. Verpflichtungen vor dem Verkauf
Die neue Medizinprodukte-Verordnung verpflichtet den Händler, sich vor dem Verkauf mittels eines Stichprobenverfahrens zu vergewissern, dass

  • die Produkte ein CE-Zeichen (im Sinne der MPV) tragen und die EU-Konformitätserklärung ausgestellt ist. Wichtig ist, dabei zu beachten, dass die EU-Konformitätserklärung vollständig ist (die Mindestangaben regelt die MPV in Anhang IV) und eindeutig dem Produkt zugeordnet ist (über den Basis UDI-DI erkennbar, den sowohl Produkt als auch EU-Konformitätserklärung tragen).
  • die Gebrauchsanweisung (idR in der jeweiligen Amtssprache) und die Kennzeichnung dem Produkt beiliegen.
  • bei aus nicht EU-Ländern importierten Produkten der Importeur eindeutig identifizierbar ist, also auf der Verpackung oder dgl. Name, Adresse des Importeurs steht, ohne dass der eigentliche Hersteller überdeckt wird.
  • dass der Hersteller den UDI vergeben hat.


Kommt ein Händler zu der Auffassung oder hat er Grund zu der Annahme, dass ein Produkt nicht den Anforderungen dieser Verordnung entspricht, darf er das betreffende Produkt nicht verkaufen und muss den Hersteller bzw. gegebenenfalls den Bevollmächtigten des Herstellers und den Importeur informieren.

Aufzeichnungen: Zu Nachweiszwecken sollte der Händler über diese stichprobenartige Prüfung und deren Ergebnisse Aufzeichnungen führen.

2. Verpflichtungen bei Lagerung und Transport
Während sich das Produkt in der Verantwortung des Händlers befindet, muss er entsprechend der neuen Medizinprodukte-Verordnung dafür sorgen, dass die Lagerungs- und Transportbedingungen den Vorgaben des Herstellers entsprechen.

Aufzeichnungen: Zu Nachweiszwecken sollte der Händler über Lagerungs- und Transportbedingungen Aufzeichnungen führen.

3. Meldepflicht
Händler, die der Auffassung sind oder Grund zu der Annahme haben, dass

  • ein von ihnen auf dem Markt bereitgestelltes Produkt nicht der Verordnung entspricht, teilen dies unverzüglich dem Hersteller und gegebenenfalls dem bevollmächtigten Vertreter des Herstellers und dem Importeur mit.
  • von dem Produkt eine schwerwiegende Gefahr ausgeht, informieren außerdem unverzüglich die zuständigen Behörden.


Händler sind nach der neuen Medizinprodukte-Verordnung verpflichtet, im Vigilanzsystem mit zu arbeiten. Das heißt: Händler, denen Beschwerden und Berichte seitens Angehöriger der Gesundheitsberufe, der Patienten oder Anwender über mutmaßliche Vorkommnisse im Zusammenhang mit einem Produkt, das sie bereitgestellt haben, zugehen,

  • leiten diese unverzüglich an den Hersteller und gegebenenfalls den Bevollmächtigten des Herstellers und den Importeur weiter.
  • führen ein Register der Beschwerden, der nichtkonformen Produkte und der Rückrufe und Rücknahmen.

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Mobile App der RISC Software GmbH schärft den medizinischen Blick auf Sehstörungen

RISC Logo
Kind sitzt mit Device - AblyoCare
Screenshot von AmblyoCare © RISC Software GmbH, Abdruck honorarfrei

30.08.2017

HAGENBERG, 21.07.2017: Sehen ist einer unserer wichtigsten Sinne, Beeinträchtigungen sind häufig sehr belastend und insbesondere im Berufsleben stark einschränkend. Sehfrühförderung ist meist der erste und wichtigste Schritt zur Behebung von Sehschwächen. Software-Lösungen halten nun in diesen Bereich Einzug: so etwa die mobile App AmblyoCare der RISC Software GmbH aus dem Softwarepark Hagenberg.

Seit mehr als einem Jahrzehnt behandelt die Abteilung Medizin-Informatik der RISC Software GmbH erfolgreich Problemstellungen der Medizin. Ein Schwerpunkt der RISC Software Medizin-Informatik: Simulations- und Trainingssysteme für Mediziner wie das Projekt „Virtual Aneurysm“. Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld der Forschungsabteilung ist die direkte Verwendbarkeit von Forschungsergebnissen für Mediziner. Eines der erfolgreichsten Projekte hier ist SEE-KID / CEVD, im Zuge dessen die App AmblyoCare entwickelt wurde. Wie schon bei „Virtual Aneurysm“ war auch hier die enge Kooperation von Forschung und medizinischer Praxis für eine erfolgreiche, praxistaugliche Realisierung entscheidend.

Für wen wurde AmblyoCare konzipiert?
Die mit Förderungen des Landes Oberösterreich, dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz und dem AKH Linz realisierte innovative Anwendung richtet sich an FachärztInnen, OrthoptistInnen, FrühförderInnen, KinderärztInnen und die Betroffenen selbst. Sie alle, Letztere nur unter ärztlicher Anleitung, können mithilfe von AmblyoCare eine sogenannte Amblyopie feststellen und behandeln. Schwachsichtigkeit macht sich in den ersten Lebensjahren häufig durch hohe Fehlsichtigkeit, Schielen oder bestimmte Erkrankungen bemerkbar und kann – früh erkannt – gut behandelt werden.

Wo setzt AmblyoCare an?
AmblyoCare bietet eine Vielzahl an individuell anpassbaren Stimulationsmethoden von der visuellen Aufmerksamkeitsprüfung über die Drehscheibe mit Streifenmuster (exzentrische Fixation) bis hin zur Visusprüfung mit Optotypen wie zum Beispiel Snellen-Haken oder Lan-doltring. Mit dem integrierten Trainingsprogramm wird das Restseh-vermögen trainiert, die regelmäßige Therapie führt schließlich zum Erfolg. AmblyoCare kann von kleinen sowie erwachsenen Patienten mit starken Einschränkungen des Sehvermögens benutzt werden, der Therapieerfolg ist jedoch bei jungen Patienten erheblich höher.

AmblyoCare ist ein im österreichischen Register für Medizinprodukte eingetragenes, aktives Medizinprodukt der Klasse I, das zur vorübergehenden Anwendung am Patienten bestimmt ist. Eine Anwendung von AmblyoCare ohne ärztliche Betreuung oder eine nicht dem ärztlichen Rat entsprechende Anwendung ist untersagt. Die Softwarelösung der RISC Software GmbH ist für alle gängigen Betriebssysteme (Windows, Android und iOS) verfügbar. Zukünftig wird es auch noch eine eigenständige Version von AmblyoCare für den Einsatz in der Heimanwendung geben, um den Umgang mit dem Softwaresystem für Patienten stark zu vereinfachen und dadurch den Therapieaspekt der Anwendung weiter zu forcieren.

Technische Details:
• Neueste Version: 4.1
• Windows 7, Android 4.0 bzw. iOS 7 oder neuer, kompatibel mit iPad
• Sprachen: Deutsch, Englisch


RISC Software GmbH
Seit der Gründung im Jahr 1992 durch Prof. Bruno Buchberger forscht und entwickelt die RISC Software GmbH für die Wirtschaft. Dabei werden in einzigartiger Weise die Kernkompetenzen Symbolisches Rechnen, Mathematik und Informatik im Rahmen der Kompetenzbereiche Logistik-Informatik, Industrielle Softwareanwendungen, Medizin-Informatik und modernste Rechentechnologien zur Entwicklung praxisgerechter Softwarelösungen eingesetzt. Das Unternehmen steht zu 80 % im Eigentum der Johannes Kepler Universität Linz sowie zu 20 % im Eigentum der Upper Austrian Research GmbH (Land OÖ). www.risc-software.at.

Unternehmensnetzwerk Softwarepark Hagenberg

Das Unternehmensnetzwerk Softwarepark Hagenberg ist ein Verein von Unternehmen im Softwarepark Hagenberg mit dem Ziel, diesen als Wirtschaftsstandort zu stärken. Der Softwarepark Hagenberg ist der führende Technologiepark Mitteleuropas im Bereich Software. Sein Erfolg gründet in der Synergie von Forschung, Ausbildung und Wirtschaft. www.softwarepark-hagenberg.at/unternehmensnetzwerk

 

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Die Medizintechnik im Fokus der oxaion - ERP-Software und Computer System Validierung aus einer Hand

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30.08.2017

Kaum eine Branche in Österreich wächst so stark und ist dabei so innovativ, wie die Medizintechnik.

Durch den PIP-Skandal geriet die Branche unter starken politischen Druck, was sich in verschärften Verordnungen und Normen niedergeschlagen hat. Im August 2016 wurde die neue Norm EN ISO 13485 veröffentlicht, in diesem Frühjahr die neue MDR (Medical Device Regulation). Beide Veröffentlichungen sorgten dafür, dass eine ganze Branche in Bewegung geriet. Viele neue und verschärfte Anforderungen wurden verabschiedet.

Neu dabei ist, dass im Bereich des Qualitätsmanagements die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet werden muss, also alles, was in den Bereich eines ERP-Systems gehört. Darüber hinaus gibt es die neue Forderung, dass die eingesetzten Computer-Systeme validiert werden müssen. Wie in jeder Branche gibt es natürlich auch funktionale Besonderheiten, wie die Abbildung von UDI (Unique Device Identification), der Verwaltung von Seriennummern oder auch spezielle Berechtigungskonzepte oder die electronic signature.

Diese Veränderungen führen dazu, dass sich die Unternehmen mit Ihren eingesetzten ERP-Systemen beschäftigen und hier wohl auch eine ganze Reihe von neuen Funktionen implementieren müssen. Neben den ERP-Systemen sind auch DMS, CAQ und andere wesentliche Applikationen betroffen. oxaion liefert ERP-Software und Computer System Validierung aus einer Hand.

 

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Neu: „raiffeisen kultur punkt“ Posthof

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3 Herren hinter einem Stehtisch
Mag. Gernot Kremser, Dr. Wilfried Steiner, RLB OÖ-Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller Quelle: RLB OÖ/Srobl

30.08.2017

Musik, Tanz, Theater, Kleinkunst & Literatur am Linzer Hafen freuen sich auf neuen Hauptsponsor Raiffeisen OÖ!

Raiffeisen OÖ ist neuer Partner und Sponsor für das LIVA-Zeitkulturhaus Posthof. Für die Dauer von vorläufig drei Jahren werden unter dem Motto "raiffeisen kultur punkt" die Kräfte am Linzer Hafen gebündelt.

Ein Schwerpunkt der neuen Zusammenarbeit liegt im gemeinsamen Ticketvertrieb. Karten für sämtliche der rund 200 jährlich durchgeführten Posthof-Veranstaltungen aus Musik, Tanz, Theater, Kleinkunst und Literatur sind ab sofort in den rund 440 oö. Raiffeisenbankstellen sowie online über ELBA-internet erhältlich - selbstverständlich mit spezieller Ermäßigung für alle KundInnen von Raiffeisen Oberösterreich.

Darüber hinaus schafft die Partnerschaft Raum für frische, gemeinsame Auftritte in der Bewerbung und Mehrwerte für das Publikum. Neben der Auflage des Posthof-Programms in den Schalterfoyers informieren Raiffeisen-Kundenmagazine, Internet, Social Media bis hin zu den Konto-Service-Terminals künftig über das Angebot des führenden Kulturveranstalters der oö. Landeshauptstadt. Sämtliche Publikumsbereiche im Posthof spiegeln dies mit dem brandneu geschaffenen Schriftlogo "raiffeisen kultur punkt".

Als Sponsor unterstützt Raiffeisen OÖ zudem das kulturelle Jahresprogramm im Posthof und fördert damit die Weiterentwicklung der bereits mehr als 30-jährigen Erfolgsgeschichte von Zeitkultur am Linzer Hafen.

Dr. Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ: "Der Posthof ist ein Knotenpunkt für Musik, Tanz, Theater, Literatur und Kleinkunst und mit diesem Angebot eine tolle Besonderheit. Wir sind stolz darauf, ein starker und verlässlicher Partner sein zu können – so wie bei vielen anderen Kunst- und Kulturaktivitäten sowie Veranstaltungen oder auch Sportevents.“

Mag. Gernot Kremser und Dr. Wilfried Steiner, Posthof: "Wir sind sehr dankbar für diese starke, regionale Partnerschaft auf Augenhöhe, die vor allem die Grundpfeiler innovatives Programm und Förderung jünger, heimischer KünstlerInnen im Posthof unterstützt."

 

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Spatenstich für Gesundheitszentrum in Linz

Visualisierung Gesundheitszentrum Herrenstraße 54-56 (Quelle: Vinzenz Gruppe)
Visualisierung Gesundheitszentrum Herrenstraße 54-56 (Quelle: Vinzenz Gruppe)
Spatenstichfeier
Spatenstichfeier v.l.n.r.: Vbgm. Detlef Wimmer, Dr. Michael Heinisch (GF Vinzenz Gruppe), Sr. Cordula Kreinecker (Generaloberin Barmherzige Schwestern) Vbgm. Mag. Bernhard Baier, MMag. Walter Kneidinger (GF Herrenstraße 54-56 Errichtungs- und Vermietungs-GmbH), Architekt DI Jörg Stögmüller (Quelle www.eventfoto.at)

19.07.2017

Partnerschaftliches Konzept richtet sich an Bedürfnissen der Patienten aus

Am Dienstag, 18. Juli 2017, erfolgte der Spatenstich für das neue Gesundheitszentrum der Vinzenz Gruppe in der Herrenstraße 54-56 in Linz. Unmittelbar neben dem Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern gelegen, werden hier künftig dem Krankenhaus vor- und nachgelagerte Angebote für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gebündelt. Damit diese möglichst vielfältig sind, setzt die Vinzenz Gruppe auf die Kooperation mit externen Partnern aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Dazu erklärt Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe: „Mit dem Gesundheitszentrum in der Herrenstraße schaffen wir eine Stätte der Kooperation, an der mehrere Partner ihre Kompetenzen verbinden können. Wir wollen unser Angebot an die Partner so attraktiv gestalten, dass sie gerne hierher kommen. Bei unserer Zusammenarbeit werden wir uns bedingungslos danach ausrichten, was die Patientinnen und Patienten brauchen.“

Die Vernetzung der Angebote stellt eine wesentliche Erleichterung dar: ein vielfältiges medizinisches Angebot in einem Gesundheitsnetzwerk, kurze Wege, zentrale Organisation, Informationsaustausch zwischen den behandelnden Bereichen und damit Vermeidung von Doppelbehandlungen, unmittelbare Nähe zum Akut-Krankenhaus und vieles mehr.

 „Für das Gesundheitsnetzwerk in Linz ist das Gesundheitszentrum in der Herrenstraße 54-56 ein ganz wesentlicher Bestandteil. Nach Fertigstellung werden Praxen für Ärzte, Therapeuten, Psychologen, ein Ambulatorium zur ambulanten onkologischen und orthopädische Reha, ein Seminarzentrum sowie ein vitales Bistro mit Shop angeboten“, beschreibt MMag. Walter Kneidinger, Geschäftsführer der Herrenstraße 54-56 Errichtungs- und Vermietungs-GmbH. Mit der Spatenstichfeier wurde das Startsignal für die Bauarbeiten gegeben. Die Eröffnung des Gesundheitszentrums Herrenstraße ist im 2. Quartal 2019 geplant.

Auch an den Standorten ihrer anderen Krankenhäuser in Ried (OÖ) und Wien baut die Vinzenz Gruppe ihr Gesundheitsangebote im vor- und nachgelagerten Bereich aus und setzt dort ebenso auf die Kooperation mit externen Partnern. „Die Anforderungen in der Gesundheitsversorgung werden immer größer. Keiner ist heute in der Lage, alleine eine umfassende Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. Heilung lebt von Kooperation“, sagt der Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe, Michael Heinisch.

www.vinzenzgruppe.at 


Wearables revolutionieren die klassische Medizin – MEDICA 2017 thematisiert aktuelle Trends und zeigt konkrete Anwendungen

Laufschuh mit Sensor
Quelle: MEDICA

18.07.2017

Der durchschlagende Erfolg von smarten „Gadgets“ zur Gesundheitsförderung im privaten Bereich hat eine andere, nicht weniger wichtige Entwicklung überstrahlt: Wearables werden seit vielen Jahren in etlichen medizinischen Bereichen immer wichtiger. Sie sind unverzichtbar für die digitale Revolution, die auch die Medizin erfasst hat. Davon werden sich die Fachbesucher einmal mehr bei der mit über 5.000 Ausstellern weltgrößten Medizinmesse MEDICA im November in Düsseldorf überzeugen können (13. – 16.11.2017, Laufzeit: montags bis donnerstags). Zum Hotspot für alle Wearables-Interessierten wird hier etwa das MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM in Halle 15, das den Wearables eigene Sessions widmet und zwar am Montag, 13. November, 11 bis 14 Uhr, und Dienstag, 14. November, 14 bis 17 Uhr. Einen Überblick über spannende Neuentwicklungen gibt zudem die Wearable Technologies Show (ebenfalls in Halle 15). Neben marktreifen Produkten werden hier auch Prototypen und Forschungsprojekte präsentiert.

„Wearables sind einer der wesentlichen Enabler für die Digitalisierung im Gesundheitswesen“, konstatiert Christian Stammel, Gründer und CEO der WT Wearable Technologies Group. Im medizinischen Umfeld seien Wearables weit mehr als am Handgelenk getragene Fitnesstracker. Eine Vielzahl von Applikationen sei seit Jahrzehnten sehr erfolgreich – wenn auch nicht unbedingt unter diesem Oberbegriff: „Nach unserer Definition ist jede elektronische Komponente, die am Körper, in Körpernähe oder im Körper getragen wird, ein Wearable-Produkt“, erläutert Stammel. Demnach gehören auch Herzschrittmacher und Hörgeräte sowie smarte Implantate zu den Wearables.

In allen Phasen der medizinischen Versorgung von der Prävention über die stationäre und ambulante Behandlung bis hin zur Rehabilitation beeinflussen Wearables bereits heute neue Behandlungsmethoden und eröffnen neue Behandlungswege in der Diagnose, dem Monitoring und der Medikation. Die Palette reicht vom intelligenten Pflaster zum Messen des Blutzuckerspiegels wie es Abbott bereits umsetzt, über Patches die Medikamente in der individuell benötigten Menge verabreichen bis hin zu intelligenten Pillen, die die korrekte Medikation überwachen können. So können Ärzte mit einem Sensor in Tablettenform von Proteus Medical verfolgen, wann Patienten ihre Arzneimittel nehmen. Die Therapietreue ist ein entscheidender Faktor, soll eine medikamentöse Therapie erfolgreich sein. Das Insulin-Managementsystem `mylife OmniPod´ ist beispielsweise eine neue Art der Insulinpumpentherapie. Der dazu gehörige Pod wird direkt auf die Haut geklebt – ohne störende Schläuche zwischen dem Pod und dem `Personal Diabetes Manager´. Dadurch erhalten Pumpenträger mehr Freiheit im Alltag.

Die Vielfalt zeigt: Wearables sind im Alltag angekommen

Stammel berichtet, dass es für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder Asthma Wearables gibt, die dem Patienten das Leben stark erleichtern und den Arzt mit viel mehr Information über den Zustand des Patienten versorgen. Am Dienstag (14. November) werden beim MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM in der Session von 14 bis 17 Uhr Wearables für chronische Krankheiten und für Personen mit besonderen Mobilitätsherausforderungen (beispielsweise Schlaganfallpatienten) in den Fokus gerückt. Passend dazu stellt Bioservo im Rahmen der Wearable Technologies Show einen Trainingshandschuh für Schlaganfallpatienten vorgestellt.

Über Bewegungssensorik und robotische Unterstützung werden durch den Patienten ausgeführte Bewegungsimpulse verstärkt. Durch regelmäßige Anwendung verbessert sich nicht nur die Wahrnehmung von Berührungsreizen, sondern auch die Willkürmotorik, etwa das Greifen. Vom robotischen Handschuh ist der Weg nicht weit zu Exoskeletten, die in der Mobilisierungstherapie wertvollen Nutzen bieten. FreeBionics verhilft beispielsweise Personen mit vorübergehenden oder chronischen Bewegungseinschränkungen mittels dem System „Free Walk“ zur Wiedererlangung der Mobilität.

Zentral für chronische und akute Krankheiten ist das Monitoring von Vitaldaten. Hier bieten Wearables für nahezu jedes Krankheitsbild optimale Lösungen für die Überwachung im Krankenhaus oder zuhause. Das Start-up Biovotion hat beispielsweise eine Arm-Manschette im Programm, die kontinuierlich medizinisch relevante Daten erfasst und über eine `Cloud´-Lösung behandelnden Ärzten zur Verfügung stellt. Darüber hinaus gibt es passgenaue Wearables für bestimmte Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes oder auch neue Möglichkeiten für das Monitoring von Neugeborenen und Schwangeren.

Der Markt für medizinische Wearables wächst rasant
Die Bandbreite an Anwendungsoptionen, die bei der MEDICA 2017 thematisiert und als Produktlösungen präsentiert werden, ist ein Fingerzeig hinsichtlich einer immer stärkeren Nachfrage. „Der Markt für Wearables wächst rasant. Bereits im letzten Jahr wurden mehr als 150 Millionen Wearable-Produkte weltweit verkauft“, bestätigt Stammel. Im Jahr 2020 werde sich dieser Markt mehr als verdoppeln. Erste Prognosen würden von 400 Millionen Wearables ausgehen, die in 2020 abgesetzt werden sollen. Gut 50 Prozent davon entfielen auf medizinische Wearables. Insbesondere der Markt für intelligente Pflaster (Smart Patches) dürfte weltweit einen sehr hohen Marktanteil einnehmen. In seinem Beitrag „Soft Embedding of Electronics and Skin Friendly Fixation of Materials & Technology“ gibt Gerd Bueschel, OEM Manager, Covestro, beim MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM am 14.11. einen Einblick in das Thema.

Die fortschreitende Miniaturisierung wird zu immer kleineren und für den Patienten angenehmeren medizinischen Monitoring-Lösungen führen. „Medizinische Wearables werden zunehmend im Formfaktor von intelligenten Pflastern entwickelt und werden es somit dem Patienten ermöglichen, Langzeitmonitorings oder auch die Medikation nahezu unsichtbar für den Außenstehenden anzuwenden“, gibt Christian Stammel einen Ausblick. Damit könnten Wearables dem Patienten eine deutlich einfachere und nicht stigmatisierende Behandlung ermöglichen.

Wearables – eine Herausforderung für die Zulassungsstellen
Wearables eröffnen für Anbieter und Anwender demnach gleichermaßen vielversprechende Perspektiven. Zugleich stellen sie aber auch mannigfaltige Anforderungen vor dem Marktstart. Dazu zählen die medizinische Zulassung, Aspekte von Schnittstellen und Dateninteroperabilität sowie der Datenschutz. Dabei gilt: „Weltweit sind die medizinischen Regulierungsbehörden mit dem Themengebiet der Wearables stark gefordert und passen sich auch sukzessive den neuen Herausforderungen an“, wie Stammel zu berichten weiß. Die Digitalisierung sei insgesamt eine große Herausforderung für die Zulassungsstellen von medizinischen Produkten, so Stammel weiter: „Deutschland ist hier durch die schiere Größe des Gesundheitsmarktes ein Land, das unter allen Herstellern von medizinischen Produkten höchste Aufmerksamkeit erfährt.“

Wearables im stationären Bereich
„Für den stationären Bereich gibt es zahlreiche Innovationen aus dem Wearables-Umfeld“ konstatiert Stammel. Von der Überwachung des Wundliegens über Patch-Sensorik bis hin zum Monitoring von Vitaldaten reiche die Palette der Applikationen. Im Krankenhaus selbst würden die Wearables aus seiner Sicht aber erst einmal eine eher untergeordnete Rolle spielen: „Auf Grund der vorhandenen medizinischen Infrastruktur werden hier Wearables langsamer Einzug halten. Vor allem in der ambulanten Nachversorgung sehen wir Einsatzbereiche für Wearables.“

Wearables für den ambulanten Bereich
Insbesondere Arztpraxen sollten sich mit dem Themengebiet der Wearables konkreter auseinandersetzen für eine bessere Einschätzung des Patienten. Stammel verdeutlicht: „Erste auch medizinisch zertifizierte Gesundheitsmonitore wie die `Philips Health Watch´ erleichtern dem Arzt den Einsatz der Wearables als verlässlichen Indikator.“ Das Gerät zeichnet Vitaldaten wie Herzfrequenz, Bewegung oder das Sitz- und Schlafverhalten ohne zusätzlichen Brustgurt auf. Sie werden unter Einhaltung der Datenschutzrichtlinien in einer Cloud gespeichert und können auf Wunsch beispielsweise mit Ärzten und Medizinern geteilt werden. Nach Einschätzung Stammels wird sich die Nutzung medizinischer Wearables kurzfristig auch als Leistungsmerkmal für eine hochwertige Arztpraxis etablieren: „Zum Beispiel bei der Behandlung von Diabetes-Patienten sollten Ärzte die bereits heute verfügbaren Produkte kennen und sich der Vorteile für die ärztliche Behandlung und die Lebensqualität des Patienten bewusst sein, um diese verschreiben zu können.“

Start-ups fördern die Digitalisierung in der Medizin

Geht es um die Digitalisierung der Medizin oder im Speziellen um Wearables, dann gebührt kreativen Start-ups eine wichtige Rolle. Ihnen wird im Rahmen der MEDICA 2017 erstmalig eine eigene „Bühne“ geboten mit dem neuen MEDICA START-UP PARK. Hier werden sich in Halle 15 bis zu 40 Start-ups auf einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern präsentieren. „Die Unternehmensgründer und ihre kleinen Entwicklerteams sprudeln geradezu vor Ideen. Was sie brauchen, ist eine Startrampe. Wir bringen sie bei der MEDICA mit potenziellen Geschäftspartnern, Investoren oder auch Vertriebspartnern aus der ganzen Welt zusammen“, erklärt Dr. Claudio Bucchi, Trendscout des MEDICA-Teams und als Projektmanager für den MEDICA START-UP PARK verantwortlich. Für den Erfolg müssen alle an einem Strang ziehen Es gibt also viele Innovationen, die das Potenzial haben, die Digitalisierung in der Medizin zum Nutzen der Patienten voranzutreiben. Damit dieser medizinische Fortschritt beim Patienten ankommt, sind gute Informationen für alle Beteiligten wichtig. Die Patienten nehmen die digitale Revolution bereits jetzt an. So würden laut einer aktuellen Umfrage von Deloitte und Bitkom mehr als neunzig Prozent der Befragten ihre mobil erhobenen Gesundheitsdaten mit ihrem Arzt teilen. Und wie sieht es bei den Ärzten aus? „Hier liegt es auch an der Ärzteschaft, sich offen mit den neuen Möglichkeiten digitaler Innovationen auseinanderzusetzen und den etablierten Anbietern von medizinischen Infrastrukturlösungen für Praxen und Hospitälern das Interesse zu signalisieren“, bezieht Christian Stammel klar Position. Die MEDICA 2017 bietet den Medizinern geeignete Möglichkeiten, sich auf den neuesten Stand zu bringen.

Das internationale MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM in Halle 15 gewährt mit seinem ganztägigen Programm Einblicke in eine Bandbreite von relevanten digitalen Entwicklungen, die das Gesundheitswesen in allen Bereichen stark verändern wird. Dabei werden Wearables nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) sein, sondern auch und insbesondere der medizinischen Versorgung generell.

 

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Österreich hebt Forschungsprämie auf 14% an

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05.07.2017

Entsprechend der Vereinbarung im Regierungsprogramm 2017/18 hat das österreichische Parlament heute mit Wirkung zum 1. Januar 2018 eine Anhebung der steuerlichen Forschungsprämie um weitere zwei Prozent beschlossen.

Unabhängig ihrer Größe können forschungstätige Unternehmen bereits jetzt zwölf Prozent ihrer Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) steuerlich geltend machen. Ab 2018 werden 14 Prozent der F&E-Kosten als Barauszahlung bzw. Steuergutschrift erstattet.
Zuletzt war die Forschungsprämie bereits zum Jahresanfang 2016 von zuvor zehn auf zwölf Prozent angehoben worden. Ergänzt werden die steuerlichen Anreize durch eine große Bandbreite an Direktförderungen sowie bürokratischen Erleichterungen für Startups und innovationstreibende Unternehmen. Der Maßnahmenmix zeigt Erfolg: Im Jahr 2017 werden F&E-Investitionen in Österreich erstmalig auf 11,3 Mrd. Euro ansteigen. Mit dieser Forschungsquote von 3,14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes rückt die Alpenrepublik auf den zweiten Platz innerhalb der Europäischen Union vor. Knapp die Hälfte davon stammt aus dem Unternehmenssektor, über 15 Prozent stammen aus dem Ausland.

Modell der steuerlichen Forschungsförderung lockt internationale Unternehmen

Beispiele wie Boehringer Ingelheim, BMW, Magna und Borealis zeigen, wie sehr Österreich von vielen internationalen Unternehmen, als Forschungsstandort gefragt ist. Boehringer Ingelheim setzte im April den Spatenstich für eine neue biopharmazeutische Produktionsanlage in Wien – mit rund 700 Millionen Euro Investitionsvolumen die bisher größte Einzelinvestition des Pharmaunternehmens. Auch weitere internationale F&E-treibende Firmen setzen verstärkt auf die Alpenrepublik. Im Jahr 2016 konnte die ABA Ansiedlungsprojekte ausländischer F&E-Unternehmen im Vorjahresvergleich mehr als verdoppeln. Die damit verbundene Investitionssumme betrug 124 Millionen Euro.

Europäische Kommission: Österreich an der Spitze der „Strong Innovators“
Auch der Erfolg im innereuropäischen Standortwettbewerb ist eine Bestätigung für den Forschungsstandort Österreich. Im jüngst veröffentlichten „European Innovation Scoreboard“ klettert die Alpenrepublik auf Rang 7 und setzt sich damit an die Spitze der Gruppe der „Strong Innovators“. Hinsichtlich der F&E-Investitionen aus der Privatwirtschaft ist Österreich hinter Schweden bereits auf Rang 2 der EU-28. Bis 2020 plant Österreich zu den europäischen „Innovation Leaders“ zu gehören.

 

www.investinaustria.at 


Neue Medizinprodukte-Verordnung: Verpflichtungen des Händlers

04.07.2017

Die neue Medizinprodukte-Verordnung (MPV) ist seit 25.5.2017 in Kraft. Sie bringt unter dem Begriff Wirtschaftsakteure eine Reihe von klaren Anforderungen für Hersteller aber (neu!) auch für Bevollmächtigte, Importeure und Händler. Heute habe ich für Sie die Verpflichtungen der Händler entsprechend der neuen Medizinprodukte-Verordnung zusammengefasst.

Definition Händler lt. Medizinprodukte-Verordnung
Händler bezeichnet jede natürliche oder juristische Person in der Lieferkette, die ein Produkt bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme auf dem Markt bereitstellt (mit Ausnahme des Herstellers oder des Importeurs).

Händlern werden ganz klare Verpflichtungen zugewiesen:
1.Verpflichtungen vor dem Verkauf
2.Verpflichtungen bei Lagerung und Transport
3.Meldepflicht

1. Verpflichtungen vor dem Verkauf

Die neue Medizinprodukte-Verordnung verpflichtet den Händler, sich vor dem Verkauf mittels eines Stichprobenverfahrens zu vergewissern, dass

  • die Produkte ein CE-Zeichen (im Sinne der MPV) tragen und die EU-Konformitätserklärung ausgestellt ist. Wichtig ist, dabei zu beachten, dass die EU-Konformitätserklärung vollständig ist (die Mindestangaben regelt die MPV in Anhang IV) und eindeutig dem Produkt zugeordnet ist (über den Basis UDI-DI erkennbar, den sowohl Produkt als auch EU-Konformitätserklärung tragen).
  • die Gebrauchsanweisung (idR in der jeweiligen Amtssprache) und die Kennzeichnung dem Produkt beiliegen.
  • bei aus nicht EU-Ländern importierten Produkten der Importeur eindeutig identifizierbar ist, also auf der Verpackung oder dgl. Name, Adresse des Importeurs steht, ohne dass der eigentliche Hersteller überdeckt wird.
  • dass der Hersteller den UDI vergeben hat.

Kommt ein Händler zu der Auffassung oder hat er Grund zu der Annahme, dass ein Produkt nicht den Anforderungen dieser Verordnung entspricht, darf er das betreffende Produkt nicht verkaufen und muss den Hersteller bzw. gegebenenfalls den Bevollmächtigten des Herstellers und den Importeur informieren.

Aufzeichnungen: Zu Nachweiszwecken sollte der Händler über diese stichprobenartige Prüfung und deren Ergebnisse Aufzeichnungen führen.

2. Verpflichtungen bei Lagerung und Transport
Während sich das Produkt in der Verantwortung des Händlers befindet, muss er entsprechend der neuen Medizinprodukte-Verordnung dafür sorgen, dass die Lagerungs- und Transportbedingungen den Vorgaben des Herstellers entsprechen.

Aufzeichnungen: Zu Nachweiszwecken sollte der Händler über Lagerungs- und Transportbedingungen Aufzeichnungen führen.

3. Meldepflicht
Händler, die der Auffassung sind oder Grund zu der Annahme haben, dass

  • ein von ihnen auf dem Markt bereitgestelltes Produkt nicht der Verordnung entspricht, teilen dies unverzüglich dem Hersteller und gegebenenfalls dem bevollmächtigten Vertreter des Herstellers und dem Importeur mit.
  • von dem Produkt eine schwerwiegende Gefahr ausgeht, informieren außerdem unverzüglich die zuständigen Behörden.

Händler sind nach der neuen Medizinprodukte-Verordnung verpflichtet, im Vigilanzsystem mit zu arbeiten. Das heißt: Händler, denen Beschwerden und Berichte seitens Angehöriger der Gesundheitsberufe, der Patienten oder Anwender über mutmaßliche Vorkommnisse im Zusammenhang mit einem Produkt, das sie bereitgestellt haben, zugehen,

  • leiten diese unverzüglich an den Hersteller und gegebenenfalls den Bevollmächtigten des Herstellers und den Importeur weiter.
  • führen ein Register der Beschwerden, der nichtkonformen Produkte und der Rückrufe und Rücknahmen.

 

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>> www.encotec.at 


Zwei JKU-Juristen in der Bioethikkommission

03.07.2017

Die Mitglieder der Bioethikkommission des Bundeskanzlers stehen fest - und auch die JKU ist unter den 25 Mitgliedern vertreten. Univ.-Prof. Michael Mayrhofer (Abteilung Technikrecht) wurde neu berufen; Univ.-Prof. Alois Birklbauer (Institut für Strafrecht) wurde verlängert.

Die Bioethikkommission berät den Bundeskanzler aus ethischer Sicht in allen gesellschaftspolitischen, naturwissenschaftlichen und rechtlichen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Entwicklung der Wissenschaften auf dem Gebiet der Humanmedizin und -biologie ergeben. Gemäß internationalen Standards ist sie interdisziplinär zusammengesetzt. Sie gibt Empfehlungen für die Praxis, arbeitet Vorschläge über notwendige legistische Maßnahmen aus und erstellt Gutachten.

Seit Einsetzung der Bioethikkommission im Jahr 2001 wurden bereits mehrere Empfehlungen erstellt und unter anderem zu folgenden Themen gearbeitet:

  • Forschung an nicht einwilligungsfähigen Personen
  • Reform des Fortpflanzungsmedizinrechts
  • Terminologie medizinischer Entscheidungen am Lebensende
  • Kodifikation des Forschungsrechts
  • Gen- und Genomtestes im Internet

www.jku.at 


JKU erweitert Leitung der Medizinischen Fakultät: Olschewski neue Vizerektorin, Dekanat mit Apfalter und Meier besetzt

Logo JKU
Dame Portrait: Olschewski

29.06.2017

Der Universitätsrat der Johannes Kepler Universität hat Univ.-Prof.in DDr.in Andrea Olschewski (50) heute einstimmig zur Vizerektorin für Medizin gewählt. Ihre Vorgängerin Univ.-Prof.in Dr.in Petra Apfalter konzentriert sich auf eigenen Wunsch künftig ganz auf die Lehre und steht der JKU weiter als Studiendekanin zur Verfügung. Das erweiterte Führungsteam komplettiert Univ.-Prof. Dr. Jens Meier, Leiter der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Kepler Universitätsklinikum, als Forschungsdekan.

„Die Weiterentwicklung der Medizinischen Fakultät erfordert umfassende Anstrengungen, die Vergrößerung der Führungsetage nach der Phase des Aufbaus ist daher ein logischer Schritt“, betont der Vorsitzende des Universitätsrates, Generaldirektor Heinrich Schaller Der erfolgreiche Kurs, auf dem man seit der Gründung steuere, könne damit nachhaltig fortgesetzt werden. Schaller verweist auf den Umfang des Kepler Klinikums: „Annähernd gleich groß wie das AKH Wien, liegt die Ausbildungskapazität bei derzeit 60 und im Vollausbau bei 300 jährlich neu hinzukommenden StudienanfängerInnen.“

Unmittelbares Miteinander und starke Praxisnähe Mit Andrea Olschewski habe man eine international anerkannte Expertin mit Managerqualitäten an Bord geholt, erklärt JKU-Rektor Meinhard Lukas. Petra Apfalter sorge für die nötige Kontinuität, auch Jens Meier sei mit den Verhältnissen in Linz bestens vertraut. Lukas unterstreicht in diesem Zusammenhang die bundesweiten Alleinstellungsmerkmale der Linzer Fakultät: „Das unmittelbare Miteinander von Lehrenden und Studierenden wird genauso geschätzt wie die starke Praxisnähe: Wir verfügen beispielsweise über einen Pool an Allgemeinmedizinern, der sowohl in Umfang als auch Qualität in Österreich einzigartig ist.“

Die gebürtige Ungarin Andrea Olschewski war bis zuletzt Vorständin des Instituts für Physiologie an der Medizinischen Universität Graz und Direktorin des Ludwig Boltzmann Instituts für Lungengefäßforschung. Die Spezialistin für Anästhesiologie, Lungenzirkulation und Schmerzforschung ist stellvertretende Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Von Behring-Röntgen-Stiftung und Mitglied zahlreicher weiterer medizinischer Institutionen im In- und Ausland. Ihre berufliche Laufbahn und Forschungsaufenthalte führten Olschewski u.a. nach Deutschland und in die USA. Für ihre wissenschaftliche Tätigkeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet – beispielsweise mit dem Preis der Fresenius-Stiftung, verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Anaesthesiologie und Intensivmedizin, und dem Forschungspreis der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie.

Jens Meier leitet die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin in Linz, die älteste ihrer Art in Österreich und damit die Wiege der heimischen Notfallmedizin. Er promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde 2008 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt habilitiert. 2014 kam Meier ans frühere Allgemeine Krankenhaus Linz. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaft und Künste sowie zahlreicher Fachgesellschaften.

Petra Apfalter ist Fachärztin für Hygiene und Mikrobiologie und leitet als Primarärztin am Ordensklinikum Linz Elisabethinen das Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Tropenmedizin sowie die analyse BioLab GmbH, den zugehörigen zertifizierten Laborpartner für Infektionsmedizin. Sie habilitierte 2003 an der Medizinischen Universität Wien. Apfalter steht u.a. dem nationalen Referenzzentrum für nosokomiale Infektionen und Antibiotikaresistenz vor und ist Mitglied des obersten Sanitätsrates.

 

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mindBEAGLE: Die 1. Gehirn-Computer Schnittstelle zur Kommunikation mit kompletten Locked-In Patienten ermöglicht

g.tec Logo

22.06.2017

Das Frontiers Journal für Neurowissenschaften (Neuroscience) publizierte im Mai 2017 das weltweit erste und einzige EEG basierte Brain-Computer Interface (BCI, deutsch: Gehirn-Computer Schnittstelle), das zur Kommunikation mit (kompletten) Locked-In PatientInnen und PatientInnen mit Bewusstseinsstörungen eingesetzt werden kann. Durch den Verlust ihrer motorischen und sprachlichen Fähigkeiten können PatientInnen mit Bewusstseinsstörungen oder Locked-In Syndrom nicht mit ihrer Umwelt interagieren. Daher wurden BCIs für diese PatientInnen adaptiert, sodass sie mit der Kraft der Gedanken gesteuert werden können und besonders einfach in der Anwendung sind.

mindBEAGLE verwendet vibrotaktile Reize an den Händen oder Beinen, oder die gedankliche Vorstellungskraft von Arm- oder Beinbewegungen der PatientInnen, um auf einfache Ja/Nein Fragen zu antworten. Diese Publikation zeigt, dass 9 von 12 Locked-In PatientInnen und 2 von 3 Komplette Locked-In PatientInnen durch mindBEAGLE wieder kommunizieren können und zeigt, inwieweit mindBEAGLE bei PatientInnen mit unterschiedlichen Arten von Bewusstseinsstörungen eingestzt werden kann.

„Die Ergebnisse in dieser Publikation wurden in natürlicher Umgebung gewonnen und demonstrieren die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bei PatientInnen mit neurologischen Störungen. PatientInnen, haben durch ihre Bewusstseinsstörung teilweise oder gänzlich ihre Bewegungsfreiheit oder Sprache verloren, jedoch schaffen sie es durch mindBEAGLE wieder mit ihrer Umwelt zu interagieren und Entscheidungen zu treffen. Diese Errungenschaft bedeutet eine dramatische Verbesserung ihrer Lebensqualität.“ – Dr. Rossella Spataro, Neurologin am ALS Clinical Research Center an der Universität in Palermo (Italien) und Co-Authorin dieser Publikation im Frontiers Journal in Neurowissenschaften.


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SANTESIS bei der ÖGSV-Fachtagung 2017

3 Menschen vor einem Messestand der Santesis
© Santesis

22.06.2017

Bereits seit 20 Jahren zieht die ÖGSV-Fachtagung eine Vielzahl an interessierten Teilnehmern an den Hafnersee in Kärnten.

Im Rahmen der diesjährigen Tagung von 8.- 9. Juni präsentierte SANTESIS viele spannende Neuigkeiten rund um HSD-ChargenDoc bei der Ausstellung in der Lobby. Besonders das Endoskopie-Modul und das QM-Handbuch fanden bei den zahlreichen Standbesuchern großen Anklang.

Zusammengefasst gibt es folgende Neuerungen von HSD-ChargenDoc:

  • Erweiterte Mandantenstruktur
  • Packetikett Stornierung – neue Filter und Suchmöglichkeiten
  • Hygienepass wurde um 2 Anzeigen erweitert
  • Packhilfe – neue Anzeigemöglichkeit für ChargenDoc@Web Nachrichten
  • Lagereingangsmodul  inkl. Lieferscheinverbuchung
  • Kommissioniermonitor – einfachere Kontrolle
  • Lagerbestand – neue Suchmöglichkeiten
  • Statusmonitor inkl. Anzeige der Abteilung
  • PIN-Abfrage für MitarbeiterEndoskopie – neue Treiber verfügbar
  • Neue Funktionen im QM-Handbuch

 

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Doppeljubiläum im LKH Freistadt: 70 Jahre KH Freistadt – 25 Jahre neuer Standort

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6 Personen stehend vor LKH Freistadt
(v.l.n.r.): Mag. Rudolf Wagner, Kaufmännischer Direktor LKH Freistadt, DGKP Ernst Weilguny, MBA, Pflegedirektor LKH Freistadt, gespag-Vorstand Mag. Karl Lehner, Mag.a Christine Haberlander, Landesrätin für Gesundheit, Bildung u. Frauen, Mag.a Elisabeth Paruta-Teufer, Bürgermeisterin der Stadt Freistadt sowie Prim. Dr. Norbert Fritsch, MPH, Ärztlicher Direktor LKH Freistadt. © gespag (honorarfrei)

13.06.2017

Das LKH Freistadt feiert heuer im Juni gleich zwei bedeutende Jubiläen: Einerseits blickt das Krankenhaus auf eine 70-jährige Geschichte zurück und andererseits wurde vor nunmehr 25 Jahren der Neubau am heutigen Spitalsstandort eröffnet.

Im Herbst 1947 wurde aus dem ehemaligen Schloss Kinsky in der Zemannstraße 29 in Freistadt ein Krankenhaus. Damals, vor 70 Jahren,verfügte das Spital über 130 Betten sowie drei Fachabteilungen: einer chirurgischen, einer internistischen und einer geburtshilflichgynäkologischen.1975 übernahm das Land OÖ die Trägerschaft.

Mag.a Christine Haberlander, Landesrätin für Gesundheit, Bildung und Frauen, bekräftigt die Bedeutung des Mühlviertler Spitals für die Region: „Das LKH Freistadt ist nunmehr seit 70 Jahren ein verlässlicher Bestandteil der medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung. Zum Doppeljubiläum gratuliere ich sehr herzlich. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem Einsatz die bestmögliche Betreuung der Patientinnen und Patientensicherstellen.“

Top ausgebildete, engagierte Mitarbeiter/innen
Das Fundament des Freistädter Spitals bilden demnach die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrem Wissen, ihrem Engagement und Einfühlungsvermögen täglich die zentralen Ansprechpersonen der Patient/innen darstellen.

Ein besonderes Anliegen ist es der Gesundheitsexpertin, die stets bedarfsorientierte Ausrichtung des Freistädter Spitals hervorzuheben. So wurde aufgrund eines eklatanten Mangels an diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen im Herbst 1991 die Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege Freistadt ins Leben gerufen. „Seither wurde jährlich eine Diplomausbildung angeboten, bis heute gingen 385 Pflegefachkräfte hervor. 35 Prozent der ausgebildeten Expertinnen und Experten haben ihren Dienst im LKH Freistadt begonnen“, hebt die auch für Bildung zuständige Landesrätin hervor.

Aktuell stehen an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege125 Ausbildungsplätze für folgende Ausbildungen zur Verfügung:
- Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege
- Fachsozialbetreuer/innen mit Schwerpunkt Altenpflege inkl. Pflegeassistenz
- Berufsfindungspraktikum

Schönster Dank – zufriedene Patient/innen
Wie die Zufriedenheitsmessung 2017 zeigt, wird die Arbeit am LKH Freistadt von den Patientinnen und Patienten hochgeschätzt. In einer aktuellen Befragung stellen sie dem gespag-Spital erneut Bestnoten aus.

Zu den jährlichen Befragungsparametern zählen die Zufriedenheit mit dem Aufnahme-, Ablauf-, Entlassungs- und Nachsorgeprozedere,der ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Betreuung, der räumlichen Ausstattung sowie der Verpflegung – bewertet wird mittels Schulnotensystem.

„Unsere Patientinnen und Patienten profitieren eindeutig vom Vorteil der wohnortnahen Behandlung. Sie erkennen das und bringen dies auch in ihren Bewertungen zum Ausdruck: Die aktuellen Ergebnisse der Befragung 2017 sind insgesamt und auch im LKH Freistadt seit Jahren auf gleich hohem Niveau. Über alle Kategorien hinweg erlangt das Freistädter Spital ausschließlich Noten zwischen 1 und 2“, zeigt sich Mag. Karl Lehner, Sprecher des gespag-Vorstands, stolz und ergänzt weiter: „Besonders freut uns die Weiterempfehlungsrate und die Rate des neuerlichen Aufsuchens, die beide – seit Jahren – Mittelwerte von 1,2 vorweisen.“

Neubau brachte Aufbruchsstimmung
In punkto Ausstattung brachte zweifelsfrei der Umzug in den Neubaugroße Vorteile mit sich. Noch heute, ein Vierteljahrhundert später, sind die Begeisterung und sogar etwas von der Aufbruchsstimmung spürbar, wenn Mitarbeiter/innen von der Übersiedlung ins neue Krankenhaus –im Jahr 1992 – berichten.

Mag. Rudolf Wagner, seit zwölf Jahren Kaufmännischer Direktor des LKH Freistadt, berichtet: „Zwischen der Planung und dem Einzug in den Neubau lagen zehn Jahre. Demnach begann nur wenige Jahre nach der Übersiedlung auch die Zubau-Planung. Stillstand war seither fehl am Platz – 2003 folgte schließlich der Startschuss für die umfassende Modernisierungsoffensive fast aller Bereiche.“

LKH Freistadt – größter Arbeitgeber in der Region: Immer einen Schritt voraus!
Bedarfsorientierung und Innovationsfähigkeit zeichnen das gespag-Regionalkrankenhaus in Freistadt bis heute aus. Erst letztes Jahr wurde das Spital zum Beispiel – aufgrund seines Kinderbetreuungsangebotes in Form von Betriebstagesmüttern – als erstes Krankenhaus in Österreich mit dem Staatspreis „Unternehmen für Familien“ ausgezeichnet.

Am Puls der Zeit – medizinische Schwerpunkte: Gastroenterologie und Rheuma
Mit dem gastroenterologischen Schwerpunkt besitzt das LKH Freistadt eine Spezialkompetenz im Bereich der Magen-Darm-Erkrankungen und reagiert damit auf die zunehmende Bedeutung dieses Fachbereiches. Fakt ist, aktuell sind rund 30 Prozent der Bevölkerung davon betroffen –Tendenz steigend.

Einen zweiten Schwerpunkt bilden von Rheuma geplagte Patient/innen. Rheuma wird nicht zu Unrecht als Volkskrankheit betitelt und so verzeichnet auch das LKH Freistadt seit Jahren eine überdurchschnittlich hohe Frequenz in der Rheuma-Ambulanz, die –um den Bedarf zu decken – bereits ausgebaut wurde.

Blick in die Zukunft: Niveau als Top-Regionalversorger halten

„Unser Anspruch für die Zukunft ist klar: Wir wollen der Top-Regionalversorger bleiben. Dafür brauchen wir adäquate personelle Ressourcen und entsprechende räumliche und apparative Ausstattung. Ziel ist es weiters, unseren Patientinnen und Patienten ein gutes tagesklinisches Angebot zu ermöglichen. Wir wollen, brauchen und können nicht alles anbieten, aber die Bevölkerung soll wissen, das, was wir machen, können wir richtig gut“, betont der Kaufmännische Direktor, Mag. Rudolf Wagner, im Namen der gesamten Kollegialen Führung.

 

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QS World University Ranking: JKU auf der Überholspur

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12.06.2017

Die Johannes Kepler Universität Linz steuert auf der Überholspur: Im aktuellen QS World University Ranking 2017-2018 hat sich die JKU um rund 100 Plätze verbessert – sie war zuletzt im Bereich 551-600 gelegen, nun erreichte sie 471-480. Im Österreich-Vergleich von acht Hochschulen positioniert sich die Kepler Universität damit nunmehr auf Platz vier.

Verbesserungen gab es vor allem bei der Reputationsumfrage bei ArbeitgeberInnen, Zitationen, Studierenden pro Fakultät und bei den Internationalen StudentInnen. An die 4.000 Hochschulen weltweit wurden untersucht.

Europäische Spitze als eindeutiges Ziel
JKU-Rektor Meinhard Lukas freut sich über die erneute Bestätigung des eingeschlagenen Weges: „Wir steuern klar auf Kurs. Das Ziel ist eindeutig definiert: europäische Spitze.“ Möglich sei das Erreichen nur mit einem bedingungslosen Qualitätsanspruch, den das gesamte Team der Johannes Kepler Universität mittrage. Das aktuelle Ranking ist für Lukas „ein wesentlicher Gradmesser und gleichzeitig eine wichtige Orientierungshilfe“.

Das Quacquarelli Symonds (QS) World University Ranking wird jährlich durchgeführt und rankt die besten 980 internationalen Universitäten auf Basis von sechs Indikatoren. Das stärkste Gewicht liegt auf Reputationsbefragungen (Academic Reputation Survey 40% und Employer Reputation Survey 10%). Forschung wird über Zitationen (20%) und Lehre über das Betreuungsverhältnis (20%) gemessen. Die Internationalität von Studierenden und ForscherInnen fließt zu jeweils 5% ein.

 

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Staatspreis Unternehmensqualität 2017 für VBV – Vorsorgekasse

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Alle Gewinner Staatspreis Unternehmensqualität
Staatspreis Gewinner 2017: VBV - Vorsorgekasse © Anna Rauchenberger

12.06.2017

Die Entscheidung für den Gewinner des Staatspreis Unternehmensqualität ist gefallen: Die VBV – Vorsorgekasse hat für ihre ganzheitlichen Spitzenleistungen die nationale Auszeichnung erhalten. Kategoriepreise gingen an die BKS Bank, Netconomy Software & Consulting, das Universitätsklinikum Krems und an das WIFI Kärnten. Sonderpreise der Jury wurden an MAX Catering und das Kompetenzzentrum Gesundheit Attersee Süd mit der Ordination von Dr. Walter Titze verliehen.

Den 22. Staatspreis Unternehmensqualität vergab das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Quality Austria am Mittwochabend im Studio 44 in Wien.

Der Staatspreis-Gewinner
Das Warten auf die Juryentscheidung hat ein Ende: Am Mittwoch, den 31. Mai 2017 wurde die Wiener VBV – Vorsorgekasse im Studio 44 mit dem Staatspreis Unternehmensqualität ausgezeichnet. Die Preisverleihung ging im Anschluss an die qualityaustria Winners' Conference mit motivierenden Fachimpulsen nationaler und internationaler Preisträger des vergangenen Jahres über die Bühne. Als Sieger in der Kategorie „Kleine Unternehmen“ konnte die VBV die Jury durch ein konsequentes Umsetzen der Unternehmensstrategie, die intensive Einbindung aller Mitarbeiter, den Fokus auf kontinuierliche Weiterentwicklung der Organisation und die daraus erzielten herausragenden Ergebnisse überzeugen. Es sei deutlich, dass die VBV als Trendsetter im österreichischen Vorsorgebereich agiere, so die Jurybegründung.

Kategorie- und Sonderpreise für Staatspreis-Anwärter
Neben dem Gewinner wurden auch jene Unternehmen ausgezeichnet, die unter den Finalisten als Kategoriesieger hervorgingen. In der Kategorie „Großunternehmen“ setzte sich die Kärntner BKS Bank durch, die sich nachvollziehbar vieler kommender Herausforderungen bewusst sei und als vertrauensvoller Finanzdienstleister herausstelle. In der Kategorie „Mittlere Unternehmen“ punktete der E-Commerce Spezialist Netconomy Software & Consulting. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Graz arbeite agil mit einem ausgereiften rollierenden Planungs- und Steuerungs-Prozess, so die Jurybegründung. Das WIFI Kärnten holte sich in der Kategorie „Non-Profit Organisationen“ den Sieg. Die Mitarbeiter zeigen laut Jury ein ausgeprägtes Commitment, eine starke Identifikation und hohe Motivation. Das Universitätsklinikum Krems wurde in der Kategorie „Organisationen, die vorwiegend im öffentlichen Eigentum stehen“ prämiert. Das Universitätsklinikum habe es durch Zusammenarbeit geschafft, eine beeindruckende, medizinische Versorgung sicherzustellen, die an den individuellen Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet sei.

Darüber hinaus wurden zwei Sonderpreise für hervorragende Leistungen in einzelnen Beurteilungsaspekten verliehen. Einen Sonderpreis der Jury erhielt das Kompetenzzentrum Gesundheit Attersee Süd mit der Ordination von Dr. Walter Titze für ein Kleinunternehmen mit exzellenten Strukturen und einer Führung mit unternehmerischem Weitblick und Engagement. Ein weiterer Sonderpreis ging an MAX Catering, das von der Jury als erfolgreiches Familienunternehmen mit exzellenter Führung und motivierten Mitarbeitern in einer kompetitiven Branche gelobt wurde.

 

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Aktuelle Studie zur Kundenzufriedenheit zeigt

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12.06.2017

Raiffeisen OÖ steht für den persönlichen Kontakt in der Region, höchste Beratungsqualität sowie absolute Kundenfreundlichkeit

Es ist uns ein Anliegen, dass wir uns bei Ihnen für die Teilnahme an der Befragung bedanken. Jede einzelne Kundenrückmeldung ist für uns von hoher Bedeutung, um Raiffeisen OÖ auch in Zukunft weiterhin optimal auf Ihre Bedürfnisse und Anforderungen ausrichten zu können.

In der aktuellen Kundenzufriedenheitsanalyse gibt es für Raiffeisen OÖ Bestnoten für persönlichen Kontakt, Beratungsqualität und Kundenfreundlichkeit. Ebenso erhielt Raiffeisen OÖ von den Kunden wichtige Anregungen, hinsichtlich deren wir uns verbessern wollen.


>> Die Ergebnisse im Detail


SANTESIS-Projekt für Energieeffizienz wurde mit Energy Globe OÖ belohnt

Santesis Website
Energy Globe OÖ
Energy Globe OÖ

29.05.2017

2 Millionen Kilowattstunden Energieersparnis, Trendumkehr beim Energieverbrauch und das mit im Vergleich sehr niedrigen Kosten: Mit dem 2011 gestarteten Energieeffizienzprojekt „Re-Commissioning“ wurde das Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern zum Musterschüler in Sachen nachhaltige Energienutzung. Das smarte Konzept der SANTESIS Technisches Gebäudemanagement & Service GmbH wurde nun mit dem Energy Globe OÖ Gesamtsieg und ergänzend mit dem Sieg in der Kategorie Luft belohnt.

Seit 2007 stieg der jährliche Energieverbrauch des Krankenhauses im Durchschnitt um 3,8%. Seit dem Projektstart im Jahr 2011 konnte dieser Trend nicht nur gestoppt sondern sogar umgekehrt werden. Bis Mitte 2014 wurden so Einsparungen von rund 2 Millionen Kilowattstunden erzielt. Seit Mitte 2014 konnte trotz wachsenden Outputs des Krankenhauses der Energieverbrauch nahezu konstant gehalten werden. Optimierungen werden weiterhin laufend umgesetzt und tragen so zur gesteigerten Nachhaltigkeit bei.

Federführend bei der technischen Umsetzung des Projektes ist der FM-Dienstleister SANTESIS, welcher mit der technischen Betriebsführung beauftragt ist. „Im Projekt „Re-Commissioning“ haben wir mit externer Unterstützung sämtliche Betriebs- und Analgenparameter überprüft. Mithilfe der Gebäudeleittechnik war ein guter Überblick möglich. Schritt für Schritt wurden dann kleine, aber in ihrer Gesamtheit sehr effektive Änderungen durchgeführt, ohne dass den Gebäudenutzern Komforteinbußen entstanden. Wir haben beispielsweise erkannt, dass viele Anlagenparameter nach Umbauten oder Nutzungsänderungen nie angepasst wurden. So wurde oft zu viel geheizt, gekühlt, belüftet oder belichtet. Hier konnten wir sehr viel an Effizienzsteigerung erreichen“, erklärt Betriebsstättenleiter Manfred Steinacher.

Ende 2014 wurde die Dampferzeugung um eine Wärmerückgewinnung bei der Kondensatanlage und beim Speisewasser für den Reindampf erweitert. Durch den Einbau der Wärmerückgewinnungsanlagen werden dem System pro Jahr rund 440.000 Kilowattstunden Wärme rückgeführt. Auf fünf Stationen eines Krankenhausbauteils wurde die Beleuchtung auf LED-Lampen umgestellt; Einsparungen von bis zu 100.000 kWh werden erwartet. Im Herbst 2016 folgte eine Machbarkeitsstudie zur Optimierung der Kältemaschinen. Mehrere Maßnahmen daraus befinden sich aktuell in Planung. Regelmäßige interne Infoschwerpunkte, etwa zum Thema Lüften, Heizen oder Stromsparen sensibilisieren die gesamte Belegschaft und tragen ebenso zur Nachhaltigkeit bei. Über die Mitarbeiter-Ideenplattform werden immer wieder Einsparpotenziale erkannt, die dem technischen Personal ablaufbedingt oft nicht sichtbar sind. So kann jeder Einzelne zum Gesamterfolg durch Ideen oder persönliches Verhalten beitragen.

Als Resultat des großen Erfolges des Re-Commissioning Projektes am Krankenhausstandort Barmherzige Schwestern Linz wurde in einem weiteren Krankenhaus der Vinzenz Gruppe, den Barmherzigen Schwestern Wien, ein ähnliches Projekt gestartet. Alle weiteren Gesundheitseinrichtungen der Vinzenz Gruppe werden zukünftig Schritt für Schritt einbezogen.

Durch die Einführung eines Energiemanagementsystems in der gesamten Vinzenz Gruppe werden bereits seit Ende 2015 kontinuierlich Prozesse, welche in Zusammenhang mit dem Energieverbrauch stehen, durchleuchtet und optimiert. Außerdem wurde Anfang 2017 eine Energieauswertesoftware installiert, welche die Energieflüsse im Haus sichtbar macht. So können zeitnah Schwachstellen in der System- und Anlagentechnik erkannt und auf Änderungen reagiert werden.

Durch den ständigen Austausch unter diesen Gesundheitseinrichtungen werden laufend neue Potenziale entdeckt, es entsteht somit ein reger Erfahrungsaustausch.

 

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STEP>one: JKU erleichtert die ersten GründerInnen-Schritte

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4 Personen stehend, eine hält Blumen
LH-Stv. Michael Strugl, Key-Note-Speakerin Romy Sigl, Rektor Meinhard Lukas und Johannes Pracher, Geschäftsführer Kepler Society © Cityfoto/Rahmanovic
Sall voller Menschen
Voller Festsaal und beste Stimmung bei STEP>one © Cityfoto/Rahmanovic

29.05.2017

Damit die ersten Schritt gelingen: STEP>one hat gestern, Mittwoch, erfolgreich Premiere gefeiert, die Johannes Kepler Universität versammelte Gründungs-Interessierte, erfolgreiche Start-ups und potenzielle InvestorInnen. Die Veranstaltung versteht sich als zwanglose Vernetzungsmöglichkeit und Leistungsschau der GründerInnen-Szene. Die JKU untermauert damit ihre Rolle als Hochschule im engen Austausch mit der Wirtschaft.

Die Johannes Kepler Universität, größte Bildungseinrichtung im Wirtschaftsbundesland Nummer eins, positioniert sich noch stärker als unternehmerische Universität. Die Eröffnung der ENTREPRENEUR.BASE im Herbst, eingebettet ins Netzwerk der Kepler Society, war ein deutliches Zeichen, STEP>one ist ein weiterer wichtiger Schritt – mit starker Sogwirkung: Neben Workshops gab es bei dem Event die Möglichkeit, in einer Lounge mit allen wesentlichen AnsprechpartnerInnen in Kontakt zu treten und sich in einem Battle mit Gleichgesinnten zu matchen.

Förderung kreativer und mutiger Köpfe

„Oberösterreichs größtes Kapital sind das Wissen, die Kreativität und der Innovationsgeist der Menschen in unserem Land. Wir wollen noch mehr junge Menschen motivieren, sich mit ihren Ideen selbstständig zu machen und ein Start-up zu gründen“, betont Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl. „Deshalb unterstützt das Land Start-ups bestmöglich.“ „Pioniergeist und Erfindertum sind für die JKU keine bloßen Schlagwörter, sondern Teil ihrer ureigenen DNA“, erklärt Rektor Meinhard Lukas. „Die Förderung junger und mutiger Menschen ist für uns Auftrag und zugleich eine unserer Stärken.“

Die Zahlen
· Rund 40 Personen qualifizierten sich in einem Auswahlverfahren für die Workshops STEP>one.first und STEP>one.next
· Sieben oberösterreichische Start-ups nahmen am Pitch Contest teil
· An die 400 Gäste besuchten den Abend-Event mit Key-Note-Speakerin und Coworking-Expertin Romy Sigl („Do what you love“)

Die PartnerInnen
· Land Oberösterreich
· Tech2B
· Akostart
· Gründerservice der WKOÖ
· Stadt Linz, Wirtschaftsressort
· Raiffeisenlandesbank OÖ
· KGG – UGB
· Junge Wirtschaft OÖ
· Techcenter Linz
· Softwarepark Hagenberg

 

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Diplomarbeit "Sterilisation von Operationsbesteck"

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29.05.2017

Steriles Operationsbesteck ist ein wichtiger Beitrag zur Patientensicherheit im Krankenhaus. Daher zählt die Unterstützung des Sterilisationsprozesses zu den wichtigsten Aufgaben bei der Vorbereitung einer Operation.

Auftraggeber: SLI Sterilgut, Logistik und Instrumentenmanagement GmbH in Wels
Von: Susanne Höglinger
Betreuer: DI Peter Anzenberger MSc, beide HTL Grieskirchen

Ziel der vorliegenden Diplomarbeit an der HTL Grieskirchen war es, eine sehr einfach zu bedienende Desktop-Anwendung zu schaffen, die den Sterilisationsprozess verlässlich unterstützt. Im Mittelpunkt steht die Verwaltung von Produkten der Firma SLI Sterilgut. Da es sich um eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit handelt, ist eine Verwaltung aller Benutzerinnen und Benutzer mit ihren Rechten notwendig. Um die Nachvollziehbarkeit aller Prozessschritte zu gewährleisten werden alle Aktivitäten in der Datenbank aufgezeichnet um eventuelle Fehler schnell und unbürokratisch eruieren zu können. Eine wichtige Funktion war auch eine zuverlässige Such- und Filterfunktion, da sicherzustellen ist, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SLI GmbH die jeweils richtigen Teile zu den gewünschten Sets zusammenfassen, zum richtigen Zeitpunkt sterilisieren, einpacken und an den richtigen Ort liefern. Für die Lieferung von Operationssets gibt es die Möglichkeit, entsprechende Lieferscheine zu drucken, um die Lieferung und Rücklieferung zu kontrollieren. Damit wird sichergestellt, dass alle Teile eines oder mehrere Sets auch tatsächlich bei der Operation zur Verfügung stehen und nach der Operation wieder vollständig vorhanden sind.

Wichtige Module aus Sicht des Softwareentwicklers, die im Rahmen der Diplomarbeit umgesetzt wurden, sind daher:
· das Anmelde-Fenster,
· die Such- und Filterfunktion für Artikel und Sets,
· die Anlegefunktion für neue Artikel und Sets,
· eine Änderungs- und Druckfunktion für Artikel und Sets und
· eine umfassende Benutzer- und Rechteverwaltung.

Einer der wichtigsten Aspekte war die Entwicklung einer sehr benutzerfreundlichen und einfach zu bedienenden Software, die sicherstellen soll, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Sterilisations- und Auslieferprozess rasch und trotzdem fehlerfrei bewältigen können.

Die HTL Grieskirchen gratuliert Frau Höglinger zu dieser erfolgreichen Diplomarbeit. Ebenso, wie ihre Kollegen hat auch Frau Höglinger bereits ein feste Zusage eines renommierten Betriebs in der Tasche.


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Diplomarbeit "Highway to Health"

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29.05.2017

Im Rahmen einer Kooperation mit der Fachhochschule Hagenberg erarbeiteten die Schüler Tobias Gruber, Peter Jedinger und Christoph Riesel eine Plattform für mobiles Patientenmanagement.

Diplomarbeitstitel: "Highway to Health"
Projektmitglieder: Tobias Gruber, Peter Jedinger und Christoph Riesel
Betreuer HTL-Grieskirchen: DI Ing. Andreas Pilger
Betreuer FH-Hagenberg: Oliver Krauss Msc, Anna Lackerbauer BSc

Ziel der Diplomarbeit "Highway to Health" war, eine Schnittstelle zwischen Patienten und Forschern zu schaffen, mit deren Hilfe Patienten wertvolle Daten für die Wissenschaft zur Verfügung stellen.

Dazu Herr Gruber: "Eine besondere Herausforderung der Arbeit war der Umgang mit sensiblen Daten. Patienten geben über diese Plattform persönliche medizinische Daten ein. Aus diesem Grund muss sichergestellt sein, dass aufgrund der Daten die zugehörige Person zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr hergestellt werden kann."

Ein Security Server sorgt im Hintergrund für einen sicheren Zugang und gewährleistet die Anonymität der verwalteten Daten.

Als nächster Schritt steht für unsere Absolventen noch der mündliche Teil der Reife- und Diplomprüfung an.

Herr Jedinger über die Zukunftspläne: "Nach der heißen Lernphase vor den mündlichen Prüfungen steht vorerst die Maturareise an." Danach plant er seine Kenntnisse im Bereich der mobilen Anwendungsentwicklung an der FH im Rahmen eines Studiums zu vertiefen. Herr Gruber hat bereits ein fixes Angebot eines renommierten Unternehmens in der Tasche und wird so seine Kenntnisse direkt in die Arbeitswelt transferieren.

 

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Mit lokaler Unterstützung den Weltmarkt erobern

AUSTIN BFP Logo
Arzt sieht durch Platte
© mediaphotos

29.05.2017

Um in der Medizintechnik- und Healthcare Sparte langfristig erfolgreich zu sein, bedarf es globaler Strategien und Partner und den Mut, sich mit internationalen Playern zu messen.

Die in Österreich weit verbreitete Mentalität bescheiden zu sein, keine Schulden zu machen und in kleinen Schritten zu denken, ist zwar ein löblicher Ansatz für das Privatleben, im beruflichen Umfeld allerdings häufig ein Hindernis. Das betrifft auch die in Österreich noch vergleichsweise junge und kleine Medizintechnik- und Healthcare Branche. Hier existieren kaum lokale Märkte und die Investitionsbedarfe für Produktentwicklung, -zulassung und globale Marktentwicklung liegen häufig weit über den „gewohnten“ Summen und sind ohne externe Partner kaum zu finanzieren.

Damit österreichische Unternehmen in diesem Markt schneller Fuß fassen und an den globalen Geschäftsmöglichkeiten partizipieren können, hat die österreichische AUSTIN | BFP Gruppe im vergangenen Jahr die in Zürich ansässige AUSTIN Life Science Partners AG gegründet. „Unsere jahrelange Erfahrung hat gezeigt, dass es in Österreich nicht an Unternehmerpersönlichkeiten mit innovativen und einzigartigen Ideen mangelt“, sagt Herbert Pock, Partner von AUSTIN | BFP. „Der in der Medizintechnikbranche unbedingt notwendige Schritt über die österreichischen Grenzen hinaus und das Denken in globalen Dimensionen stellen allerdings häufig eine gedankliche Hürde dar. Mit der Gründung der AUSTIN Life Science Partners AG unterstützen wir Unternehmer dabei, diese Hürde zu überwinden und den Fuß aufs internationale Bankett zu setzen.“

Getreu dem Sprichwort „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende … und harte Arbeit dazwischen“ unterstützt die AUSTIN | BFP Gruppe Gründer, Jungunternehmer und auch etablierte Unternehmen mit einem breiten Angebotsportfolio bei allen Schritten der harten Arbeit des internationalen Geschäftsaufbaus und allen damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Neben Business-Partnering Aktivitäten, das heißt dem individuellen Vernetzen der Kunden mit strategischen Partnern, möglichen Kunden oder Lieferanten, liegt ein weiteres Hauptaugenmerk auf spezifischer Finanzierungsunterstützung. Es werden internationale Investoren gesucht, die das weitere Wachstum über die Landesgrenzen Österreichs hinaus finanzieren und mittragen.

Bei all diesen Tätigkeiten greift AUSTIN | BFP auf eine weitreichende Erfahrung aus erfolgreich abgewickelten internationalen Projekten zurück. So konnte beispielsweise 2016 für ein irisches Medizintechnik-Start-up Unternehmen ein Konsortium aus deutschen, irischen und nordamerikanischen Investoren gebildet, der gesamte Venture Capital-Prozess geleitet und eine Finanzierung von EUR 15 Millionen sichergestellt werden.

AUSTIN | BFP beschränkt sich dabei nicht auf punktuelle Unterstützungs- und Beratungsleistungen sondern sieht sich als verlässlicher Wegbegleiter und Sparring-Partner des Unternehmers über alle Phasen des Lebenszyklus eines Unternehmens hinweg.

Strategiecheck
AUSTIN | BFP bietet Ihrem Unternehmen seit heuer auch einen Basis-Strategiecheck. Dieser dient der gemeinsamen Erarbeitung und Strukturierung u.a. folgender Themen:
· Aktualität Ihres Geschäftsmodells sowie Produkt- und Dienstleistungsportfolios
· Wertbeständigkeit Ihrer USPs
· Prioritäre Ausbau- und Optimierungspotentiale
· Innovationsgrad und -bereitschaft Ihres Unternehmens
· Risikopotentiale „intern“ (Prozesse und Strukturen)
· Risikopotentiale „extern“ (Markt und Mitbewerb)
· Finanz-Quick-Check

Ziel ist es, mit dem Management und unter Einbindung weiterer Führungskräfte einen gemeinsamen Gesamtblick über Ihre Unternehmenssituation zu erarbeiten und relevante strategische Themenfelder und Handlungspotentiale zu identifizieren, die kurz- oder mittelfristig für Ihre Unternehmensentwicklung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein werden.

Das dafür angewandte Tool-Set wird als ein kompaktes Strategie-Check-Paket angeboten und beinhaltet bspw. Mitarbeiter-Interviews, Fragebögen, Vergleichs- und Bewertungsskalen sowie eine ausführliche Ergebniszusammenführung und -präsentation im Rahmen eines gemeinsamen Interpretations- und Diskussionsworkshops.

Interesse? AUSTIN BFP freut sich über Ihre Kontaktaufnahme
hier.

 

Kontakt
Austin Life Science Partners AG
Dr. Gerald Sitte
gerald.sitte@austin-lsp.com
www.austin-lsp.com  

AUSTIN | BFP Consulting GmbH
DI Herbert Pock
herbert.pock@austin-bfp.at
www.austin-bfp.at  


EU-Verordnungen treten mit 26. Mai 2017 in Kraft

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25.05.2017

Die neuen EU-Verordnungen für Medizinprodukte & IVD wurden am 5. Mai 2017 im Amtsblatt der EU veröffentlicht und treten 20 Tage später – am 26. Mai 2017 – in Kraft. Ab dann gelten die Übergangstimmungen [Artikel 120 (MDR) und Artikel 110 (IVDR)].

Ich habe Ihnen alle wichtigen Infos zusammengestellt: wichtige Deadlines, unsere Angebote zur Unterstützung, die wichtigsten Inhalte und Neuerungen der neuen MDR / IVDR und die Links zu den letztgültigen Verordnungen.

Wichtige Deadlines
Die Verordnung für Medizinprodukte ist nach einer dreijährigen Übergangszeit ab 26. Mai 2020 verpflichtend anzuwenden. Die Übergangsfrist für die Verordnung für IVD beträgt 5 Jahre, d.h. diese ist dann ab 26. Mai 2022 allein gültig.

Benannte Stellen können sich frühestens sechs Monate nach Inkrafttreten neu benennen lassen (also frühestens Dezember 2017), um Zertifizierungen nach neuem Recht vorzunehmen.

Wir helfen Ihnen bei der Umstellung auf die neuen EU-Verordnungen
· en.co.tec Regulatory MedTech-Newsletter,
· XING-Gruppe: Regulatory News MEDTECH,
· Open Evening Lectures – Arbeitsgruppen:
  – in Innsbruck: 22.9.-7.12.2017 |  Infos & Anmeldung
  – in Nürnberg: 28.9.-29.11.2017 | Detailinfos folgen.

· Inhouse-Workshop: Die neue MDR mit Impact-Check bei Ihnen vor Ort, um die konkreten Auswirkungen und Maßnahmen zu besprechen und konkret zu planen.

Hier finden Sie die wichtigsten Neuerungen im Überblick
· MDR – Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Ressourcen

Die am 5. Mai 2017 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichten „Medizinprodukte-Verordnungen“

· Medizinprodukte-Verordnung  (Stand 5.5.2017)
· In-vitro-Diagnostika-Verordnung (Stand 5.5.2017)

 

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High Tech aus Oberösterreich: Künstliche Nerven für schnellere Heilung

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v.l.: Univ.-Prof. Ian Teasdale, Dr. Klaus Schröder, Univ.-Prof. Oliver Brüggemann © NP Life Science Technologies

19.05.2017

Gemeinsam mit oberösterreichischen Forschungseinrichtungen haben WissenschaftlerInnen der Johannes Kepler Universität ein Verfahren entwickelt, bei dem durch künstliche Nervenzellen die Regeneration verletzten Gewebes beschleunigt werden soll. Der revolutionäre Ansatz wurde nun bei einem internationalen Wettbewerb als beste Life-Science-Geschäftsidee ausgezeichnet.

Theoretische Erkenntnisse praktisch umzusetzen ist eine Stärke der Kepler Universität. Daher gründete Dr. Klaus Schröder gemeinsam mit den JKU-Professoren Oliver Brüggemann und Ian Teasdale (beide Institut für Chemie der Polymere) 2016 das Unternehmen NP Life Science Technologies KG. Die Wissenschaftler entwickeln ein bioabbaubares Implantat, das die Regeneration geschädigter, getrennter peripherer Nerven unterstützen wird. Es hat eine Länge von einigen Millimetern und besteht aus zahlreichen parallel ausgerichteten Mikrokanälen.

„Es bildet damit sozusagen die Struktur eines Nervs nach. Den mikrometer-großen regenerierenden echten Nervenzellen und deren Ausläufern bietet es eine unmittelbare Wachstumsrichtung zwischen den Nervenenden. Die schnellere Regeneration ist vorteilhaft für PatientInnen, da sie mit einer schnelleren Ausheilung und einer dauerhaften Wiederherstellung der Lebensqualität einhergeht“, erklärt Univ.-Prof. Brüggemann.

Patent erteilt
Das Patent für dieses Verfahren  wurde in Österreich bereits erteilt. „Der Erfolg beruht darauf, dass wir auf Basis des bioanorganischen Kunststoffs Polyphosphazen organähnliche Strukturen nachbilden lassen, die in die Zellen des Körpers einwandern und geschädigte und zerstörte Gewebe regenerieren. Polyphosphazene bieten den Vorteil, dass man sie chemisch sehr gut modifizieren und sie somit den biologischen Bedürfnissen eines Gewebes anpassen kann“, erklärt Univ.-Prof. Teasdale.

Auszeichnung als beste Idee

Bereits jetzt kann das Start-up-Unternehmen einen großen Erfolg verbuchen: Am 27. April wurde die NP Life Science Technologies KG mit dem Best of Biotech Award Phase 1 ausgezeichnet. 31 Einreichungen aus drei Ländern wurden von der Fachjury eingehend geprüft. „Wir freuen uns, dass unser Projekt so erfolgreich ist“, erklärt NP-Life-Science-Technologies-CEO Dr. Klaus Schröder. „Nun hoffen wir, dass wir bald unseren ersten Prototypen für Nerven präsentieren können.“

High Tech aus Oberösterreich soll somit Menschen aus aller Welt helfen. „Schade, dass wir der einzige Wettbewerbsteilnehmer aus Oberösterreich waren“, bedauert Schröder, und hofft, dass die Vision eines „Medical Valley“ im Bundesland Wirklichkeit wird.

NP Life Science Technologies KG ist ein Unternehmen, das sich der Erforschung und Entwicklung von funktionalisierten Polymerstrukturen widmet. Das umfasst u.a. die Entwicklung von Medizinprodukten, die den menschlichen Organismus bei der Regeneration traumatisierter Gewebe unterstützten und die Funktionalität wiederherstellen.

 

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„Es spricht sich herum“ - 1 Jahr Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie am LKH Schärding

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Prim. Dr. Christoph Kopf
Prim. Dr. Christoph Kopf, Leiter der chirurgischen Abteilung am LKH Schärding. © gespag (honorarfrei)
Am LKH Schärding wird die modernste Hernienchirurgie in kontrollierter Qualität angeboten. © gespag (honorarfrei)

18.05.2017

SCHÄRDING. Die Abteilung für Chirurgie des LKH Schärding erhielt vor einem Jahr dasQualitätszertifikat „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“. Mit diesem Zeugniswurde die langjährige fachliche Expertise des Spitals bei der Durchführung vonBruchoperationen durch internationale Experten/-innen anerkannt und bestätigt. Fürdie Patienten/-innen bedeutet dies die Sicherheit, dass hier die modernsteHernienchirurgie in kontrollierter Qualität angeboten wird.

Der Bruch der Bauchwand zählt zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen. Bei Brüchen handelt es sich um eine Vorwölbung des Bauchfells durch eine angeborene oder erworbene Lücke der Bauchwand. Diese Erkrankung tritt bei vier Prozent der Menschen im Verlauf ihres Lebens auf. Im LKH Schärding werden jährlich knapp 300 Bruch-Operationen auf der31-Betten umfassenden chirurgischen Abteilung durchgeführt. „Durch die Zertifizierung hat sich die Nachfrage stark gesteigert. Rund 70 Prozent der Operation betreffen die Sanierung eines Leistenbruches, eine der häufigsten Brucharten. Deutliche Steigerungen gab es auch bei der Behandlung von Narbenhernien, die zu den schwierigsten Brucharten zählt“, informiert Prim. Dr. Christoph Kopf, Leiter der chirurgischen Abteilung am LKH Schärding und fügt hinzu, dass als Voraussetzung der Zertifizierung mindestens 200 Hernien pro Jahr operiert werden müssen, davon mindestens 30 Narbenhernien. Im Monat März dieses Jahres wurden so viel Bruchoperationen wie noch nie davor durchgeführt.

Teilnahme an Qualitätssicherungsstudie – positive Rückmeldungen
„In nur wenigen chirurgischen Abteilungen werden alle Techniken der Hernienchirurgie beherrscht, um aus der Vielzahl an Behandlungsmethoden die optimalste für den/die Patienten/-in auszuwählen“, erklärt der erfahrene Mediziner. „Daher ist ein spezialisiertes Zentrum auf diesem Gebiet sicher eine Bereicherung.“ Um das Qualitätsniveau in der Hernienchirurgie zu erfassen und zu dokumentieren, nimmt das Spital an der Qualitätssicherungsstudie Herniamed der Deutschen Gesellschaft für Hernienchirurgie teil.

Dabei erfolgt eine Analyse des Behandlungserfolges gemäß der Art und Größe des Bruches,der Risikofaktoren durch eventuelle Begleiterkrankungen sowie der Art der durchgeführtenOperation. Erfolgskriterien sind Wundheilung, Schmerzfreiheit, kurze Verweildauer imKrankenhaus sowie die Rezidivfreiheit. „Um dies beurteilen zu können, werden bei all jenenPatienten/-innen, die sich freiwillig dazu entschieden haben, an dieser Qualitätsstudieteilzunehmen, Nachkontrollen durchgeführt – nach einem, nach fünf bzw. nach zehn Jahren“,betont der Experte. Die Zufriedenheit der Patienten/-innen konnte durch die zahlreichenpositiven Rückmeldungen der Fragebögen eindeutig bestätigt werden.

Behandlung von Brüchen (Hernien)
Heutzutage stehen zahlreiche operative Methoden und Materialien für die Behandlung vonHernien zur Verfügung: Über offene Schnitttechniken mit direkter Naht und/oder zusätzlicherNetzverstärkung bis hin zu den verschiedensten laparoskopischen Methoden bietet das Spitaldas gesamte Spektrum der derzeit gängigen Operationsverfahren an. Am LKH Schärdingwerden Patienten/-innen ab dem dritten Lebensjahr mit Bauchwandbrüchen behandelt.„Bruchoperationen werden vom Schwierigkeitsgrad oft unterschätzt. Keine OP-Methode ist fürjede/jeden Betroffene/n gleich gut geeignet, sodass für jede/jeden Einzelne/n einmaßgeschneidertes Versorgungskonzept erstellt werden muss“, sagt Prim. Kopf.Chirurgen/-innen aus anderen Spitälern nutzen auch gerne die fachliche Expertise desSchärdinger Spitals für Schulungen zu den unterschiedlichen OP-Verfahren. Durch eineeigene Ambulanz für Bauchwandbrüche werden die meisten Voruntersuchungen ambulantdurchgeführt, ebenso das vorherige Gespräch in der Narkose-Ambulanz. Daher erfolgen diemeisten Operationen bereits am Aufnahmetag. Die Patienten/-innen erhalten nicht nur sehrrasch einen Operationstermin, sondern haben auch einen kurzen stationären Aufenthalt imSpital. Kleine Leistenbrüche und Nabelbrüche können auch tagesklinisch operiert werden, dasheißt man kann am Operationstag wieder nach Hause.

Erste Anlaufstelle: Hernienambulanz

Die geeignete Methode zur Behandlung von Bauchwandbrüchen ist nur durch eine vorherigeUntersuchung und Abklärung feststellbar. In diesem Zusammenhang bietet das LKHSchärding jeden Montag von 8:30 bis 10:30 Uhr eine spezielle Hernienambulanz an.Informationen und Termine können unter der Telefonnummer 05 055478-33330 vereinbart werden.

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Wissenstransfer – Kirchdorfer Unfallchirurg gibt Gastärzten Tipps zu Schulter-OPs

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Tschechische Gastärzte
Die beiden tschechischen Chirurgen MU Dr. Miroslav Marsalek, University hospital Brno (2. v.li.) und MU Dr. Robert Janik – Sumperk Hospital (2.v.re) mit dem Kirchdorfer OP-Team unter der Leitung von OA Dr. Jürgen Kleinrath (Mitte). © gespag (honorarfrei)

18.05.2017

KIRCHDORF. Das LKH Kirchdorf hat in Sachen „Schulterchirurgie“ einen exzellenten Ruf: Sowohl bei Patienten/-innen als auch bei Ärztekollegen/-innen aus dem Ausland. Dieses Fachwissen bzw. die Anwendung modernster OP-Techniken teilt man im Landes-Krankenhaus Kirchdorf gerne. Waren es zuletzt griechische Fachärzte, die sich Profi-Tipps holten, so kamen dieses Mal zwei tschechische Gastärzte ins Kirchdorfer Spital.

OA Dr. Jürgen Kleinrath, Unfallchirurg am LKH Kirchdorf ist immer wieder gerne bereit, Kollegen/-innen Einblicke in seine Arbeit zu geben: „Ich wurde angesprochen, ob ich bereitwäre meine Techniken zu zeigen – was ich natürlich sehr gerne mache. Es ist auch für uns eine interessante Möglichkeit, einen Eindruck von den Entwicklungen in anderen Ländern zu erhalten und so auch seinen eigenen Horizont zu erweitern, freut sich OA Kleinrath, der den Kontakt mit seinen Hospitanten stets aufrechterhält. Der Schulter-OP-Experte gewährte den tschechischen Kollegen Dr. Miroslav Marsalek vom University hospital und Dr. Robert Janik, vom Sumperk Hospital in Brünn bei ihrem Besuch tiefere Einblicke in die arthroskopische Schulterchirurgie. Insbesondere OP-Techniken an der Rotatorenmanschette (einer Muskelgruppe im Schulterbereich) und bei einer bestehenden Schulterinstabilität standen im Fokus.

Erfolgreicher Austausch
Die hohe fachliche Expertise und die Bereitschaft wertvolles Wissen zu teilen, lockt immer wieder Ärztedelegationen aus dem Ausland ins Kirchdorfer Spital. Dass der Wissenstransfererfolgreich verläuft zeigt sich beispielsweise daran, dass ein Arzt aus Griechenland– der schon früher am LKH Kirchdorf hospitierte – aus Eigeninitiative erneut die Kirchdorfer Chirurgen/-innen zu Rate zog. Zudem wurde OA Dr. Kleinrath – von einem der beiden tschechischen Ärzte – gebeten, für eine Operation nach Brünn zu kommen.

 

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LKH Steyr setzt moderne Maßstäbe: O-Arm-Gerät für noch mehr Präzision im OP

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Operationssituation mit dem O-Arm-Gerät
Operationssituation mit dem O-Arm-Gerät. © gespag (honorarfrei)
Dr. Wolfgang Riedelberger
Prim. Dr. Wolfgang Riedelberger, Leiter der Unfallchirurgie am Landes-Krankenhaus © gespag (honorarfrei)
O-Arm Gerät im Einsatz
Das O-Arm-Gerät übermittelt – während des Eingriffes – computertomographische Bilder und sorgt so für noch präzisere Navigation und Kontrolle. © gespag (honorarfrei)

16.05.2017

STEYR. Egal ob Wirbelsäulenverletzungen oder Gelenkbrüche – am LKH Steyr setzt man bei Operationen dieser Art seit kurzem auf ein Spezialgerät, welches „nähere Einblicke“ in den menschlichen Körper gewährt. Das sogenannte O-Arm-Gerät gilt als technische Errungenschaft, die bis dato nur an drei großen oberösterreichischen Kliniken zum Einsatz kommt. Aufgrund der multidimensionalen Bildgebung wird der OP-Verlauf vereinfacht, die Operationsdauer verkürzt sowie die Strahlenbelastung reduziert.

Das O-Arm-Gerät übermittelt – noch während des Eingriffes – computertomographische Bilder und sorgt so für noch präzisere Navigation und Kontrolle: „Durch die 3D-Ansicht sehen wir noch genauer, wo wir Implantate setzen oder Eingriffe vornehmen müssen. Eventuell nötige Korrekturen – betreffend die Lage von Implantaten – können direkt während der Operation durchgeführt werden. Früher konnte die richtige Positionierung erst mittels einer CT-Untersuchung nach der Operation überprüft werden – was zum Teil eine neuerliche OP erforderte. Die neue Anschaffung führt somit einerseits zu einer Reduktion der Komplikationsrate, und andererseits zu einer Verkürzung der Operationszeit“, informiert Prim. Dr. Wolfgang Riedelberger, Leiter der Unfallchirurgie am Landes-Krankenhaus Steyr.

Vielseitige Einsatzbereiche
Das neue Operationsgerät erweist sich vor allem bei speziellen Brüchen – wie etwa im Bereich der Wirbelsäule, der Hüftpfanne, des Beckens, dem Schienbeinkopf bzw. im Sprunggelenksbereich, beim Fersenbein oder Handgelenk – als hilfreich. Das neue O-Arm-Gerät wird somit bei einem Großteil der rund 1.300 Operationen, die von Steyrer Unfallchirurgen/-innen jährlich durchgeführt werden, zur Anwendung kommen.

Weniger Strahlenbelastung und bessere Bildqualität
Durch die neue Technik des Low Dose 3D-Modus (Niedrigdosis-3D) kann die Strahlendosis um mindestens 35 % reduziert werden, was sowohl für Patienten/-innen als auch Mitarbeiter/innen deutlich weniger Strahlungsbelastung bedeutet.

„Zudem reicht es durch die Kombination mit einem Navigationssystem aus, einmal mitRöntgenstrahlung Bilddaten zu erfassen und anschließend den weiteren Eingriff ohneRöntgenstrahlung durchzuführen, da die Orientierung durch ein 3D-Navigationssystemerfolgen kann“, erklärt Prim. Riedelberger einige Vorteile des Geräts. Letztendlich konnte auchdie Qualität der Bildgebung durch die 360°-Rotation deutlich verbessert werden.

 

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gespag – wohnortnahe Spitzenmedizin und zufriedene Patient/innen

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Gespag Vorstände
Die beiden gespag-Vorstände: Dr. Harald Geck (links) und Mag. Karl Lehner (rechts). © gespag (honorarfrei)

16.05.2017

Die Oö. Gesundheits- und Spitals-AG bietet der oberösterreichischen Bevölkerung eine wohnortnahe, medizinische Versorgung in Top-Qualität. Wie eine aktuelle Zufriedenheitsmessung zeigt, wird dies von den Patientinnen und Patienten hochgeschätzt und so stellen sie den gespag-Spitälern erneut Bestnoten aus.

Aktuelle Patient/innenbefragung 2017
Oberstes Ziel: Bestnoten halten!

Die gespag führte heuer bereits zum 15. Mal eine Befragung der stationären Patientinnen und Patienten durch. Dabei handelt es sich um eine Stichprobenbefragung über einen Zeitraum von zwei Monaten– jeweils im Februar bzw. März jeden Jahres. Mittels Fragebogen werden hierbei alle entlassenen Patientinnen und Patienten der insgesamt acht gespag-Standorte befragt. gespag-weit konnte 2017 ein durchschnittlicher Rücklauf von rund 30 Prozent erreicht werden.

Zu den Befragungsparametern zählen die Zufriedenheit mit dem Aufnahme-, Ablauf-, Entlassungs- und Nachsorgeprozedere, der ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Betreuung, der räumlichen Ausstattung sowie der Verpflegung – bewertet wird mittels Schulnotensystem. Über alle Kategorien hinweg zeigen sich auch heuer ausschließlich Noten zwischen 1 und 2.

„Die Ergebnisse der Befragung 2017 sind auf gleich hohem Niveau wie bereits die Jahre zuvor. Besonders freut uns die Weiterempfehlungsrate und die Rate des neuerlichen Aufsuchens, die beide – seit vielen Jahren – Mittelwerte zwischen 1,2 und 1,3vorweisen“, so Mag. Karl Lehner, Sprecher des gespag-Vorstands.

Unsere Patientinnen und Patienten profitieren eindeutig vom Vorteil der wohnortnahen Behandlung. Sie erkennen das und bringen dies auch in ihren Bewertungen zum Ausdruck.

„Wichtig ist uns hierbei auch zu unterstreichen, dass wir bei den effektiven Wartezeiten auf planbare Operationen wesentlich kürzere Zeiten anbieten können, weil wir Leistungen der Endoprothetik (Hüft und Kniegelenksersatz) nicht nur in den orthopädischen Abteilungenunserer Spitäler, sondern auch in unseren unfallchirurgischen Abteilungen erbringen können. Das führt zu signifikant kürzeren Wartezeiten als in den Spitälern des Zentralraums – und das bei gleicher Qualität.

Unsere regionalen Spitäler haben hier eine umfassende Expertise. Die Reputation unserer Spezialist/innen reicht dabei weit über die Bundeslandgrenzen hinaus“, so Lehner.


Das gespag-Jahr 2016 – Meilensteine aus den Kliniken

Versorgungsregion Salzkammergut


Roboterassistierte Chirurgie zieht Erfolgsbilanz

Nach einem Jahr robotergestützter Chirurgie am Salzkammergutklinikum Vöcklabruck konnte eine beeindruckende Bilanz gezogen werden: Innerhalb von zwölf Monaten wurden mit dem Da Vinci-OP-System 130 urologische und 80 gynäkologische Eingriffe durchgeführt. Das in Österreich modernste Gerät seiner Art verbindet die Vorteile der offenen Chirurgie (3D-Sehen) mit jenen der Laparoskopie (kleine Schnitte, geringer Blutverlust, geringere Traumatisierung).

Brustgesundheitszentrum gespag-Elisabethinen:
Neuer Leiter – Prim. Dr. Johannes Berger
Primar Dr. Johannes Berger, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im SK Vöcklabruck und Gmunden sowie Leiter des Brustzentrums Salzkammergut, übernahm mit 1. April 2016 auch eine der beiden Leitungsfunktionen des flächendeckenden Brustgesundheitszentrums gespag-Elisabethinen. Dieses Zentrum hat sich mit allen seinen Standorten im vergangenen Jahr einem umfassenden Zertifizierungsprozess unterzogen, der in Kürze abgeschlossen sein wird.

Versorgungsregion Pyhrn-Eisenwurzen

100 Jahre LKH Steyr
Das Jahr 2016 stand im LKH Steyr – mit zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen – gänzlich im Fokus des 100-Jahr-Jubiläums.

Steyrer Spital erhält neuen Ärztlichen Direktor
Dr. Michael Hubich trat mit 1. Dezember seine Funktion als neuer Ärztlicher Direktor an. Die bisherige Ärztliche Direktorin, Prof. Dr. Gabriele Baumann, MSC, MBA wurde zur Ärztlichen Leiterin des gespag-Diagnostikverbundes bestellt. Prim. Dr. Johannes Andel übernahm eine der beiden Leitungspositionen des Tumorzentrums gespag/Elisabethinen, mit dem beide Spitalsträger oberösterreichische Maßstäbe in der Onkologie setzen.

Eröffnung des Family Centers im LKH Kirchdorf
Mit der Eröffnung des neuen Family Centers im LKH Kirchdorf wurde ein weiterer Meilenstein im Gesundheitswesen verwirklicht. Seither befindet sich alles rund um die Familie unter einem Dach auf einer Ebene: Die Geburtshilfe, die Versorgung der Neugeborenen sowie die der Kinder und Jugendlichen. Durch den Umzug in die neu gestalteten Räumlichkeiten wurden Wege verkürzt und die Zusammenarbeit der beiden Abteilungen weiter optimiert.

30 Jahre Orthopädie und internationale Anerkennung
Die Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie im LKH Kirchdorf war vor 30 Jahren die österreichweit erste orthopädische Fachabteilung in einem Regionalspital. Die Kirchdorfer Unfallchirurg/innen und Orthopäd/innen gelten generell als Spezialist/innen im Bereich der Schulter- und Hüftoperationen. Ein Ruf, der längst die Staatsgrenzen überschritten hat: 2016 nutzten Gastärzte aus Griechenland die Chance, bei den erfahrenen Expert/innen zu hospitieren.

Versorgungsregion Mühlviertel und Innviertel

LKH Freistadt erhält Staatspreis und baut Rheuma-Ambulanz aus
Als erstes Krankenhaus in Oberösterreich erhielt das Freistädter gespag-Spital den Staatspreis „Unternehmen für Familien“. Die höchste Auszeichnung in diesem Bereich wurde im Sommer 2016 von Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin überreicht.
Das LKH Freistadt verzeichnet seit Jahren eine überdurchschnittlich hohe Frequenz in der Rheuma-Ambulanz – um diesen Bedarf zudecken, wurde das Angebot daher auf vier bis fünf Tage pro Woche ausgebaut.

Kinder-Reha-Zentrum für Rohrbach-Berg
Als DAS Highlight des letzten Jahres für das Rohrbacher Spital gilt zweifellos die Entscheidung Ende November 2016, das neue Kinder-Reha-Zentrum für die Versorgungszone Nord (OÖ und Salzburg) in Rohrbach-Berg zu errichten. Der Spatenstich dafür ist für den Herbst2017 geplant.

170 Jahr-Jubiläum und Auszeichnung zum Kompetenzzentrum
Neben dem 170-Jahr-Jubiläum stand für das LKH Schärding 2016 die Auszeichnung zum Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie im Mittelpunkt. Das Innviertler gespag-Spital erreichte diese hohe Qualitätsstufe als zweites Krankenhaus Österreichs.


Rückblick 2016 – laufende Investitionen fortgesetzt
„Mit dem Abschluss des Masterplans im Landes-Krankenhaus Kirchdorf sowie im Salzkammergut-Klinikum Bad Ischl vergangenen Jahres haben wir unsere letzten beiden ‚Mammut-Projekte‘ erfolgreich beendet. Darüber hinaus konnten weitere wichtige, laufende Investitionen zum Vorteil unserer Patient/innen – umgesetzt werden“, erklärt Dr. Harald Geck, der innerhalb der gespag u.a. für Bau, Beschaffung und Technik zuständig ist, und verweist auf nachstehende Projekte:

Salzkammergut-Klinikum Bad Ischl:
Erfolgreicher Abschluss des Masterplans – dieser umfasste u.a. die Bereiche OP inklusive Sterilisation, die Physiotherapie, die Ambulanzen bzw. die Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Salzkammergut-Klinikum: Standort Vöcklabruck
Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Apotheke für die Zytostatika-Produktionsstätte (Medikamente zur Behandlung von Krebs) wurden abgeschlossen. Es steht damit eine moderne GMP-Apotheke wie im LKH Steyr zur Verfügung.

Landes-Krankenhaus Steyr
Im Erdgeschoß des Hauses 5 wurde ein Brustzentrum eingerichtet. Das 3. und 4. Obergeschoß in den Häusern 3 und 4 wurden für die Kinderpsychosomatik adaptiert.

Landes-Krankenhaus Kirchdorf
Die auf Basis des Masterplans vorgesehenen und im Jahr 2008begonnenen baulichen Maßnahmen wurden abgeschlossen. Dazuzählen u.a. die neue Intensivstation, die fünf neuen Operationssäle, die Zentralsterilisation, der neue Hauptzugang sowie der neue Eingangsbereich und die neuen Ambulanzräumlichkeiten.

Landes-Krankenhaus Rohrbach
Es wurde mit der Adaptierung und Erweiterung der Werkstätten sowie des Verwaltungsbereiches begonnen. Die Neugestaltung der Parkplätze ist beendet – 50 neue Stellplätze sind entstanden.


Rückblick 2016 – Ausbildung

1.055 Frauen und Männer wurden 2016 an den Schulen der gespag in der Gesundheits- und Krankenpflege aus- und weitergebildet.

Schwerpunkt Ausbildungsreform
Pflegeassistenz bereits seit Herbst 2016

Die mit 7. Juli 2016 im Nationalrat beschlossene Novelle zum Gesundheits- und Krankenpflegesetz (GuKG) und die damit verbundenen Vorbereitungsarbeiten bildeten letztes Jahr einen besonderen Arbeitsschwerpunkt.
Die „Pflegeassistenz“ gilt dabei als jene neue Ausbildung, die bereits im Herbst 2016 an den gespag-Schulen installiert wurde.Die einjährige Ausbildung ersetzt die bisherige Pflegehilfe-Ausbildung.
Gleichzeitig änderten sich somit die Curricula folgender bestehender Ausbildungen: Fach-Sozialbetreuung mit Schwerpunkt Altenarbeit inkl. Pflegehilfe sowie die Medizinischen Assistenzberufe inkl. Pflegehilfe.

Novelle schafft neue Berufsfelder
Mit der Gesetzesnovelle entstehen komplett neue Pflegeberufsbilder, die Kompetenzen werden deutlich ausgebaut. Das erfordert neue, engmaschigere Ausbildungen mit höherer fachlicher Begleitung.
Dies gilt allen voran für das Curriculum der zweiten, neuen Ausbildung der „Pflegefachassistenz“ mit dessen Ausarbeitung ebenso 2016 begonnen wurde.
Die Ausbildung im gehobenen Dienst wird künftig nur noch an der FH Gesundheitsberufe OÖ – an der die gespag Mehrheitsgesellschafter mit 52,5 % ist – durchgeführt. Die entsprechenden Vorbereitungen für den dazugehörigen Akkreditierungs-Antrag zu einem „Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege für Oberösterreich“, der mit 2018 starten soll, wurden 2016 fortgesetzt.

Ausbau Berufsfindungspraktikum

Das 10-monatige Berufsfindungspraktikum für Gesundheits- und Sozialberufe wird – neben den Schulen in Vöcklabruck, Steyr und Schärding – nun auch an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege in Freistadt angeboten. Damit gibt es ab sofort auch für Jugendliche im Mühlviertel, die sich beruflich in diesem Bereich orientieren möchten, ein adäquates Angebot.

Validationsassistenz – Aufwertung der Fach-Sozialbetreuungs-Ausbildung

In einem österreichweit erstmaligen Pilotprojekt erwarben die Absolvent/innen der Ausbildung „Fach-Sozialbetreuung Schwerpunkt Altenarbeit inkl. Pflegehilfe“ an der Schule für Sozialberufe Kirchdorfzusätzlich die Berufsbefähigung der/des „Validationsassistent/en“. Die Validation stellt ein spezielles Pflegekonzept zum Umgang mit dementen Menschen dar.

Ausbau der universitären Kooperation mit der PMU
Die Sonderausbildungen in der Intensiv-, Anästhesie- und OP-Pflege sowie für Pflegepersonal in der Nierenersatztherapie - die nunmehr ausschließlich auf universitärer Ebene angeboten wird - begann 2016 erstmals an der PMU (Paracelsus Medizinische Privatuniversität) in Salzburg.



Ausblick in die Zukunft

Erweiterung der Versorgungskette und Beteiligung an Reha-Zentren
Mit der Beteiligung an Reha-Zentren erweitert die Oö. Gesundheits- und Spitals-AG die Versorgungskette für die Patientinnen und Patienten über den Akutbereich hinaus. Sie wird damit ihrem Selbstverständnis, aktiv Kooperationen und Allianzen zu fördern, einmal mehr gerecht. Als Best-Practice-Beispiele sind hierbei die Rehaklinik Enns (30%-Beteiligung) sowie das Neurologische Therapiezentrum am Gmundnerberg (40%-Beteiligung) zu erwähnen, die beide ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich haben.

Künftiger Meilenstein: Kinder-Reha für Rohrbach-Berg
Ende November 2016 fiel die mit Spannung erwartete Entscheidung über die Vergabe der Kinder-Reha-Standorte. Für die Versorgungszone Nord (Oberösterreich und Salzburg) erhielt eine Bietergruppe den Zuschlag für ihr Projekt in Rohrbach-Berg, ein Kinder-Reha-Zentrum in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus zu realisieren. Im Herbst 2019 soll das auf Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre spezialisierte Reha-Zentrum beteiligen und damit die dritte Reha-Einrichtung in ihrem Portfolio haben.
"Für uns als Mitstreiter der ersten Stunde bedeutet die Etablierung eines eigenen Kinder-Reha-Zentrums eine enorme Bereicherung. Besonders für unseren KH-Standort im Mühlviertel. Das Behandlungs- und Therapiekonzept sieht eine enge Zusammenarbeit mit dem LKH Rohrbach vor. Insbesondere im Bereich der Diagnostik werden wir unsere Stärken maßgeblich einbringen. Darüber hinaus stellt das LKH Rohrbach auch bei nicht-medizinischen Sekundärleistungen - dazu zählen beispielsweise die Küche sowie die Medizin- und Haustechnik - einen wertvollen Partner dar.
Weitere Kooperationsfelder werden in den nun folgenden Umsetzungsprojekten zu erörtern sein", freut sich gespag-Vorstand Mag. Karl Lehner über diesen weiteren Meilenstein für den Gesundheitsstandort Oberösterreich.

Kooperationen und Allianzen auch weiterhin von großer Bedeutung
Auch die Kooperationen werden 2017 von großer Bedeutung für die gespag sein: Noch im November 2016 wurde die bestehende strategische Allianz der gespag mit dem Krankenhaus der Elisabethinen und dem UKH Linz der AUVA mit der Unterzeichnung einer neuen Allianzpartnerschaft weiter ausgebaut: Die gespag und die beiden Spitäler des künftigen Ordensklinikums Linz - das Krankenhaus der Elisabethinen und jenes der Barmherzigen Schwestern - schlossen damit eine Allianz, die mit 1. Jänner 2017 startete. Assoziierter Partner dieser Allianz ist die AUVA mit dem UKH Linz. Die Patientinnen und Patienten profitieren damit von der Zusammenarbeit zwischen drei großen Gesundheitsversorgern.

Kooperationsvereinbarung mit dem Kepler Universitätsklinikum
Auch mit dem Kepler Universitätsklinikum Linz, wurde die Zusammenarbeit 2016 intensiviert und soll noch weiter vertieft werden. Im Rahmen der Kooperation mit dem Kepler Universitätsklinikum stellen wir im Sinne einer Versorgungspartnerschaft  sicher, dass für unsere Patientinnen und Patienten der Zugang zu den spitzenmedizinischen Leistungsangeboten im Zentralraum koordiniert gesicher bleibt", sagt Mag. Karl Lehner, Mitglied des gespag-Vorstandes.



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Sportminister Doskozil beim „Tag des Sports“ in der Raiffeisenlandesbank OÖ

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16.05.2017

„Wir wollen Medaillen gewinnen, vor allem aber die Gesamtstruktur auf neue Beine stellen“. Möglichst noch vor dem Sommer soll das neue Bundes-Sportförderungsgesetz beschlossen werden. Verbunden ist damit ein völlig neuer Weg bei der Unterstützung des heimischen Sports. Eine neue Gesellschaft soll die Koordination sowie die Abwicklung der Förderungen übernehmen. „Ziel ist es natürlich, Medaillen zu gewinnen. Man muss sich aber schon die Gesamtstruktur anschauen. Gelder, die für den Spitzen- und Breitensport zur Verfügung stehen, müssen gezielt und bestmöglich eingebunden werden“, skizzierte Verteidigungs- und Sportminister Hans Peter Doskozil am 9. Mai 2017 beim „Tag des Sports“ im RaiffeisenForum der Raiffeisenlandesbank OÖ vor rund 800 Gästen die Zielsetzungen und Eckpunkte der geplanten Reformen bei der Sportförderung. In der Diskussionsrunde mit Oberösterreichs Sportlandesrat LH-Stv. Michael Strugl, ÖOC-Präsident Karl Stoss sowie Olympia-Medaillengewinner Thomas Zajac gab es dazu viel Zustimmung. 

Gemeinsamen Weg mit den Ländern
Während Olympia-Medaillen bei Winterspielen zur beinahe schon geforderten Pflichtübung gehören, sind die rot-weiß-roten Erwartungen bei Olympischen Sommerspielen deutlich gedämpfter. Auch das soll sich mit dem neuen Sportförderungsgesetz ändern. Wichtigstes Ziel des neuen Sportförderungsgesetzes sei jedoch die Gesamtstruktur sowie die Abstimmung zwischen Bund und Ländern bei der Sportinfrastruktur und dem Einsatz der finanziellen Mittel, so Doskozil: „Wenn wir eine gemeinsame harmonische Sportförderung haben wollen, werden wir das Thema niemals rechtlich oder über eine Kompetenzfrage lösen können, sondern nur kooperativ. Und zwar, indem wir mit der neuen Gesellschaft auf die Länder zugehen, uns abstimmen und so einen gemeinsamen Weg gehen.“

Neue Gesellschaft als zentrale Drehscheibe

Der Erstentwurf liegt seit Ende 2016 auf dem Tisch. Dieser wurde unter den Sportverbänden und allen Verantwortlichen zur Diskussion gebracht. Jetzt befindet sich dieses komplett neue Sport-Fördermodell in Begutachtung. Doskozil hofft, das Gesetz noch vor dem Sommer zur Beschlussfassung vorlegen zu können. Zentrale Drehscheibe ist eine eigene Gesellschaft, in der die Gelder aus allen zur Verfügung stehenden Töpfen zusammengeführt und in weiterer Folge die Fördervergaben abgewickelt werden sollen. Mit den Ländern müsse man sich auf Standorte verständigen und ein Leistungsportfolio für die Sportler aufbauen.

Schwerpunktsetzung statt Gießkanne

Die Politik habe grundsätzliche Richtungsentscheidungen im Hinblick auf die strategische Ausrichtung oder die Infrastrukturentwicklung vorzugeben, daher werde die Gesellschaft als Tochter des Sportressorts angesiedelt. „Es geht auch darum zu sagen, wie wir uns weiterentwickeln wollen. Ob es - so wie jetzt - ein Gießkannenprinzip in der Förderabwicklung, oder in Zukunft eine klare Spitzensport-Förderung geben soll, wo natürlich Leistung im Vordergrund stehen soll, wo zwischen der Gesellschaft und den Verbänden Programme entwickelt und auch Zielsetzungen vorgegeben werden, um definierte sportliche Ziele auch zu erreichen“, betonte der Sportminister. Wichtig sei in diesem Zusammenhang eine längerfristige Planbarkeit für die Verbände. Man müsse aber auch sagen, was nicht mehr ins Konzept passe. Die Führung der Gesellschaft will Doskozil in die Hände eines Sportprofis legen.

Strugl begrüßt tägliche Bewegungseinheit

Landeshauptmann-Stv. und Sportreferent Michael Strugl begrüßt die Initiativen, die seitens des Bundes bei der täglichen Bewegungseinheit in Schulen gesetzt werden: „Hier ist jetzt endlich ein Durchbruch gelungen. In Oberösterreich versuchen wir, dieses Modell flächendeckend umzusetzen. Generell soll das Thema Bewegung einen größeren Stellenwert bekommen.“ Durch die Eröffnung von Motorikparks wird in ganz Oberösterreich ein weiterer wichtiger Akzent gesetzt. „Wir brauchen Angebote, die für alle zugänglich sind“, so Strugl.

Zuständigkeiten bündeln
Ebenfalls positiv sieht Michael Strugl die aktuellen Reformansätze des Bundes in Sachen Sportförderung. Diese müssen jetzt umgesetzt werden: „Wir müssen auf Länder- und Bundesebene zusammenarbeiten und Zuständigkeiten bündeln, Verfahren vereinfachen und transparenter gestalten sowie Parallelstrukturen auflösen. Der Euro muss bei den Sportlern ankommen.“ Wenn man nicht mehr mit dem Gießkannenprinzip arbeitet, könne man es aber leider auch nicht mehr jedem Recht machen. „Wir haben in Oberösterreich drei Dachverbände, 60 Fachverbände und 2.500 Vereine. Hier muss jemand eine eindeutige Richtung vorgeben.“

Große Investitionen in die Spitzensport-Infrastruktur

In Oberösterreich wird die Infrastruktur für den Spitzensport weiter ausgebaut. Strugl: „Wir wollen für den Spitzensport wirklich professionelle Rahmenbedingungen schaffen. Daher bauen wir das Olympiazentrum um neun Millionen Euro um. Im vergangenen Jahr haben wir ein Turnleistungszentrum eröffnet und werden heuer noch vor dem Sommer eine Trainingshalle für die Leichtathleten eröffnen. Im Herbst ist das neue Regattazentrum fertig.“ Ein besonders wichtiger Punkt seien auch Ausbildungsmodelle für Spitzensportler, die von der Unterstufe über die Matura bis hin zur Uni und Fachhochschule reichen. Diese sollen den Spitzensportlern parallel zur sportlichen Karriere eine gute Ausbildung ermöglichen. „Talentierte Sportler dürfen nicht zu früh aufhören, weil sie fürchten müssen, dass sie später keinen ordentlichen Job bekommen“, so Strugl. Innerhalb des Bundesheeres sei die duale Ausbildung für Heeressportler bereits Thema und werde forciert, sagte Doskozil. Darüber hinaus erhöhen Akademische Lehrgänge an den Fachhochschulen, die sich durch besondere Flexibilität auszeichnen und damit auf die Bedürfnisse von Leistungs- und Spitzensportler abgestimmt sind, das Bildungsangebot für die Berufsfindung nach dem Sport.

Stoss: Auf einige Sportarten konzentrieren
„Förderungen und Finanztöpfe zu bündeln ist dringend notwendig“, ortet OÖC-Präsident Karl Stoss richtige Ansätze bei der Reform der Sportförderung. Aber: „Mir fehlt hier beim Bund eine klare Vision. Wir brauchen eine Präambel für den österreichischen Sport, wo ganz klar festgehalten ist, wohin wir uns entwickeln wollen.“ Da nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen, müssen diese stärker fokussiert werden. „Wir werden an Medaillen gemessen. Wollen wir in der Weltspitze mitspielen, müssen wir uns auf einige Sportarten konzentrieren. Wenn wir mit dem Gießkannenprinzip arbeiten, werden wir keine Spitzenleistungen erzielen können.“

Nachholbedarf beim Ausbau der Infrastruktur
Österreich habe gerade bei den Sommersportarten einen großen Nachholbedarf bei der Infrastruktur. Stoss: „Hier hat man viele Jahre etwas verabsäumt. Das werden wir bei vielen Sportarten lange Zeit nicht mehr aufholen können. Daher ist gerade der Ausbau der Olympia Zentren besonders wichtig.“ Darüber hinaus forderte Stoss eine stärkere Zusammenarbeit zwischen dem Spitzensport und unterschiedlichen Einrichtungen wie etwa Universitäten: „Wir haben eine TU Wien, eine TU Graz, eine Montan Uni Leoben, die heute noch nicht mitwirken. Die müssen wir alle ins Boot holen, denn allein eine kleine Verbesserung beim Material kann schon die entscheidende Zehntelsekunde bringen. Außerdem spielen Disziplinen wie Ernährungswissenschaft oder Sportmedizin eine immer größere Rolle.“

Staatliche und private Unterstützung wichtig
 

Aus der Praxis und aus Sicht eines Spitzensportlers erklärte Segler Thomas Zajac, Olympia Bronzemedaillengewinner in Rio 2016, wie sich die Situation für österreichische Sportler darstellt: „Ganz am Anfang steht immer die jahrelange Unterstützung seitens der Eltern bzw. der Familie. Aber dann musst du als junger Sportler versuchen, in die vorhandenen Systeme wie die Sportförderung oder etwa das Heeressportzentrum rein zu kommen. Wenn man hier nicht unterkommt, ist das ein KO-Kriterium für den weiteren sportlichen Weg.“ Darüber hinaus spielen natürlich auch die Sponsoren aus der Privatwirtschaft eine wichtige Rolle. „Staatliche und private Unterstützung - beides muss funktionieren.“ Der erfolgreiche Segler kritisierte aber auch die vorhandenen Strukturen: „Wir müssen uns derzeit sehr viel Know-how aus dem Ausland holen. Daher wäre es sehr wichtig, dass wir in Österreich Angebote für Sportler bündeln und dann auch professioneller gestalten können.“ In den USA gebe es beispielsweise nur drei Olympiazentren, wo für alles vorhanden ist und angeboten wird. „Hier hat man eine umfassende Infrastruktur auf Spitzenniveau wie Psychologen,  Physiotherapeuten usw. an einem Platz. So etwas gibt es in Österreich nicht“, so Thomas Zajac.

Schaller: 1,7 Millionen für Sport in OÖ

Der Sport ist Raiffeisen Oberösterreich ein besonderes Anliegen. „Wir sind stolz, dass wir die Möglichkeiten zu unterstützen nicht nur haben, sondern auch nutzen“, sagte RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller. Denn Sport habe eine gesellschaftlich-soziale Rolle, wesentliche gesundheitspolitische sowie insbesondere bei Mannschaftssportarten erzieherische Aspekte. Die Unterstützung des Spitzensports sei wichtig, weil dadurch vor allem junge Menschen für den Sport begeistert werden. Stolz zeigte sich Schaller angesichts der Rückkehr des LASK, wo Raiffeisen seit drei Jahren Partner ist, in die höchste Spielklasse sowie über den fast schon geschafften Klassenerhalt von Blau-Weiß Linz: „Mit Raiffeisen hat man offensichtlich Erfolg“, meinte der Generaldirektor. Alleine in Oberösterreich investiert Raiffeisen heuer rund 1,7 Millionen Euro in die Unterstützung des Sports, bundesweite Sponsoringaktivitäten sind dabei nicht eingerechnet.  

Unter den rund 800 Gästen beim Tag des Sports in der RLB OÖ:

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum, Militärkommandant Kurt Raffetseder, Landtagsabgeordneter Günter Pröller, Landessportdirektor Gerhard Rumetshofer, Sportunion OÖ-Präsident Franz Schiefermair, ASKÖ OÖ-Präsident Fritz Hochmair, ASVÖ OÖ-Präsident Herbert Offenberger, SV Ried-Sportdirektor Franz Schiemer und Finanzvorstand Roland Daxl, LASK-Kapitän Pavao Pervan mit zahlreichen weiteren Profis des LASK, Blau-Weiß Linz Präsident Hermann Schellmann mit dem gesamten Profi- und Amateurkader, Herwig Walker, Geschäftsführer der Fußballakademie Linz mit dem gesamten Kader der U16 und U18, Hans Schneider, Geschäftsführer Verein "Brücken bauen" mit einigen Special-Olympics Athleten, Linz AG Froschberg-Obmann Günther Renner, aus dem heimischen Lager der Schwimmer Staatsmeister Bernhard Reitshammer und Verbands-Vizepräsident Josef Richer, ÖTTV-Präsident Konsulent Johann Friedinger, Kameradschaftsbund-Präsident Johann Puchner u.v.a.m. Von der Raiffeisenlandesbank OÖ mit dabei waren Aufsichtsrats-Präsident Jakob Auer sowie die Vizepräsidenten des Aufsichtsrates Volkmar Angermeier und Josef Kinzl.

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Best of Biotech Award Ceremony Winner: NP Life Science Technologies KG

NP Life Science Technologies

02.05.2017

On April 27th the winners of aws Best of Biotech 2017 Phase were announced in Vienna. 31 teams from 3 countries took part in the first phase of the competition and submitted their business ideas. The majority of the projects (15) came from the field of Medical Technology, which emphasizes its growing role in the Austrian Life Science landscape.

White and Red Biotechnology were represented by five projects each, followed by Supply and Service Applications with three projects. Finally, Green Biotechnology was represented by two projects, and one project was classified as Biotechnology in general.

The winning projects are:

NP Life Science Technologies KG (Austria)

NP Life Science Technologies KG develops and produces an implantable biodegradable scaffold that supports the regeneration of damaged, dissected, cut peripheral nerves.

SODISENS (Austria)
SODISENS provides a new, non-invasive point-of-care test (PoCT) that enables the rapid diagnosis and therapeutic monitoring of Na-Balance.

Vacthera (Austria)
Vacthera is a biotechnology company developing influenza virus based vaccines and cancer immunotherapies.


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EU-Parlament verabschiedet Medizinprodukte-Verordnung

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26.04.2017

Das Europäische Parlament hat heute (5. April 2017) die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung verabschiedet. Sie wird in der Folge im Amtsblatt veröffentlicht und tritt 20 Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Die Übergangsfrist ist knapp bemessen, daher empfehlen wir Ihnen, diese zu nutzen und sich rechtzeitig über die umfangreichen neuen Anforderungen zu informieren.

Was en.co.tec empfiehlt:
Nutzen Sie die Übergangsfrist und informieren Sie sich über die neuen Anforderungen.Erarbeiten Sie sich die Inhalte entweder selbst oder bei Seminaren, Inhouse-Workshops o.ä.Erstellen Sie einen Maßnahmenplan für die Umstellung auf die neue MDR / IVDR.Planen Sie rechtzeitig und ausreichende Ressourcen für die Umstellung.

Nach Inkrafttreten ergibt sich aus der MDR folgender Zeitablauf:
Quelle: BVMed – Bundesverband Medizintechnologie e.V.

Mit dem Inkrafttreten der MDR beginnt die in der Verordnung vorgesehene Übergangsfrist von drei Jahren, innerhalb derer sich Hersteller wahlweise noch nach altem Recht oder bereits nach neuem Recht zertifizieren lassen können.

Da sich die Benannten Stellen frühestens sechs Monate nach dem Inkrafttreten neu benennen lassen können, um Zertifizierungen nach neuem Recht vorzunehmen, verkürzt sich die Übergangsfrist für die Hersteller um diesen Zeitraum.

Anschließend findet die Neubenennung der 50 bis 60 Benannten Stellen in Europa nach neuem Recht statt. Dies geschieht im Wege des „Joint Assessments“ durch mehrere nationale Behörden einschließlich eines Vertreters der EU-Kommission. Dieses Verfahren wird mindestens weitere 12 Monate, voraussichtlich aber 18 Monate, in Anspruch nehmen.

Erst anschließend, ab dem Jahr 2019, werden Hersteller in der Lage sein, ihre Anträge auf Neuzertifizierung bei ihrer neubenannten Stelle einzureichen, sollten hier zwischenzeitlich keine alternative Vorgaben seitens der Kommission geschaffen werden.

Der Prozess der Neu-Zertifizierung wird mindestens weitere 12 Monate in Anspruch nehmen. Bis alle Hersteller in der EU und den Drittstaaten nachzertifiziert sind, wird die dreijährige Übergangszeit längst aufgebraucht sein.

Diese unglückliche Situation führt dazu, dass Hersteller nach Expertenmeinung gut beraten sein werden, ihre Altzertifikate kurz vor dem Ablauf der dreijährigen Übergangsfrist zu verlängern. Diese gelten dann maximal weitere vier Jahre nach dem Geltungsbeginn der MDR weiter (bis Mitte 2024).


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Handy, Tablet und Smartphone – ein Hygieneproblem?

Bild Gertraud Schmid-Rebatz
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26.04.2017

Dass Mobiltelefone Brutstätte für Keime aller Art sind, ist bekannt. Doch nur zirka 10 Prozent reinigen ihr Handy. Dabei setzen sich Bakterien und Erreger schon in winzigen Kratzern ab. Tipps, wie Sie Ihr Handy, Smartphone oder Tablet reinigen und lästige Krankheitserreger verringern können, erhalten Sie von DGKP Gertraud Schmid-Rabatz, Hygienefachkraft des LKH Schärding. Zudem lädt das Schärdinger Krankenhaus alle Interessierten am 05. Mai 2017 von 13.00 bis 15.00 Uhr ein, sich anlässlich des Welthändehygienetages vor Ort über Händehygiene zu informieren.

Laut einer repräsentativen Umfrage unter 1000 Verbrauchern, säubert jeder Zweite sein Handy nur gelegentlich und flüchtig, indem er es etwa an der Kleidung abwischt. Jeder Achtereinigt sein Mobilfunkgerät dagegen nie. In einer Studie unter Handynutzern aus dem Jahr2015 gaben 42 Prozent der Befragten an, ihr Handy auf dem WC zu nutzen. Auch eine britische Untersuchung aus dem Jahr 2011 bestätigt diese Hygienemängel: Der Studie zufolge findet man an jedem sechsten Handy Rückstände von Fäkalien, da viele ihr Mobiltelefon vor dem Händewaschen wieder berühren. Auf den betroffenen Handys fanden die Forscher E-Coli-Bakterien, welche im Darm vorkommen und von denen bestimmte Stämme gesundheitsgefährdend sein können.

Displays und Tastaturen regelmäßig reinigen

Der durchschnittliche Benutzer eines Handys berührt seinen Bildschirm etwa 150 Mal pro Tag. Wenn man sich vor Augen führt, wo das Handy, Smartphone oder Tablet überallgenutzt wird, muss man sich nicht wundern, wenn sich auf Mobiltelefonen eine Vielzahl an Krankheitserregern tummeln. „Wir tippen beim Essen darauf herum oder verschwitzt beim Sport. Wir geben es unseren Freunden oder den Kindern, damit sie sich Fotos und Videos darauf angucken. Nicht wenige Nutzer nehmen ihr Mobiltelefon sogar mit auf die Toilette. Daher ist eine regelmäßige Reinigung das um und auf!“, erklärt die erfahrene Hygieneexpertin, denn Influenzaviren etwa halten sich bis zu zwei Tage auf Oberflächen und Noroviren sogar bis zu sieben Tage. Doch nicht nur das Mobiltelefon gilt als Keimschleuder. Während Toiletten oder Kühlschränke regelmäßig gesäubert werden, werden Telefone, Computer oder Tastaturen teilweise nur einmal im Quartal oder gar nicht gereinigt.

Zur Reinigung von Handy, Smartphone oder Tablet sollte man einige Tipps beachten:
1. Spezielle Hygienesprays verwenden
Scharfe Reinigungsmittel wie Glasreiniger sind nicht geeignet, die Oberfläche eines Touchscreens zu reinigen. Alkohole, Spülmittel und Seifenlaugen können langfristig die Oberfläche der Geräte beschädigen und so ihre Bedienbarkeit beeinträchtigen. Gut geeignet sind spezielle Reinigungsmittel. Hier sollte aber unbedingt auf die Hersteller Empfehlungen geachtet werden.

2. Tücher aus Mikrofaser
Für die alltägliche Pflege des Telefons eignen sich ebenfalls Reinigungstücher für Monitore und andere elektronische Geräte. Diese Tücher gibt es beispielsweise im Fachhandel. Zur Not lassen sich auch Brillenputztücher aus Mikrofaser verwenden.

3. Essen und telefonieren vermeiden
Als größte Schmutz- und Bakterienquelle gelten Mahlzeiten, die während des Telefonierens eingenommen werden. Essensreste begünstigen das Wachstum von Keimen.

4. Regelmäßig Händewaschen
Trotz aller Warnungen gilt: Die Keimbelastung selbst muss nicht zu Erkrankungen führen. Regelmäßiges, intensives Händewaschen schützt am besten vor Erkältungen, Grippe und anderen Krankheiten. Die größten Überträger von Keimen bleiben ungewaschene Hände.

Welthändehygienetag am 05. Mai 2017
Am 05. Mai 2017 können sich Interessierte anlässlich des Welthändehygienetages am LKH Schärding über Händehygiene informieren. Mittels eines UV-Schwarzlichtgerätes kann man selber testen, wie gut man sich die Hände desinfiziert hat. Zudem erhalten alle Besucher/innen ein Händedesinfektionsmittel als kleines Geschenk.

 

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Professur für Augenheilkunde mit Matthias Bolz besetzt

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26.04.2017

Das ProfessorInnen-Team der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität wächst weiter: Mit Mai übernimmt Assoc.-Prof. Univ.-Doz. OA Dr. Matthias Bolz (39) die Professur für Augenheilkunde. Die zuständige Klinik am Kepler Universitätsklinikum leitete er bereits eineinhalb Jahre interimistisch.

„Matthias Bolz ist führender Wissenschafter und zugleich ausgewiesener Spitzenmediziner“, freut sich JKU-Rektor Meinhard Lukas über die Berufung des gebürtigen Wieners. „Er gilt als anerkannter Experte in der Operation des Grauen Stars und der Horn- und Netzhautchirurgie sowie in der Untersuchung von Netzhauterkrankungen.“

„Mit Matthias Bolz hat sich ein exzellenter Forscher und Wissenschafter aus unseren eigenen Reihen im Berufungsverfahren gegen internationale Konkurrenz durchgesetzt. Das freut uns besonders, weil damit auch die Qualität unserer Ärzteschaft gewürdigt wird“, erklären die GeschäftsführerInnen des Kepler Universitätsklinikums, Mag.a Dr.in Elgin Drda und Dr. Heinz Brock. „Wir haben Bolz als fachlich kompetenten, sehr ambitionierten und führungsstarken interimistischen Leiter der Klinik für Augenheilkunde in den letzten Monaten schätzen gelernt. Er wird auch als Universitätsprofessor mit seinem Team dem traditionell hohen Ansehen der Augenheilkunde am Kepler Uniklinikum in jeder Hinsicht gerecht werden.“

Enormes Entwicklungspotenzial
In Oberösterreich ortet Bolz in der Augenheilkunde „enormes Entwicklungspotenzial, um auch für andere Regionen Österreichs und Europas beispielgebende Projekte und Behandlungsmodelle zu erarbeiten“. Ein Forschungszentrum mit drei Angestellten, das sich über Projekte selbst finanziert, hat er in Linz bereits ins Leben gerufen. „Mein Ziel ist klar definiert: den PatientInnen innovative medizintechnische Produkte sowie neue Untersuchungsmöglichkeiten und Therapien anzubieten“, erklärt der Mediziner.

Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die internationale Vernetzung und ein intensiver Austausch zwischen Johannes Kepler Universität, Kepler Klinikum und Fachhochschule Hagenberg. Enge und nachhaltige Partnerschaften mit der Wirtschaft sind Bolz ein großes Anliegen, er sieht in diesem Bereich noch viele Kooperationsmöglichkeiten.

Sein Ärzteteam besteht derzeit aus 14 Medizinern, Tendenz steigend. Knapp 10.000 chirurgische Eingriffe werden aktuell jährlich im Linzer Universitätsklinikum durchgeführt, bei zahlreichen  Zuweisungen aus anderen Bundesländern. „Diese Zahlen untermauern die Notwendigkeit einer professionell aufgestellten Medizinischen Fakultät, die Lehre und Forschung sowie Medizin auf höchstem Niveau vereint – als stabile Basis für ein oberösterreichisches Medical Valley“, betont Rektor Lukas.


Fondssparen immer beliebter

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26.04.2017

Am 19. April ist Weltfondstag. Diesen Tag der Fonds feiert die KEPLER-FONDS KAG, die Kapitalanlagegesellschaft der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, mit sehr erfreulichen Zuwächsen.

  • KEPLER legte seit der Gründung im Jahr 1998 – Kundenvolumen zum Start lag bei ca. 1 Mrd. Euro - stetig zu. Auch während der Finanzkrise gab es keine nennenswerte Wachstumsdelle.
  • Die KEPLER-FONDS KAG konnte in den vergangenen Jahren einen deutlichen Volumenszuwachs verzeichnen.

        - 2016 lag das Wachstum bei 6,6 Prozent, während der Gesamtmarkt um 3,3 Prozent zulegen konnte.
        - Über den Zeitraum der vergangenen fünf Jahre konnte KEPLER beim Volumen um 43,3 Prozent zulegen, der Gesamtmarkt um 26,4 Prozent.

  • Damit liegt die KEPLER-FONDS KAG deutlich über dem Gesamtmarkt.
    - Aktuell verwalten insgesamt 21 österreichische Kapitalanlagegesellschaften rund 169,3 Milliarden Euro an Kundengeldern.
    - Nach den Höchstständen vor der Finanzkrise (2006:167,3 Milliarden Euro) dauerte es zehn Jahre, um das alte Rekordniveau wieder zu übertreffen. (Das Fondsvolumen von KEPLER lag 2006 bei 7,7 Milliarden Euro.)
    - In den vergangenen fünf Jahren legte der heimische Fondsmarkt kontinuierlich um insgesamt 26,41 Prozent zu.
    - Fonds bleiben im aktuellen Marktumfeld attraktiv: Allein seit Jahresbeginn 2017 wuchs das Volumen durch Zuflüsse und Kurssteigerungen um 2,2 Milliarden Euro.
  • Aktuell ist KEPLER mit einem ihr anvertrauten Veranlagungsvolumen von 14,3 Milliarden Euro die Nummer 4 am heimischen Fondsmarkt und der mit Abstand größte Fondsanbieter in Oberösterreich.
  • Darüber hinaus unterstützen zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen die erfolgreiche Entwicklung.

 

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Anwendertreffen HSD-ChargenDoc

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26.04.2017

Von 21. – 22. März nutzten HSD-ChargenDoc Anwender aus ganz Österreich die Chance mit den Customer Service Mitarbeitern von SANTESIS in Kontakt zu treten und sich untereinander auszutauschen.

Schon am ersten Tag kam es in den Räumlichkeiten der SANTESIS zu einer intensiven Konversation, bei der einige Teilnehmer ihre individuellen Fragestellungen mit den erfahrenen Mitarbeitern von SANTESIS und HSD durchbesprechen konnten.

Der zweite Workshoptag stand ebenfalls ganz im Zeichen eines lebendigen Erfahrungsaustausches. Herr Sascha Labahn widmete sich am Vormittag zuerst den Neuerungen, Arbeitsanweisungen und PIN-Abfragen für Mitarbeiter. Am Nachmittag präsentierte der ChargenDoc-Experte von Händschke Software & Datentechnik GmbH noch das innovative Modul "Workflow-Manager".

Einen sehr spannenden und lebhaften Vortrag lieferte anschließend Herr Emanuel Nagel, Sachverständiger für Hygienetechnik und Medizinprodukteaufbereitung. Anhand von vielen praktischen Beispielen wurde der Frage nachgegangen, ob eine Aufbereitung von Medizinprodukten gemäß den geltenden Anforderungen überhaupt durchführbar ist.

Rechtsfragen in der AEMP sowie die richtige Handhabung von Leihinstrumenten bzw. Leihsieben wurde ebenfalls intensiv diskutiert. Zu guter Letzt wurde noch das QM-Handbuch nach ISO 13485 vorgestellt, welches Vorlagen für die Qualitätsarbeit bietet.

 

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Unsicherheiten im US Markt drücken auf die global positive Stimmung der MedTech Managers

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26.04.2017

MedTech Unternehmer sehen dem Geschäftsgang der kommenden 12 bis 24 Monate optimistischer als noch im Vorquartal entgegen, gemäss dem 9. LIMEDex Index Report des Think Tank ConCeplus. Der LIMEDex Index ist positiv (4.9 Punkte) und stieg um +1.5 Punkte seit dem letzten Quartal an. Die Debatten um die zukünftige US Handels- und Gesundheitspolitik beunruhigte viele Akteure der Medtech Industrie.

WEGGIS, LUZERN – The LIMEDex Index, Der LIMEDex Index, der als Konjunkturbarometer die Stimmungslage der internationalen MedTech Industrie quartalsweise misst, stieg im ersten Quartal um +1.5 Punkte auf 4.9 Punkte an. Managers sind zuversichtlich eine Steigerung des Umsatzes von durchschnittlich +4.3% in den kommenden 12Monaten zu erzielen. Sie sind sich aber auch der gegenwärtigen Herausforderungen und Unsicherheiten (wie die anstehende Gesundheitsreform von “Obamacare” und seine Einflüsse auf die Krankenhausausgaben) sehr bewusst. Diese Fakten spiegeln sich direkt in einer Risikoadjustierung von -3.0% der Umsatzsteigerung wider. Damit ist von einer bereinigten durchschnittlichen Steigerung der Bruttomarge von 1.3% in den kommenden 12Monaten Auszugehen.

Die durchschnittliche Steigerung der Gewinnmarge vor Steuern und Zinsen (EBIT) belaufen sich auf +0.6%.Mehrere Faktoren beeinflussen die schrumpfende Nettomarge. So drückt der starke US Dollar im Außenhandel die Wachstumserwartungen von Netto -1% bis -2% für das laufende Geschäftsjahr auf nahe “Null”, aber auch die gestiegene Komplexität im Geschäftsumfeld erlaubt bei verhaltenen Auftragseingängen wenig Wettbewerbsspielraum für alle Marktteilnehmer.
 
Die andauernde Debatte zur Überarbeitung der US Gesundheitsreform wirkt sich auf die Medtech Branche aus. Grossaufträge und Anschaffungen von kapitalintensiven Gütern, aber auch Finanzierungen von neuen Projekten und Mergers sind derzeit schleppend, bzw. kurz-bis mittelfristig aufs Eis gelegt. Das Vertrauen, jetzt strategische Investitionen zu lancieren ist positiv, fiel aber um -16% auf +26.7% zurück. Unternehmer stehen den Entwicklungen zögerlich entgegen und bewahren Ruhe, bis konkrete Ergebnisse seitens der Politik eine klare Richtung vorgeben. Andererseits sind US Manager in ihren Umsatzerwartungen in diesem Quartal optimistischer und ließen die Vorwahlnervosität im Q2/ 2016 hinter sich. [Abb. 2] Diese Entwicklung steht im Gegensatz zu den Wachstumserwartungen der Medtech Manager in Asien, China und Europa.

Die Prognosen für den Marktzugang sind weiterhin pessimistisch (-16.9 Punkte), erholten sich aber zum ersten Mal seit dem Sommer 2015 leicht um +0.5pts. Unternehmer signalisieren Optimismus, dass die Verkaufs- und Distributionsteams an Wirkungskraft dank der kontinuierlichen Effizienzsteigerungen zulegen. Das Vertrauen in die Operative ist zunehmend stärker und erreicht derzeit seinen Höchststand von +8.4 Punkten. Daraus resultiert, dass 54% der teilnehmenden Unternehmer für das laufende Geschäftsjahr einen Stellenaufbau von +2% einplanen.[Abb. 3]

“Wachstum der Exporte und deutliche Verbesserung im Marktzugang tragen den Optimismus der meisten MedTech Managers. Jedoch müssen sie wachsam bleiben, da akute Währungsverluste sich bei den derzeitigen niedrigen Margen schnell negativ auswirken können,” sagt Beatus Hofrichter.

 

>> 9. LIMEDex Report zum Nachlesen


Quality Austria bietet Produktzertifizierung nach 93/42/EG an

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26.04.2017

Die Quality Austria bildet Qualitätsmanager für Medizinprodukte aus und zertifiziert Organisationen nach ISO 13485:2016. Aufgrund der starken Nachfrage nach Benannten Stellen für Medizinprodukte, die durch die Suspendierung etablierter Benannter Stellen in Europa verschärft wurde, kooperiert die Quality Austria erfolgreich mit der DQS Medizinprodukte GmbH.

Die Quality Austria bietet eine Gesamtlösung für Medizinproduktehersteller an, wobei die DQS Medizinprodukte GmbH die Agenden der Benannten Stelle im Rahmen der Produktzertifizierung nach 93/42/EG übernimmt.

Vorteile für Kunden der Quality Austria:
- Kunden können nun auch Leistungen zu Produktzertifizierungen nach Richtlinie 93/42/EG über die Quality Austria beauftragen
- Alle Angebots- und Abrechnungsprozesse laufen über die Quality Austria – „one stop shop“
- Kunden erhalten nach erfolgreicher Begutachtung ein Richtlinienzertifikat der DQS Medizinprodukte GmbH
- Die Richtlinienbegutachtung nach Anhang V und II inkl. EG-Auslegungsprüfung, die auch eine Systembegutachtung enthält, kann in einem Vorortaudit mit anschließender Begutachtung der technischen 
  Dokumentation durch erfahrene Gutachter der DQS Medizinprodukte GmbH abgewickelt werden. Bei der Systemzertifizierung arbeiten dabei Produkt- und Systemexperten der DQS Medizinprodukte GmbH und 
  Quality Austria zusammen.

Informationen über die Quality Austria
Quality Austria - Trainings, Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH ist führender Ansprechpartner für System- & Produktzertifizierungen, Begutachtungen und Validierungen, Assessments, Trainings, Personenzertifizierungen und für die Austria Gütezeichen. Grundlage sind weltweit gültige Akkreditierungen beim BMWFW und internationale Zulassungen. Die Quality Austria ist nationaler Marktführer für das Integrierte Managementsystem zur Sicherung und Steigerung der Unternehmensqualität, kooperiert weltweit mit rund 50 Mitgliederorganisationen und ist nationaler Repräsentant von IQN, EOQ und EFQM. Über 12.000 Kunden in knapp 50 Ländern profitieren von der langjährigen Expertise.

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LIT startet durch: 13 JKU-Forschungsprojekte bewilligt

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27.03.2017

Nach eingehender internationaler Begutachtung wurden am Linz Institute of Technology (LIT) der Johannes Kepler Universität nun 13 hochkarätige Forschungsprojekte genehmigt. Damit startet das LIT voll durch. Die Themen reichen vom Quantencomputer über medizintechnische Anwendungen, dehnbare Elektronik, Silizium-Laser und Technikfolgen-Abschätzung bis hin zu Lernprozessen bei selbstfahrenden Fahrzeugen.

Insgesamt waren beim 1. Call for Proposals des LIT 54 Projekte eingereicht worden. Internationale GutachterInnen bewerteten sie. Sehr viele wurden als ausgezeichnet oder sehr gut erachtet, auch hinsichtlich der Möglichkeiten späterer Anwendbarkeit der Ergebnisse in der Praxis. Wie bei wissenschaftlichen Wettbewerben üblich konnte nur ein Teil dieser Anträge genehmigt werden.

„Die JKU hat seit ihrer Gründung eine Vorreiterrolle bei technologischer Innovation“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer. „Mit dem LIT etablieren wir ein international ausgerichtetes Zentrum für technologische Lehre und Forschung unter starker Einbindung der oberösterreichischen Industrie. Damit soll die technologische Kompetenz der JKU in einer eigenen Einrichtung mit einer starken Marke gebündelt und nach außen sichtbar werden.“

Wertvolle Partnerschaften und Wissenstransfer
„Mit dem LIT verfügen wir bereits über ein echtes Markenzeichen auf dem Forschungssektor, es hat sich nach wenigen Monaten einen Namen bei unseren PartnerInnen aus Wirtschaft und Industrie gemacht“, betont Rektor Meinhard Lukas und verweist auf die innovativen Strukturen an der Kepler Universität: „Von Anfang an hat sich die JKU als Vorreiterin verstanden. Das  Linz Institute of Technology, das die verschiedensten Projekte mit all ihrem technologischen Erfindungsreichtum unter einem Dach vereint, bringt das einmal mehr klar zum Ausdruck.“

„Die Vernetzung mit wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen und Universitäten wie der JKU hat für die voestalpine als Technologie- und Industriegüterkonzern höchste Priorität. Mit dem LIT verfügt die Industrie nunmehr über einen weiteren starken Partner, um über gemeinsamen Wissenstransfer und Know-how-Aufbau den technologischen Fortschritt national und international konsequent weiter voranzutreiben,“ so Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG und Beiratsvorsitzender des Linz Institute of Technology.

Neue Forschungskultur
„Wir möchten nun mit den ProjektleiterInnen am LIT eine Forschungskultur etablieren, die besonders interdisziplinäres Arbeiten und Nachwuchsförderung in den Vordergrund rückt“, sagt Univ.-Prof. Dr. Alexander Egyed M.Sc., Vizerektor für Forschung an der JKU. „Die hohe Qualität der eingereichten Anträge zeigt, dass hier großes Potenzial im wissenschaftlichen Bereich liegt, das wir nachhaltig nützen möchten auch für eine Weiterentwicklung der Kepler Universität insgesamt. Exzellente ForscherInnen und erfolgreiche Gruppen ziehen auch immer zusätzliche gute Leute von auswärts an.“

Struktur LIT
Auch der 2. Call for Proposals ist inzwischen abgeschlossen. 45 weitere Forschungsprojekte sind nun in Begutachtung. Der 3. Call for Proposals läuft bis 14. April. Zudem wurde eine Stiftungsprofessur gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Tobias Prietzel Universitätskommunikation  T +43 732 2468 3008 F +43 664 60 2468 299 tobias.prietzel@jku.at  Linz, 06. März 2017   JOHANNES KEPLER UNIVERSITÄT LINZ Altenberger Straße 69 4040 Linz, Österreich www.jku.at DVR 0093696 Oberösterreich zum Thema „Cyber-Physical Systems for Engineering and Production“ ausgeschrieben, für die derzeit der Berufungsprozess läuft. 

In Special Semesters sollen außerdem gemeinsam mit Unternehmen hochkarätige GastprofesssorInnen für jeweils ein Semester ans LIT eingeladen werden, um hier in enger Verbindung von Unternehmen und Wissenschaft drängende Herausforderungen zu bearbeiten.


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Forschungsprojekt VIRTUAL ANEURYSM: Haptische Simulation von Neurochirurgischen Interventionen

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Virtual Aneurysm
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27.03.2017

Störungen der Blutzirkulation im Gehirn (Schlaganfall und Gehirnblutungen) zählen zu den häufigsten Todesursachen in den westlichen Industrieländern. Intrakranielle Aneurysmen, eine der Hauptursachen von Blutungen, werden mit zwei grundsätzlich verschiedenen Strategien behandelt: Bei der minimal-invasiven Methode, genannt Coiling, wird das Aneurysma über einen Katheter mit einer Drahtspule aufgefüllt, während bei der herkömmlichen neurochirurgischen Methode (Clipping) der Schädel geöffnet wird und ein oder mehrere Titan-Clips auf die Arterie gesetzt werden, die das Aneurysma vom Blutkreislauf abklemmen sollen. Da das endovaskuläre Verfahren für einfache Typen von Aneurysmen immer häufiger eingesetzt wird, bleiben nur noch komplexe Aneurysmen für das Clipping übrig. Für angehende Neurochirurgen wird es somit immer schwieriger, einfache Situationen vorzufinden, an denen sie die notwendige Expertise für komplexe Fälle entwickeln können.

Der Operations-Simulator VIRTUAL ANEURYSM der RISC Software GmbH soll hier Abhilfe schaffen. Er ermöglicht das Training von Clipping-Eingriffen in verschiedenen virtuellen Szenarien. Das System ist mit zwei haptischen Eingabegeräten mit Force-Feedback sowie einem stereoskopischen Display ausgestattet. Mehrere Aneurysmen-Geometrien mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad stehen zur Auswahl, und der Benutzer kann aus einer Liste von über 50 3D-modellierten Clips unterschiedlicher Größe und Form wählen.

Zu Beginn des Trainings übt der Benutzer die richtige Kopflagerung sowie die optimale Positionierung der Kraniotomie für den jeweiligen Fall. Während der eigentlichen Clipping-Operation detektiert der Simulator laufend Kollisionen zwischen Instrumenten und Gewebe und reagiert darauf. Die realistische Verformung der Blutgefäße wird in Echtzeit mit einem speziell optimierten Finite-Elemente-Verfahren auf der GPU berechnet und visualisiert. Die resultierenden Kräfte werden an die haptischen Geräte gesendet, sodass der Trainierende den Widerstand des Gewebes spüren kann. Montiert an einem der Geräte befindet sich eine Clipping-Zange mit einem Sensor zur Messung des Öffnungswinkels, der in Echtzeit an den Simulator übertragen wird. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad kann es auch zu einer Ruptur kommen, und der Operateur muss dann innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne die Blutung stoppen und das geplatzte Aneurysma versorgen.

Nach Ende des Trainings kann der Benutzer sein Ergebnis aus allen Blickwinkeln betrachten. Um eine objektive Bewertung des Trainings zu erreichen, wird der Blutfluss durch die Arterie mit abgeklemmtem Aneurysma berechnet. Dadurch kann unter anderem die induzierte Stenose sowie der Restfluss ins Aneurysma abgeschätzt werden, was in ein abschließendes Bewertungsschema einfließt. Sämtliche Daten eines Trainings werden pro Benutzer gespeichert und können jederzeit visualisiert und miteinander verglichen werden.

Dieses Projekt wurde vom Land Oberösterreich sowie der FFG im Rahmen des BRIDGE Programms (Projekt 838519) gefördert. Partner sind die Landesnervenklinik Wagner Jauregg (WJ), das AKH Linz und der deutsche Medizintechnikhersteller Aesculap AG, Weltmarktführer für handgehaltene chirurgische Instrumente. Der Prototyp des Simulators befindet sich in einer Testphase im WJ und soll in den nächsten Jahren gemeinsam mit der kanadischen Firma OSSim Technologies in ein kommerzielles Produkt weiterentwickelt und weltweit vertrieben werden.

 

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Neue EU-Verordnungen: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

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27.03.2017

Vertreter der 28 Mitgliedstaaten im EU-Ministerrat haben am 07.03.2017 den Vorschlag für die neue europäische Gesetzgebung über Medizinprodukte und In-Vitro-Diagnostika angenommen. Das EU-Parlament wird voraussichtlich im April die beiden Verordnungen verabschieden, danach werden sie im Amtsblatt veröffentlicht. Die Verordnung tritt dann am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft (also voraussichtlich im Mai 2017).

Übergangsfristen
Die Richtlinien für Medizinprodukte (93/42/EWG) und Aktive Implantierbare Medizinprodukte (90/385/EWG) werden zu einer Medizinprodukte-Verordnung zusammengeführt und verlieren nach einer Übergangsfrist von 3 Jahren ihre Gültigkeit. Ab ca. Mai 2020 ist dann die Medizinprodukte-Verordnung allein gültig.

Die Richtlinie für In-vitro-Diagnostika (98/79/EG) verliert nach einer Übergangsfrist von 5 Jahren ihre Gültigkeit. Ab ca. Mai 2022 ist dann die In-vitro-Diagnostika-Verordnung allein gültig.

Weitere Übergangsfristen finden Sie in Artikel 120 (MDR) und Artikel 110 (IVDR).

Besonders wichtig ist, dass es bei Geltungsbeginn der Verordnungen eine ausreichende Zahl von Benannten Stellen (gemäß den neuen Bestimmungen) gibt, damit Marktengpässe wie aktuell vermieden werden.

Vergleich bisherige Richtlinien & neue MDR / IVDR
1.) Die Verordnungen sind im Vergleich zu den Richtlinien wesentlich umfangreicher (MDR: 566 Seiten, MDD 65 Seiten). Die MDR umfasst neben 67 Seiten Erwägungs­gründen (bisher MDD 5 Seiten) 123 Artikel (bisher MDD 23) und 17 Anhänge (bisher MDD 10).

2.) Die Inhalte von MDR und IVDR sind nun viel stärker harmonisiert. So sind beispielsweise auch In-vitro-Diagnostika einer risikobasierten Klassifizierung* zu unterziehen. Das bedeutet einen Paradigma-Wechsel und wird v.a. IVD-Hersteller, deren Produkte bisher allgemeine IVD’s waren, vor fundamentale Herausforderungen stellen. (*d.h.: Qualitätsmanagement-System + Benannte Stelle).

3.) Erklärtes Ziel der neuen Verordnung ist die Gewährleistung der Sicherheit bei gleichzeitiger, schneller Versorgung der Patienten mit innovativen Medizinprodukten. Auch wenn einige äußerst kritische Punkte aus der neuen Medizinprodukteverordnung verbannt werden konnten, enthält die Endfassung dennoch zahlreiche kritische Herausforderungen für die Hersteller: Unter anderem die Höherklassifizierungen von Produkten (z.B.: Regel 11 zur Klassifizierung von Software, oder stoffliche Medizinprodukte) sowie der verschärfte Marktzugangsprozess (Scrutiny) für neue, implantierbare Produkte der Klasse III und Klasse IIb-Produkte, welche Arzneimittel zuführen.

Viele neue Herausforderungen für Medizinproduktehersteller
Die neue EU-Verordnung verschärft die Vorschriften, um Medizinprodukte auf den Markt zu bringen, und verstärkt die Markt-Überwachung von Medizinprodukten.

Die Verordnung wird auch die Vorschriften für benannte Stellen und die Überwachung dieser verschärfen. Benannte Stellen werden dazu angehalten, unangekündigte Audits in den Unternehmen durchzuführen.

Die neue Verordnung enthält explizite Bestimmungen zur Verantwortung des Herstellers für die Rückverfolgbarkeit von Qualität, Leistung und Sicherheit der Medizinprodukte, die bereits am Markt sind. Dies ermöglicht es Herstellern, rasch zu handeln, wenn Bedenken bestehen und soll Herstellern auch helfen, auf der Grundlage dieser Daten ihre Produkte kontinuierlich zu verbessern.

Hersteller werden klare Verantwortlichkeiten, z.B. für Haftung, aber auch Aufzeichnung von Reklamationen haben. Der Entwurf verbessert auch die Verfügbarkeit von klinischen Daten. Der Schutz der Patienten, die an klinischen Studien teilnehmen, wird ebenso verstärkt.

Verschärfte Regeln für Hochrisiko-Medizinprodukte
Bestimmte Hochrisiko-Produkte, wie zum Beispiel Implantate, können einer zusätzlichen Überprüfung durch Experten unterzogen werden, bevor sie auf den Markt gebracht werden dürfen. Expert Panels und Laboratorien werden eine entscheidende Rolle spielen, um Know-How und Beratung zu klinischen Themen an benannte Stellen, zuständige Behörden und Hersteller weiterzugeben.

Die neuen EU-Vorschriften betreffen auch ausdrücklich bestimmte Geräte ohne einen medizinischen Zweck, aber mit ähnlichen Eigenschaften wie medizinische Geräte. Dies betrifft zum Beispiel Füllstoffe und farbige Kontaktlinsen für kosmetische Zwecke.

Mehr Transparenz für die Patienten und eine erhöhte Rückverfolgbarkeit

Es wird eine zentrale Datenbank eingerichtet, um ein verbessertes System für alle relevanten Informationen zu erstellen. Diese Datenbank wird alle relevanten Informationen der beteiligten Unternehmen, der benannten Stellen, der Marktüberwachung, der klinischen Studien und Zertifikate umfassen. Darüber hinaus wird die Datenbank den Patienten, den Fachleuten des Gesundheitswesens und der Öffentlichkeit umfassende Informationen über Produkte in der EU zur Verfügung stellen. Dadurch werden bessere Entscheidungen auf Basis von fundierten Informationen möglich.

Medizinprodukte werden außerdem eine UID-Nummer bekommen, um die lückenlose Rückverfolgbarkeit gewährleisten zu können.

 

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"Kieferfreund" bei 2 Minuten 2 Millionen

Kieferfreund bei 2min2mio
© Gerry Frank
Kieferfreund bei 2min2mio
© Gerry Frank
Kieferfreund bei 2min2mio
© Gerry Frank
Kieferfreund bei 2min2mio
© Gerry Frank

27.03.2017

Als ich mich mit meinem Produkt „KieferFREI“ (heißt jetzt Kieferfreund) bei der Puls 4 Start-Up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ beworben habe, begann eine sehr spannende Reise. Eine Vision, viele Ideen und das positive Feedback meiner Kunden animierte mich dazu, diesen Schritt zu gehen. Meine Freude war sehr groß, als die Benachrichtigung kam: „Herzlichen Glückwunsch, Sie sind in der Show!“. Nun begann erst die wirkliche Arbeit: Wie präsentiert man seine Idee in nur 2 Minuten? Und das ohne „Schummelzettel“. Schließlich geht es darum, die Jury davon zu überzeugen, in das eigene Unternehmen zu investieren und mit viel Begeisterung den Funken überspringen zu lassen.

Der große Tag begann mit einer großen Tasse Kaffee und vielen Atemübungen, um die Aufregung zu senken. Interviews, Maske, Outfit, Einweisungen und Mikro-Check – es ist wirklich sehr spannend Backstage! Und dann war es soweit, der große Auftritt vor den Investoren. Kann eine Lösung gegen die Volkskrankheiten Zähneknirschen und Schnarchen überzeugen?

Mehr dazu sehen Sie am 28.3.2017, um 20:15 auf Puls 4. Ich freue mich darauf!

Liebe Grüße,
Julia Reindl, Gründerin Kieferfreund


Oberösterreichisches Innovation Network auf der Dentalmesse IDS 2017 in Köln

Aussteller des IDS Network Standes
Stand Innovation Network bei IDS

27.03.2017

Vom 21. bis 25. März 2017 war es wieder soweit: Die Internationale Dental-Schau (IDS) öffnete ihre Tore in Köln. Rund 2.300 Aussteller aus 60 Ländern präsentierten die neuesten Produkte, Entwicklungen und Trends beim Highlight der Dental-Branche. Mehr als 150.000 Fachbesucher aus aller Welt wurden gezählt. Die IDS ist die Weltleitmesse der Dentalbranche für die Zahnärzteschaft, das Zahntechnikerhandwerk, den Dental-Fachhandel und die Dentalindustrie.

Ein wesentlicher Fokus der IDS 2017 waren digitale Produktions- und Diagnoseverfahren, sowie intelligente Vernetzungslösungen für Zahnarztpraxis und Zahntechniklabor. Das Motto „digital und smart“ wurde auch vom oberösterreichischen Aussteller „The Innovation Network of MC Technology GmbH“, initiiert von Ing. Gerhard Gschladt, klar zum Ausdruck gebracht.

Der oberösterreichische Innovationsstand wurde mit vier Unternehmen der Dental- und Gesundheitsbranche gestaltet. Die MC Technology GmbH ist mit denTheraMon-Produkten zur Dokumentation der Tragedauer herausnehmbarer kieferorthopädischer Apparaturen am Weltmarkt überaus erfolgreich tätig. Mit der Integration von TheraMon und der unsichtbaren Zahnspange iSmile der Firma thinortho - the invisible orthodontics (der 2. Partner des Innovationsstandes) wird eine starke, innovative Lösung für die Kieferorthopädie angeboten.

Die Linzer Firma Belive Concepts GmbH war mit der Marke„Kieferfreund“vertreten. Kieferfreund bringt Unterstützung damit, dass Mundmuskeln und Kiefer in Balance gebracht werden und dass das Zahnspangenprojekt entspannt für Patienten und Dentisten abläuft. Grosses Interesse zeigten die Fachbesucher auch für die Kieferfreund-Lösung gegen Zähneknirschen und Zähnepressen, welche in Begleitung mit einer App neu am Markt ist.

Der vierte im Bunde war die Firma Ziehesberger Elektronik mit dem „Klangbett“, ebenfalls eine oberösterreichische Innovation zur therapeutischen Behandlung mittels Schallwellenmassage um das Wohlbefinden zu verbessern, wie zB eine schnelle Entspannung und die Aktivierung der Selbstheilkräfte.


SANTESIS bei der TSB Tagung 2017

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Santesis TSB Tagung

27.03.2017

Von 7. bis 8. März 2017 fand die TSB Tagung für technische Sicherheitsbeauftragte in der Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg statt. Rund 70 Teilnehmer aus Einrichtungen des Gesundheitswesens folgten der Einladung des ÖVKT und strömten zu den vielschichtigen Fachvorträgen. Vorherrschende Themen waren die neue EU-Medizinprodukteverordnung und IT-Sicherheit.

An oberster Stelle der Tagesordnung stand somit auch die NSI-Richtlinie, welche 2015 von der EU-Kommission zur Erhöhung der Netz- und Informationssicherheit eingeführt wurde. Branchen aus den Bereichen Energie, Transport, Banken- und Gesundheitswesen sind laut dieser EU-Richtlinie verpflichtet für mehr Cybersicherheit zu sorgen.

Cyberattacken zuverlässig verhindern
„Beklemmend ist nicht nur die Vorstellung, was Hacker im Krankenhaus alles anrichten können. Die von Robert Kolmhofer von der Fachhochschule Oberösterreich skizzierten Anstrengungen, die wir unternehmen müssen, um Cyberattacken zuverlässig zu verhindern, werden vielen Gesundheitseinrichtungen zusätzliche Aufwendungen abverlangen. Wenn ich mir den Aufwand für die Umsetzung der NSI-Richtlinie vorstelle, wird klar, vor welcher Mammutaufgabe viele Gesundheitseinrichtungen stehen“, erläutert Martin Krammer, Mitglied der Geschäftsleitung und Prokurist der SANTESIS Technisches Gebäudemanagement & Service GmbH.

EU-Medizinprodukteverordnung 2017
Im Vortrag zur neuen Medizinprodukteverordnung gab es Entwarnung. Im neuen Regelwerk sind keine nennenswerten Auswirkungen auf die Nutzer zu finden. Was jedoch auf die Verantwortlichen zukommt, wenn das österreichische Medizinproduktegesetz neu herausgegeben wird, bleibe laut Martin Krammer gespannt abzuwarten.

Viele weitere sicherheitsrelevante Themen inspirierten die Teilnehmer, wie zum Beispiel eine äußerst hilfreiche Vorlage für den TSB Bericht, welche von Robert Fahrnberger vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung und anderen Experten erstellt wurde.

Aber nicht nur die Vorträge beeindruckten die Sicherheitsprofis, auch an unserem SANTESIS-Stand wurden eindrucksvolle Beispiele präsentiert. Vertriebsmitarbeiter Patrick Pointecker erklärte anschaulich den mobilen Einsatz der erfolgreichen CAiFM-Software von HSD. Mittels Spracherkennung am Tablet oder am Smartphone ermöglicht HSD NOVA-FM dem Nutzer auf eine intuitive Art und Weise die Störungsmeldung einzugeben. Sogar die Ansteuerung von Prüfgeräten über WLAN ist mit der innovativen Software bereits möglich.

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Mag. Dr. Magda Bleckmann, Expertin für Erfolgsnetzwerke

27.03.2017

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Neue Greiner Bio-One Vertriebsniederlassungen in Spanien und Portugal

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27.03.2017

Mit der Übernahme der langjährigen Vertriebspartner Vacuette España und Vacuette Portugal baut Greiner Bio-One ihre internationale Marktposition weiter aus. Kunden in Spanien und Portugal werden ab sofort direkt über die eigenen Vertriebsniederlassungen bedient. 

Die beiden Unternehmen Vacuette España, S.A. und Vacuette Portugal Importação e Exportação de Material Hospitalar, S.A. sind bisherige Exklusivhändler von Greiner Bio-One International auf der iberischen Halbinsel, mit denen seit über zwanzig Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit besteht.

“Mit eigenen Niederlassungen vor Ort rücken wir näher zum Kunden und können unsere Märkte international noch besser bedienen. Durch die Übernahme von Vacuette España und Vacuette Portugal gelingt uns erneut ein wesentlicher Schritt im Rahmen unserer Globalisierungsstrategie”, so Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender der Greiner Gruppe.

„Nach der Gründung eigener Vertriebsniederlassungen in der Türkei und in Italien im vergangenen Jahr setzen wir mit den neuen Greiner Bio One-Standorten in Spanien und Portugal unsere Vertriebsstrategie in Europa konsequent fort“, ergänzt Rainer Perneker, Spartenleiter von Greiner Bio-One International. Die beiden Niederlassungen in Madrid und Porto werden auch in Zukunft ihre Kunden direkt auf beiden Märkten beliefern.

Die offizielle Unterzeichnung der Unternehmensübernahmen erfolgte Ende Februar 2017 und wurde mit 1. März umgehend wirksam. „Durch mehr Kundennähe wollen wir die beiden Märkte auf der iberischen Halbinsel noch gezielter als bisher bearbeiten. Wir setzen damit einerseits unseren langjährigen Wachstumskurs fort und intensivieren andererseits das Service und die Kundenbetreuung vor Ort“, sagt Manfred Buchberger, CEO von Greiner Bio-One Preanalytics.

 

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Was Frauen finanziell wirklich bewegt

RLB OÖ

27.03.2017

Kundenorientierung bedeutet, individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Dass dies im Besonderen auch bei Frauen notwendig ist, weiß Michaela Keplinger-Mitterlehner. Die Generaldirektor-Stellvertreterin der Raiffeisenlandesbank OÖ spricht im Interview über die speziellen Anforderungen von Frauen bei finanziellen Angelegenheiten und warum ihr das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders wichtig ist.

Michaela Keplinger-Mitterlehner, RLB OÖ-Generaldirektor-Stellvertreterin:
„Wir achten auf die speziellen Bedürfnisse von Frauen!“


Frau Keplinger-Mitterlehner, worauf achten Sie bei der Betreuung von Kundinnen?
Keplinger-Mitterlehner: Frauen durchleben oftmals sehr unterschiedliche Lebensphasen, die auch von Mehrfachrollen etwa als Mutter und Familienmanagerin, die auch im Berufsleben steht, gekennzeichnet sind. Dadurch ergeben sich auch Umbrüche im Lebenslauf. Für Raiffeisen Oberösterreich sind die Anliegen und Anforderungen der Frauen keine bloße Marketing- oder Produktlinie. Wir wollen unseren Kundinnen abgestimmt auf die jeweilige Lebenssituation echten Mehrwert bieten und ein sicherer Finanzpartner sein.

In welchen Bereichen verfolgen Sie bei Frauen spezielle Beratungsansätze?
Keplinger-Mitterlehner: Aus vielen persönlichen Beratungsgesprächen wissen wir, dass Frauen die finanzielle Absicherung der Kinder und der Familie besonders wichtig sind. Die Absicherung und Vorsorge der eigenen Person wird  aber leider oftmals eher nachrangig behandelt, obwohl dies ein entscheidendes Thema ist. Hier wollen wir ein größeres Bewusstsein schaffen.

Es braucht mehr als flexible Arbeitszeit
„Die Vereinbarkeit von Familie und Karriere ist das große Thema. Kümmern sich trotz Gleichberechtigung nicht nach wie vor die Frauen mehr um die Kinder?“
Ulrike Huemer, Mitgründerin der Polytec Group

Inwiefern ist die persönliche Vorsorge vor allem auch für Frauen wichtig?
Keplinger-Mitterlehner: Frauen haben etwa durch Karenzzeiten, Pflege von Angehörigen oder Teilzeitarbeit mehr Unterbrechungen im Erwerbsleben. Aufgrund des geringeren Lebensverdienstes fällt  in der Folge auch die staatliche Pension geringer aus. Daher sollten Frauen besonderen Wert auf die private Vorsorge legen. Darüber hinaus hat es für Frauen oftmals weitreichende Folgen, wenn im Leben einmal nicht alles nach Plan läuft. Der Verlust eines Partners bedeutet nicht nur seelischen Schmerz, sondern auch gravierende finanzielle Nachteile. Auch die hohen Scheidungsquoten verdeutlichen die Notwendigkeit der richtigen Eigenvorsorge, um den gewohnten Lebensstandard im Falle des Falles halten zu können.

Sie haben das Thema Teilzeitarbeit angesprochen. Welche Möglichkeiten bieten Sie in der Raiffeisenlandesbank OÖ Ihren Mitarbeiterinnen zur  Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Keplinger-Mitterlehner: Wir versuchen hier unsere Mitarbeiterinnen bei ihrem täglichen Balanceakt bestmöglich zu unterstützen. Für Wiedereinsteigerinnen hat die Raiffeisenlandesbank OÖ ein spezielles Förderprogramm initiiert. Schon während der Karenz werden Mitarbeiterinnen regelmäßig mittels Workshops und einer e-learning Plattform über Neuerungen in der Bank informiert. Nach der Karenzzeit wollen wir ihnen ihre individuellen Karrieremöglichkeiten aufzeigen und sie motivieren, ihre Arbeitszeit sukzessive wieder zu erhöhen.

Starker Partner
„Die Raiffeisenlandesbank OÖ ist für uns ein starker und verlässlicher Partner. Das schätzen wir sehr. Unser Umgang miteinander ist unkompliziert und man findet schnell gemeinsam Lösungen.“
Dr. Barbara Romauer, Vizerektorin für Finanzen der Johannes Kepler Universität Linz

Aber selbst Teilzeitbeschäftigung kann etwa mit kleinen Kindern herausfordernd sein.

Keplinger-Mitterlehner: Ja – und genau hier zeigt sich speziell die Vorreiterrolle, die die Raiffeisenlandesbank OÖ in Sachen Familienfreundlichkeit hat. Denn wir waren im Herbst 2010 die erste Bank in Oberösterreich, die einen eignen Betriebskindergarten und eine Krabbelstube eröffnet hat. Die Öffnungszeiten unseres „Sumsi’s Learning Garden“ sind auf die Arbeitszeiten abgestimmt, die Betreuung findet zweisprachig in Deutsch und Englisch statt. Zusätzlich bieten wir bereits seit Jahren für die Kinder unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Sommerkindergarten und seit 2012 einen Hort für Kinder bis zwölf Jahre an. Für unsere gelebte Familienorientierung wurden wir dem Familienoskar des Landes Oberösterreich und bereits drei Mal mit dem Gütesiegel des Familienministeriums für familienfreundliche Unternehmenspolitik ausgezeichnet.

 

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Österreichs Qualitäts-Champion und -Talent ausgezeichnet

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27.03.2017

Die Quality Austria hat am 15. März in Salzburg zum zweiten Mal die Auszeichnungen „Österreichs Qualitäts-Champion“ und „Österreichs Qualitäts-Talent“ für innovative Ideen im Qualitätsmanagement verliehen. Gerd Hartinger, Geschäftsführer Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz, und Marlies Hart, Studentin an der Medizinischen Universität Graz, konnten als Gewinner die Awards entgegennehmen.

Das 23. qualityaustria Forum in Salzburg wurde als Bühne für die Verleihung der beiden Auszeichnungen „Österreichs Qualitäts-Champion 2016“ und „Österreichs Qualitäts-Talent 2016“ genutzt. Der Award wird von der Quality Austria seit vergangenem Jahr auf Initiative der Österreichischen Vereinigung für Qualitätssicherung (ÖVQ) vergeben. „Mit diesem Wettbewerb möchten wir das Engagement von Managern, Schülern und Studenten für neue, kreative Verbesserungsmöglichkeiten im Qualitäts- und Projektmanagement fördern, um die Qualitätsstandards in österreichischen Unternehmen zu steigern“, so Konrad Scheiber, CEO von Quality Austria, über die Zielsetzung der Auszeichnungen.

Österreichs Qualitäts-Talent 2016 - Die Gewinnerin
Unter allen Einreichungen für „Österreichs Qualitäts-Talent“ ging Marlies Hart als Siegerin hervor. Die gebürtige Steirerin studiert Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Medizinischen Universität Graz und arbeitet als Stationssekretärin am LKH-Univ. Klinikum Graz. Hart beschäftigte sich mit der Durchführungsqualität von interdisziplinären Sitzungen zu Therapiemöglichkeiten von Krebspatienten. Laut Jury hat die 25-Jährige eine Grundlage für die breite, akzeptierte Anwendung einer Kommunikationsmethode im klinischen Umfeld geschaffen. In Zukunft könne damit bei schwierigen medizinischen Fällen ein messbarer Mehrwert entstehen, so die Begründung der Jury. Zusätzlich zu der Auszeichnung als „Österreichs Qualitäts-Talent“ erhielt Hart einen Geldpreis in Höhe von 3.000 Euro. Die Hälfte davon wurde in Form von Bildungsgutscheinen für das Kursprogramm der Quality Austria überreicht.

Österreichs Qualitäts-Champion 2016 - Der Gewinner
Die Wahl für „Österreichs Qualitäts-Champion“ fiel auf Gerd Hartinger, Geschäftsführer Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz. Dem 55-jährigen Steirer sei es gelungen, eine starre, unterfinanzierte Organisation zu einem kommerziell tragfähigen und international beachteten Vorzeigeunternehmen zu entwickeln. Die Jury machte als Erfolgsfaktoren die Orientierung am Menschen, einen systematischen Ansatz und energietechnische bzw. bauphysiologische Optimierungen aus. Als Gewinner wurde Hartinger zudem für den European Quality Leader Award, der internationalen Personenauszeichnung der EOQ (European Organization for Quality), nominiert. Der EOQ-Award wird am 11. Oktober 2017 im Zuge des 61. EOQ Quality Congress in Bled (Slowenien) verliehen.

 

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Gesundheits-Talk 2017

Academia Superior

02.03.2017

Die Medizin hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt. Beinahe täglich hört man von neuen Möglichkeiten, Krankheiten zu behandeln oder ihnen vorzubeugen. Doch auch die Herausforderungen bleiben angesichts einer älter und global mobiler werdenden Gesellschaft ungebrochen groß.

Vier Expertinnen und Experten haben im Gesundheits-Talk, einer Kooperation zwischen ACADEMIA SUPERIOR und der OÖ Rundschau, über die zu erwartenden Fortschritte und neue Behandlungsmöglichkeiten in ihren jeweiligen Fachgebieten berichtet.

Viren, Bakterien und Resistenzen
Prim. Univ.-Prof. Dr. Petra Apfalter ist Vizerektorin der JKU und Dekanin der medizinischen Fakultät. Sie leitet das Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Tropenmedizin des Ordensklinikum Linz bei den Elisabethen und ist Spezialistin in Sachen Hygiene und Infektionskrankheiten.

„Drei von vier Befragten in Österreich wissen nicht, dass Antibiotika nur bei bakteriellen Infektionen helfen, nicht aber bei Viruserkrankungen.“

Für Apfalter ist derzeit eine der größten Herausforderungen der Medizin, die Bevölkerung noch besser aufzuklären. Denn einerseits entstehen regelmäßig Hysterien wegen Viren wie Zika, Ebola oder SARS, und andererseits nimmt die Zahl der Impfverweigerer zu. „Wo man Vorsorge treffen kann, soll man das tun“, ist die Medizinerin überzeugt. Ansonsten empfiehlt sie, das Leben ganz normal weiterzuleben, denn öfter duschen oder andauerndes Händedesinfizieren zeigt außerhalb des klinischen Alltags keine Wirkung.

Im Vergleich zu anderen Ländern hat Österreich sehr hohe Hygienestandards. Doch gerade durch die übertriebene Einnahme von Antibiotika und die zunehmende weltweite Mobilität der Bevölkerung und Güter kommt es immer wieder zu Ausbildungen von neuen multiresistenten Keimen. Um gegen diese besser vorbeugen zu können, arbeitet Apfalter mit ihrem Linzer Team an einer „Landkarte für Erregerresistenzen“ in Österreich, publiziert den Resistenzbericht Österreich des Bundesministeriums für Gesundheit und berät die Politik bei gesundheitspolitischen Entscheidungen.

Es sind jedoch nicht nur neue Keime und Krankheiten, sondern auch alte, die neue Aktualität erlangen, wie etwa der jüngste Masernausbruch zeigt. Das liegt daran, dass die Menschen nachlässiger werden bei Impfungen oder sie verweigern und damit die Immunität der Gesamtbevölkerung gefährden.

Da die Zulassung von neuen Antibiotika, an denen laufend geforscht wird, mindestens zehn Jahre dauert, gibt es derzeit einen Trend, wieder bewusst zurückzugegriffen auf alte Substanzen, die heute Dank Fortschritten der Medizin besser dosiert und gezielter eingesetzt werden können.

Rehabilitation, Prähabilitation und Avatare
Auch im Fach der physikalischen Medizin und dem Bereich der Rehabilitation verbessern sich permanent die Angebote. Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen funktionelle Störungen beim Menschen auftreten. Ziel der behandelnden Ärzte, welche die Therapie koordinieren, ist es, die größtmögliche Funktionalität und Aktivität der Patienten zu fördern.

Erst seit 2012 ist im Rehabilitationsplan der österreichischen Sozialversicherungsträger eine Reha nach Krebserkrankungen verankert. Unter der Leitung von Prim. Dr. Daniela Gattringer, MSc nimmt hier die Abteilung im Ordensklinikum Linz der Barmherzigen Schwestern eine österreichweite Vorreiterrolle ein. Denn dort wird seit 2015 die noch sehr wenig bekannte Möglichkeit einer ambulanten onkologischen Rehabilitation angeboten. „Gerade Tumorpatienten haben oft sehr lange Krankenhausaufenthalte hinter sich und möchten in der Rehabilitationszeit nicht schon wieder von zu Hause weg sein. Für sie ist die ambulante Rehabilitation die perfekte Möglichkeit, Gesundheit, Familie und Beruf zu verbinden,“ weiß Gattringer.

„Während bei einer neurologischen oder kardiologischen Rehabilitation mitunter mit langen Wartezeiten zu rechnen ist, gibt es bei der onkologischen Rehabilitation freie Ressourcen. Das muss noch besser bekannt gemacht werden. Auch unter Ärzten.“

Gerade der demografische Wandel macht die Rehabilitation zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Gesundheitslandschaft. Neue Anwendungen werden derzeit, etwa durch den erweiterten Einsatz von Stoßwellentherapien bei der Wundbehandlung oder bei Erektiler Dysfunktion, erprobt. Auch die Digitalisierung hält unter dem Stichwort Teletherapie Einzug: Mittels digitaler Therapiepläne können Patienten zu Hause individuell im Genesungsfortschritt betreut werden. Eigene Avatar-Programme führen durch die Therapie, überwachen die Heilung und melden Probleme an Spezialisten weiter. Derartige Methoden werden in Skandinavien bereits eingesetzt, können aber den Faktor Mensch nie ganz ersetzen: „Schon alleine das Reden über den Schmerz lindert ihn nachweislich“, betont Dr. Gattringer.

Der neueste Trend in der Rehabilitation ist die Prähabilitation, also die Vorbereitung auf Eingriffe oder sehr belastende Therapien, wie etwa große Operationen oder eine Chemotherapie. Durch die gezielte Vorbereitung wird der Genesungserfolg im Rahmen der Rehabilitation im Anschluss deutlich gefördert.

Time is Brain und der Chip im Hirn
Gerade die Neurochirurgie ist das beste Beispiel dafür, wie eng der medizinische Fortschritt mittlerweile mit dem technischen Fortschritt verzahnt ist. Prim. Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruber, erklärte, wie das Gehirn von Patienten vor einer Operation mittels Magnetresonanz vermessen wird. Was es dem Operateur ermöglicht, im engen Raum des Kopfes bei der Operation, wie mit einem GPS, zu navigieren. Problematisch dabei, sind die Veränderungen des Gehirns während der Operation selbst – auch als „Brain Shift“ bezeichnet. Weshalb das neue Interoperative MR im Kepler Universitätsklinikum, welches eine Magnetresonanz auch während der laufenden Operation ermöglicht, die Zukunft der Operationssäle sein wird.

Die größten Fortschritte der letzten Jahre lagen im Bereich der Schlaganfallbehandlung. Denn mittlerweile ist bekannt, dass es dabei vor allem um den Faktor Zeit geht. „Time ist Brain“ lautet das Stichwort. Können Patienten in einem Zeitfenster von ca. sechs Stunden behandelt werden, haben sie gute Chancen, nur sehr geringe negative Nachwirkungen zu erleiden. Dabei sind die eigentlichen Ursachen für die den Schlaganfall auslösenden Blutpfropfen, noch relativ unbekannt. „Die zahlreichen interagierenden Faktoren werden in ihrer Komplexität derzeit noch nicht völlig durchschaut“, so Gruber.

Gerade das Gehirn in seiner Komplexität muss noch viel besser erforscht werden. Derzeit kann man bereits mit speziellen Hirnstamm-Implantaten bestimmte Nervenerkrankungen, die zur Taubheit führen, behandeln. Oder es werden Sonden ins Gehirn eingesetzt, die fehlerhaft arbeitende Zellen mittels eines ausgesendeten Interferenzmusters „übertönen“ und so die Symptome von Parkinson mildern. Für völlig unbegründete Science-Fiction hält der Neurologe allerdings Spekulationen über Hirninterfaces die eine externe Kontrolle von Menschen erlauben.

Genome Editing und der Asbest-Faktor
Humangenetiker Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger erklärte, dass die Genetik durch das „Next Generation Sequenzing“, also durch das, heute mögliche, schnelle und präzise Analysieren des individuellen menschlichen Genoms, völlig neue therapeutische und individualisierte Möglichkeiten eröffnet. Und mit CrisprCas9 ist erstmals die Möglichkeit, Genschäden aktiv zu reparieren, in greifbarer Nähe.

Gleichzeitig kommen dadurch jedoch enorme neue Herausforderungen, in Bezug auf die Abschätzung der Folgen dieser neuen Technologie, auf die Menschheit zu. Der Genetiker beschreibt dies als den „Asbest-Faktor“. Asbest wurde früher, aufgrund seiner guten Eigenschaften, im Gebäudebau eingesetzt. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass es, sozusagen als „Nebenwirkung“, auch Krebserregend ist. Woraufhin der Einsatz wieder verboten wurde und das Problem gelöst wurde.

Nebenwirkungen sind jedoch auch bei genetischen Veränderungen in der menschlichen Keimbahn zu erwarten. Diese sind aber fast unmöglich vorherzusehen und können, einmal gemacht, nicht mehr wie beim Asbest einfach rückgängig gemacht werden. Sondern wirken sich langfristig auf alle nachkommenden Generationen der gesamten Menschheit aus. Trotzdem kann die Gentherapie –auch ohne Eingriffe in die Keimbahn – in Zukunft vielleicht eine Vielzahl an Krankheiten heilen.


Staatspreis Unternehmensqualität: Einreichungen noch bis 27. März

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01.03.2017

Der Countdown läuft: Alle Organisationen mit Schwerpunkt in Österreich können sich bis 27. März 2017 für den Staatspreis Unternehmensqualität bewerben. Die besten Unternehmen Österreichs werden am 31. Mai 2017 in Wien gekürt. Die nationale Auszeichnung für ganzheitliche Spitzenleistungen wird bereits zum 21. Mal vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Quality Austria vergeben.

Die Einreichung für den Wettbewerb um den Staatspreis Unternehmensqualität geht in die Endrunde. „Jedes Unternehmen bekommt durch die Teilnahme die Chance, seine Stärken und Potenziale zu erkennen – das ist auch die Basis, um die Organisation weiterzuentwickeln! Durch die neutrale Sicht von außen wird der aktuelle Status der Unternehmensqualität ermittelt“, erklärt Konrad Scheiber, CEO von Quality Austria, den Nutzen einer Wettbewerbsteilnahme. Der Staatspreis Unternehmensqualität steht für ganzheitliche Spitzenleistungen, die durch die erfolgreiche Umsetzung von Excellence-Prinzipien erzielt werden. Studien belegen, dass mit der Unternehmensqualität auch der Unternehmenserfolg steigt: Gewinner eines Quality Awards konnten im Jahresdurchschnitt einen um 14 Prozent höheren Cashflow auf Investitionsbasis und eine um 49 Prozent höhere Unternehmensrendite erzielen sowie ihren geschaffenen Mehrwert pro Mitarbeiter um 24 Prozent erhöhen.

Kategorien und Einreichkriterien
Unternehmen und Organisationen haben bis 27. März 2017 die Möglichkeit, sich in fünf unterschiedlichen Kategorien für den Staatspreis Unternehmensqualität zu bewerben:
• Großunternehmen (mehr als 250 Mitarbeiter)
• Mittlere Unternehmen (51 bis 250 Mitarbeiter)
• Kleine Unternehmen (5 bis 50 Mitarbeiter)
• Non-Profit Organisationen
• Organisationen, die vorwiegend im öffentlichen Eigentum stehen

Alle nationalen und internationalen Unternehmen und Organisationen mit Schwerpunkt in Österreich können am Wettbewerb teilnehmen und sich dadurch mit den Besten messen. „Jedes Unternehmen ist noch bis zum 27. März dazu aufgerufen, sich für die Teilnahme am Staatspreis anzumelden. Die bereits eingelangten Bewerbungen versprechen ein spannendes Rennen um die begehrte Auszeichnung für die Unternehmensqualität“, so Franz Peter Walder, Member of the Board der Quality Austria. Exzellente Unternehmen haben Vorbildwirkung und tragen zur Standortsicherung bei – daher wird mit dem Staatspreis das Ziel verfolgt, die Unternehmensqualität und somit die Wettbewerbsfähigkeit möglichst vieler heimischer Organisationen zu verbessern.

Ermittlung der Preisträger
Die Unternehmensqualität wird im Rahmen eines Assessments nach dem EFQM Excellence Modell bewertet. Jene Unternehmen, die eine besonders hohe Unternehmensqualität aufweisen, werden als „Exzellente Unternehmen Österreichs“ ausgezeichnet. Zusätzlich ermittelt eine unabhängige Jury aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung aus allen Einreichungen bis zu drei Finalisten pro Kategorie. Aus den Kategoriesiegern wird die beste Organisation gewählt, die den Staatspreis Unternehmensqualität gewinnt. Die Preisverleihung findet am 31. Mai 2017 in Wien statt.

Im vergangenen Jahr ging der Staatspreis Unternehmensqualität an die Blattaria Betriebshygiene mit 15 Mitarbeitern und Sitz im niederösterreichischen Münchendorf.

 

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Neuen Rekorder zur Messung der Herzratenvariabilität entwickelt

Autonom Talent

15.02.2017

Mit großer Freude präsentiert AUTONOM TALENT bei seinem Firmenjubiläum „10 Jahre AUTONOM TALENT“ einen völlig neu entwickelten Rekorder zur Messung der Herzratenvariabilität.

Was hat sich gegenüber dem bisherigen Gerät verbessert? Mit einer Größe von 5x5cm und einem Gewicht von 39g wird der Rekorder am Oberkörper mittels Klebeelektroden befestigt und erleichtert die Anwendung an einem typischen Arbeitstag. Trotz seiner geringen Abmessung ist das Handling einfach und bietet hohe Datenqualität. „Nach wenigen Minuten bemerkte ich den kleinen Rekorder nicht mehr“ sagt ein erfreuter Kunde.

Um die Vorteile der neuen Technologie kennen zu lernen, bietet AUTONOM TALENT für die ersten 300 24h HRV-Analysen mit dem neuen Rekorder Sonderkonditionen an. Um näheres zu dieser Aktion zu erfahren kontaktieren Sie AUTONOM TALENT per Mail office@autonomtalent.com oder telefonisch unter 01 523 43 20.

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TOP Ergebnis für cms electronics!

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15.02.2017

Erstmals konnte das Unternehmen beim erreichten Umsatz die magische Zahl von 100.000.000 Euro überschreiten. „Der Einsatz und die Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das ermöglicht. Auch die Unterstützung unserer Kunden war und ist ein wichtiger Faktor für diesen Erfolg“, so GF Michael Velmeden. „Wir werden alles daran setzen, den eingeschlagenen Weg fortzuführen.“

Kapazitätserweiterung
In naher Zukunft plant cms electronics die Erhöhung der Produktionskapazität durch die Installation einer weiteren Highspeed SMT Linie und wird dann mit einer Leistung von bis zu 480.000 Bauteilen pro Stunde fertigen.

Osterweiterung
Das Managementteam der cms electronics arbeitet an der Realisierung eines weiteren Produktionsstandortes in Osteuropa. Marktsondierungsgespräche haben bereits stattgefunden, der Produktionsstart ist für 2018 geplant.

Medizinbereich
Auch cms electronics germany in Freiburg kann auf eine äußerst positive Entwicklung zurückblicken. Der Standort Freiburg hat sich als stabiler Faktor in der cms electronics Gruppe etabliert und ist mit den Schwerpunkten Medizintechnik und Kleinserienfertigung als selbstständiger Unternehmenszweig erfolgreich. Im Medizinbereich werden die Produkte bis Klasse 2b entwickelt und gefertigt. Der Einsatz der Baugruppen und Geräte erfolgt im Dental-, Endoskopie, OP- und Veterinärbereich.

 

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Raiffeisen OÖ unterstützt Teufelberger-Expansion

Logo RLB OÖ

15.02.2017

Mit dem Kauf des italienischen Unternehmens Redaelli Tecna setzt der Welser Seilespezialist Teufelberger den bisher größten Expansionsschritt in der mehr als 225-jährigen Unternehmensgeschichte. Unterstützt wird Teufelberger dabei finanzierungsseitig durch die Raiffeisenlandesbank OÖ sowie durch die Beteiligungsunternehmen der Raiffeisenbankengruppe OÖ.

Teufelberger ist ein international erfolgreiches Familienunternehmen, das sich auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Hochleistungs-Stahlseilen, Faserseilen und Umreifungsbändern spezialisiert hat. Seile des oberösterreichischen Vorzeigeunternehmens mit Hauptsitz in Wels finden sich auf den Booten unserer Olympiasegler, in Kletterwänden, auf Winden und Kränen, sie tragen Seilbahngondeln und Lifte, werden im Bergbau, der Schifffahrt sowie zahlreichen industriellen Bereichen u.v.a.m. verwendet.

Besonderes Produktportfolio
Zur Stärkung seiner Position im Stahlseilgeschäft hat Teufelberger eine Vereinbarung zum Kauf des italienischen Traditionsbetriebs Redaelli Tecna mit der bisherigen russischen Mutter JSC Severstal-metiz unterzeichnet. „Wir sind überzeugt, dass Redaelli für Teufelberger eine enorme Bereicherung ist. Gemeinsam können wir nun ein Produktportfolio an Stahlseilen und Serviceleistungen bieten, das es bisher in der Branche nicht gegeben hat“, sagt Teufelberger-Vorstand Florian Teufelberger, der das Closing im Frühjahr 2017 erwartet.

Raiffeisen OÖ unterstützt mit Eigen- und Fremdkapital
Die Raiffeisenbankengruppe OÖ hat bei dieser Transaktion eine auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Akquisitionsfinanzierung bestehend aus Eigen- und Fremdkapital zur Verfügung gestellt. „Die Raiffeisenlandesbank OÖ und mit ihr die gesamte Raiffeisenbankengruppe OÖ sind bei Finanzierungen und im Beteiligungsbereich für viele Unternehmen ein langfristiger und verlässlicher Partner sowie Investor. Wir freuen uns, ein oberösterreichisches Paradeunternehmen wie TEUFELBERGER bei einer so wichtigen Transaktion begleiten zu können“, unterstreicht RLB OÖ-Beteiligungsvorstand Reinhard Schwendtbauer. Die Beteiligungsunternehmen der Raiffeisenbankengruppe OÖ – die INVEST AG und der OÖ Beteiligungsfonds – haben mit der TEUFELBERGER-Gruppe eine qualifizierte Minderheitsbeteiligung im Drahtseilbereich vereinbart.

100 Millionen Euro freie Investitionsmittel
Schwendtbauer: „Unsere beiden Beteiligungsgesellschaften verfügen über freie Investitionsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro, die wir Kunden in Form von frischem Eigenkapital beispielsweise für Expansionen zur Verfügung stellen können. Deshalb wollen wir Unternehmen, die einen Partner und Begleiter suchen, einladen, Gespräche mit den Beteiligungsgesellschaften von Raiffeisen OÖ zu führen.“

Teufelberger und Redaelli ergänzen sich optimal
In den vergangenen Jahren hat Teufelberger den Mitarbeiterstand kontinuierlich auf aktuell 950 weltweit aufgebaut. Neben dem Hauptsitz in Wels hat das Unternehmen noch weitere Produktionsstandorte in Österreich, Tschechien, Thailand und den USA. 2015 wurde ein Umsatzvolumen von 180 Millionen Euro erwirtschaftet, rund 90 Prozent davon im Ausland. Redaelli ist für Teufelberger eine optimale Ergänzung: Das italienische Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung von Stahlseilen für Offshore- und Onshore-Ölförderung, Bergbau, Seilbahnen, Materialtransport und für Kräne sowie Seilbau spezialisiert. Außerdem betreibt Redaelli Tecna mit Teci ein Service- und Logistikzentrum. Damit ergänzen sich die beiden Unternehmen hinsichtlich des Produktportfolios mit einer Vielfalt an Konstruktionen, insbesondere bei größeren Durchmessern, für eine Vielzahl an Anwendungen und neuen Möglichkeiten, um Märkte zu bedienen.

 

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Fraunhofer: Einen Quantensprung weiter als Dr. Google

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15.02.2017

Wissen ist auch in der Medizin Macht. Dieses Wissen wird durch Daten der Patienten repräsentiert. Forschungsarbeiten in Darmstadt unterstützen medizinische Entscheidungen durch Datenauswertung. Visual Analytics ist dabei der Schlüssel zur Diagnose.

(Darmstadt/Rostock/Graz, 02.02.2017) Wenn man selbst oder ein Angehöriger erkrankt, dann ist ein Blick ins Internet nach Informationen eine gängige Praxis. Scherzhaft wird diese Vorgehensweise auch als „Dr. Google fragen“ bezeichnet. Gerade bei schweren Erkrankungen beobachten Mediziner seit einigen Jahren einen verstärkten Informationsbedarf. Widersprüchliche Aussagen im Netz müssen aufgeklärt werden. Arzt und Patient haben die gleiche Zielsetzung: auf der Basis aller vorliegenden Informationen das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erzielen.

Dr. Jürgen Bernard, Informatiker der TU Darmstadt und Hugo-Geiger-Preisträger 2016, arbeitet zusammen mit Forschern des Fraunhofer IGD an Lösungen, die im Verhältnis zu „Dr. Google“ einen Quantensprung darstellen. „Die gute Nachricht für viele Patienten, welche die Diagnose einer schweren Krankheit erhalten: theoretisch liegen die benötigten Informationen bereits vor“, sagt Bernard. „Die Patientenhistorien bisheriger Fälle und die Erfahrungen der Mediziner sind in den medizinischen Einrichtungen zum Teil schon vorhanden.“ Diese Informationen digital verfügbar und interaktiv nutzbar zu machen ist jedoch alles andere als einfach. Hier setzt die Forschung an.

In enger Kooperation mit Ärzten nimmt man sich in Darmstadt dieser Herausforderung an. „Unser Ziel ist es, eine Entscheidungshilfe für Patienten und Ärzte gleichermaßen zu schaffen“, erklärt Professor Jörn Kohlhammer vom Fraunhofer IGD. „Therapien sollen so auf einer Datengrundlage entwickelt werden, die über den Erfahrungshorizont des behandelnden Arztes und seiner Kollegen hinausgeht.“ Bernard und die Fraunhofer-Forscher arbeiten an visuellen Analysetechniken (Visual Analytics), die anonymisierte Patientendaten aus großen Datenbanken der Krankenhäuser so aufbereiten, dass ein direkter Vergleich möglich wird. Hierfür bilden die Forscher sogenannte Kohorten von Patienten mit sehr ähnlichem Krankheitsverlauf. Je mehr Informationen dabei über den Patienten vorliegen, desto besser kann die Unterstützung des Arztes bei seiner Therapiewahl erfolgen.

Für ihre Forschung in den benötigten Grundlagen und der Überführung in die Anwendung arbeiten die Darmstädter Wissenschaftler eng mit medizinischen Experten in Deutschland und Europa zusammen. Neben Arbeiten zur Unterstützung der Analyse von Prostatakrebserkrankungen und Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich, die auf der RSNA 2016 in Chicago auf vielfaches Interesse stießen, erweitert nun das zum 1. Januar 2017 gestartete EU-Projekt HarmonicSS das Spektrum der Visual-Analytics-Anwendungen um die Autoimmunerkrankung „Sjögren-Syndrom“.

 

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Regulatory Update: Aktuelle Änderungen 2017

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15.02.2017

Ein stürmisches Jahr liegt hinter uns. Heuer geht es gleich mit einigen Änderungen bei Normen, MEDDEVs und ZLG weiter. Auch die neuen EU-Verordnungen bringen für Medizinprodukte- und IVD-Hersteller viele Umstellungen mit sich. Ich habe für Sie die wichtigsten aktuellen Änderungen bei den Regularien zusammengefasst und wünsche Ihnen gutes Gelingen bei der Anpassung Ihrer Abläufe!

1) Medizinprodukte-Richtlinie -> EU-Verordnung
Am 25. Mai 2016 einigte sich die EU auf neue Vorschriften für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika. In Kraft treten wird die Verordnung voraussichtlich mit Mitte 2017.

Sie wird folgende bisherige Richtlinien ersetzen:

• Richtlinie 90/385/EWG: Aktive Implantierbare Medizinische Geräte (AIMDD)
• Richtlinie 93/42/EWG: Medizinprodukte (MDD)
• Richtlinie 98/79/EG: In-vitro-Diagnostika (IVDD)

Die EU-Verordnungen gelten sofort, also ohne Umsetzung in nationale Gesetze. Genaueres zu den Übergangsfristen können Sie in meinem letzten Regulatory Update vom Dezember 2016 nachlesen.

2) Normen
Das System der harmonisierten Normen ist seit einigen Jahren in der Krise. Neue bzw. geänderte Normen werden nur noch schleppend oder gar nicht harmonisiert. Bestes Beispiel ist die ISO 13485:2016, die vor 11 Monaten veröffentlicht wurde. Inzwischen sind zwei Amtsblätter erschienen, jedoch ohne die neue ISO 13485. Allgemein wird davon ausgegangen, dass ein kompletter Re-Start bei den harmonisierten Normen mit der Inkraftsetzung der neuen Medizinprodukte-Verordnungen folgt.

Harmonisierte Normen werden im Amtsblatt der europäischen Union veröffentlicht. Die letzte Veröffentlichung fand für Medizinprodukte (MDD) am 13.5.2016 und In vitro Diagnostika (IVDD) am 8.7.2016 statt.

Hier finden Sie alle Informationen zu den Harmonisierten Normen: http://ec.europa.eu/growth/single-market/european-standards/harmonised-standards_de


Harmonisierte Normen für Medizinprodukte

Aktualisierte harmonisierte Normen:
EN 556-2:2015:
Sterilisation von Medizinprodukten – Anforderungen an Medizinprodukte, die als „STERIL“ gekennzeichnet werden – Teil 2: Anforderungen an aseptisch hergestellte Medizinprodukte
EN ISO 11137-1 & 2:2015: Sterilisation von Produkten für die Gesundheitsfürsorge – Strahlen – Teil 1: Anforderungen an die Entwicklung, Validierung und Lenkung der Anwendung eines Sterilisationsverfahrens für Medizinprodukte und Teil 2: Festlegung der Sterilisationsdosis
EN ISO 13408-1:2015: Aseptische Herstellung von Produkten für die Gesundheitsfürsorge – Teil 1: Allgemeine Anforderungen
EN 60601-1-2:2015: Medizinische elektrische Geräte – Teil 1-2: Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit einschließlich der wesentlichen Leistungsmerkmale – Ergänzungsnorm: Elektromagnetische Störgrößen – Anforderungen und Prüfungen

Neue harmonisierte Normen:
EN 1865-1 & 2:2010+A1:2015: Krankentransportmittel im Krankenkraftwagen – Teil 1: Allgemeine Krankentragesysteme und Krankentransportmittel und Teil 2: Kraftunterstützte Krankentrage
EN ISO 3826-4:2015: Kunststoffbeutel für menschliches Blut und Blutbestandteile – Teil 4: Apherese-Blutbeutelsysteme mit integrierten Merkmalen
EN ISO 13408-7:2015: Aseptische Herstellung von Produkten für die Gesundheitsfürsorge – Teil 7: Alternative Verfahren für Medizinprodukte und Kombinationsprodukte


Neue harmonisierte Normen für In vitro Diagnostika

EN ISO 11137-2:2015: Sterilisation von Produkten für die Gesundheitsfürsorge – Strahlen – Teil 2: Festlegung der Sterilisationsdosis
EN ISO 13408-1:2015: Aseptische Herstellung von Produkten für die Gesundheitsfürsorge – Teil 7: Alternative Verfahren für Medizinprodukte und Kombinationsprodukte


Neue (nicht harmonisierte) Normen

Die Richtlinien fordern, dass die in den Anhängen festgelegten grundlegenden Anforderungen und sonstigen Anforderungen…so zu interpretieren und anzuwenden sind, dass dem Stand der Technik und der Praxis zum Zeitpunkt der Konzeption…Rechnung getragen wird.

Medizinprodukte Basis-Normen:
ISO 13485:2016: Medizinprodukte – Qualitätsmanagementsysteme – Anforderungen für regulatorische Zwecke. Diverse Artikel und Informationen finden sie in unserem Newsletterarchiv.
EN 62366:2016-05: Medizinprodukte – Anwendung der Gebrauchstauglichkeit auf Medizinprodukte: Zur EN 62366 liegt seit 2014 ein Norm-Entwurf (2. Ausgabe) vor. Mit der 2. Ausgabe soll die EN 62366-Serie in zwei Teile aufgetrennt werden: Teil 1: 62366-1, die den Prozess beschreibt, und Teil 2: 62366-2, die Erläuterungen für den Gebrauchstauglichkeitsprozess liefert.

Medical Software-Normen:
DIN EN 62304:2016-10: Medizingeräte-Software – Software-Lebenszyklus-Prozesse: Konsolidierte Fassung, das Amendment von 2015 wurde eingearbeitet. An einer 2. Ausgabe wird seit 2014 gearbeitet, jedoch befindet sich das Normvorhaben noch in einem Frühstadium, so dass vor 2018 nicht mit einem Erscheinen zu rechnen ist. Eine gute Ergänzung zur EN 62304 stellen die Technischen Reports IEC/TR 80002-1 und 3 dar. Teil 1 beschäftigt sich mit dem Risikomanagement (Anwendung der ISO 14971) und Teil 3 mit den Software Life Cycle Prozessen.
IEC 82304-1:2016-10: Gesundheitssoftware- Teil 1: Allgemeine Anforderungen für die Produktsicherheit: Die IEC 82304 will den wachsenden Markt an Software-Produkten regeln, die im Umfeld von Medizin, Gesundheit oder Wellness agieren, aber kein Medizinprodukt sind.

Hintergrundinformationen zu den Neuerungen bei Medical Software finden Sie im Expertenbeitrag von Dr. Martin Zauner vom Oktober 2016: „Medical Software: Neue Qualifizierung und Klassifikation“.


3) MedDev – europäische Leitfäden

MEDDEV Dokumente sind die europäischen Leitfäden zur Umsetzung der Medizinprodukte-Richtlinie.

MEDDEV 2.7/1 revision 4; Juni 2016: Klinische Bewertung: Ein Leitfaden für Hersteller und Benannte Stellen bzgl. der Richtlinien 93/42/EEC und 90/385/EEC Dieses MEDDEV stellt unserer Einschätzung nach eine der bedeutendsten Aktualisierungen dar und führt auch bei bestehenden Technischen Dokumentationen mitunter zu erheblichem Anpassungsaufwand. Eine BSI-Broschüre, die die wichtigsten 10 Änderungen auflistet, finden Sie hier: BSI-Broschüre.
MEDDEV 2.1/6; Juli 2016: Qualifizierung und Klassifizierung von „Stand Alone Software“ Hintergrundinformationen zu diesem Thema und viele weitere Infos zu Medical Software finden Sie im Expertenbeitrag von Dr. Martin Zauner vom Oktober 2016: „Medical Software: Neue Qualifizierung und Klassifikation“.


4) ZLG – Dokumente: Antworten und Beschlüsse EK-Med

Diese von der deutschen Zentralstelle der Länder für Gesundheitsschutz bei Arzneimitteln und Medizinprodukten (ZLG) veröffentlichten Dokumente stellen sehr aktuelle „Best Practice-Dokumente“ für verschiedene Themen der Medizinprodukte-Richtlinien dar:

• 3.13 B32 (Re-)designation of notified bodies: Process for joint assessments (NBOG BPG 2016-1) 06/2016
• 3.13 B33 Unterrichtungspflichten der Benannten Stellen – Mitteilung von Bescheinigungen nach § 18 MPG gemäß DIMDI-Verordnung 12/2016


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Neue Leiterin Konzernkommunikation bei Greiner

Greiner Group

15.02.2017

Ute Kliemstein übernimmt mit 1. März die Agenden von Wilfried Stock, der sich innerhalb der Unternehmensgruppe weiterentwickelt.

Kremsmünster, 9. Februar 2017 – Die Thalheimerin Ute Kliemstein (40) übernimmt mit März 2017 die Leitung der Konzernkommunikation der Greiner Holding AG in Kremsmünster. Sie ist seit Juli 2016 im Team von Wilfried Stock (37) tätig, der zu Greiner Bio-One in den Bereich strategisches Business Development wechselt.

„Ich bedanke mich bei Willy Stock für die partnerschaftliche Zusammenarbeit und für seinen großen Einsatz in den vergangenen Jahren. Für seine neue Aufgabe innerhalb der Unternehmensgruppe wünsche ich ihm alles Gute und viel Erfolg“, sagt Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender der Greiner Gruppe. Stock ist seit 2009 für die Greiner Holding AG tätig, wo er den Bereich Konzernkommunikation von Grund auf nach dem Agenturprinzip entwarf und aufbaute.

Ute Kliemstein, die auch die Agenden als Konzernsprecherin übernimmt, berichtet in ihrer neuen Funktion direkt an Axel Kühner. „Die Kommunikation für eine globale Unternehmensgruppe gestalten zu dürfen ist eine spannende Herausforderung, die ich mit großem Engagement annehme“, freut sich Kliemstein auf ihre neue Aufgabe.

Langjährige Erfahrung im Kommunikationsbereich
Bis zu ihrem Wechsel zur Greiner Gruppe war Ute Kliemstein über vier Jahre lang als Leiterin der Konzernkommunikation und Pressesprecherin der VIVATIS-Gruppe tätig. Ihre Karriere begann die zweifache Mutter bereits neben ihrem BWL-Studium an der WU Wien im Team von Eventprofi Hubert Neuper, wo sie ab 1998 für Großevents wie die Organisation der Jahrhundertsportlergala „World Sports Awards“ verantwortlich zeichnete. Nach Abschluss ihres Studiums folgten diverse Engagements im Marketing-, Event- & PR-Bereich, unter anderem als Marketingleiterin für KRONEHIT Radio in Westösterreich.


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Wozabal startet mit neuer Doppelspitze in das Jahr

Wozabal Logo

26.01.2017

(Linz/Enns, 10.1.2017) Die Unternehmensgruppe Wozabal, Textilversorger unter anderem für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und Hotels, startet mit einer Doppelführung in das neue Jahr. Der bisherige Geschäftsführer wird sich künftig auf die strategische Entwicklung des Unternehmens konzentrieren.

„Unser Familienunternehmen hat in den vergangenen zehn Jahren ein erfreuliches Wachstum verzeichnet, sowohl was den Umsatz als auch was die Standorte betrifft“, sagt Ing. Christian Wozabal, MBA, bisher geschäftsführender Gesellschafter. Er zieht sich nach zehn Jahren aus dem operativen Bereich zurück und legt seinen Fokus auf die Zukunftsstrategie des Unternehmens.

In der Geschäftsführung folgten ihm am 9. Jänner 2017 Mag. Andreas Gaisbauer und Mag. Tassilo Gruber nach. Gaisbauer ist seit 2009 als Prokurist und kaufmännischer Leiter im Unternehmen tätig und wird auch weiterhin für den Bereich Finanzen und Controlling zuständig sein. Gruber, ausgewiesener Experte für Organisationsentwicklung und international erfahrener Manager, unterstützt Wozabal seit einem Jahr in der Optimierung interner und externer Abläufe. Gemeinsam werden sie die Geschäftsfelder der Unternehmensgruppe verantworten.

„So wie bisher stehen auch in der Zukunft klare Kundenorientierung, Verlässlichkeit, Innovation und Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda“, sagen die beiden Geschäftsführer Andreas Gaisbauer und Tassilo Gruber, die gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsfelder der Unternehmensgruppe übernehmen werden.

Zahlen und Daten
Wozabal ist seit 1896 als Bereitsteller von Miettextilien tätig und versorgt Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Hotels sowie Industrie- und Pharmabetriebe mit Textilien und Bekleidung. Täglich werden an sieben Standorten 175 Tonnen Wäsche getauscht und gereinigt. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Enns beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2015/2016 betrug 70.1 Millionen Euro.


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Börsespiel-Siegerin gewinnt Citroën C3

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26.01.2017

Rund 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten beim OÖN-Börsespiel die Möglichkeit, mit einem virtuellen Startkapital von 50.000 Euro an den internationalen Aktienmärkten mit verschiedensten Titel zu handeln und so die spannende Welt der Wertpapiere ohne Risiko kennenzulernen. Die Gewinner in der Erwachsenen-, Studenten-, Schüler- und Schulklassenwertung wurden am 19. Jänner 2017 bei der traditionellen Abschlussveranstaltung im RaiffeisenForum in der Raiffeisenlandesbank OÖ vor rund 500 Gästen geehrt. Der Hauptgewinn, ein neuer Citroën C3, ging an Maria Wanner. Sie erzielte einen Wertzuwachs von mehr als 30,32 Prozent.

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Machen Sie bei Best of Biotech mit und gewinnen Sie mit der besten Geschäftsidee und dem besten Business Plan

best of biotech

25.01.2017

Am 1. Januar 2017 geht der Best of Biotech (BOB) - der internationale Life Sciences Businessplanwettbewerb – in die achte Runde. Forschende und Studierende aus den Bereichen Biotech und Medizintechnik, die eine innovative Geschäftsidee zu einem erfolgreichen Start-up weiterentwickeln wollen, sind hier genau richtig. Bei „Best of Biotech“ können sie aus einer ersten Geschäftsidee ein tragfähiges Konzept entwickeln und zusätzlich auch noch attraktive Geldpreise in der Höhe von insgesamt 44.500 Euro gewinnen, gestiftet von den Firmen Roche, ARGE LISAvienna und Standortagentur Tirol.

In der ersten Phase (01.01.2017 bis 10.03.2017) des Wettbewerbs werden Geschäftsideen eingereicht und für die 3 besten Ideen winken Preise von je 1.500 Euro. Ein umfassender Businessplan ist das Ziel der zweiten Phase (28.04.2017 bis 01.07.2017). Im Rahmen des Wettbewerbs erhalten die Kandidatinnen und Kandidaten intensives Feedback zu Ihren Businessplänen und Geschäftsideen. Eine internationale Jury bewertet die besten Businesspläne und die drei Besten haben die Chance auf bis zu 15.000 Euro Preisgeld. Einen Sonderpreis von 10.000 Euro winkt dem besten Medizintechnik-Businessplan.

 

Machen Sie mit und bewerben Sie sich! Mehr Information unter: www.bestofbiotech.at


Staatspreis Unternehmensqualität: Mit den Besten messen

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25.01.2017

Österreichs Gesundheitsbetriebe haben noch bis 27. März 2017 die Chance, sich für den Staatspreis Unternehmensqualität zu bewerben. Die nationale Auszeichnung der besten Unternehmen Österreichs wird bereits zum 21. Mal vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Zusammenarbeit mit der Quality Austria vergeben. Die Preisverleihung findet am 31. Mai 2017 in Wien statt. Im Jahr 2015 konnten die Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) die begehrte Auszeichnung als exzellentes Unternehmen Österreichs erringen.

Das Rennen um den Staatspreis Unternehmensqualität geht in die nächste Runde. „Jedes Unternehmen, das sich für den Staatspreis bewirbt, kann seine Stärken und Potenziale entdecken. Die Qualität von jedem teilnehmenden Unternehmen wird gesteigert und somit lohnt sich die Einreichung in jedem Fall“, erklärt Konrad Scheiber, CEO von Quality Austria. Der Staatspreis Unternehmensqualität steht für ganzheitliche Spitzenleistungen, die durch die erfolgreiche Umsetzung von Excellence-Prinzipien erzielt werden. Studien belegen, dass mit der Unternehmensqualität auch der Unternehmenserfolg steigt: Gewinner eines Quality Awards konnten im Jahresdurchschnitt einen um 14 Prozent höheren Cashflow auf Investitionsbasis und eine um 49 Prozent höhere Unternehmensrendite erzielen sowie ihren geschaffenen Mehrwert pro Mitarbeiter um 24 Prozent erhöhen.

Insights aus der Praxis
Dass Unternehmen von der Anwendung der Excellence-Prinzipien profitieren, zeigt sich auch an den Ergebnissen der Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) mit der Albert Schweitzer Klinik und dem Albert Schweitzer Hospiz. Diese wurden im Jahr 2015 in der Kategorie „Non-Profit-Organisation“ als exzellentes Unternehmen ausgezeichnet. Durch die Beschäftigung mit Excellence-Prinzipien können nun fast 80 Prozent der Patienten der Akutgeriatrie nach einem dreiwöchigen GGZ-Aufenthalt nach Hause entlassen werden. Im Vergleich zu 2010 bedeutete das eine Steigerung von 11 Prozent. Auch die Patientenzufriedenheit konnte erhöht werden: Im Jahr 2013 bewerteten Patienten die GGZ in 13 Kategorien, wie bspw. Pflege, Medizin und Speisenversorgung, mit einer Bestnote von 1,18 – in 2007 hatte die GGZ noch einen Wert von 1,47 erzielt. „Unternehmensqualität wirkt durchgängig. Das EFQM-Modell misst unabhängig über alle Branchen hinweg und gibt auch eine wirkliche Rückmeldung“, so Gerd Hartinger, Geschäftsführer Geriatrische Gesundheitszentren der Stadt Graz.

Kategorien und Einreichkriterien
Unternehmen und Organisationen haben bis 27. März 2017 die Möglichkeit, sich in fünf unterschiedlichen Kategorien für den Staatspreis Unternehmensqualität zu bewerben: • Großunternehmen (mehr als 250 Mitarbeiter)
• Mittlere Unternehmen (51 bis 250 Mitarbeiter)
• Kleine Unternehmen (5 bis 50 Mitarbeiter)
• Non-Profit Organisationen
• Organisationen, die vorwiegend im öffentlichen Eigentum stehen

Alle nationalen und internationalen Unternehmen und Organisationen mit Schwerpunkt in Österreich können am Wettbewerb zum Staatspreis Unternehmensqualität teilnehmen. Exzellente Unternehmen haben Vorbildwirkung und tragen zur Standortsicherung bei – daher wird mit dem Staatspreis das Ziel verfolgt, die Unternehmensqualität und somit die Wettbewerbsfähigkeit möglichst vieler heimischer Organisationen zu verbessern. „Für Gesundheitsbetriebe ist die Einreichung eine echte Chance, um die Organisation durch die erkannten Potenziale weiterzuentwickeln und in eine positive Zukunft zu lenken. Die unabhängige Bewertung der Unternehmensqualität schafft zudem die Möglichkeit, sich mit den Besten zu messen“, so Franz Peter Walder, Member of the Board der Quality Austria.

Ermittlung der Preisträger
Die Unternehmensqualität wird im Rahmen eines Assessments nach dem EFQM Excellence Modell bewertet. Eine unabhängige Jury aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ermittelt aus allen Einreichungen bis zu drei Finalisten pro Kategorie, die als exzellente Unternehmen Österreichs ausgezeichnet werden. Aus den Kategoriesiegern wird die beste Organisation gewählt, die den Staatspreis Unternehmensqualität gewinnt. Die Preisverleihung findet am 31. Mai 2017 in Wien statt.

 

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Fristverlängerung bei Umstieg auf eine neue benannte Stelle

Encotec

20.12.2016

Der TÜV AUSTRIA wird mit 31.01.2017 die Tätigkeit als Benannte Stelle für Medizinprodukte und IVD einstellen. Der Zeitpunkt, mit dem die Zertifikate des TÜV AUSTRIA die Gültigkeit verlieren, rückt somit schnell näher. Durch die Reduktion der Anzahl der Benannten Stellen in Europa ergeben sich in vielen Fällen Wartezeiten und damit für Hersteller schwer beeinflussbare Verzögerungen beim Umstieg auf eine andere Benannte Stelle. Letztlich ist eine Benannte Stelle aber für viele Hersteller ein unverzichtbarer Dienstleister im Zuge der CE-Konformitätserklärung und damit essentiell für das Inverkehrbringen der Medizinprodukte.

Fristverlängerung möglich?
Seit einiger Zeit gibt es Informationen, dass eine Fristverlängerung bis zu einem Jahr möglich ist. David Kuss MAS, MBA, Vertriebsleitung Life, Training & Certification bei TÜV Austria CERT GmbH sagt dazu: „In Frankreich wurde bereits vor einigen Wochen von der dort zuständigen Behörde ein Verfahren zur Fristverlängerung entwickelt. Dieses Verfahren existiert aber ausschließlich in Frankreich. Hersteller mit Sitz in Österreich sollten sich an die zuständige Behörde BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) wenden und dort um eine Fristverlängerung ansuchen. Es gibt jedoch keinen Anspruch und auch keine Garantie darauf. Über die Abwicklung des Verfahrens liegen uns gegensätzliche Informationen vor, wir empfehlen daher die Kontaktaufnahme mit dem BASG, um die Möglichkeit einer Fristverlängerung zu prüfen.“

Die französische Behörde (ANSM) hat das Verfahren folgendermaßen definiert:
Für Hersteller mit zum Zeitpunkt der Anfrage gültigen CE-Zertifikaten, deren Gültigkeitsdatum über das Datum des Widerrufs der Notifikation seiner Benannten Stelle hinausgeht, wird eine zusätzliche Übergangsfrist von bis zu 12 Monaten bewilligt. Damit soll die Fortsetzung der Vermarktung seiner Medizinprodukte auf Antrag hin und unter der Voraussetzung der Übermittlung der unten aufgeführten notwendigen Dokumente und Daten begutachtet und bei Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit erlaubt werden.

Folgende Daten und Dokumente werden dazu benötigt:
• Eine Liste aller vom Widerruf der Notifikation betroffenen Medizinprodukte unter Angabe des Verkaufsvolumens und Benennung der Mitgliedsländer der Europäischen Union, in welchen sie vermarktet werden.
• Eine Kopie der letzten Version der CE-Zertifikate, welche die Identifizierung der durch diese Zertifikate gedeckten Medizinprodukte erlauben.
• Die aktualisierten CE-Konformitätserklärungen ausgestellt auf den Hersteller.
• Den letzten Bericht vom durch die benannte Stelle durchgeführten Audit sowie der im Fall von erkannten Abweichungen umgesetzte Aktionsplan.
• Die Anzahl der Complaint-Meldungen für jedes Medizinprodukt auf dem Markt sowie die Beschreibung der Maßnahmen, welche in Folge dieser Meldungen ergriffen wurden.
• Die Angabe der neuen benannten Stelle sowie der Nachweis, dass der Zertifizierungsprozess eingeleitet wurde und das voraussichtliche Datum, an welchem dieser abgeschlossen sein wird.

Eine Zertifikatsausstellung durch Ihre neue Benannte Stelle muss unbedingt vor dem 31.01.2017 erfolgen. Sollte dies nicht gewährleistet werden können, raten wir Ihnen gegebenenfalls, mit der zuständigen Behörde Kontakt aufzunehmen.

 

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Medizintechnik hofft auf innovative Start-ups

Logo EY

20.12.2016

Trotz guter Zahlen in Europa sind die Umsätze in der Med-Tech-Branche weltweit erstmals geschrumpft. Der Medizintechnik-Report von EY liefert Antworten.

Es mag prozentuell nach nicht viel aussehen, doch die 1,2 Prozent weniger Umsatz der Med-Tech-Branche weltweit machen 314 Milliarden Euro aus. Dabei fiel die Entwicklung in den USA und in Europa höchst unterschiedlich aus: Während die hiesigen Medtechs ihre Umsätze sogar um 21 Prozent auf 120 Milliarden Euro steigern konnten, fiel der Umsatz der US-Konkurrenz um ganze elf Prozent. Zu diesen Zahlen ist EY im aktuellen Branchenreport gekommen.

Zwang zu Veränderung groß
Trotz der rückläufigen Zahlen sehen die Berater aber keinen Grund zur Sorge: Die Branche stehe an den Kapitalmärkten insgesamt gut da. Das zeige sich auch an den Übernahmen und an der Bereitstellung von frischem Kapital. Auf dem Börsenparkett lief es weniger gut: Nach 41 Börsengängen von Juli 2014 bis Juni 2015 trauten sich im gleichen Zeitraum ein Jahr später nur noch 15 Unternehmen neu an die Börse.

Was verrät der Blick hinter die Zahlen? Für Erich Lehner, zuständiger Partner für Life-Sciences bei EY Österreich, ist klar: Die Med-Tech-Unternehmen schaffen es nicht, mit ihren Produkten mehr Wachstum zu generieren. "Ihnen fehlen in der Breite die Innovationen, die echten Durchbruch bedeuten und Kunden vom Mehrwert ihrer Entwicklungen überzeugen." Deshalb sei die Branche "mitten in einer Transformation": Während einige im Wettbewerb vor allem auf Größe und Portfoliotiefe setzen würden und nach geeigneten Übernahmekandidaten suchen, würden andere versuchen, den Kunden und seine Bedürfnisse breiter abzudecken.

Lehner sieht hier noch Luft nach oben, denn der Zwang zu Veränderung und Innovation werde für die Branche immer stärker: "Das Tempo der Veränderungen nimmt zu. Megatrends wie Big Data oder digitale und mobile Technologien eröffnen auch den Med-Tech-Unternehmen neue Wachstumschancen. Intelligente Med-Tech-Geräte können sich über das Internet verbinden und wichtige Daten austauschen. Mittels Big-Data-Analyse lassen sich etwa für Diabetespatienten bessere und effektivere Behandlungen erstellen."

Viel Geld für Start-ups
Ein Beispiel für diesen neuen Trend sei die Partnerschaft zwischen Johnson & Johnson und der Google-Mutter Alphabet, die mit Verb Surgical Operationen durch Big Data und intelligente Roboter verbessern will. Ein anderes sei ein internetfähiger Inhalator für Lungenpatienten, den Boehringer Ingelheim und Qualcomm gemeinsam auf den Weg bringen. Er soll die intelligente Behandlung der Patienten sicherstellen, egal, wo sie sich gerade aufhalten.

Investoren sehen das Potenzial und den Willen zur schnellen Veränderung am ehesten bei Start-ups, zumindest lassen die Zahlen diesen Schluss zu: Dieses Jahr wurden Start-ups mit so viel Venture-Capital wie nie zuvor ausgestattet – vor allem solche, die sich in einer ganz frühen Phase befinden. "Es macht Mut, dass Investoren zunehmend die jungen Start-ups entdecken und fördern", findet Lehner. "Lange Zeit standen vor allem kurzfristige Erfolge im Fokus, sodass sich Investoren auf große Med-Tech-Unternehmen konzentrierten, die Dividendenausschüttungen versprachen. Diese Strategie kann für die Branche jedoch gefährlich werden, wenn dadurch Gelder für Forschung und Entwicklung fehlen und Innovationen verhindert werden."

Daten auf Wunschliste ganz oben
In welche Richtung sich Produkte entwickeln sollen, wird an mehreren Stellen im Report betont: "Die Währung, mit der jetzt und in Zukunft gemessen wird, ist nicht erstklassige Medizin oder Technik. Es sind die Daten, die die Produkte generieren", heißt es beispielsweise seitens Hans-Peter Frank, Global Head eines Unternehmens, das Produkte entwickelt, um die Lebensqualität von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung weltweit zu verbessern. Was er von der Branche erwartet und in seiner Arbeit zentral ist: Voraussagen – und die eben dadurch gewonnenen Daten.

 

 

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RCPE startet K-Projekt „CC FLOW“

Logo RCPE

14.12.2016

Das Grazer K1-Kompetenzzentrum Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH (RCPE), im Eigentum der TU Graz (65%), der KF Universität Graz (20%) und der Joanneum Research GmbH (15%), erhielt als Konsortialführer den Zuschlag für eines von acht neuen Exzellenz-Projekten im Rahmen des österreichischen COMET-Forschungsprogramms zur Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Im Rahmen des K-Projektes CC FLOW werden nationale und internationale Know-how-Führer in der pharmazeutischen Produktionstechnologie vernetzt sowie neue Technologien entwickelt und integriert.

(Graz, 30.11. 2016) „CC FLOW“ steht für „Center for Continuous Flow Synthesis and Processing“. Ziel des neuen K-Projektes ist es, das Wissen auf dem Gebiet der kontinuierlichen Prozessführung und der Durchflusschemie in Österreich zu stärken und zu vernetzen – und mit internationalen Partnern auch international wirksam werden zu lassen. Als wissenschaftlicher Leiter von CC FLOW fungiert Prof. C Oliver Kappe, der an der Karl-Franzens-Universität Graz seit mehr als 10 Jahren auf diesem Gebiet forscht. Die Integration des Experten-Know-hows der beteiligten Forschungs-Organisationen und Unternehmen im Rahmen von CC FLOW soll es erlauben, die Entwicklung von innovativen und neuartigen Methoden für die kontinuierliche Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen zu erarbeiten. „Gleichzeitig erarbeiten wir damit auch ein fundiertes wissenschaftliches Verständnis aller wichtiger Parameter entlang der gesamten Prozesskette“, erläutert Prof. Kappe. Damit ist CC FLOW auch die perfekte Ergänzung für das international erfolgreich agierende K1-Kompetenzzentrum RCPE – und das RCPE kann Gesamtlösungen für die internationale Pharmaindustrie anbieten. Innovationen für Wissenschaft & Wirtschaft, Arbeitsplätze für den Standort Für den wissenschaftlichen Geschäftsführer des RCPE, Prof. Johannes Khinast, ist diese Entwicklung natürlich sehr positiv, „denn wir können zu unserem bestehenden Angebot mit der kontinuierlichen chemischen Synthese von pharmazeutischen Wirkstoffen nun einen neuen Bereich hinzufügen. Damit werden wir zum Gesamtanbieter im Pharmabereich.“ Das im Juli 2017 startende K-Projekt CC FLOW läuft vier Jahre und umfasst ein Projektvolumen von 4,6 Millionen Euro. Konsortialführer von CC FLOW ist das Kompetenzzentrum RCPE, als wissenschaftliche Partner fungieren die TU Graz sowie die Karl-Franzens-Universität Graz. Der kaufmännische Geschäftsführer des RCPE, Dr. Thomas Klein, betont die wirtschaftlichen Aspekte: „Der Start von CC FLOW ist auch sehr wichtig für den Wirtschaftsstandort Steiermark, denn damit werden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und es besteht auch ein hohes Potential für neue Spin-offs.“ Von den acht neu an den Start gehenden österreichischen K-Projekten ist die Steiermark an insgesamt sieben Projekten beteiligt. Als Unternehmenspartner fungieren u.a. die Anton Paar GmbH, E.L.T. Werkzeugbau GmbH, Lithoz GmbH, Microinnova Engineering GmbH, Patheon Austria GmbH & Co KG, Phyllon GmbH sowie die Prozess Optimal CAP GmbH. Als internationale Partner von CC FLOW mit an Bord sind u.a. AstraZeneca UK Ltd (Macclesfield, UK), Chemtrix BV (Geelen, Niederlande), Eli Lilly and Company (Alcobendas, Spanien), Lonza AG (Visp, Schweiz) sowie ThalesNano (Budapest, Ungarn).

 

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Nominierung zum Staatspreis Consulting 2016 – AUTONOM TALENT unter den 6 besten Projekten

Autonom Talent Logo

14.12.2016

Vizekanzler und Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner überreichte am 17.11.2016 in der Hofburg den Staatspreis Consulting für Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) 2016. Geschäftsführerin Mag. Andrea Ristl und Geschäftsführerin Caritas Oberösterreich für Betreuung und Pflege Mag.a (FH) Andrea Anderlik nahmen die Urkunde für die Nominierung zum Staatspreis 2016 entgegen. Herzliche Gratulation!

Aus den insgesamt 267 Einreichungen für diesen Staatspreis, der für die beste Leistung auf dem Gebiet der Unternehmensberatung und Informationstechnologie vergeben wurde, wurden 6 Projekte nominiert.

Für unser eingereichtes Projekt „Mehr Leichtigkeit und Freude in der Pflege: Veränderung in der „Neuen Welt des Arbeitens“ im Caritas Seniorenwohnhaus Schloss Hall “ wurden wir 2016 bereits beim Constantinus Award ausgezeichnet und erreichten den 3. Platz. Beim internationalen Constantinus Award in Toronto waren wir dabei und freuten uns über die Auszeichnung des internationalen Projektes „Sustaining your productivity“ mit unserem Kunden Mondi. All diese Auszeichnungen sind die Bestätigung unserer erfolgreichen 3 Schritt Methode: Potenzial messen.Talent entwickeln.Leistung sichern.

 

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Internationale Auszeichnungen für KEPLER-Fonds - RLB OÖ-Tochter glänzt in der Branche

Logo RLB

14.12.2016

Die KEPLER-Fonds Kapitalanlagegesellschaft wurde vom Analysehaus Feri Eurorating erneut für ihre hochwertige Produktpalette ausgezeichnet. In drei Kategorien ging KEPLER als Sieger hervor. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland zählt die Tochter der Raiffeisenlandesbank OÖ (RLB OÖ) beständig zu den führenden Vermögensverwaltern.

Die in der internationalen Finanzbranche viel beachteten Fonds-„Oscars“ wurden kürzlich in Bad Homburg (Deutschland) vergeben. Das unabhängige Analysehäuser Feri Eurorating kürt dabei alljährlich die besten Anbieter. KEPLER gewann gleich drei der wichtigsten Auszeichnungen für die erbrachte Managementleistung – und das in Österreich und Deutschland:

• Bester Asset Manager 2017 – Universalanbieter Österreich
• Bester Asset Manager 2017 – Rentenfonds Österreich
• Bester Asset Manager 2017 – Rentenfonds Deutschland

„Diese Fonds-Awards sind eine sehr aussagekräftige Leistungsschau, mit der institutionelle Investoren und Privatanleger objektive Anhaltspunkte zur Management- und Servicequalität der Fondshäuser erhalten. Es freut uns sehr, dass KEPLER am heimischen Markt und auch in Deutschland so fest und beständig in der Spitze etabliert ist“, betont Raiffeisenlandesbank OÖ-Vorstandsvorsitzender Dr. Heinrich Schaller.

KEPLER seit Jahren an der Spitze
„KEPLER setzt erfolgreich auf langfristig ausgerichtete Investmentstrategien. Davon profitieren die Kunden“, so Mag. Michaela Keplinger-Mitterlehner, Generaldirektor-Stellvertreterin der RLB OÖ. Seit dem Jahr 2014 liegt die RLB OÖ-Fondstochter ohne Unterbrechung an der Spitze der wichtigsten Feri-Rankings:
• Bester Asset Manager 2014 – Rentenfonds Österreich
• Bester Asset Manager 2014 – Spezialanbieter Österreich
• Bester Asset Manager 2014 – Rentenfonds Deutschland
• Bester Asset Manager 2014 – Spezialanbieter Deutschland
• Bester Asset Manager 2015 – Rentenfonds Österreich
• Bester Asset Manager 2015 – Rentenfonds Deutschland
• Bester Asset Manager 2016 – Universalanbieter Österreich

Die KEPLER-Fonds Kapitalanlagegesellschaft verwaltet aktuell ein Kundenvolumen von mehr als 14 Milliarden Euro und zählt damit zu den Top 4 am heimischen Markt.

 

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Ideenwettbewerb "Krankenhaus der Zukunft"; Ideeneinreichungen bis zum 31.12.2016 möglich

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14.12.2016

Nehmen Sie beim Open-Innovation-Wettbewerb zum Thema "Krankenhaus der Zukunft" in Zusammenarbeit von Medical Valley EMN, Energieregion Nürnberg und Kompetenzinitiative Neue Materialien (KINEMA) teil.

Im Rahmen des Wettbewerbs werden zu den drei Bereichen „Wohlfühlklima“, „Digitalisierung“ und „antibakterielle Materialien“ Ideen und Lösungsansätze gesucht. Dabei setzen die Initiatoren voll und ganz auf die Kreativität einer breiten Community. Denn wer könnte zielführendere Ideen zur Verbesserung der Situation in unseren Krankenhäusern entwickeln, als diejenigen, die als Patienten, Angehörige, Angestellte oder Fachexperten tagtäglich mit den Herausforderungen konfrontiert werden?

Ob Fachmann, Student, Rentner, Patient oder Privatperson – bis zum 31. Dezember 2016 (verlängert!) kann noch jeder Ideen zum Krankenhaus der Zukunft auf der Online-Plattform des Medical Valleys einreichen.

Aus allen Einreichungen wählt eine Fachjury jeweils die drei originellsten Ideen pro Wettbewerb aus. Den Gewinnern winken Preise im Gesamtwert von 8.250 Euro. Eine Weiterentwicklung der Ideen in professionell organisierten Workshops wird nach fachlicher Prüfung in Aussicht gestellt.

Die folgenden Fragestellungen warten auf Ideen und Lösungsvorschläge:

• Wohlfühlklima im Krankenhaus der Zukunft: Wer kennt nicht das leicht ungute Gefühl, wenn er ein Krankenhaus betritt. Beim ersten Eindruck ist es meist relativ dunkel und es riecht „typisch nach Krankenhaus“. Das führt dazu, dass man sich bereits beim Betreten oftmals unwohl fühlt. Dieses unwohle Gefühl trägt keinesfalls zu einer schnelleren Genesung der Patienten bei. Es stellt sich daher die Frage, wie mit Hilfe von Energietechnologien, -managementsystemen und weiteren Services die Aufenthaltsbedingungen in Krankenhäusern gesundheitsförderlich gestaltet werden können.

• Antibakterielle Materialien im Krankenhaus der Zukunft: Sie heißen Escherichia Coli, MRSA oder Clostridium Difficile. Laut Bundesgesundheitsministerium erkranken jährlich 400.000 bis 600.000 Menschen an Infektionen, die man sich im Krankenhaus zuziehen kann. Hygieneregeln für das Personal und Besucher sind wichtige Maßnahmen gegen die Verbreitung von Krankenhausinfektionen, aber leider nicht ausreichend. Durch den Einsatz von funktionalen Materialien bei Oberflächen und Textilien können die Bildung und Ausbreitung von Krankheitserregern gehemmt bzw. verhindert und die Hygiene verbessert werden.

• Digitalisierung im Krankenhaus der Zukunft: Durch den Einsatz neuer digitaler Technologien kann bereits heute die Qualität der Behandlung in Krankenhäusern hinsichtlich Effektivität und Effizienz wesentlich gesteigert werden. Im Open-Innovation-Wettbewerb stellen die Initiiatoren nun die Frage, wie die Trends „Augmented Reality“ und „Cognitive Computing“ die medizinische Versorgung in Zukunft revolutionieren könnten.

 

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Ein sinnvolles Miteinander im Oö. Gesundheitswesen: Allianzpartnerschaft gespag – Elisabethinen – Vinzenz Gruppe

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14.12.2016

Linz: Die oberösterreichische Spitalsinfrastruktur erfährt eine weitere wichtige Weiterentwicklung: Die gespag und die beiden Krankenhäuser des künftigen Ordensklinikums Linz – das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern und der Elisabethinen – schließen eine Allianz.

Um den Patientinnen und Patienten noch besser abgestimmte Leistungen bieten zu können, haben die Vertreter der beteiligten Einrichtungen, am 29. November 2016, einen Vertrag zur Allianzpartnerschaft unterschrieben. Damit wird die bereits bestehende Kooperation der gespag mit dem Krankenhaus der Elisabethinen und dem UKH Linz der AUVA weiter ausgebaut. Für Oberösterreich stellt dieser Schritt ein weiteres Gesundheitsprojekt dar, das eine dynamische und erfolgreiche Gesamtentwicklung sicherstellt.

Die Allianz startet mit 1. Jänner 2017. Es handelt sich um eine Kooperation, bei der aber die Eigenständigkeit aller Partner bestehen bleibt. Die Patient/-innen profitieren von der Zusammenarbeit zwischen drei großen Gesundheitsversorgern.

"Der Erfolg der 2009 gestarteten Kooperation mit den Elisabethinen und später auch dem UKH gibt uns Recht. Wir sind stolz darauf, diesen unkonventionellen Schritt gesetzt zu haben“, sagt gespag-Vorstand Mag. Karl Lehner, MBA. Im Fokus stehen dabei immer die Patient/-innen der gespag-Kliniken, für die dadurch die Wege verkürzt wurden. „Hervorzuheben ist hier insbesondere als Herzstück der Allianz das flächendeckende Tumorzentrum mit dem Brustzentrum an allen Standorten der Allianzpartner“, so Lehner. Die gespag ist mit ihren sechs Spitälern an acht Standorten der größte regionale Gesundheitsversorger in OÖ. „Valide und gelebte Partnerschaften, wie z.B. auch die zum Kepler Universitätsklinikum Linz, sind für uns als Regionalversorger enorm wichtig. Damit sichern wir unseren Patientinnen und Patienten den koordinierten Zugang zur Spitzenmedizin im Zentralraum“, ergänzt Lehner.

Gesundheitsprojekte im Mittelpunkt:

Weiterentwicklung der Qualität und einer optimalen Patient/-innenversorgung

„Zusammenarbeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor und wird gerade angesichts der vielen Herausforderungen im Gesundheitswesen immer wichtiger“, sagt Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe. „Wir befinden uns in einer spannenden Zeit, in der Gesundheitsprojekte entwickelt werden, um eine Sicherstellung und Weiterentwicklung der Qualität in Hinblick auf eine optimale Patient/-innenversorgung zu gewährleisten“, so Heinisch. „Mit der Gründung des Ordensklinikums werden die Schwerpunkte der beiden Häuser konsequent aufeinander abgestimmt und weiterentwickelt. Die Allianzpartnerschaft mit der gespag unterstützt dieses Konzept. Diese enge Kooperation von Fondskrankenhäusern verschiedener Träger ist keine Selbstverständlichkeit – aber mit Sicherheit ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, bestärkt Heinisch.

Gemeinsame Kompetenz für Patientinnen und Patienten
„Die Patientinnen und Patienten brauchen die Gewissheit, bestens versorgt zu sein. Dieses Vertrauen in die Kompetenz unserer Spitäler ist entscheidend“, weiß Mag. Raimund Kaplinger, Geschäftsführer der Elisabeth von Thüringen GmbH. Da die Allianz nicht nur zum Zweck der medizinischen Versorgung geschlossen wurde, sondern auch die Aus- und Weiterbildung und die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter/-innen beinhaltet, greift dies mehrfach. Die Attraktivität für Ärzt/- innen und medizinische Fachkräfte wird durch die Allianzpartnerschaft erhöht. Im klinischen Alltag besonders wertvoll ist die Zusammenarbeit in Zeiten, wo Personalressourcen knapp werden. Synergieeffekte werden auch durch eine gemeinsame technische Basis z. B. im Rahmen der Tumorboards gehoben.

Einige Beispiele der bisher gelebten Allianz und die neuen Entwicklungsmöglichkeiten

Versorgung von Krebs-Patient/-innen

Die Diagnose Krebs stellt für die Betroffenen und deren Angehörige eine große Herausforderung dar. Besonders wenn es sich um eine lebensbedrohliche Tumorerkrankung handelt, braucht es die Sicherheit der bestmöglichen Behandlung. Im Tumorzentrum gespag - Elisabethinen arbeiten die Expert/-innen aus neun Krankenhäusern zusammen und garantieren so den Zugriff zu aktueller Spitzenmedizin – und das wohnortnah. Zwischen dem Zentrum für Tumorerkrankungen der Barmherzigen Schwestern Linz als Onkologisches Leitspital und dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried besteht ebenfalls eine enge Zusammenarbeit zur qualitativ hochwertigen Versorgung von Krebspatient/-innen. Beide Zentren basieren auf der gleichen Ausrichtung und bleiben weiterhin bestehen. Einheitliche Diagnoseund Therapierichtlinien sowie Tumorboards – in denen sich ein standort- und abteilungsübergreifendes Team aus Fachärzt/-innen berät – ermöglichen eine gleichwertige, qualitätsgesicherte Behandlung der Patient/-innen. Durch die höhere Fallzahl und den kontinuierlichen Austausch steigt zudem die Expertise der Mediziner/-innen. Ein weiterer Vorteil der Zentren ist der erleichterte Zugang zu klinischen Studien: Den Patient/-innen stehen somit die aktuellsten Therapien zur Verfügung.

Qualitätssicherung in der onkologischen Versorgung
Der derzeit in der Endphase befindliche EUSOMAZertifizierungsprozess des gemeinsamen Brustzentrums gespag-Elisabethinen wird voraussichtlich im Jänner 2017 abgeschlossen sein. Das Zentrum für Tumorerkrankungen am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern ist mit allen sechs Organzentren nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft (OnkoZert) zertifiziert und bringt hier seine langjährige Erfahrung in die gemeinsame Arbeit ein. Auf dieser Basis ist mittelfristig eine gemeinsame Weiterentwicklung der onkologischen Versorgung für OÖ geplant.

Versorgung von Herz-Patient/-innen
Akutpatient/-innen werden nach einer vorab entwickelten Guideline behandelt – egal in welches Krankenhaus sie eingeliefert werden. Es gibt integrierte Pfade zwischen den Notärzt/-innen und den Spitälern. So hat sich nach der Schließung des Herzkatheter-Labors der Barmherzigen Schwestern eine sehr gute Kooperation mit dem Krankenhaus der Elisabethinen in der Akutversorgung etabliert. Die Teams aus den Krankenhäusern der Allianzpartner kennen sich und sind aufeinander eingespielt. Das schafft Vertrauen und steigert – durch die ständige Rotation – zudem die Ausbildungsqualität. Ohne die Kooperation wäre beispielsweise im LKH Steyr die kardiologische Facharztausbildung nicht möglich. Die Patient/-innen profitieren vom Wissenszuwachs, da die Weiterentwicklung der Standards die Behandlungszeit im Krankenhaus verkürzt. Darüber hinaus werden Transporte oder Doppelbefunde vermieden.

Die Allianz bringt eine noch engere Zusammenarbeit in der Behandlung von Notfallpatient/-innen und nach ihrem Krankheitsbild ausgewählten Patient/-innen von gespag-Kliniken (dzt. Rohrbach, Freistadt, Steyr).

Versorgung von Nieren-Patient/-innen
Die Allianzpartnerschaft bietet die Gewährleistung spitzenmedizinischer nephrologischer Leistungen. Die Elisabethinen als Referenzzentrum für Nierentransplantation übernehmen im Ordensklinikum die Versorgung von Patient/-innen aus dem Einzugsbereich der gespag mit chronischer Dialysebehandlung bei Engpässen soweit dies die Ressourcen zulassen. Weiters gibt es eine Zusammenarbeit im Bereich der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse).

 

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klimaaktiv Auszeichnung für das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz

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14.12.2016

Für ihr vorbildliches Engagement in puncto Energieeffizienz wurden am 5. Dezember 2016 im Rahmen der klimaaktiv-Fachtagung vom Bundesministerium für Land-und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft 35 Unternehmen aus Österreich mit dem klimaaktiv Preis ausgezeichnet.

Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz, wurde ebenfalls geehrt, da die Energieeffizienz nachweislich erhöht werden konnte. Verantwortlich für die technische Umsetzung zeichnen sich Betriebsstättenleiter Manfred Steinacher und sein Team der SANTESIS.

Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz
Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz wurde 1841 gegründet und ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Das Klinikum umfasst eine Nutzfläche von fast 85.000 m², hat 672 Betten und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter. Sowohl das Gebäudemanagement als auch das technische Service wird seit 2006 von der SANTESIS technisches Gebäudemanagement & Service GmbH durchgeführt.

Im Sommer 2014 wurde erstmals ein umfassendes Energieeffizienz-Projekt im Bereich der System- und Anlagenoptimierung durchgeführt. Der große Erfolg dieses Projekts gab einen neuen Impuls für das Setzen weiterer Maßnahmen, wodurch bisherige Energieeinsparungen nochmals erhöht werden.

Wärmerückgewinnung im Dampfsystem
Die nachträgliche Installation einer Wärmerückgewinnungsanlage war eine der wichtigsten Energieeffizienzmaßnahmen, da der Wärmeinhalt des Kondensats bisher noch nicht genutzt wurde. Die Beheizung und Warmwasseraufbereitung für das gesamte Krankenhaus erfolgte zuvor durch Fernwärme, die Dampferzeugung ausschließlich durch Erdgas.

Durch die Wärmerückgewinnungsanlage bei der Kondensatanlage der Dampferzeugung konnte der Wärmeverbrauch im Bereich Raumheizung und Warmwasser nachhaltig gesenkt werden.

Beim Warmwasser werden ca. 180 MWh pro Jahr an Wärme zurückgewonnen, und beim Speisewasser vom Reindampf sogar ca. 260 MWh.

Diese Wärmemenge wird einerseits wieder für die Vorwärmung des Speisewassers für den Reindampf verwendet, andererseits wird ein 2.000-Liter-Speicher für die Beheizung und Warmwasserbereitung erwärmt. Es konnten somit Einsparungen des Fernwärme- und des Gasverbrauchs erzielt werden.

Über klimaaktiv
klimaaktiv ist die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Seit 2004 deckt klimaaktiv mit den Themenschwerpunkten „Bauen & Sanieren“, „Energiesparen“, „Erneuerbare Energie“ und „Mobilität“ alle zentralen Technologiebereiche einer zukunftsfähigen Energienutzung ab. klimaaktiv dient dabei als Plattform für Initiativen von Unternehmen, Ländern und Gemeinden, Organisationen und Privatpersonen.

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RnB Medical Software Consulting GmbH blickt auf das Jahr 2016 zurück

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14.12.2016

Das Jahr 2016 war vor allem in der Medizintechnik-Branche geprägt von Neuerungen. Normative und regulatorische Aktualisierungen, die im Jahr 2016 angekündigt wurden, lassen die kommenden Jahre nicht nur für Medizintechnik-Hersteller, sondern auch für RnB Medical Software Consulting GmbH mit Sicherheit aufregend gestalten.

Der Entwurf der kommenden EU-Verordnung und Neuerungen im normativem Bereich, wie bspw. dem Qualitätsmanagement (EN 13485:2016) oder auch dem Usability Engineering (IEC 62366-1:2015) sind für neue Innovationen wegweisend.

Zertifizierungsprojekte
R’n‘B Medical Consulting GmbH durfte im Jahr 2016 interessante und vor allem innovative Medizinprodukte bei der erstmaligen Zulassung begleiten. Angefangen mit einer GAP-Analyse der bestehenden technischen Dokumentation, der Unterstützung der Erstellung dieser, bis hin zu Fachgesprächen mit benannten Stellen konnten Medizinprodukte-Hersteller auf das Know-How des Beratungsunternehmens vertrauen.

In-House Schulungen und Weiterbildungen
Es gab auch im Jahr 2016 zahlreiche Anfragen bzgl. In-House Schulungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Vor allem die im regulatorischen Bereich entstandenen Neuerungen, veranlasste viele Medizinprodukte-Hersteller dazu, ihre MitarbeiterInnen seitens R‘n‘B schulen zu lassen und so das interne Qualitätsbewusstsein steigern zu können.

2017 – Ausblick
Aufgrund des aktuellen Themas „Digitalisierung in der Medizintechnik“ freut sich RnB Medical Software Consulting GmbH vor allem auf das im April 2017 stattfindende Praxisseminar „Sicherheit medizinischer Daten“ – erfahren Sie mehr unter: www.rnb-consulting/veranstaltungen

Mit diesem Thema eng in Verbindung stehend, ist die aktuelle Veröffentlichung der Norm IEC 82304-1 – Health software. Diese Norm adressiert nicht nur Hersteller von sogenannter „Stand alone Software“, sondern auch Hersteller aller Art von Software und Software-Komponenten, die im medizinischen Bereich eingesetzt wird. RnB Medical Software Consulting GmbH berät Sie im Hinblick auf dieses und andere Themen der Medizintechnik sehr gerne.

 

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ÖVKT-Tagung 2016: Grenzen überschreiten

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24.11.2016

„Mit Technik allein werden wir die Probleme unserer Zukunft nicht lösen“, räumte ÖVKT-Präsident Martin Krammer auf der Jahrestagung der Österreichischen Krankenhaustechniker ein. Krankenhaustechniker seien dennoch gefordert, immer wieder vermeintliche Grenzen zu überschreiten, um – mit angemessenen Mitteln – zu einem bestmöglichen Gesundheitswesen beizutragen.

Neue Technologien der Informationsverarbeitung und -weiterleitung schaffen augenblicklich sagenhafte Möglichkeiten, Prozesse zu vereinfachen, Informationen zu generieren, Medizin, Gebäude und Technik zu optimieren, … Um dieses Schlaraffenland technischer Innovation im besten Sinne für das Gesundheitswesen nutzbar zu machen, müssen sich Krankenhaustechniker laufend auf den neuesten Stand bringen. „Zukunftstechnologien – Herausforderungen an Aus- und Fortbildung“ lautete vor diesem Hintergrund das Motto der diesjährigen Jahrestagung des Österreichischen Verbandes der Krankenhaustechniker vom 27. bis 30. September in Pörtschach am Wörthersee.

Mit Gespür für das Angemessene
Ebenso wichtig wie das Wissen um die neuesten und besten Technologien sei angesichts des technisch und medizinisch Machbaren ferner ein sicheres Gespür für das „Angemessene“, betonte Krammer. Überdeutlich demonstrierte diesen Bedarf an moralischer und pragmatischer Intelligenz der Eröffnungsvortrag von Josef Penninger. Nachdem er die unglaublichen Möglichkeiten durch die Entschlüsselung der menschlichen DNA dargelegt hatte, hinterließ der Wiener Genforscher bei vielen der 250 Tagungsteilnehmer einen schalen Nachgeschmack, durchsetzt zweifellos mit prickelnder Faszination. Die Grundlage für die enormen Fortschritte der Genetik legte die rasante Entwicklung der IT. Hätte es in den 1990er Jahren noch viele Jahre gedauert, die DNA eines Menschen zu lesen, schaffen das moderne Rechner heute an einem einzigen Nachmittag. Augen, Gehirnzellen oder Blutgefäße wachsen zu lassen und sich so mit Hilfe eigener Stammzellen ein organisches Ersatzteillager anzulegen, ist längst ebenso (mögliche) Realität wie die Heilung von Knochenschwunderkrankungen und demnächst wohl auch der meisten Krebsarten. Die Wechselwirkungen von Krankheit mit unserem Erbgut immer besser zu verstehen und diese zu unterbinden, werde dazu führen, dass wir alle bis ins hohe Alter fit und munter bleiben, stellte der renommierte Wissenschaftler in Aussicht. Noch „kratze“ die Genetik mit ihren Errungenschaften erst an der Oberfläche des menschlichen Codes. Je tiefer sie in die Schöpfung vordringen, umso mehr werden sich die Forscher fragen müssen, wie weit sie gehen.

Mit dem Willen zur Interoperabilität
Eine kontroverse Diskussion über Sinn und Unsinn technischer Innovation entspann sich auch beim Thema BIM – Building Information Modeling. Im Entstehungsprozess stets sämtliche technische Daten und sonstigen Informationen über ein Gebäude parat zu haben und diese nach Möglichkeit später auch für seinen möglichst effizienten Betrieb nutzen zu können, verspricht erhebliches Optimierungspotenzial. Bis dieses Ideal Wirklichkeit werden kann, gelte es jedoch, noch einige Hürden zu nehmen, erörterte Iva Kovacic, Professorin an der TU Wien im Forschungsbereich für Industriebau und interdisziplinäre Bauplanung. Probleme bereite derzeit vor allem die fehlende Interoperabilität der angebotenen Software sowie das „Silodenken“ der beteiligten Akteure. Solange die Menschen nicht zusammenarbeiten, werde es auch die erforderliche Technik nicht tun, monierte Kovacic. Dennoch werde sich BIM seinen Weg in den baulichen Alltag bahnen, prognostizierte der Architekt Christoph Eichler. Er arbeitet mit der ÖNORM A 6241 an einem einheitlichen BIM-Standard, um die Schnittstellenproblematik aus der Welt zu schaffen. BIM werde das Geschehen im Bausektor nicht nur in technischer Hinsicht umkrempeln, erklärte Eichler. Wenn die in der Planungsphase generierten Gebäudeinformationen mit der Realität übereinstimmen sollen, werde man sich von spontanen Änderungen während der Bauphase verabschieden und stattdessen schon in der Planungsphase sorgfältiger arbeiten müssen. Das erfordere einen echten Paradigmenwechsel in der Bauroutine des Gesundheitswesens. Mit Hilfe der neuen Technologie könne dann aber der spätere Betrieb simuliert und die Betriebskosten unterschiedlicher Errichtungsvarianten sehr genau schon im Vorhinein berechnet werden. Die Auswahl von Materialien und technischer Ausstattung werde dadurch hoffentlich – anders als bisher – mit Blick auf die gesamten Lebenszykluskosten getroffen.

Das Thema energieeffizienter und funktionaler Krankenhäuser zog sich in zahlreichen Best Practice Beispielen und Vorträgen gut durchmischt mit der Präsentation neuer Technologien als roter Faden durch die spannende Veranstaltung. Ob nun bei der Gebäudeautomation, bei vergleichenden Strom-und Lastgangsanalysen, beim Brandschutz oder der Objektsicherheit – stets spielt die Digitalisierung eine entscheidende Rolle im technologischen Fortschritt.

Mit Blick über den Tellerrand
Ein sehr interessantes Vorhaben präsentierte der Präsident der Schweizer Krankenhaustechniker, Thomas Bucher, im Vortragsblock des Forums DACH, in dem sich der ÖVKT mit den Kollegen aus den deutschsprachigen Partnerverbänden austauscht: Damit jeder Krankenhaustechniker in jedem Krankenhaus wichtige technische Unterlagen schnell und problemlos zur Hand hat und sich die Krankenhäuser leichter auch untereinander austauschen können, erarbeiten die Schweizer derzeit einheitliche Standards für die technische Dokumentation.

Mit dem Willen zur Veränderung
All diese Beispiele zeigen: Mit dem nötigen Willen zur Veränderung, gibt es sehr viele Ansätze um das Gesundheitswesen noch erheblich zu verbessern. Statt über Missstände zu klagen, sollten die Technikermanager ihre Möglichkeiten ausschöpfen, forderte Krammer.

Maria Thalmayr
kma 20 Jahre
November 2016


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2,8 Mio. Euro für Medizintechnik-Forschung an der FH Oberösterreich

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23.11.2016

Um die Forschung rund um das Thema Medizin und Technik weiter voranzutreiben, hat die FH Oberösterreich (FH OÖ) das neue fakultätsübergreifende „TIMed Center – Technological Innovation in Medicine“ gegründet. In diesem arbeiten Forscher/innen der Fakultäten in Hagenberg, Wels und Linz interdisziplinär zusammen, um Lösungen für technische Fragestellungen aus der Medizin, Biomedizin, Biologie, Biochemie, Molekularbiologie, Biophysik, Bioinformatik und Lebensmittelforschung zu entwickeln. Für fünf Jahre (2016 bis 2020) erhält die FH OÖ nun dafür eine Basisfinanzierung von 1,25 Mio. Euro vom Land Oberösterreich.

Ein Erfolgsbeispiel für diese neue, strategisch koordinierte Zusammenarbeit im TIMed Center ist das vor kurzem genehmigte “Czech-Austrian Center for Supracellular Medical Research”. Mit diesem Projekt konnten fast 1,6 Mio. Euro an Drittmitteln zusätzlich für die Finanzierung der medizintechnischen Forschung eingeworben werden. In den nächsten drei Jahren sollen durch die grenzübergreifende Kooperation mehrerer Forschungseinrichtungen neue, anwendungsorientierte Erkenntnisse zur Herstellung organähnlicher Trägerstrukturen gewonnen werden. Mit Hilfe von künstlich gewachsenen, biologischen Zellstrukturen wollen die Forscher/innen jene Mechanismen untersuchen, die zu Cholesterin-bedingten Verengungen in menschlichen Blutgefäßen führen. Diese Technologie soll auch zu neuen Erkenntnissen führen, wie Viren durch die Blut-Hirn-Schranke gelangen, um neue Therapieansätze für Krankheiten wie zum Beispiel die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME oder das Zika-Virus zu erforschen.

Durch den Ausbau der Zusammenarbeit von Hochschulen, Unternehmen und dem Land Oberösterreich soll das Umfeld für Ausbildung und Forschung im Themengebiet Medizin und Technik noch attraktiver gemacht werden. „Die FH OÖ hat schon sehr viel Know-how in diesen zukunftsweisenden Bereichen und laufende Forschungskooperationen mit Unternehmen und Einrichtungen der Gesundheitsbranche. Genau das bildet die Grundlage, die wir für den Aufbau eines Medical Valleys benötigen“, so LH-Stv. Stelzer.


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10. qualityaustria Gesundheitsforum: Gesundheitssystem im Umbruch - medizinische Versorgung von morgen

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23.11.2016

Im Fokus des 10. qualityaustria Gesundheitsforums unter dem Titel „Mut zum ersten Schritt – Gesundheitswesen im Wandel der Zeit“ stand der zunehmende Veränderungsdruck auf den Gesundheitssektor. Führende Experten aus dem Gesundheitsbereich fanden sich am 10. November in den Hofstallungen des MUMOK im Wiener Museumsquartier ein, um über aktuelle Herausforderungen und brisante Zukunftsperspektiven im heimischen Gesundheitssystem zu diskutieren.

Nach der Eröffnung des Gesundheitsforums durch Konrad Scheiber (CEO, Quality Austria) ging Günther Schreiber (Netzwerkpartner, Projektmanagement und Koordination Branche Gesundheitswesen, Quality Austria), der die Jubiläumsveranstaltung moderierte, auf drastische Entwicklungen im Gesundheitsbereich ein. Nach Schreiber werde das österreichische Gesundheitssystem in den nächsten Jahren zusammenbrechen. Schon jetzt hätten Gemeinden das Problem, niedergelassene Ärzte zu finden und die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Darüber hinaus wies Schreiber auf Patientengefährdungen und Todesfälle aufgrund von Hygienemängeln sowie Behandlungsfehlern in Gesundheitseinrichtungen hin und machte dadurch auf die Notwendigkeit eines Qualitätsmanagementsystems aufmerksam.

Der Weg der Pioniere – Ideen, die Wirklichkeit wurden
Im Anschluss blickten Reinhard Krepler (Präsident des Wiener Roten Kreuzes), Klaus Schirmer (Qualitätsmanagement, team santé obere apotheke) und Gernot Brunner (Ärztlicher Direktor Stmk. Krankenanstaltenges.m.b.H. LKH-Univ.Klinikum Graz) auf bisher erreichte Meilensteine im Gesundheitswesen zurück. „Gutes Qualitätsmanagement schützt nicht nur Patienten, sondern hat auch enorme finanzielle Auswirkungen. Denn es verhindert, dass Zuständigkeiten zwischen Fachabteilungen hin- und hergeschoben werden“, so Krepler über den Nutzen von konsequentem Qualitätsmanagement. Nach Schirmer werde dadurch die Effektivität gesteigert: „Qualitätsmanagement hält uns den Kopf frei, um leistungsstark, reaktionsschnell und kreativ sein zu können.“ Im Hinblick auf das Risikomanagement im Gesundheitsbereich ergänzte Brunner, dass Qualitätsmanagement und Patientensicherheit untrennbar zusammengehören würden und betonte: „Qualitäts- und Risikomanagement sind ein eindeutiges Führungskräfte-Thema!“

Aktuelle Herausforderungen aus medizinischer Sicht
In Bezug auf die gegenwärtige Entwicklung ging Bruno Mähr (Ärztlicher Leiter, BVA TZ Rosalienhof) auf die Qualität in der beruflichen Rehabilitation ein. „Die Interaktion der Leistungsnehmer, -erbringer und –träger sowie die Vermittlung adäquater arbeitsrelevanter Methoden und Inhalte sind hier wesentlich“, so Mähr. Herwig Wetzlinger (Direktor, Direktion Teilunternehmung AKH) sprach über strategische Erfolgsfaktoren und betonte: „Klare Zukunftsbilder, das Kommunizieren und Einbinden aller Hierarchieebenen sowie berufsgruppenübergreifendes Agieren sind für eine effektive Zusammenarbeit zentral.“ Bernhard Gisinger (Geschäftsführer, Orthopädiezentrum Donau Zentrum) machte deutlich, wie wichtig es sei, dass man sich auf sein Team verlassen könne, und war überzeugt: „Ein Orthopädie-Zentrum funktioniert nicht als One-Man-Show.“

Die Zukunft des Gesundheitssystems
Der dritte und letzte Schwerpunkt widmete sich den Potentialen und Lösungsansätzen zur Bewältigung der steigenden Anforderungen im Gesundheitsbereich. Eva-Maria Kirchberger (Organisational Behaviour Design Imperial College Business School, London) zeigte auf, wie die Analyse von Big Data genutzt werden kann, um das Erlebnis von Patienten zu verbessern. Das größte Problem im Krankenhaus sei der Austausch von Daten. Bis 2030 werde jeder Bürger ein eigenes Gesundheitsportal haben, das alle Interaktionen mit einem Arzt, einem Krankenhaus, einer Apotheke, etc. erfasse. In Zukunft werde von Patienten ein 360-Grad-Profil erstellt, wodurch Krankheiten mithilfe einer Datenanalyse bereits im Vorhinein erkannt werden könnten. „Der Trend geht hin zur Prävention von Krankheiten. Es wird künftig vielmehr um die Erhaltung der Gesundheit, als um die Heilung von Krankheiten gehen“, prognostizierte Kirchberger. Aufgrund der digitalen Revolution werde sich die Gesundheitsbranche stark verändern. So werde es u.a. den Job des sich virtuell einschaltenden Tele-Arztes entstehen, weniger Personal in der Verwaltung notwendig sein, aber wiederum auch neue Berufsbilder entstehen. Darüber hinaus werde sich die Anzahl der Spitäler verringern.

Franz-Peter Walder (Member of the Board, Quality Austria) nahm sich in seinem Vortrag den Gestaltungsebenen im Gesundheitssektor an und hielt als Fazit fest: „Führung nebenbei reicht nicht aus, um Organisationen weiterzuentwickeln. Innovation muss auf mehreren Ebenen stattfinden und beschränkt sich nicht nur auf neue Produkte und Services.“

Danach ging Günther Schreiber auf Potentiale und Erfolgsfaktoren im Gesundheitsbereich ein. Es sei von zentraler Bedeutung, die Komplexität des Systems zu erkennen und zu steuern. Dabei müsse zugunsten des Ganzen auf Einzelinteressen verzichtet werden. Die ganzheitliche Betrachtung gehe beispielsweise verloren, wenn Führungskräfte gegeneinander arbeiten, verschiedene Abteilungen ihr Wissen nicht miteinander teilen oder Ärzte der Meinung sind, ihre Fachkompetenz reiche für die Erzielung optimaler Ergebnisse aus. Die stetig wachsenden Anforderungen an Führungskräfte würden zudem noch mehr Leadership erfordern und zwar unabhängig von der medizinischen Fachkompetenz. „Es darf nur um eines gehen: um Qualität, sprich die beste medizinische Versorgung. Stimmt diese, kommt der ökonomische Erfolg automatisch“, so Schreiber. Kritische Fragen aus dem Publikum bildeten die Basis für den darauf folgenden Expertentalk über die zukünftige Gestaltung des Gesundheitssystems.

Schlussfolgerungen des 10. qualityaustria Gesundheitsforums
Schreiber betonte in seinem Schlussstatement, dass die Komplexität im Gesundheitswesen außen um das 6-fache und innen um das 35-fache gestiegen ist. Im Hinblick auf die Anforderungen an die Führungskräfte, dem Wandel der Kultur und der Legal Compliance seien die Herausforderungen in den letzten Jahren gleich geblieben. Der Druck externer Rahmenbedingungen habe sich jedoch verstärkt. Gründe dafür seien u. a. die vermehrten Forderungen der Sozialversicherungsträger und Patienten, die verstärkte Forderung nach Transparenz und der gestiegene Budgetdruck. Die Krise sei unvermeidbar, um einen Wandel im Gesundheitsbereich bewirken zu können. „Es zeigt sich, dass Veränderungen nur bei genügend hohem Leidensdruck in Angriff genommen werden – das Problem dabei ist: Es geht zu Lasten von Patienten und Mitarbeitern“, fasste Schreiber die Erfahrungen aus seiner über 20-jährigen Tätigkeit in der Branche zusammen.

 

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Membran-Proteine in Zeitlupe

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23.11.2016

MitarbeiterInnen der Center for Advanced Bioanalysis GmbH (CBL) ha-ben eine neuartige Methode zur Beobachtung von Proteinen in biologischen Membranen entwickelt. Die Forschungsarbeit wurde nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature Nanotechnology veröffentlicht.

Die dabei federführenden Forscher DI Andreas Karner und Dr. Johannes Preiner entwickelten in Zusammenarbeit mit Prof. Peter Pohl vom Institut für Biophysik der JKU Linz eine Plattform zur Untersuchung von Membranproteinen. Diese neuartige Methode ermöglicht es den WissenschafterInnen die Biomoleküle in einer Umge-bung zu beobachten, die der realen Situation in biologischen Zellen sehr nahe kommt. Die Beweglichkeit der untersuchten Proteine kann dabei gezielt abgebremst und gesteuert werden – die Membranproteine bewegen sich sozusagen in Zeitlupe. Die Informationen über die Beweglichkeit von Proteine sind von Bedeutung für die Entwicklung von neuen Wirkstoffen

Eine vielseitige Plattform
Die biologischen Zellen in unserem Körper sind begrenzt durch Membranen. Die darin eingebetteten Proteine sind die Kommunikations-Schnittstellen zwischen dem Zellinneren und der Außenwelt und erfüllen eine ganze Reihe von Aufgaben, wie zum Beispiel Transport oder Signalübertragung. Bei CBL werden Membranproteine mittels einer hochauflösenden Mikroskopie-Technik, der Hochgeschwindigkeits-Rasterkraftmikroskopie, erforscht. Dazu werden die Proteine aus Zellen extrahiert, isoliert und schließlich in Membranen integriert, die auf flachen Oberflächen zur ex-perimentellen Untersuchung ausgebreitet werden. Durch trickreiche Modifikationen des Unterbaus gelang es den ForscherInnen, eine nahezu natürliche Umgebung für Membranproteine zu schaffen und so das sehr dichte Protein-Gedränge in einer Zel-le zu simulieren. Durch die räumliche Einschränkung der Proteine auf immer kleine-re Bereiche in der Membran lässt sich ihre Mobilität auf die Anforderungen der jewei-ligen Untersuchungs-Techniken abstimmen und so ihre dynamische Struktur mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung beobachten.

Proteine verhalten sich wie Pferde auf der Weide
Die Abbremsung der Membranproteine vergleicht Karner, der Erstautor der nun ver-öffentlichten Studie, mit einer Pferdekoppel. Die Bewegung der Tiere auf der Weide kann eingeschränkt werden, indem einzelne Bereiche mit einem Zaun abgesperrt werden. Je kleiner diese Bereiche sind, desto geringer ist die Bewegungsfreiheit und umso einfacher ist es, die Pferde aus der Nähe zu beobachten. Ab und zu kann auch mal ein Pferd über den Zaun in ein benachbartes Abteil springen. Genauso verhalten sich die Proteine auf der entwickelten Plattform. Ein Unterschied liegt natürlich in der Größenordnung – Proteine sind nur einige Nanometer, das heißt einige Millionstel-Millimeter groß.

Die Methode lässt sich auf den Großteil aller Membranproteine anwenden und stellt somit ein vielseitiges Werkzeug dar, das der internationalen und multidisziplinären Forschung an Membranproteinen neue Möglichkeiten eröffnet. Die Funktion von Proteinen entsteht durch die dynamische Veränderung ihrer Struktur. Die bei CBL entwickelte Plattform erlaubt nun die Erforschung dieser dynamischen Veränderun-gen, was unter anderem für die Entwicklung neuer Wirkstoffe genutzt werden kann. „Die Veröffentlichung in einem so namhaften Journal wie Nature Nanotechnology ist ein großer Erfolg und die Bestätigung für die hohe Qualität unserer Forschungsar-beit“, so Preiner, Projektleiter und Leiter der Nanoanalytics-Gruppe bei CBL.

 

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Medizinproduktebranche in der Innovationsfalle

Austromed

23.11.2016

AUSTROMED-Herbstgespräche 2016: Medizinprodukte: besser, sicherer, hochwertiger – und trotzdem billiger!?

Das heimische Gesundheitssystem benötigt immer hochwertigere und sicherere Medizinprodukte. Dafür steht aber kaum mehr Geld zur Verfügung. Das führt langfristig dazu, dass Patienten moderne Produkte verwehrt werden, die jedoch Krankheitszeiten und Kosten reduzieren würden. Bei den gestern, Mittwoch, in Wien stattgefundenen AUSTROMED-Herbstgesprächen 2016 wurden mögliche Auswege aus der Innovationsfalle gesucht, in der das Gesundheitswesen und die österreichische Medizinproduktebranche stecken. AUSTROMED-Präsident Gerald Gschlössl: „Mit innovativen Medizinprodukten kann das Gesundheitssystem langfristig Kosten einsparen. Unser Ziel muss es sein, Methoden zu finden, die es ermöglichen, die Ersparnisse durch innovative Produkte in Zahlen zu fassen. Derzeit werden noch immer hauptsächlich die Stückkosten betrachtet und nicht die Prozesskosten.“

Qualität kommt vor Kosten
In seiner Keynote betrachtete der Schweizer Gesundheitsökonom Dr. Willy Oggier die Gesundheitssysteme in Europa und zeigte dabei deutlich auf, dass in Österreich vor allem noch von der Gesundheitspolitik zu klären ist, welche Ziele wir haben und mit welchen Rahmenbedingungen diese erreichbar sind. Vor allem angesichts einer immer weiter alternden Gesellschaft, bei der die Versorgung an Bedeutung gewinnt, muss die Wirksamkeit der Maßnahmen vor der Wirtschaftlichkeit gereiht werden. Mit den Worten: „Qualität kommt vor Kosten“ und „Nichts tun ist keine Alternative“ brachte es Dr. Oggier auf den Punkt. Er kritisierte in seinem Vortrag vor allem den mangelnden Willen, eine Strukturdiskussion im Gesundheitswesen zu führen und forderte einen raschen Kultur- und Strukturwandel, da sonst Österreich im internationalen Vergleich noch weiter abrutschen wird.

Im Anschluss an die Keynote diskutierte das Podium unter der Leitung von Doris Nentwich das Spannungsfeld zwischen beschränkten Budgets, dringend notwendigen medizinischen Innovationen einer Branche, die enorme finanzielle Ressourcen für Forschung und Entwicklung aufbringen muss, aber diese Kosten kaum mehr erstattet bekommt. Dr. Claudia Wild, Leiterin des Instituts für Health Technology Assessment des Ludwig Boltzmann Institut betonte in der Diskussion, dass sie in der neuen EU-Medizinprodukteverordnung eine Chance sieht. Wild: „Verschärfte Vorschriften und die höhere Datentransparenz für die Zulassung von Hochrisikoprodukten könnten sich so positiv auf das Health Technology Assessment auswirken.“

Wege zu innovativen Produkten und Effizienzsteigerungen
In der Diskussion wurde nicht nur über neue Finanzierungsformen diskutiert, sondern auch über ein verändertes Patientenverhalten – zum Beispiel auf Grund der besseren Informationsmöglichkeiten per Internet. Dabei war auch die Idee einer freiwilligen Selbstbeteiligung der Patienten, um noch bessere Produkte zu erhalten. Dr. Alexander Biach, WGKK, Stellvertreter der Obfrau und Stv. Direktor der WK Wien: „Innovative Medizinprodukte sind für Krankenkassen vor allem dann wichtig, wenn sie Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der Patienten nachweislich verbessern oder kostengünstiger machen. Im Zentrum steht eine möglichst hochwertige Versorgung, die durch die finanziellen Möglichkeiten des Sozialversicherungssystems natürliche Grenzen hat. Eine darüber hinausgehende Versorgung mit speziellen, kostenintensiven Produkten könnte künftig noch stärker durch Beteiligung anderer Systempartner erfolgen.“

Vor allem die Erfahrungsberichte aus der Praxis und neue Methoden, um die Schere zwischen Budgetknappheit und Nutzen aus innovativen Produkten stießen bei den Gästen der Veranstaltung auf reges Interessen. Prof. Dr. Sylvia Schwarz, Präsidentin des Obersten Sanitätsrats: „Standortbegrenzung und Zentrumsbildung sind wesentliche Schritte zur Effizienzsteigerung im Krankenhausbereich. Die Konzentration medizinischer Leistungen steigert die Qualität der Patientenversorgung und garantiert eine hochwertige medizinische Ausbildung für die zukünftige Ärzteschaft.“

Optimale Produkte für die Patienten stehen im Mittelpunkt
Christian Schauer, NÖ Landeskliniken-Holding, Abteilungsleiter Einkauf: “Durch eine neue Innovationsrichtlinie versuchen wir gezielt Innovationen in das System einzuschleusen. Dabei soll der Nutzen für den Patienten über verschiedene Wege ermittelt werden, um so rechtzeitig im Vorfeld finanzielle Vorkehrungen für die Zukunft treffen zu können. Besonders wichtig ist dabei, dass die neuen Produkte auf die Anwender optimal zugeschnitten sind. Transparenz und Daten sind dabei wichtig um spezielle Themen voranzutreiben. Ein gutes Beispiel ist hier etwa die Entscheidung zwischen Ein- oder Mehrwegprodukten.“

AUSTROMED Präsident Gschlössl abschließend: „Österreich ist gezwungen Innovationen voranzutreiben, denn eine Verweigerung würde zu unüberschaubaren gesellschafts-politischen Problemen führen. Unser Ziel muss eine Partnerschaft sein, bei der die Medizinproduktebranche direkt auf den Bedarf des Gesundheitswesens eingehen kann und so sowohl der Patient als auch die bezahlende Stelle eine optimales Produkt erhält.“

Die diesjährigen Herbstgespräche waren ein außerordentlicher Erfolg. Über 100 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil und nutzten im Anschluss an die Podiumsdiskussion die Möglichkeit zu einem angeregten Erfahrungsaustausch und Netzwerken.

 

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Überwachungsauditierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001

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23.11.2016

Auch heuer wurde das Energiemanagementsystem (EnMS) der gesamten Vinzenz Gruppe überprüft. Beim 2-tägigen Audit durch die Quality Austria wurden das Krankenhaus Göttlicher Heiland und das Haus St. Katharina in Wien, sowie die Seilerstätten Küchenbetriebe in Linz und die Kulinario in Ried unter die Lupe genommen.

Die Rückmeldung der Auditoren war durchgängig sehr positiv. Obwohl das EnMS erst im November 2015 – unter Federführung des Energiemanagers der SANTESIS, Herrn Roland Gumpoltsberger, MSc, eingeführt wurde – befindet sich das System bereits auf einem sehr guten Weg. Für mehrere interne Prozesse gab es großes Lob von den externen Auditoren. Dazu zählt vor allem die Möglichkeit, dass alle MitarbeiterInnen Vorschläge zur Steigerung der Energieeffizienz über den Ideenpool abgeben können.

Wie auch schon vor der Einführung des EnMS werden über alle Standorte hinweg laufend Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt. Das übergreifende System bietet dabei den Vorteil, dass Ideen von anderen Standorten aufgegriffen werden und positive wie auch negative Erfahrungen einfacher genutzt und geteilt werden können. Da nun die großen Verbrauchergruppen in den Häusern identifiziert sind, können gezielt Maßnahmen gesetzt werden, welche hohe Einsparpotenziale versprechen. So kann der Erfolg der Umsetzung besser bewertet und die Erkenntnisse für zukünftige Projekte genutzt werden. Da das EnMS einen ständigen Prozess der Weiterentwicklung voraussetzt, werden auch in Zukunft laufend Energieeffizienzmaßnahmen gesetzt und die Kommunikation an den Standorten verstärkt.

 

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Außenminister Sebastian Kurz in der Raiffeisenlandesbank OÖ

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23.11.2016

Die Sicherung der EU-Außengrenzen bezeichnete Außenminister Sebastian Kurz am 16.11.2016 bei der Veranstaltungsreihe „Minister im Dialog“ im RaiffeisenForum der Raiffeisenlandesbank OÖ als die vordringlichste Aufgabe in Europa. Wenn es gelinge, Menschen, die in Griechenland oder Italien ankommen, nicht mehr automatisch weiterreisen zu lassen, sondern auf Lesbos oder Lampedusa zu versorgen, bis sie wieder zurückgehen, wären damit auch die innereuropäischen Grenzkontrollen beendet. „Schuld an den Grenzkontrollen innerhalb Europas sind die, die gesagt haben ‚Wir schaffen das‘“, fand Kurz vor mehr als 1.300 Kundinnen und Kunden von Raiffeisen OÖ im bis auf den letzten Platz gefüllten Veranstaltungszentrum und jenen 550 Interessierten, die via Online-Übertragung mit dabei waren, deutliche Worte. Klar Stellung bezog Kurz in seinem Vortrag sowie in der Diskussion mit IV OÖ-Präsident Axel Greiner und RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller auch bei anderen Themen, beispielsweise in der Türkei-Frage. „Ich sehe diese Türkei definitiv nicht in der EU“, sagte der Minister.

Selten so wenig Veränderungskraft
Zu Jahresbeginn 2016 hat niemand damit gerechnet, dass mit Großbritannien eine der größten Volkswirtschaften aus der EU austreten und der neue US-Präsident Donald Trump heißen wird. Zudem bestehen rund um Europa auch weiterhin zahlreiche Konfliktherde und die damit im Zusammenhang stehende Flüchtlingsproblematik harrt einer Lösung. „Innerhalb der EU ist das Bedürfnis spürbar, es muss sich alles ändern. Aber es gab selten eine Phase, in der so wenig Veränderungskraft da war, wie heute“, so die Analyse des Außenministers.

Lösung für brennende Fragen
Es gebe in Europa viele Rufe nach Reformen, jedoch in völlig unterschiedliche Richtungen. „Obwohl ich ein sehr ungeduldiger Mensch bin, bin ich der Meinung, dass wir realistisch sein und nur jene Projekte angehen sollten, die wir auch stemmen können“, betonte Kurz. Eine große Reform hält er derzeit nicht für möglich. Probleme sollten schrittweise angegangen und Lösungen in den brennenden Fragen, die die Menschen auch beschäftigen, gefunden werden. Der Außenminister sprach sich für eine klare Kompetenzverteilung und ein subsidiäres Europa aus. In vielen Fragen könnten Nationalstaaten und Regionen sehr gut Entscheidungen für sich treffen. In den großen Fragen wie beim Außengrenzschutz brauche es dagegen mehr Tiefe und mehr gemeinsame Stärke.

Politik, die Konsequenzen nicht bedacht hat
Das letzte Jahr sei von einer Politik geprägt gewesen, die die Konsequenzen nicht bedacht habe. „Vieles war gut gemeint, aber im Ergebnis nicht gut gemacht. Es sind nicht weniger Menschen im Mittelmeer ertrunken, sondern mehr. Wir selbst haben ausgelöst, dass sich viele Menschen auf den Weg gemacht haben. Viele haben sich auch ein Stück weit eingeladen gefühlt.“

Migration: Zu einer klaren Politik übergehen
Sebastian Kurz glaubt an eine Lösung der Migrationsfrage. Dazu brauche es einen funktionierenden Außengrenzschutz. „Wir müssen zu einer klaren Politik übergehen und den Menschen sagen: Wer sich illegal auf den Weg nach Europa macht, hat keine Chance, nach Mitteleuropa durchzukommen. Dann werden viel weniger Menschen kommen und wir können endlich das Ertrinken im Mittelmeer beenden.“ Gleichzeitig könnten die Ärmsten mit Resettlement-Programmen unterstützt werden. Mit den Milliarden, die das Asylsystem in Europa kostet, könnte wesentlich mehr Menschen in ihrer Heimat geholfen werden, meinte Kurz.

„Sehe Türkei nicht in der EU“
Geradezu fahrlässig sei es, sich beim Außengrenzschutz auf die Türkei und deren Präsident Erdogan zu verlassen. „Was in diesem Land vorgeht, wird von vielen aus Angst, die Türkei könnte den Flüchtlingsdeal aufkündigen, gar nicht kritisiert.“ Kurz zweifelt daran, dass diese Vereinbarung seitens der Türkei noch lange eingehalten wird. Auch aus europäischer Sicht sei es absurd, die mit diesem Deal verknüpften Bedingungen zu erfüllen, betonte Kurz. Für die Fortsetzung der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ist ein gemeinsamer Beschluss aller Außenminister notwendig. Dem werde er sicherlich nicht zustimmen, denn „Die Türkei gibt uns jeden Tag neue Argumente, dass diese harte Linie notwendig ist. Ich sehe diese Türkei definitiv nicht in der EU.“

Sorgen der Österreicher verständlich
Was Österreich betrifft, werde oft so getan, es sei alles gut. „Ich kann die Floskel in der Politik, dass wir besser durch die Krise gekommen sind, schon nicht mehr hören. Die Menschen spüren zu Recht, dass Österreich im internationalen Vergleich zwar noch recht ansehnlich, aber nicht gerade auf der Überholspur ist. Dass da die Sorge entsteht, dass Freihandel eher zum Vorteil der anderen sein könnte, ist für mich menschlich total verständlich.“ Bei Freihandelsabkommen wie TTIP oder CETA müsse man Vor- und Nachteile analysieren und dann transparent entscheiden. Kurz: „Aber wenn wir nicht wieder aufholen und wieder wettbewerbsfähiger werden, wird die Angst vor Freihandel immer größer werden.“

Trump-Wahl: Nicht großspurig reagieren
Zum Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA meinte der Außenminister: „Jeder hat seine persönliche Meinung. Aber wir sollten als Europa jetzt nicht den Fehler machen, allzu großspurig darauf zu reagieren.“ Die US-Bevölkerung entscheide selbst, wer ihr Präsident sein soll. „Wir haben ein Interesse an der Zusammenarbeit, unabhängig, wie der Präsident heißt. Das werden wir auch so anstreben.“

Greiner: USA sind vom Welthandel abhängig
Wahlkampf und Regieren sind vor allem in den USA zwei unterschiedliche Dinge, sah auch IV OÖ-Präsident Axel Greiner die Wahl Trumps zum Präsidenten eher gelassen: „Es bleibt abzuwarten, was der neue amerikanische Präsident nun tatsächlich umsetzen kann. Schließlich ist die amerikanische Wirtschaft auch vom Welthandel abhängig. Daher wird Trump Freihandelsabkommen nicht so einfach wieder aufschnüren können.“ Auch die angekündigte Rückführung von Produktionsstätten in die USA sei nicht so einfach umzusetzen: „Die Arbeitsteilung ist in unserer Welt durch die Globalisierung sehr stark ausgeprägt. Da müssen erst einmal eine Reihe von Voraussetzungen geschaffen werden, damit Strukturen für die Produktion aufgebaut werden können.“

Klare Kompetenzverteilung und Transparenz sind wichtig
In Richtung EU und Freihandelsabkommen mahnte Greiner zu einer klareren Kompetenzverteilung und verstärkter Transparenz, die für die Bürger nachvollziehbar sind. Zurzeit sei oft das Gegenteil der Fall: „Das oftmals in der Allgemeinheit verbreitete Gefühl der unklaren Strukturen in der EU ist schlecht. Für Bürger muss klar sein, wer was entscheidet und über welche Vertreter sie auch mitentscheiden können. Nur Transparenz schafft auch Vertrauen.“

Schließung der Binnengrenzen schadet der Wirtschaft
Sehr kritisch sieht Greiner die Einschränkungen am europäischen Binnenmarkt: „Die Indus­trie hat ein großes Interesse an einem geeinten und starken Europa mit einem ordentlichen Wirtschaftsraum, der weiter ausgebaut werden muss. Die EU lebt von einem offenen Binnenmarkt - daran müssen wir unbedingt festhalten. Das Schließen der Binnengrenzen aufgrund der Flüchtlingskrise schadet der Wirtschaft und kostet Geld, was dann den Unternehmen woanders fehlt.“ Mit den Sanktionen gegen Russland sei vor allem sehr viel Vertrauen zerstört worden, das die österreichischen Unternehmen über Jahre aufgebaut haben. „Wirtschaft und Handel verbinden die Menschen. Sanktionen treiben Regierungen eventuell auch in eine gewisse Richtung, wo dann die Gefahr der Radikalisierung groß ist.“

Schaller: Keine Katastrophe aufgrund US-Wahl erkennbar
Auch wenn die Aktienmärkte kurzfristig nach der US-Wahl eingebrochen sind, ist für RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller keine Katastrophe erkennbar: „Das aktuelle Verhalten der Märkte ist ein Zeichen für große Nervosität und Unsicherheit. Die Börsen haben sich nach einem kurzen Schock wieder beruhigt. Das ist typisch. Wenn die Märkte erkannt haben, in welche Richtung der neue US-Präsident steuert, kehrt wieder Normalität ein. Aber das wird ein paar Monate dauern.“ Trump könnte durchaus auch positive wirtschaftliche Impulse auslösen, die in weiterer Folge auch in Europa spürbar sein könnten. „Wenn umfangreiche Infrastrukturprojekte umgesetzt werden, die in den USA absolut notwendig sind, kann das einen Boom auslösen, auch für Europa.“

Informationspolitik bei Freihandelsabkommen muss besser werden
Dass gerade Österreich als exportorientiertes Land von Freihandelsabkommen sehr stark profitiere, steht laut Schaller außer Frage. Aber: „Die Informationspolitik bei den Verhandlungen ist sicherlich falsch gelaufen. Die Menschen sollten besser informiert werden. Inhaltlich dürfen Abkommen wie CETA oder TTIP nicht von weltweit agierenden Konzernen dominiert werden. Weiters muss auf die Gegebenheiten in den einzelnen Ländern Rücksicht genommen werden.“

Wir verwalten uns zu Tode
Scharfe Worte fand Schaller beim Thema Kompetenzverteilung. Eine klarere und einfachere Kompetenzverteilung sei für die gesamte Wirtschaft wichtig. „Wir verwalten uns mit so einem System zu Tode. Da wird den Unternehmen und damit der gesamten Volkswirtschaft vieles erschwert.“

Sanktionen gegen Russland sollen beendet werden
„Viele österreichische und oberösterreichische Unternehmen sind in Russland tätig und aufgrund der Sanktionen natürlich sehr eingeschränkt. Ich hoffe hier sehr stark auf Normalisierung und dass diese Sanktionen wieder beseitigt werden“, so Schaller, der gleichzeitig zu bedenken gibt, dass sich Europa manchmal zu sehr auf die USA verlassen habe.

 

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IAUP Triennial 2017 - Call for Papers

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25.10.2016

The Programme Committee invites you to participate in the IAUP Triennial Conference 2017 and submit your abstracts! Below please find the topics for the Conference 2017, as well as important dates and submission information.


Virtual Aneurysm auf ÖGNC Tagung in Linz präsentiert

RISC Software GmbH

25.10.2016

Das Projektteam der Abteilung Medizin-Informatik der RISC Software GmbH präsentierte die Projektergebnisse des FFG BRIDGE Projekts „Virtual Aneurysm“ auf der 52. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Neurochirurgie in Linz.

Projektleiter Johannes Dirnberger hielt eine Vortrag vor dem Plenum der anwesenden österreichischen Neurochirurgie, in dem er den entwickelten Prototyp eines Simulators für neurochirurgische Clipping-Operationen vorstellte. Der Prototyp konnte im Rahmen der Industrieausstellung auch live ausprobiert werden. Das Interesse übertraf die Erwartungen des Projektteams und es wurde viele wichtige Kontakte geknüpft. Auch der neue designierte Leiter der Klinik für Neurochirurgie am Kepler Universitätsklinik, Univ. Prof. Dr. Andreas Gruber konnte sich ein Bild von der geleisteten Forschungsarbeit machen und sicherte seine zukünftige Unterstützung zu.

Am 19. Oktober 2016 wurde das Projekt „Virtual Aneurysm“ außerdem bei der Preisverleihung für den Landesinnovationspreis im ORF Landesstudio geehrt.

 

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VW-Chef Matthias Müller in der RLB OÖ - Der Wandel mischt die Karten in unserer Industrie neu

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25.10.2016

Seit September 2015 ist er Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG: Matthias Müller (63) hat zweifellos einen der derzeit herausforderndsten Managerjobs. Bei einer Veranstaltung der Raiffeisenlandesbank OÖ und der Deutschen Handelskammer in Österreich am 6. September 2016 in Linz sprach der Chef des Weltkonzerns mit über 600.000 Mitarbeitern von einem epochalen Umbruch in der Automobilindustrie. „Die Schlüsselindustrie Auto wird sich in den nächsten zehn Jahren tiefgreifender und schneller verändern als in den vergangenen 100 Jahren. Der Wandel ist da und er fordert uns heraus. Er wird die Karten in unserer Industrie neu mischen“, so Müller.

VW im größten Veränderungsprozess seiner Geschichte
In den vergangenen zwölf Monaten war der Chef des größten Automobilherstellers Europas mit allerlei heiklen Themen konfrontiert. Darüber hinaus geht es dem dynamischen Konzernlenker aber vor allem um den weiten Blick in die Zukunft, um die Neuausrichtung des Konzerns. Seit Erfindung des ersten Motorwagens vor rund 130 Jahren sei die Autoindustrie nie stehen geblieben und sei eine der innovationsstärksten Branchen überhaupt. Aber wo bisher Evolution vorherrschte, stehe die Branche mit neuen Technologien, neuen Geschäftsmodelle, neuen Wettbewerbern jetzt vor disruptiven Veränderungen. „Darauf gilt es, Antworten zu geben – nicht morgen, sondern jetzt. Um den Wandel mitzugestalten, müssen wir uns verändern“, betonte Müller. „Es bewegt sich was bei Volkswagen. Dieser traditionsreiche Konzern befindet sich im größten Veränderungsprozess seiner Geschichte. Mein Ziel ist es, das Beste aus der alten und der neuen Welt zusammenzubringen.“

Google, Apple, Baidu & Co im Rückspiegel
Die Innovationskraft von Entwicklern und Ingenieuren bilde die Grundlage für den bisherigen Erfolg der Automobilindustrie. Das gelte insbesondere für Deutschland und Österreich, wo die Stärken im Maschinenbau, Engineering und Design weltweit Anerkennung erfahren. Allein exzellente Autos zu bauen, werde aber in der digitalen Welt nicht mehr ausreichen, so Müller. Denn im Rückspiegel der traditionellen Autobauer tauchen neue Mitbewerber auf. Und die kommen aus gänzlich anderen Branchen. Wenn es um die Mobilität der Zukunft geht, mischen mit Google, Apple oder dem chinesischen Konzern Baidu vor allem Internetgrößen kräftig mit.

Fahrt in die Zukunft mit „Together – Strategie 2025“
Fahrzeuge zu entwickeln, zu bauen und zu verkaufen, werde das Herzstück von Volkswagen bleiben. Gleichzeitig fokussiert sich der Volkswagen Konzern aber auf neue Kernkompetenzen wie das autonome Fahren, die Batterietechnologie oder neue Mobilitätsdienstleistungen. Müller: „Wir haben uns auf den Weg gemacht, Volkswagen grundlegend umzugestalten, ihn neu auszurichten. Von einem Hersteller großartiger Fahrzeuge zu einem weltweiten Anbieter nachhaltiger Mobilität. Das ist der Kern von „Together – Strategie 2025“, mit der die Volkswagen Gruppe in die Zukunft fährt.“

Megatrends Digitalisierung, Urbanisierung und Nachhaltigkeit
„Es gilt, die industrielle und die digitale Welt zu verbinden. Das ist vielleicht die Kernaufgabe der kommenden Jahre“, betonte der Volkswagen-Chef. Die „alte Welt“, so Müller, könne dabei viele Stärken einbringen. Ziel von Playern wie Google oder Apple sei es nicht, mit der Entwicklung und dem Verkauf von Autos Geld zu machen. „Sie interessieren sich primär für die Zeit, die Menschen im Auto verbringen und für die Daten, die dabei entstehen.“

Selbstfahrende und emissionsfreie Autos
Müller sieht in der Digitalisierung, der Urbanisierung und der Nachhaltigkeit drei wesentliche Megatrends, die künftig nicht nur Leben und Arbeiten, sondern auch den Wandel in der Branche bestimmen und traditionelle Geschäftsmodelle infrage stellen werden. Autonom fahrende und emissionsfreie Autos würden in wenigen Jahren zum Alltag gehören, zeigte sich der Konzern-Chef überzeugt. Derartige Angebote könnten Studien zufolge im Jahr 2030 bereits etwa 40 Prozent des Gesamtgewinns der Automobilbranche ausmachen.

Beteiligung am Start-up GETT
Mobilitätsdienste liegen ebenfalls weiterhin im Trend. Hier hat sich der Volkswagen Konzern am Start-up GETT beteiligt. GETT sei Teil des neuen markenübergreifenden Geschäftsfeldes „Mobilitätsdienste“ von Volkswagen. Um diesen Teil herum werden neue Angebote entwickelt.

Elektrische Zukunft
„Die Zukunft fährt elektrisch“, sagte der Chef des Automobilkonzerns mit 12 Marken und weltweiter Präsenz. Die Elektromobilität sei der zentrale Baustein zum Erreichen der Klimaziele. Bis 2025 will die Volkswagen Gruppe mehr als 30 neue vollelektrische Fahrzeuge auf den Markt bringen. Jährlich sollen dann zwei bis drei Millionen Elektrofahrzeuge verkauft werden. Damit sich die Elektromobilität schneller durchsetzen kann, braucht es laut Müller ein stimmiges Gesamtkonzept mit entsprechender Infrastruktur und Kaufanreizen.

Saubere Verbrennungsmotoren
Bis es so weit ist, bleiben moderne Verbrennungsmotoren unverzichtbar und werden laut Müller im Jahr 2030 noch rund zwei Drittel des Marktvolumens bei Neufahrzeugen ausmachen. Deshalb werde weiter daran gearbeitet, die Diesel- und Benzinmotoren noch effizienter und umweltschonender zu machen. Müller: „Ab 2017 werden alle Benzinmotoren sukzessive mit einem Ottopartikelfilter ausgestattet. Damit wird der Partikelausstoß um bis zu 90 Prozent gesenkt.“

Krise macht Veränderungen möglich
Müller nützte seinen Vortrag in der Raiffeisenlandesbank OÖ auch zu einer selbstkritischen Bestandsaufnahme, „das gehört zu einem Blick in die Zukunft“. Mit den Softwaremanipulationen bei Dieselmotoren seien Regeln gebrochen und moralische Grenzen überschritten worden. „Wir arbeiten mit ganzer Kraft und Ernsthaftigkeit daran, das verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. Dazu gehört, dass wir das Geschehene restlos aufklären, ohne falsche Rücksichtnahme. Dass wir den betroffenen Kunden weltweit die richtigen Lösungen anbieten. Und vor allem: Dass wir aus den Fehlern der Vergangenheit die richtigen Lehren für die Zukunft ziehen. Das sind wir unseren Kunden und Mitarbeitern, Aktionären und Geschäftspartnern schuldig. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass wir mit etwas Abstand sagen können werden: So bitter das alles war, die Krise hat auch Türen geöffnet. Sie hat Veränderungen möglich gemacht, die gut waren für Volkswagen. “

Schaller: Zukunftspotenzial ist bei heimischen Betrieben vorhanden
Die Raiffeisenlandesbank OÖ verfolge die Entwicklungen in der Industrie und vor allem in der wichtigen Automobilbranche ganz genau, sagte Raiffeisenlandesbank OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller in der Diskussionsrunde mit Müller, voestalpine-Chef Wolfgang Eder und Dieter Hundt, Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich. Schaller sieht die Voraussetzungen, dass die österreichischen, aber vor allem auch die oberösterreichischen Unternehmen bei der Transformation in Richtung Zukunft mithalten können, durchaus für gegeben: „Unsere Zulieferbetriebe haben das vorhandene Potenzial in der Vergangenheit perfekt genutzt. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen große Ressourcen in Forschung und Entwicklung gesteckt haben.“ Unterstützung kam dabei unter anderem von der Öffentlichen Hand – vor allem auch, wenn es darum ging, in Krisenzeiten mit flexiblen Arbeitszeitmodellen zu unterstützen. Schaller mahnte aber gleichzeitig: „Damit wir die Erfolge langfristig halten können, müssen die überbordenden bürokratischen Regelungen, mit denen die Wirtschaft aktuell belegt ist, beseitigt werden. Wir müssen der Wirtschaft die Möglichkeit geben, sich wieder freier bewegen zu können. Das ist die Voraussetzung dafür, dass es in der Dynamik, die bei uns in den letzten 30 Jahren vorhanden war, auch langfristig weiter gehen kann.“

Eder: Als starker Partner Bedürfnisse vorwegnehmen
voestalpine-Generaldirektor Wolfgang Eder sieht die Entwicklungen der Automobilbranche hin zu Mobilitätsanbieter durchaus positiv: „Die Veränderungen werden kommen und für die nächsten Generationen selbstverständlich sein. Das ist auch gut so, denn sie dienen der Sicherheit, der Nachhaltigkeit und führen schlussendlich auch zu einem komfortableren Miteinander.“ Die voestalpine stellt sich als Zulieferer der Autoindustrie auf die Herausforderungen der Zukunft ein und versucht als starker Partner neue Dinge zu entwickeln und auf Wünsche nicht nur zu reagieren, sondern Bedürfnisse vorwegzunehmen: „Wir arbeiten beispielsweise auf der Materialseite sehr intensiv daran, unseren Partnern in der Automobilindustrie mit neuen Produkten, neuen Spezifikationen, neuen Verfahren und neuen Prozessen neue Wege aufzuzeigen.“ So sei gerade beim Stahl noch viel Entwicklungspotenzial vorhanden. Eder: „Hier sind gerade mal 50 Prozent von den Möglichkeiten in der Entwicklung ausgeschöpft.“

Europa darf Stärken nicht aufgeben
„Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass wir im globalen Wettbewerb stehen. Vor allem, was die Kostenseite betrifft“, so Eder. Europa sei in der traditionellen Industrie noch immer weltweit führend, diese Stärke dürfe nicht aufgegeben werden. „Aber wir beobachten, wie die Kostenschere im internationalen Vergleich immer weiter auseinandergeht. Das betrifft die Aufbereitung von Rohstoffen und zieht sich über die gesamte Wertschöpfungskette.“

Hundt: Enge Zusammenarbeit als Erfolgskonzept
Dieter Hundt, Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich, sieht den Erfolg der deutschen Autoindustrie in den vergangenen Jahrzehnten nicht zuletzt in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Zulieferern begründet. Dies sei auch angesichts der großen Veränderungen in der Branche weiterhin eine Grundvoraussetzung für den Erfolg in der Zukunft. „Das Auto der Zukunft wird weiterhin ein exzellent hergestelltes und entwickeltes Fahrzeug sein – allerdings kombiniert mit einer weit entwickelten IT. Ich sehe die Entwicklung positiv und für beide Sektoren großes Potenzial“, so Hundt. Den aktuell großen wirtschaftlichen Erfolg von Deutschland führt der Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich auf die Agenda 2010 zurück, die mit Maßnahmen wie Flexibilisierung, Zeitarbeit und leichtere Vergabe von Werkverträgen den Umschwung gebracht hat. „Wir haben damals einen Riesensprung gemacht, von dem wir heute noch leben.“

 

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Die InNOVAtion auf der ÖVKT Jahrestagung

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25.10.2016

Von 27. bis 30. September 2016 folgten mehr als 220 Krankenhaustechniker und -technikerinnen der Einladung des ÖVKT und genossen das angenehme Ambiente in Pörtschach.

Im Fokus der Veranstaltung standen Vorträge zum Thema “Zukunftstechnologien, Herausforderung an die Aus- und Weiterbildung”. Das Programm griff die wichtigsten Trends im Gesundheitswesen auf und bot Handlungsstrategien und konkrete technische Lösungen für den zu erwartenden Fortschritt.

Auch der SANTESIS Stand im Foyer war stets gut besucht. Die Costumer Service Mitarbeiter von SANTESIS boten den interessierten Besuchern eine Live-Präsentation der mobilen Softwarelösung von HSD NOVAFM. Der Hersteller der Software, Händschke Software & Datentechnik, war ebenfalls an unserem Stand vertreten und beantwortete alle Fragen hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen.

Besonders begeistert waren die Besucher, wie einfach Checklisten, Meldungen, Durchführungen und Einweisungen im Service Center mobil abzuarbeiten und zu dokumentieren sind. Meldungen inklusive Foto sind bequem über das Tablet bzw. Smartphone zuordenbar. Die einfache, übersichtliche Erfassungsmaske schafft einen schnellen Überblick über den Ist-Zustand.

Die Präsentation der zukunftsweisenden und innovativen CAFM-Lösung war ein voller Erfolg!

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Regulatory Update: Mobile Medical Applications

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25.10.2016

Mobile Health oder mHealth ist ein Überbegriff für die Unterstützung medizinischer Behandlungen bzw. für die Unterstützung des Gesundheitswesens durch Mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets. Der Begriff wird vielfältig in Zusammenhang mit der Verwendung von Mobiltelefonen verwendet: Vereinfachung der Erfassung von Patientendaten in der Gesundheitsversorgung, verbesserte Kommunikation von gesundheitsbezogenen Daten zwischen Arzt und Patienten bis hin zu Echtzeit Medikationsüberwachung und Insulin Dosis-Kalkulatoren.

Im Zusammenhang mit dem breiten Überbegriff „Mobile Health“ werden im allgemeinen Fragen des Datenschutzes, des Nutzens für das Gesundheitssystem, Klinische Evidenz, Technische Fragen wie Interoperabilität diskutiert.

In diesem Artikel soll auf einen weiteren zentralen Aspekt der regulatorischen Anforderungen fokussiert werden: Auf die so genannten “Mobile Medical Applications – MMA”. Mobile Medical Applications werden von der FDA (US-amerikanische Food and Drug Administration) als Anwendungen für mobile Endgeräte (wie Smartphones oder Tablets), die medizinisches Personal oder Patienten bei der Diagnose, Therapie oder Überwachung von Krankheiten oder Verletzungen unterstützen, bezeichnet.

Ist die Mobile Application ein Medizinprodukt?
Eine der wesentlichsten Herausforderungen, die es zu meistern gilt, ist: Wann ist eine Mobile Application eine Mobile Medical Application – also ein Medizinprodukt?

Die klare Abgrenzung zu Wellness und Sport (Stichwort Quantified Self) bzw. zu rein administrativen Tools wie elektronischen Patientenakten ist zunächst entscheidend. Eine große Hilfe bei der Abgrenzung ist eine klar definierte Zweckbestimmung durch den Hersteller. Diese sollte klar den Aspekt beschreiben, wie medizinisches Personal oder Patienten bei der Diagnose, Therapie oder Überwachung von Krankheiten oder Verletzungen durch die App unterstützt werden.

Eine gute Anleitung für eine Zweckbestimmung bietet der EU-Leitfaden MEDDEV 2.1/6 “Qualification and Classification of stand alone software”, der aktualisiert im Juli 2016 publiziert wurde. Wenn unterschiedliche Varianten einer Mobile Application (Medizinprodukt / Nicht Medizinprodukt) denkbar sind, sollte der Hersteller dies durch die Zweckbestimmung und in Anlehnung an den MEDDEV – Leitfaden dokumentieren.

Software-Enwicklungsprozess, Dokumentation und klinische Bewertung
Ist die Mobile Application ein Medizinprodukt, liegt die Herausforderung schlechthin darin, sich im Irrgarten der regulatorischen Anforderungen rechtzeitig zu orientieren. Da die regulatorischen Anforderungen vor allem auch auf Rückverfolgbarkeit, die Erstellung von Dokumentation und klar geregelte Entwicklungsprozesse abzielen, muss von Anfang an systematisch vorgegangen werden. Entwicklungsbegleitend ist eine erforderliche Dokumentation zu erstellen: eine Software-Akte (IEC 62304), eine Risikomanagement-Akte (ISO 14971) und eine Gebrauchstauglichkeits-Akte (IEC 62366) zu erstellen. Ist die Software erst einmal erstellt, ist es zu spät.

Auch die klinische Validierung ist für viele App-Entwickler Neuland. Die Fähigkeit der Mobile Medical Application, die Zweckbestimmung zu erfüllen, muss in einer klinischen Bewertung nachgewiesen und systematisch dokumentiert werden.

Generell erfordert die Entwicklung von Mobile Medical Applications die frühzeitige Einbindung von Regulatory Know how, ausreichend Zeit und Ressourcen zur Umsetzung der regulatorischen Anforderungen. Dies sollte bei der Produktentwicklung und Projektplanung von Anfang an berücksichtigt werden.

 

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INTEGRI Preisverleihung 2016 - Österreichischer Preis für Integrierte Versorgung

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Integri Preisverleihung
Das Team „Integrierter Patientenpfad, Behandlungspfad Schlaganfall Tirol“ mit prominenten Gratulanten © Gregor Zeitler
Integri
Das Team Psychosoziale Übergangsbetreuung „Sprungbrett“ mit prominenten Gratulanten © Gregor Zeitler
Das Team „Wir sind ganz Ohr“ mit prominenten Gratulanten
Das Team „Wir sind ganz Ohr“ mit prominenten Gratulanten © Gregor Zeitler

29.09.2016

medSteyr, 28. September 2016. Im Rahmen der etablierten Veranstaltungsreihe „Zukunft Gesundheit“ der Karl Landsteiner Gesellschaft wurde der INTEGRI nach 2012 und 2014 zum nunmehr dritten Mal vergeben. Die Initiative wendet sich an Organisationen, Personengruppen und Einzelpersonen, welche die Herausforderungen des Gesundheitswesens erkannt haben und helfen, diese mittels Modellen der Integrierten Versorgung zu bewältigen. Es konnten dabei Projektideen, Projekte in Umsetzung und abgeschlossene Projekte rund um die Integrierte Versorgung eingereicht werden.

Am 22. September 2016 wurden in der mumok-Lounge im Wiener Museumsquartier die herausragenden INTEGRI-Einreichungen ausgezeichnet. im Beisein zahlreicher hochrangiger Vertreter des österreichischen Gesundheitswesens wurde der INTEGRI diesjährig in drei Kategorien verliehen und mit handgefertigten Skulpturen des renommierten, international erfolgreichen Glaskünstlers Robert Comploj geehrt.

Gesundheitspolitische Modellfunktion
In der Kategorie „Gesundheitspolitische Modellfunktion“ wurde die INTEGRI-Auszeichnung durch Sektions¬chef Dr. Clemens-Martin Auer (Bundesministerium für Gesundheit und Frauen) überreicht. Sie ging an den Tiroler Gesundheitsfonds mit seinen Partnern für die Einreichung „Integrierter Patientenpfad, Behandlungs¬pfad Schlaganfall Tirol“. Die Jury hob die nachgewiesen wirksame und professionelle Umsetzung dieser evaluierten IV-Initiative hervor und nannte die Schlaganfallversorgung mit vielen bekannten Projekten und Aktivitäten als „Evergreen“ in der Integrierten Versorgung.

Sozialpsychiatrische Initiativen
In der Kategorie „Sozialpsychiatrische Initiativen“ wurde die Psychosoziale Übergangsbetreuung „Sprungbrett“ des Landespflegeheims Scheiblingkirchen mit seinen Projektpartnern ausgezeichnet. Die Jury wählte dieses Projekt aus, da diese Initiative in Umsetzung deutlich zeigt, wie ausgehend von einem Landespflegeheim als bereits etablierte Struktur durch Kommunikation und innovative Vernetzung der stationären und ambulanten, der Pflege, der Sozialdienste, der Kostenträger, von Ämtern und Behörden u.a. eine WIN-WIN-WIN-Situation geschaffen werden kann: für Klienten und Angehörige, für die Kostenträger und für die Leistungserbringer.

Innovative Versorgungsinitiativen
Als herausragendes Projekt in der Kategorie „Innovative Versorgungsinitiativen“ ging der INTEGRI in die Steiermark an das Krankenhaus der Elisabethinen Graz und deren Projektpartner für die Initiative „‘Wir sind ganz Ohr‘ – Integrierte Versorgung von Menschen mit Cochlea-Implantaten“. Die Jury hob hervor, dass diese Initiative sowohl den Nutzen für die kleinen Patienten als auch die Vorteile für das Gesundheits- und Sozialwesen in einer wirksamen und zugleich sympathischen Art und Weise verbindet. Von der intensiven Zusammenarbeit in der Erfassungs- und Abklärungsphase, über die zeitgerechte Indikationsstellung und die Therapie bis zu einem gemeinsamen Nachbetreuungskonzept.


Über den INTEGRI
Der INTEGRI – Österreichischer Preis für Integrierte Versorgung wurde 2011 vom INTEGRI-Initiativforum ins Leben gerufen. Diese Expertengruppe hat den inhaltlichen Grundstein gelegt und die grundlegende Definition, die Modalitäten der Einreichung und die Bewertungskriterien erarbeitet. Eingereicht können seither Projekte, Konzepte und Ideen zum Vorantreiben der Idee einer effizienten, integrierten Patientenversorgung. Bisher wurden 70 Projekte zum INTEGRI eingereicht, die von einer unabhängigen, hochkarätig besetzten Fachjury bewertet wurden. Alle zwei Jahre werden die Preisträger erhoben und prämiert.

“CGM unterstützt mit moderner IT-Technologie die Wirtschaftlichkeit des Gesundheitswesens. Der Claim ‘Synchronizing Healthcare’ steht dabei, wie auch das Konzept der Integrierten Versorgung selbst, für die zielgerichtete Zusammenarbeit aller am Gesundheitssystem beteiligten Akteure. Das gemeinsame Ziel, die Gesundheitssysteme wirtschaftlicher zu machen und gleichzeitig die Versorgung der Patienten zu verbessern, erklärt auch, warum sich CGM mit dem INTEGRI für Integrierte Versorgung einsetzt”, erläutert Erwin Jobst, Vertriebsleiter bei CGM Clinical Österreich.

Über Integrierte Versorgung
Das Thema „Integrierte Versorgung" (IV) findet sich in fast allen Strategien, Konzepten, Plänen und Vereinbarungen zur Zukunft des österreichischen Gesundheitswesens. Als Auftrag eine kunden-, klienten- oder patientenorientierte Dienstleistung arbeitsteilig zu erbringen. Zugleich soll diese komplexe Dienstleistung das soziale Umfeld der Patienten, die Sektoren, Organisationen und Berufsgruppen beteiligen, die gebraucht werden: idealerweise von der Prävention über Rehabilitation bis zur Palliativbetreuung. Theoretisch ein hoher Anspruch – in der Praxis noch mehr.

Über CompuGroup Medical SE (CGM)
CGM ist eines der führenden eHealth-Unternehmen weltweit und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 500 Mio. Euro. Seine Softwareprodukte zur Unterstützung aller ärztlichen und organisatorischen Tätigkeiten in Arztpraxen, Apotheken, Laboren und Krankenhäusern, seine Informationsdienstleistungen für alle Beteiligten im Gesundheitswesen und seine webbasierten persönlichen Gesundheitsakten dienen einem sichereren und effizienteren Gesundheitswesen. Grundlage der CGM Leistungen ist die einzigartige Kundenbasis mit etwa 400.000 Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und sonstigen Leistungserbringern in ambulanten und stationären Einrichtungen. Mit eigenen Standorten in 19 Ländern und Produkten in über 40 Ländern weltweit ist CGM das eHealth-Unternehmen mit einer der größten Reichweiten unter Leistungserbringern. Rund 4.300 hochqualifizierte Mitarbeiter stehen für nachhaltige Lösungen bei ständig wachsenden Anforderungen im Gesundheitswesen.



Kontakt für Redaktionen:
CompuGroup Medical
Mag. Walter Zifferer Marketing & Communication Manager
Pachergasse 4, 4400 Steyr
T +43 (0) 7252 587‐1465
E‐Mail: walter.zifferer@cgm.com

 

 

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Zukunftsweisende Software zur multiplen Genomanalyse in der Biomedizin aus Österreich und Spanien

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28.09.2016

Von 3. Bis 7. September 2016 fand die 15. European Conference on Computational Biology in Den Haag, Niederlande statt. Die Projektmitglieder des EU-Projekts Mr.SymBioMath nutzten dieses hochkarätige Konferenz um ihre Forschungs- und Projektergebnisse in der Forschungscommunity zu präsentieren. Ein halbtägiges Tutorial, welches als offizielles Pre-Meeting der Konferenz abgehalten wurde, ermöglichte den interessierten Teilnehmern die neu entwickelten Verfahren selbst auszuprobieren. Oscar Torreno Tirado und Michael Krieger präsentierten Teilnehmern aus 14 verschiedenen Ländern unter dem Titel "Scientific Workflows under Galaxy. Use Case: multiple genome comparison" den Umgang mit der im Projekt entwickelten Software zum Genomvergleich. Weitere Ergebnisse des Projekts Mr.SymBioMath wurden in der Postersession mit dem Plakat "High resolution refinement of Large Scale Genomic Rearrangements using repetitions: A case study" von Jose Arjona-Medina, Guillermo Thode und Oswaldo Trelles präsentiert.

Cloud Computing für Genomanalyse
Im Rahmen des EU-geförderten Forschungsprojekts Mr.SymBioMath wird an der Optimierung und Leistungssteigerung von Berechnung aus dem Beriech der Biomedizin und Bioinformatik geforscht. Anwendungsbereiche sind hierbei beispielsweise die Erforschung von allergischen Reaktionen auf Medikamente sowie die Erstellung von evolutionären Stammbäumen unterschiedlicher Tierarten basierend auf genetischer Information. Computer als Grundlage für Forschung und Entwicklung lösen heute Aufgaben mit einer Geschwindigkeit und Effizienz, die vor einigen Jahren nicht durchführbar und vor Jahrzehnten gar unvorstellbar waren. Jeden Tag werden heute riesige Datenmengen auf Desktoprechnern, Laptops, Tablets, Smartphones und selbstverständlich auch auf so genannten Supercomputern verarbeitet. Letztere ermöglichen u.a. auch die Simulation von Wetterereignissen durch die Lösung von komplexen Gleichungssystemen, helfen bei der Lösung schwieriger Probleme der Quantenphysik oder ermöglichen die Entschlüsselung der Genome von Organismen. Insbesondere die Genetik ist ein Forschungsbereich, der eine große Fülle an Daten benötigt und auch viele Daten produziert. So benötigt zum Beispiel das sequenzierte Genom eines einzigen Menschen ca. 3 Gigabyte (3.000 Megabyte) an Speicherplatz. Auf Grund dieser Datenmengen und der Notwendigkeit diese Daten möglichst rasch zu verarbeiten, haben Experten begonnen sich mit Lösungsansätzen zur Analyse und Verwaltung von großen Datenmengen, so genannten Big Data, zu beschäftigen.

 

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Quality Austria stellt neues Kursprogramm vor

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28.09.2016

Neue Entwicklungen bei Managementsystemen und Anforderungen aus der Praxis sind in das soeben veröffentlichte Kursprogramm 2017 der Quality Austria für Trainings und Personenzertifizierungen eingeflossen. Rund 90 Lehrgänge, Seminare und Refreshings aus Bereichen wie Qualität und Unternehmensqualität (EFQM), Integriertes Managementsystem, Umwelt und Energie, Öffentliche Verwaltung, Lebensmittelsicherheit oder Gesundheit/Soziales werden im kommenden Jahr angeboten. 10 Seminare und Lehrgänge wurden neu ins Ausbildungsprogramm aufgenommen.

Qualität ist nicht nur bei Produkten und Dienstleistungen ein Wettbewerbsvorteil, sondern auch bei der eigenen beruflichen Ausbildung. „Im ‚War of Talents‘ setzen sich heute jene Job-Bewerber durch, die über die jeweils geforderten, spezifischen Kompetenzen verfügen. Eine Personenzertifizierung ist dafür ein wesentlicher Leistungsnachweis“, weiß Konrad Scheiber, CEO der Quality Austria. Soeben wurde das Kursprogramm 2017 veröffentlicht, das die Bereiche Qualität und Unternehmensqualität (EFQM), Integriertes Managementsystem, Sicherheit (Safety), Bauwesen, Öffentliche Verwaltung, Automotive, Luft- und Raumfahrt, Lebensmittelsicherheit, Gesundheit/Soziales/Gesundheitstourismus, Verkehr- und Schienenfahrzeuge, Risiko und Sicherheit (Security), Medizinprodukte sowie Gesellschaftliche Verantwortung (CSR) abdeckt. „Als einzige Zertifizierungsstelle Österreichs bieten wir acht akkreditierte Personenzertifizierungs-Programme an und stimmen diese mit den anerkannten europäischen Standards der EOQ, der European Organisation for Quality, ab. Da die EOQ für die Entwicklung europäischer Standards für Personenzertifikate verantwortlich zeichnet, ist eine breite Anerkennung der bei Quality Austria erworbenen Kompetenzen garantiert“, betont Scheiber.

Zahlreiche Neuerungen und Überarbeitungen
Für das neue Kursprogramm wurde die gesamte Lehrgangsreihe Statistik für Wirtschaft, Industrie und Technik modernisiert. Auch die Auditoren-Ausbildung wurde überarbeitet, um die neuen Ansätze und Methoden für Audits aus den revidierten ISO-Normen zu berücksichtigen. Für Branchenspezialisten bietet die Quality Austria ebenfalls ein erweitertes Angebot an Seminaren, in denen Branchenstandards aufgegriffen und konkrete, branchenspezifische Lösungsvorschläge vorgestellt werden: Im Bereich der Lebensmittelsicherheit werden vier neue Kurse angeboten, jeweils zwei neue Seminare gibt es zu Medizinprodukten und im Bereich Automotive, Luft- und Raumfahrt.

Top-Aktualität und Praxisnähe
Einerseits kann die Quality Austria durch die Mitarbeit in nationalen und internationalen Normungsgremien sicherstellen, dass den Kursteilnehmern stets der neueste Wissensstand vermittelt wird: nach Revision der ISO 9001 und ISO 14001 und deren Neuveröffentlichung im letzten Jahr wird derzeit die Sicherheitsnorm ISO 45001 (ehem. OHSAS 18001) überarbeitet. Die Quality Austria bietet dafür in der Rubrik „Sicherheit“ ein maßgeschneidertes Seminar, das sich kompakt mit diesen Änderungen auseinandersetzt. Die aktive Beteiligung an der Normungsarbeit stellt neben der Aktualität auch die internationale Gültigkeit des transferierten Wissens sicher. Andererseits werden die Trainingsangebote laufend auf ihren Praxiswert überprüft und verbessert. Hierfür kann die Quality Austria auf ein Netzwerk von mehr als 1000 Experten zurückgreifen, deren Branchenkenntnis und Wissen über betriebliche Anforderungen aus der Praxis in die Gestaltung des Kursprogramms einfließt. Dadurch kann mit den Trainingsmethoden ein Fokus auf Praxisnähe und die Umsetzbarkeit im betrieblichen Alltag gelegt werden.

Bonussystem für Personenzertifizierungen und Trainings
Kursteilnehmern steht ein spezielles Bonussystem in Form von drei unterschiedlichen Bonusgruppen zur Verfügung: so kommt der 20%ige Pionierbonus für alle neuen Trainingsprodukte aus dem Kursprogramm zur Anwendung, die zum ersten Mal abgehalten werden (Kennzeichnung „NEU“ im Kursprogramm). Den Frühbucherbonus (10%) können alle jene in Anspruch nehmen, die sich bis zum Stichtag 11. November 2016 verbindlich für eines der Lehrgangs-, Seminar- und Refreshing-Angebote sowie für Prüfungen im öffentlichen Bereich aus dem aktuellen Kursprogramm anmelden. Den Kompetenzzertifikatsbonus über 5% erhält, wer sich für Trainings inklusive der dazugehörigen Prüfungen anmeldet und die Lehrgangsreihe innerhalb eines Kalenderjahres abschließt. Es kommt immer die höchst mögliche Bonuskategorie zur Anwendung, ein Addieren unterschiedlicher Boni ist nicht möglich.

 

 

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ÖVKT-Tagung in Pörtschach: Live-Präsentation „Mobile Instandhaltung“

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28.09.2016

Die Spannung steigt! Wie sieht der Einsatz der CAFM Softwarelösung HSD NOVAFM auf mobilen Endgeräten aus? Welche innovativen Funktionen bietet die Software? Diese und viele weitere Fragen werden von 27.-30.9.2016 von SANTESIS, der Generalvertretung für Österreich, und dem Hersteller Händschke Software & Datentechnik bei der ÖVKT-Tagung in Pörtschach beantwortet und live präsentiert.

HSD NOVA ist die innovative, vollständig neu entwickelte CAFM-Software, der seit Jahrzehnten erfolgreichen Softwarelösung HSD MT/BT-DATA. Sie unterstützt die Prozesse und deren Dokumentation in den Bereichen Informationstechnologie, Betriebs- und Medizintechnik.

Das Geniale daran: die Software ist voll einsatzfähig auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem bietet der praktikable Web-Client alle Funktionen des Windows-Clients ohne zusätzlichen Installationsaufwand. Der Offline-Client bietet sogar den Komfort ohne Verbindung zur zentralen Datenbank zu arbeiten. Aufgrund der modernen Systemarchitektur bestehen keine Restriktionen in Bezug auf das Betriebssystem der mobilen Endgeräte.

 

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Einreichen beim Houskapreis 2017 - Österreichs größter privater Preis für wirtschaftsnahe Forschung

Houskapreis

14.09.2016

Ab sofort können KMUs ihre wirtschaftsnahen Projekte für den Houskapreis 2017 der B&C Privatstiftung einreichen.

Mit einem Preisgeld von insgesamt 400.000 Euro ist dieser "Forschungs-Oscar" der größte private Forschungspreis Österreichs.

 

Die Einreichung zum Houskapreis ist ab sofort online bis 30. November 2016 möglich.

 

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SLM Solutions beschließt Software-Joint Venture mit CADS GmbH

27.07.2016

Zusammen mit dem österreichischen Software-Entwickler CADS will die SLM Solutions Group AG – ein führender Anbieter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie („3D-Druck“) – eine Konstruktionssoftware entwickeln, die ihren Kunden die Entwicklung von Bauteilen erleichtert.

• Joint Venture-Gründung mit österreichischer CADS GmbH, Perg, vertraglich Anfang 2016 beschlossen
• Entwicklung eigener Spezialsoftware für Anforderungen des Metall-3D-Drucks 
• Weiterer strategischer Schritt auf dem Weg zum Lösungsanbieter für additive Fertigung

Henner Schöneborn, Vorstandsmitglied von SLM Solutions im Ressort „Corporate Development and Innovation“, erläutert das Vorhaben: „Bisher arbeiten wir mit der Konstruktionssoftware eines Drittanbieters, die allerdings nicht im gewünschten Maße auf die Besonderheiten des selektiven Laserschmelzens und die Kundenwünsche eingehen kann. CADS hat uns mit tiefem Fertigungs-Know-How und Lösungen im Bereich der Medizintechnik, gepaart mit innovativen Ideen, überzeugt. Wir sehen in einer Software-Eigenentwicklung mittelfristig eine große Chance, um den Anforderungen der Konstruktionspraxis unserer Kunden besser gerecht zu werden.“

Der Finanzvorstand von SLM Solutions, Uwe Bögershausen, führt weiter aus: „Wir positionieren uns – wie schon bei der angekündigten Kooperation mit JUREC und dem zuletzt angekündigten Joint Venture im Pulverbereich – zunehmend als ganzheitlicher Lösungsanbieter für die additive Fertigung. Dabei spielt Software eine wichtige Rolle. Die Softwarelösungen von CADS ermöglichen es bereits heute, dass Chirurgen im Rahmen einer geführten Konstruktion Implantate entwerfen, ohne dass sie dafür ausgewiesene CAD-Spezialisten sein müssen. Die bereits laufende Anwendung im Medizinbereich ist ein erster Schritt, langfristig sehen wir uns aber auch in anderen Bereichen“.

SLM Solutions wird einen niedrigen siebenstelligen Euro-Betrag in die zu gründende SLM Solutions Software GmbH investieren, an der sie einen Anteil am Grundkapital von 51 Prozent halten wird. Die zu entwickelnde Software wird durch SLM Solutions für die eigenen Produkte verkauft, kann aber grundsätzlich maschinenunabhängig eingesetzt werden.

„Additive Fertigung bedeutet Freiheit bei der Bauteilgeometrie. Dadurch ist z.B. die gewichtsoptimierte bionische Gestaltung von Bauteilen möglich. Wir wollen mit CADS ein Konstruktions-Tool entwickeln, das die optimale Gestaltung der Bauteile erleichtert. Dadurch wird es einfacher, das volle Potenzial der additiven Fertigung zu nutzen. Und so wird die Verbreitung der additiven Fertigung weiter beschleunigt.“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Rechlin den strategischen Schritt.

 

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5 österr. ICT Startups für Central European ICT StartUps Pitching in London gesucht

26.07.2016

Das Vereinigte Königreich hat den am besten entwickelten Venture Capital (VC) Markt in Europa. VC-Geber suchen attraktive, growth-ready ICT Start-ups, an denen sie sich mit Kapital und Know-how beteiligen können.

Gemeinsam mit den Botschaften von Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei sowie in Zusammenarbeit mit PricewaterhouseCoopers LLP & BVCA (British Private Equity & Venture Capital Association) organisiert das AC London das „Central European ICT StartUps 2016 Pitching“.

Gesuch werden die fünf besten ICT Start-ups aus Österreich um Sie in London einem Investorenpublikum vorstellen zu können. Die fünf ausgewählten ICT Start-ups bekommen im Rahmen einer Marktsondierungsreise am 25. Oktober wertvolle Einblicke in den UK Venture Capital Markt und die Investmentszene und die Gelegenheit, sich mit lokalen Entrepreneuren am Abend zu vernetzen.

In einem 3 Minuten Pitch am 26. Oktober stellen Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung hochkarätigen Investoren vor und können beim Netzwerken wertvolle Kontakte zu Kapitalgebern und dem Start-up Ökosystem in London knüpfen.

Die Teilnahmegebühr für die Marktsondierungsreise und der Pitching Veranstaltung beträgt 200 Euro exkl. 20% Ust. für Kammermitglieder bzw. 400 Euro exkl. 20% Ust. für andere Unternehmen.


Schicken Sie Ihre Bewerbung mittels ausgefülltem Firmenprofil und Executive Summary bis 22. August 2016 an london@wko.at.

 

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>> Bewerbungsbogen/Firmenprofil

>> Programm



Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Monika Dunkel, Technologiebeauftragte im AußenwirtschaftsCenter London unter london@wko.at oder +44 20 7584 4411.


Rund 1.200 Gäste beim Kundenempfang der RLB OÖ in Wien

26.07.2016

Mit dem Jahresergebnis 2015 hat die Raiffeisenlandesbank OÖ eine sehr gute Basis für die weitere Entwicklung geschaffen. „Wir setzen auf Schnelligkeit, besondere Verlässlichkeit und Flexibilität sowie Dienstleistungen, die das Alltägliche übersteigen. Damit wollen wir uns bei unseren Kunden als beste Servicebank auszeichnen“, betonte Raiffeisenlandesbank OÖ-Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller beim traditionellen Kundenempfang der Raiffeisenlandesbank OÖ (RLB OÖ) am 30. Juni 2016 auf der Reiterplattform der Albertina in Wien. Unter den rund 1.200 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport war die Stimmung ausgezeichnet.

Verlässliche, ideenreiche Anspielstation
Mit einer Kernkapitalquote (CET1-Quote in der Kreditinstitutsgruppe) von 13,8 Prozent (+ 2,6 Prozentpunkte im Jahr 2015) liegt die Raiffeisenlandesbank OÖ sehr deutlich über den Anforderungen der Europäischen Zentralbank (EZB). „Das ist die wichtige Basis für ein starkes Agieren am Markt“, sagte Schaller. Auch die weitere Steigerung der Effizienz sowie eine umsichtige Risikopolitik wurden weiter vorangetrieben. Schaller: „Wenn unsere Kunden in die Offensive gehen wollen, finden sie in der Raiffeisenlandesbank OÖ eine verlässliche und ideenreiche Anspielstation.“ „Ich wünsche der Raiffeisenlandesbank OÖ weiterhin den Erfolg wie in den vergangenen Jahren“, meinte Finanzminister Hans Jörg Schelling, der darüber hinaus von einem Umbruch und generell großen Herausforderungen auch in Zusammenhang mit der Brexit-Entscheidung sprach.

Rund 1.200 Gäste
Unter den Gästen beim Sommerfest der RLB OÖ in Wien: die Bundesminister Sophie Karmasin, Hans Jörg Schelling, Sebastian Kurz und Andrä Rupprechter, Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl und Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller, voestalpine-Generaldirektor Wolfgang Eder, AMAG-Generaldirektor Helmut Wieser, Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber, Schauspieler Tobias Moretti, CNH-CEO Andreas Klauser, Unternehmer Cornelius Grupp, UIAG-Vorstand und Kästle Ski-Boss Rudolf Knünz, Porr-Generaldirektor Karl-Heinz Strauss, Genetiker Markus Hengstschläger, OeNB-Präsident Claus Raidl und Gouverneur Ewald Nowotny, FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller, Christian Helmenstein und Peter Koren (Industriellenvereinigung), Brau Union-Generaldirektor Markus Liebl, ÖBB-Finanzvorstand Josef Halbmayr, die Unternehmer Peter Halatschek und Erwin Soravia, MIBA-Aufsichtsrat Peter Mitterbauer, Cross Industries-Vorstand Friedrich Roithner, Hanno Bästlein (B&C Industrieholding), Wolfgang Fischer, Geschäftsführer der Wiener Stadthalle, Gregor Henckel-Donnersmarck, Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz, Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner, Bundestheater Holing-Chef Christian Kircher, Bundesforste-Generaldirektor Georg Schöppl u.v.a.

Von der Raiffeisenlandesbank OÖ Aufsichtsratspräsident NR Jakob Auer, die Vizepräsidenten Volkmar Angermeier und Josef Kinzl, Generaldirektor-Stellvertreterin Michaela Keplinger-Mitterlehner und die RLB OÖ-Vorstände Stefan Sandberger, Reinhard Schwendtbauer, Georg Starzer und Markus Vockenhuber.


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Der Energiemesser geht um

26.07.2016

“Gesundheitsvorsorge beginnt beim Schutz unserer Umwelt”, sagt SANTESIS-Energiemanager Roland Gumpoltsberger MSc, der sich mit der effizienten Energienutzung innerhalb der Vinzenz Gruppe beschäftigt. Als großes Unternehmen trägt die Gruppe Verantwortung für Umweltschutz und die Erhaltung der Ressourcen für zukünftige Generationen. Federführend für die Projektleitung der Bauvorhaben ist dabei die SANTESIS Technisches Gebäudemanagement & Service GmbH.

Das Bundes-Energieeffizienzgesetz verlangt, dass Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden ein zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagement-System betreiben oder ein externes Energieaudit durchführen lassen. Diese gesetzlichen Anforderungen werden seit November 2015 erfüllt, als in der gesamten Vinzenz Gruppe ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (nach ISO 50.001) eingeführt wurde.

Energiemonitoring
Für das Energiemanagement werden kontinuierlich Energieströme gemessen und ausgewertet. Dazu ist es wichtig zu wissen, welche die wesentlichen Verbrauchergruppen (z. B. Warmwasseraufbereitung, Heizung, Lüftung, Beleuchtung, Klimatisierung, Dampferzeugung etc.) und Prozesse (z. B. im Einkauf, Bau etc.) sind.

Bei den Messungen überprüft SANTESIS beispielsweise den Wärmeverbrauch innerhalb gewisser Zeitspannen. Oder Roland Gumpoltsberger rückt in den Wintermonaten mit der Wärmebildkamera aus, um Hausfassaden auf Stellen zu untersuchen, an denen viel Wärme verloren geht.

Auf Basis der Ergebnisse werden Abweichungen im Energieverbrauch analysiert und bewertet. Zur Übersicht fasst SANTESIS die Messergebnisse für unterschiedliche Nutzergruppen (Management, Controlling, technische Betriebsführung) in Reports zusammen. Mithilfe der Daten und Darstellungen kann sich auch ein technischer Laie einen guten Überblick verschaffen und ein Energiebewusstsein entwickeln.

Mit dieser transparenten Datenbasis werden dem Management der Krankenhäuser mögliche Effizienz- und Effektivitätsmaßnahmen aufgezeigt, die Einsparungen mit sich bringen und deren Umsetzung wirtschaftlich vertretbar ist.

Dies können bauliche Maßnahmen sein (z. B. Jalousien, LED-Leuchten, Einsatz effizienter Geräte uvm). Aber auch Aktionen, in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgefordert werden, beim Energiesparen zu helfen, bringen eine Verbesserung der Energiebilanz (z. B. Licht ausschalten und richtig Lüften).

Nutzung von Erdwärme bei Neu- und Zubauten
In der Vinzenz Gruppe wird derzeit viel gebaut, so auch am Krankenhausstandort Göttlicher Heiland. Dort entsteht ein neuer Bauteil mit ca. 8000 m² Bruttogeschoßfläche. Die Beheizung dieses neuen Bauteils erfolgt ausschließlich durch Erdwärme. Dazu wurden insgesamt 36 Bohrungen (Sonden) á 200 Meter Tiefe in das Erdreich gebohrt.

In der Sonde zirkuliert eine Trägerflüssigkeit, die die Wärmeenergie des Bodens aufnimmt und an die Sole-Wasser-Wärmepumpe abgibt. Die Wärmepumpe hebt die gewonnene Wärme auf die benötigte Temperatur für die Beheizung an. Das Geniale daran: In den Sommermonaten wird die Erdwärme für die Kühlung des Gebäudes verwendet.

Nach dem gleichen Prinzip wird auch der Zubau am Krankenhausstandort St. Josef in Wien im Winter geheizt und im Sommer gekühlt.

 

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STRATEC schließt Akquisition von Sony DADC BioSciences erfolgreich ab

01.07.2016

Die STRATEC Biomedical AG, Birkenfeld, Deutschland (Frankfurt: SBS; Prime Standard, TecDAX) gibt heute den erfolgreichen Abschluss der Akquisition der Sony DADC BioSciences GmbH („BioSciences“), einem weltweit führenden OEM-Hersteller von intelligenten Verbrauchsmaterialien für Anwendungen in den Bereichen Diagnostik, Life Sciences und Medizintechnik, bekannt.

Am 8. Juni 2016 gab STRATEC bekannt, dass mit der Sony DADC Austria AG („Sony DADC“) mit Sitz in Anif/Salzburg, Österreich, ein Vertrag zum vollständigen Erwerb von BioSciences, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Sony DADC, unterzeichnet wurde. Durch den Zusammenschluss beider Unternehmen können den Kunden umfassende Leistungen bestehend aus der Entwicklung und Fertigung von kombinierten makro-und mikrofluidischen Lösungen, Probenvorbereitungslösungen, Software, automatisierter Instrumentierung und polymeren Verbrauchsmaterialen angeboten werden. Mit der Akquisition diversifiziert STRATEC ihre Kundenstruktur und erweitert die Wertschöpfungstiefe erheblich.

Die neue Geschäftseinheit operiert künftig als STRATEC Consumables.

Die Konsolidierung findet zum 1. Juli 2016 statt.


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Gesünder dank flexibler Elektronik - wie kann diese Technologie die Gesundheitsbranche revolutionieren?

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15.06.2016

Medizin, Gesundheit und Vorsorge: Die Fragen der Zukunft – der Medical Valley EMN sucht Ideen! Ob Sie Fachmann, Student, Rentner oder Privatperson sind - machen Sie mit und reichen Sie Ihre Ideen ein!

flex-MED – was ist das?
Flex steht hier für flexible Elektronik – Elektronik, die extrem leicht und sogar formbar ist. Flexible Elektronik lässt sich verbiegen und auf alle möglichen Oberflächen aufbringen, ganz egal, wie diese geformt sind. MED steht für den Bereich Medizin, Gesundheit und Vorsorge, wo flexible Elektronik bald eine entscheidende Rolle spielen wird.

  • In unserem Wettbewerb geht es darum, wie beide Gebiete miteinander verknüpft werden können: um Ideen für Anwendungen, Produkte, Konzepte, Projekte…
    Die beste Therapie ist eine effiziente Vorsorge. Wie kann die medizinische Vorsorge durch innovative diagnostische Möglichkeiten auf den neuesten Stand gebracht werden?
  • Welche Möglichkeiten bietet die Technologie in Bezug auf die Heilung von Krankheiten, beispielsweise bei der Bestrahlungs-/Lichttherapie, bei Sensoren und der Diagnostik, in Implantaten oder Pflastern?
  • Senioren wollen so lange wie möglich für sich selbst sorgen. Gesundheitsmonitoring und Assistenzsysteme werden deshalb in Zukunft eine besondere Rolle spielen. Wie kann die Lebensqualität durch solche Systeme entscheidend verbessert werden?

 

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Software Quality Days als beste Konferenz genannt für Synergien zwischen Wirtschaft und Forschung

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15.06.2016

Zwei Forscher der Universität Szeged (Ungarn) haben über hundert internationale Konferenzen aus Wissenschaft und Industrie des Themenbereichs Software Testen untersucht. Es ging um die Frage, ob Konferenzen nur für Forscher auf einen oder nur für die Industrie auf der anderen Seite sein müssten. Konferenzen, welche genug Synergien bieten um beide Aspekte anzusprechen, wären doch in der Lage, wirtschaftsnahe Forschungskooperationen zu fördern.

Bei diesem Vergleich gingen die Software Quality Days als Sieger hervor.


AAL als Lifestyle - Kreative Ideen für einen generationsübergreifenden Zugang

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15.06.2016

Am 8. Juni 2016 lud AAL AUSTRIA im Rahmen der Imagine16 (www.imagine-ikt.at) zum Erfahrungs- und Ideenaustausch in die Villa Blanka nach Innsbruck.

Konzepte, Produkte und Dienstleistungen, die neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbinden, um die Lebensqualität für Menschen in ALLEN Lebensabschnitten zu verbessern, standen im Mittelpunkt.

In einer ganztägigen Leistungsschau wurden innovativen Produkte und Lösungen zum Anfassen präsentiert und Dipl.-Ing. Marius Marek, MSc (OU) (CEO m-smartsolutions gmbh) eröffnete den interaktiven Nachmittag mit seinen Erfahrungen zu „The Future of Smart Living - Freude an Technologie, auch im Alter!“

Der Event stand ganz im Zeichen des Vernetzens, Mitgestaltens, Diskutierens und Erfahrungsaustausches in bilateralen Gesprächen oder im Rahmen von drei World Cafes - Musterregionen, Geschäftsmodelle und BenutzerInnenzentriertheit.

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Regulatory Update: EU-Medizinprodukteverordnung kommt schneller als gedacht!

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15.06.2016

Am 25. Mai 2016 einigte sich die EU auf neue Vorschriften für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika. In Kraft treten wird die neue Verordnung voraussichtlich mit Ende 2016. Sie wird folgende „alten“ Richlinien ersetzen: 90/385/EWG über Aktive Implantierbare Medizinische Geräte (AIMDD), 93/42/EWG über Medizinprodukte (MDD) und 98/79/EG über In-vitro-Diagnostika (IVDD).

Ziel der neuen Verordnung
Erklärtes Ziel der neuen Verordnung ist die Gewährleistung der Sicherheit bei gleichzeitiger, schneller Versorgung der Patienten mit innovativen Medizinprodukten.

Auch wenn einige äußerst kritische Punkte aus der neuen Medizinprodukteverordnung verbannt werden konnten, enthält sie dennoch zahlreiche neue Herausforderungen für die Hersteller: Unter anderem die Höherklassifizierungen von Produkten sowie der verschärfte Marktzugangsprozess (Scrutiny) für neue, implantierbare Produkte der Klasse III und Klasse IIb-Produkte, welche Arzneimittel zuführen.

Viele neue Herausforderungen für Medizinproduktehersteller
Die neue EU-Verordnung verschärft die Vorschriften, um Medizinprodukte auf den Markt zu bringen, und verstärkt die Marktüberwachung von Medizinprodukten.

Die Verordnung wird auch die Vorschriften für benannte Stellen und die Überwachung dieser verschärfen. Benannte Stellen werden dazu angehalten, unangekündigte Audits in den Unternehmen durchzuführen.

Der Entwurf der neuen Verordnung enthält außerdem explizite Bestimmungen zur Verantwortung des Herstellers für die Rückverfolgbarkeit von Qualität, Leistung und Sicherheit der Medizinprodukte, die bereits am Markt sind. Dies ermöglicht es Herstellern, rasch zu handeln, wenn Bedenken bestehen und soll Herstellern auch helfen, auf der Grundlage dieser Daten ihre Produkte kontinuierlich zu verbessern.

Hersteller werden klare Verantwortlichkeiten, zB für Haftung, aber auch Aufzeichnung von Reklamationen haben. Der Entwurf verbessert auch die Verfügbarkeit von klinischen Daten. Der Schutz der Patienten, die an klinischen Studien teilnehmen, wird ebenso verstärkt.

Verschärfte Regeln für Hochrisiko-Medizinprodukte
Bestimmte Hochrisiko-Produkte, wie zum Beispiel Implantate, können einer zusätzlichen Überprüfung durch Experten unterzogen werden, bevor sie auf den Markt gebracht werden dürfen. Expert Panels und Laboratorien werden eine entscheidende Rolle spielen, um Know-How und Beratung zu klinischen Themen an benannte Stellen, zuständige Behörden und Hersteller weiterzugeben.

Die neuen EU-Vorschriften betreffen auch ausdrücklich bestimmte Geräte ohne einen medizinischen Zweck, aber mit ähnlichen Eigenschaften wie medizinische Geräte. Dies betrifft zum Beispiel Füllstoffe und farbige Kontaktlinsen für kosmetische Zwecke.

Mehr Transparenz und eine erhöhte Rückverfolgbarkeit
Es wird eine zentrale Datenbank eingerichtet, um ein verbessertes System für alle relevanten Informationen zu erstellen. Diese Datenbank wird alle relevanten Informationen der beteiligten Unternehmen, der benannten Stellen, der Marktüberwachung, der klinischen Studien und Zertifikate umfassen. Darüber hinaus wird die Datenbank den Patienten, den Fachleuten des Gesundheitswesens und der Öffentlichkeit umfassende Informationen über Produkte in der EU zur Verfügung stellen. Dadurch werden bessere Entscheidungen auf Basis von fundierten Informationen möglich.

Patienten, die ein Implantat tragen, bekommen wichtige Informationen über das Produkt, einschließlich Vorsichtsmaßnahmen, die evtl. getroffen werden müssen.

Medizinprodukte werden eine UID-Nummer bekommen, um die lückenlose Rückverfolgbarkeit gewährleisten zu können.

Nächste Schritte

  • Für Mitte Juni 2016 ist die Annahme der Kompromisstexte durch die Mitgliedsstaaten und den zuständigen Ausschuss des Europäischen Parlaments geplant.
  • Im September soll die Annahme durch den Rat für Beschäftigung, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz folgen.
  • Die erste Lesung im Europäischen Rat ist für den späten Herbst 2016 geplant.
  • Die zweite Lesung im Europäischen Parlament folgt im Dezember 2016.
  • Abschließend soll die Verordnung im Amtsblatt der Europäischen Union Ende 2016, spätestens Anfang 2017 veröffentlicht werden.

 

Das Inkrafttreten der neuen europäischen Medizinprodukteverordnung erfolgt mit einer dreijährigen Übergangsfrist, für in-vitro-Diagnostika mit einer fünfjährigen Übergangsfrist.

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FH Oberösterreich und MedUni Wien starten FWF-Projekt mit australischer Beteiligung

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15.06.2016

Bis vor kurzem waren Mediziner der Meinung, die Kommunikation zwischen Geweben im Körper würde ausschließlich über Botenstoffe wie Hormone geführt. Nun wird aber die wesentlich größere Komplexität dieser Kommunikation, die über eine Vielzahl von Kanälen geführt wird, immer klarer. Zusammen mit ForscherInnen der Medizinischen Universität Wien und der University of South Wales setzen MedizintechnikerInnen der FH Oberösterreich in Linz hochauflösende Mikroskopie ein, um weitere wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Gefördert wird das Projekt vom „Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung“ – eine besondere Auszeichnung für eine Fachhochschule.

Erst kürzlich wurde ein weiterer Signaltransduktionsweg entdeckt, der sich kurzer RNA Stücke bedient - sogenannter Micro-RNA (miRNA). Diese zirkuliert im Blut und spielt in der Regulation von physiologischen und pathophysiologischen Prozessen eine Rolle. Dazu gehört etwa die umgangssprachlich als Arterienverkalkung bezeichnete Atherosklerose. In Folge dessen wird miRNA auch als diagnostischer Marker diskutiert. Ein Teil der im Blutkreislauf vorhandenen miRNA verwendet das High-Density-Lipoprotein (HDL) als Transportvehikel. Die genauen Details des miRNA-Transfers vom HDL zu ihrer Zielzelle sind noch weitgehend unerforscht.

„Für das künftige Medical Valley Oberösterreich sind Forschungskooperationen unserer Medizintechniker mit renommierten Medizinern unabdingbar. Dass dieses konkrete Projekt vom FWF unterstützt wird, untermauert die wissenschaftliche Qualität der FH Oberösterreich“, so Landehauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer.

Ziel: miRNAs Wege in die Zelle zu charakterisieren
Ziel dieses Projektes ist es, die Transportprozesse und Transferwege von miRNA aus ihrem Transportvehikel, dem HDL-Partikel, in die Zelle zu charakterisieren. Vorhergehende Untersuchungen lassen die Wissenschaftler vermuten, dass dieser Transport dem Transfer von Lipiden aus dem HDL-Partikel ähnelt. Hochauflösende Mikroskopie-Techniken sollen eingesetzt werden, um an verschiedenen Biomembranen zeitliche Veränderungen auf Nanoebene im Zuge des fortschreitenden Aufnahmeprozesses zu verfolgen. Bei den genannten hochauflösenden Mikroskopietechniken handelt es sich um die Atomkraftmikroskopie (AFM) sowie die Fluoreszenz-Einzelmolekülmikroskopie (FM).

„Um erfolgreich zu sein, benötigt es den Zusammenschluss von mehreren Fachrichtungen. Die biophysikalischen Methoden werden durch die FH Oberösterreich in Linz, die miRNA-Techniken durch unseren internationalen Kollaborationspartner Dr. Fatiha Tabet von der University of New South Wales in Sydney eingebracht“, sagt Univ. Prof. Dr. Herbert Stangl von der Medizinischen Universität Wien. Seine Gruppe ergänzt das Projektteam durch die langjährige Erfahrung im HDL-Metabolismus bzw. Lipid Transport sowie der Photooxidation.

Seitens des Departments für Medizintechnik der FH Oberösterreich wird das Projekt mit dem offiziellen Titel „Transfer von miRNA aus einem HDL-Partikel auf Zellen“ von Dr. Birgit Plochberger verantwortet. Die Arbeiten starten im kommenden Sommer und sind auf drei Jahre ausgelegt.

Dieses Projekt wird durch den FWF Wissenschaftsfonds gefördert.

 

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Festveranstaltung anlässlich der Hauptversammlung der Raiffeisenlandesbank OÖ

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19.05.2016

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB OÖ) und die Raiffeisenbanken in Oberösterreich haben 2015 viel erreicht. „Das oberste Prinzip für Raiffeisen OÖ ist die Erhaltung der Eigenständigkeit und das Agieren aus einer Position der Stärke. Mit den Ergebnissen 2015 haben wir dafür eine gute Basis gelegt“, sagte Raiffeisenlandesbank OÖ-Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller vor rund 1.000 Vertreterinnen und Vertretern der oberösterreichischen Raiffeisenbanken bei der Festveranstaltung anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung der Raiffeisenlandesbank OÖ AG am 9. Mai 2016 im Linzer Design Center.

Wesentliche Themen vorangetrieben
Die weitere Stärkung durch die Erhöhung der Eigenkapitalquote, die Steigerung der Effizienz und eine umsichtige Risikopolitik waren wesentliche Themen, die die RLB OÖ im Jahr 2015 weiter vorangetrieben hat. Mit einem Jahresüberschuss vor Steuern in Höhe von 318,4 Millionen Euro (+ 277,7 Millionen Euro gegenüber 2014) im Konzern konnte ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. Die Kernkapitalquote als Ausdruck der Stabilität liegt bereits bei 13,8 Prozent (+ 2,6 Prozentpunkte) in der KI-Gruppe.

Kapitalstärke
Mit ihrer Kapitalausstattung liegt die Raiffeisenlandesbank OÖ deutlich über jener Quote, die sich aus der von der Europäischen Zentralbank vorgeschriebenen Kernkapitalquote sowie dem zusätzlichen nationalen Kapitalpuffer ergibt. Schaller: „Wir wären also theoretisch in der Lage, die Beteiligung an der Raiffeisen Zentralbank abzuziehen und würden die strengen Kapitalanforderungen dennoch deutlichst übererfüllen.“

Regionale Verantwortung ist Stärke von Raiffeisen
Es bestehe aber weiterhin die Notwendigkeit, massiv Kosten zu sparen, betonte der Generaldirektor. „Was die Kostenbelastung unserer Struktur betrifft, sind wir gegenüber anderen Sektoren benachteiligt.“ Aber gerade die regionale Verantwortung und Verbundenheit sowie der direkte Kontakt zu den Kunden mache seit mehr als 100 Jahren die besondere Stärke von Raiffeisen aus. „Wir wären dumm, würden wir diese Besonderheit aufgeben. Das dürfen wir nicht und das werden wir nicht“, sagte Schaller. Allerdings dürfe man bei einzelnen Standorten nicht nur emotionale Gesichtspunkte berücksichtigen, sondern auch wirtschaftliche Kennzahlen.

Gesteckte Ziele erreicht
Die RLB OÖ hat 2015 die gesteckten großen Ziele erreicht. Dennoch müsse man sich die Frage stellen, ob man jetzt für die Zukunft richtig aufgestellt ist. An Herausforderungen, die sich mitten in einer rasanten Entwicklung befinden, nannte Schaller insbesondere das digitale Bankgeschäft, eine effiziente Abwicklung und eine kostengünstige IT. „Wir müssen uns auch in Dienstleistungsbereichen Gedanken über eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern machen. Da müssen wir zu Lösungen kommen, um möglichst viel aus einer Hand zu machen. Das muss im Bund verteilt werden.“ Die volle Konzentration gelte der innovativen und effizienten Kundenbetreuung. „Daher sind wir in nächster Zeit weiterhin gefordert. 2015 wurde aber eine gute Basis gelegt“, meinte Schaller.

LH Pühringer: Durch starke Bankenpartner beim Wirtschaftswachstum wieder Nr. 1
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer verwies in der Interviewrunde auf die besondere wirtschaftliche Bedeutung eines funktionierenden und gesunden Bankensektors für den Wirtschaftsstandort und betonte gleichzeitig, dass es die Regionalbanken - und in Oberösterreich vor allem die Raiffeisenlandesbank OÖ - waren, die Unternehmen durch die schwierigen Phasen der letzten Jahre erfolgreich begleitet haben. Nur mit derart starken und verlässlichen Partnern sei es möglich geworden, dass Oberösterreich beim Wirtschaftswachstum heute einmal mehr bundesweit an der Spitze steht. Pühringer: „Raiffeisen OÖ war immer ein wesentlicher Mitgestalter und Initiator in unserem Land, der sich nie damit begnügt hat, nur reiner Geldgeber zu sein.“ So seien es nicht zuletzt auch die Prinzipien wie Regionalität, Nachhaltigkeit und die unmittelbare Nähe zum Menschen, die die Raiffeisenlandesbank OÖ und die oö. Raiffeisenbanken zu einem unverzichtbaren Partner für Oberösterreich machen, erklärte der Landeshauptmann.

RLB OÖ-Aufsichtsratspräsident Auer: Richtige Maßnahmen gesetzt
Für RLB OÖ-Aufsichtsratspräsident Jakob Auer sind die vorliegenden Ergebnisse des Jahres 2015 Beweis dafür, dass im gesamten Sektor die richtigen Maßnahmen gesetzt wurden, um das herausfordernde Umfeld und die damit verbundenen Aufgaben zu bewältigen: „Wir scheuen uns nicht vor der Durchführung wichtiger Veränderungen, können daher erfolgreich und effizient gestalten und haben die Kosten und das Risiko im Griff.“ Die Raiffeisenbankengruppe OÖ lasse sich nicht vom Wandel, der nicht nur die Bankenbranche, sondern auch viele andere Bereiche erfasst, verunsichern. Im Gegenteil: „Wir setzen auf lösungsorientiertes Handeln und auf Ziele, die wir konsequent verfolgen.“ Entscheidend für den Erfolg sei hier vor allem auch die enge Zusammenarbeit im gesamten Sektor, die weiterhin vom Projekt „Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich 2020“ geprägt ist.

Eigenständigen Weg fortsetzen
Auer verwies ebenfalls auf eine notwendige Zusammenarbeit auch auf Bundesebene und stellte gleichzeitig klar: „Wir sind für sinnvolle Kooperationen jederzeit zu haben und begrüßen jede mögliche Effizienzsteigerung. Wir verschließen uns auch nicht vor Veränderungen, wenn davon keine einseitigen Belastungen ausgehen. Aber ich möchte deutlich festhalten, dass Oberösterreich auch weiterhin den eigenständigen Weg fortsetzen wird.“ Kritisch äußerte sich Auer zu den großen steuerlichen Belastungen, die etwa mit der Bankenabgabe verbunden sind, und zu den übertriebenen Kontrollen, die sich die Raiffeisenlandesbank OÖ zu stellen hat: „Kontrolle ist gut. Aber wenn die Kontrolle zur organisatorischen und finanziellen Belastung wird, dann wird übers Ziel hinaus geschossen.“ Daher müsse diese gegen Banken gerichtete Regulierungs- und Kontrollwut gestoppt werden.

 

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4. Anwendertreffen “MT/BT-DATA, NOVAFM & ChargenDoc”

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19.05.2016

Rund 60 Teilnehmer fanden sich von 26. – 27. April in Linz ein und nutzten die Chance mit den Customer Service Mitarbeitern von SANTESIS und unserem Partner Händschke Software & Datentechnik GmbH, dem Entwickler der innovativen Softwarelösung im Facility Management und in der AEMP, in Kontakt zu treten. Zu einem regen Informationsaustausch kam es dabei schon am Dienstagabend in den Räumlichkeiten der SANTESIS, wo einige Teilnehmer ihre individuellen Fragestellungen mit den erfahrenen Mitarbeitern von SANTESIS und HSD durchbesprechen konnten.

Am zweiten Tag ging es dann gestärkt in einen intensiven Workshop, der in zwei Gruppen aufgeteilt wurde – in HSD NOVAFM und in HSD ChargenDoc. Am Vormittag widmete man sich sogleich dem Thema „Funktionsumfang, Zukunftsaussichten & Neuerungen“ in HSD NOVAFM und HSD NOVACD.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden mobile Lösungen und die Anbindung von Prüfgeräten an HSD NOVAFM präsentiert, welche mit großer Spannung erwartet wurden. Einen guten Einblick über die erfolgreiche Einführung von HSD NOVAFM in der Vitos Krankenhausgruppe in Deutschland lieferte danach der Praxisbericht von Frau Maritta Ewald. Im HSD ChargenDoc Workshop wurde unterdessen von Herrn Labahn ein neues Modul namens Endodata ausführlich erklärt und über die Anbindung externer Häuser sowie über die Dokumentation des Logistikprozesses berichtet.

Der Vortrag von Herrn Ing. Andreas Aichinger MSc über die Anforderungen an die Sterilisationsvalidierung rundete den Workshop perfekt ab.

Das Team von SANTESIS freut sich über die positiven Rückmeldungen der Workshopteilnehmer und plant nun jährlich ein Anwendertreffen anzubieten.

 

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RICO GROUP schafft ein leistungsfähiges Portfolio

Rico Group

19.05.2016

Neu gegründete RICO GROUP: Strategische Beteiligungen an Schweizer Silcoplast und SIMTEC in den USA

 

Thalheim/Wolfhalden/South Florida. Es geht um nachhaltiges Wachstum, geballtes Know-how durch Nutzung umfangreicher Synergien und globale Effizienz. Deshalb war die Beteiligung der Rico Elastomere Projecting GmbH aus Thalheim bei Wels/Österreich an der Schweizer Silcoplast AG im September 2015 nur ein erster Schritt zur Bildung eines international schlagkräftigen Technologie- und Produktionsnetzwerks in der Elastomer- und Kunststoffverarbeitung. Ein weiterer folgte jetzt im April 2016, mit der Anteilsübergabe von Enrique Camacho, Geschäftsführer des US-amerikanischen Silikonteilehersteller SIMTEC Silicone Parts aus South Florida, USA an die Oberösterreicher. Um die gemeinsamen internationalen Aktivitäten der drei Unternehmen optimal entwickeln, koordinieren und umsetzen zu können, wurde die RICO GROUP mit Sitz in Thalheim gegründet.

Alfred Griesbaum, Johannes Grabner und Gerhard Kornfelder, Gründer und Eigentümer von Rico und der RICO GROUP, beschreiben die Vision hinter dem strategischen Zusammenschluss: „Zu den Zielen der Kooperation waren wir uns von Anfang an einig. Wir wollen, gemeinsam mit unseren Kunden technisch anspruchsvolle Aufgabenstellungen lösen und sie dabei von der Entwicklung Ihrer ersten Entwürfe bis zum fertigen Produkt unterstützen. Diesen Service bieten wir unseren Kunden durch die RICO GROUP weltweit.“ Enrique Camacho, Gründer der SIMTEC Silicone Parts, fügt hinzu: „Alle Unter-nehmen der RICO GROUP können nur durch kontinuierliche Weiterentwicklung langfristig Ihre führende Position in der Elastomerverarbeitung beibehalten. Der Zusammenschluss soll die RICO GROUP vor allem zum Technologietreiber mit Leadership-Funktion für die gesamte Branche werden lassen.“

Mehrwert schaffen durch Synergien
Jeder der RICO GROUP Partner bringt seine individuelle Kompetenz in die Gruppe ein. Die Basis bildet die über Jahrzehnte hinweg entwickelte Werkzeugbautechnologie der Rico Elastomere Projecting GmbH zur Verarbeitung von Elastomeren, speziell von Flüssigsilikon (LSR), Feststoffsilikon (HTV) und 2-K Anwendungen. Durch diese jahrzehntelange Entwicklung der Produktionstechnologie und Automatisierung der Produktions-Prozesse beherrschen die Unternehmen der RICO GROUP die Produktion von Bauteilen aus Silikon-Werkstoffen und 2-K Kombinationen in vollem Umfang. Für die Kunden geht es vor allem darum, wie die Bauteile effizient produziert werden können. Genau hier setzt die RICO GROUP an und übernimmt bereits bei der Bauteilentwicklung eine beratende Funktion. Dabei ist es egal, ob der Kunde selbst produziert oder ob die Produktion ein Partner der RICO GROUP übernimmt. Auch bei der Werkzeugwartung und der Werkzeug-Abstimmung steht die RICO GROUP allen Kunden weltweit zur Verfügung. Darüber hinaus fertigt die RICO GROUP die ersten Prototypen, optimiert das gesamte Produktionssystem bis hin zur vollautomatischen Produktion und bietet die Möglichkeit im Reinraum der Klasse 7 zu produzieren. Folgeprozesse bis hin zur Montage von Baugruppen zählen ebenso zu den Services der RICO GROUP. Abgerundet wird das Angebot durch die Konfektionierung von Produkten zu Verpackungseinheiten und der Lieferung der Produkte gemäß den kundenspezifischen Anforderungen. Somit ist es möglich die Kunden weltweit über die gesamte Wertschöpfungs-kette hinweg zu unterstützen und zu beraten.

RICO GROUP: Die Kunden im Fokus
Durch den Zusammenschluss der drei Unternehmen ist ein nachhaltiges Wachstum gewährleistet. Das geballte Wissen sowie globale Effizienz und das Marktverständnis werden allen Kunden helfen, ihre Marktvorsprünge zu sichern und auszubauen. Die Identität und Kultur der einzelnen Standorte wurden dabei nicht verändert, auch die Ansprechpartner für die Kunden bleiben die gleichen. Unter dem Dach der RICO GROUP profitieren alle Kunden von einem erweiterten Leistungsangebot und somit einem erhöhten Service Level. Anstehende Aufgaben werden mit hoher Dynamik gelöst und inner-halb der Gruppe koordiniert. Wichtig bleibt dabei vor allem: Ob nun „Made in Austria“, „Made in the USA“ oder „Swiss made“ – Qualität und Betreuung stimmen immer.

Auch in diesem Punkt sind sich die Eigentümer der RICO GROUP einig: „Wir können unseren Kunden weltweit die gleichen hohen Standards in Werkzeugbau, Teileproduktion und Reinraumfertigung an-bieten. Das bringt mehrere Vorteile für alle Kunden. So können sie ihre Teile beispielsweise an mehreren Standorten produzieren lassen und dadurch Lieferzeiten verkürzen. Sie können unser gesamtes Know-how nutzen oder nur Teile davon: So ist bei uns der Kauf eines Werkzeugs ebenso möglich wie die Nutzung unserer Produktionskapazitäten für Serienteile. Letztlich geht es einfach darum, mit den Besten der Branche zu arbeiten.“

Diese Unternehmen zählen zur RICO GROUP:

RICO GROUP-Partner:Rico Elastomere Projecting GmbH
Die Rico Elastomere Projecting GmbH (www.rico.at) mit Sitz in Thalheim bei Wels/Oberösterreich, ist Spezialist für Spritzgießwerkzeuge, Automation und die Herstellung von Elastomerteilen, speziell von Flüssig- (LSR) und Feststoffsilikon (HTV). Spritzteile werden im 1-, 2- oder Mehr-Komponentenspritzguss hergestellt. Das Unternehmen beschäftigt aktuell 150 hochqualifizierte Mitarbeiter. Neben dem Bau automatisierter und komplexer Werkzeuge stellt Rico die Silikon- und Kunst-stoffteile auch selbst in Großserie her. Rico ist nach ISO 9001:2008 zertifiziert und ISO 14001:2004 um-weltzertifiziert. Seit 2014 ist das Unternehmen auch nach ISO/TS 16949:2009 für die Fertigung von Teilen in der Automobilbranche qualitätszertifiziert.

RICO GROUP-Partner: Silcoplast AG
Die Anwendungen, an denen die Silcoplast AG (www.silcoplast.ch) arbeitet, reichen von der Medizintechnik über die Elektroindustrie bis hin zu Spezialitäten wie etwa Filtergewebe. In der Produktion werden Flüssigsilikon (LSR), Thermoplaste und Gummi verarbeitet. Ein wichtiger Bestandteil der Fertigung ist der Reinraum der Klasse DIN ISO 7. Silcoplast ist nach ISO 9001:2008 und ISO 13485:2012 für die Fertigung von Medizintechnikartikeln zertifiziert.

RICO GROUP-Partner: SIMTEC Silicone Parts, LLC
Das jüngste Partnerunternehmen in der RICO GROUP ist die SIMTEC Silicone Parts mit Sitz in South Florida, USA (www.simtec-silicone.com). Das Unternehmen wurde im Jahr 2001 von Enrique Camacho gegründet, beschäftigt 50 Mitarbeiter und ist Partner vieler weltweit führender Unternehmen bei Entwicklung und Herstellung kundenspezifischer, hochwertiger Teile aus Flüssigsilikonkautschuk (LSR) sowie von Kombiteilen aus LSR und Thermoplast. Die Kunden kommen hauptsächlich aus den Bereichen Automotive, Konsumgüter, Medizintechnik/Babyartikel sowie Beleuchtung, Bewässerung, Ventiltechnik und Dichtungen. SIMTEC ist nach ISO 9001:2008, ISO 13485:2003 und ISO/TS 16949:2009 zertifiziert.

RICO GROUP-Partner HTR Rosenblattl GmbH
Die HTR Rosenblattl GmbH ist ein Tochterunternehmen der Rico Elastomere Projecting GmbH und hat sich im Bereich der Härtereitechnik spezialisiert. Ein optimal wärmebehandelter Bauteil ist die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Werkzeug. Ermöglicht wird dies durch modernsten Verfahrens- und Anlagentechnologien welche im Unternehmen zum Einsatz kommen. Außerdem setzt die HTR eine neue Generation von Vakuumöfen mit einem patentierten Kühlsystem ein.

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AAL Austria auf der Imagine16

Logo AAL

19.05.2016

Imagine16, die Konferenz der IKT-Community Österreichs lädt von 7. bis 9. Juni nach Innsbruck ein, um unter dem Motto „Die Zeit der großen Ideen“ die Themen Active & Assisted Living, Big Data, eGovernment, Photonics, Robotics, etc. zu diskutieren.

Als Zielgruppe für AAL werden oft ausschließlich ältere, pflegebedürftige Menschen in Betracht gezogen und auch das Image von AAL ist entsprechend geprägt. Aber bei AAL geht es auch um Lifestyle - Konzepte, Produkte und Dienstleistungen, die neue Technologien und soziales Umfeld miteinander verbinden, um die Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten zu verbessern.

AAL AUSTRIA wird im Rahmen der Imagine 2016 am 08. Juni 2016 eine ganztägige Leistungsschau bieten, in der es aktuelle innovative Produkte und Lösungen zum Anfassen gibt. Weiters können Sie sich auf einen interaktiven Nachmittag freuen - spannende praxisnahe Inhalte in ganz modernem Format - Elevator Pitch, World Cafés, Fish Bowl – rund um das Thema „AAL als Lifestyle“.

 

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Aus zwei mach eins

Logo BHS & Elisabethinen

19.05.2016

Die Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern und Elisabethinen werden ab 1. Jänner 2017 als Ordensklinikum Linz auftreten. Mit einer klar abgestimmten medizinischen Schwerpunktsetzung werden Behandlungsqualität und Versorgungssicherheit weiter gesteigert.

Das am Montag, 4. April 2016, präsentierte Ordensklinikum Linz nimmt konkrete Formen an. Nach der Erstinformation der Belegschaft und der Öffentlichkeit zu Wochenbeginn, wurde in den vergangenen Tagen in den Krankenhäusern gemeinsam mit den Mitarbeitenden die zukünftige medizinische Ausrichtung des Ordensklinikums besprochen und festgelegt. Basis für das Ordensklinikum Linz bilden die bereits bestehenden Kooperationsfelder, z.B. in der Pathologie, der Radio-Onkologie, der Mikrobiologie und der seit August 2015 sehr intensiven Kooperation im Bereich der akuten Herzkatheter-Versorgung. Die Schwerpunkte der beiden Häuser werden durch das Ordensklinikum konsequent weiterentwickelt. In der gemeinsamen medizinischen Schwerpunktsetzung wird eine klare Strategie verfolgt. Die beiden Krankenhäuser des Ordensklinikums bieten hochwertige Krankenhausmedizin in allen angebotenen Fächern und stimmen künftig ihre Leistungen in der Spitzenmedizin aufeinander ab. Die dadurch gebündelte medizinische und pflegerische Kompetenz stellt dabei die Weiterentwicklung der Qualität in Hinblick auf eine optimale Patientenversorgung sicher.

Die deutlichsten Veränderungen zeigen sich in folgenden Bereichen:

• Ausdifferenzierung der Bauchchirurgie: Am Standort der Elisabethinen wird künftig die spitzenmedizinische Versorgung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und der Leber zusammengefasst. Mit z.B. mehr als 70 Bauchspeicheldrüsenkrebs-Operationen pro Jahr entsteht hier eine österreichweit führende Spezialeinrichtung. Bei den Barmherzigen Schwestern erfolgt im Gegenzug eine Konzentration auf den bereits bestehenden Schwerpunkt der Magen-/Darm-Spezialchirurgie. Beide Standorte profitieren von der jeweils bestehenden Expertise und den Fallzahlen des Partners, die wechselseitig eingebracht werden.

• Bei den Barmherzigen Schwestern wird die Gastroenterologie mit einem gemeinsamen Endoskopiezentrum etabliert. Auch hier wird durch die Zusammenführung der Fallzahlen eine Einrichtung mit hoher Expertise entstehen. Beide Häuser führen bspw. gemeinsam rund 4.500 Darmspiegelungen pro Jahr durch.

• Der Schwerpunkt Frauengesundheit am Standort der Barmherzigen Schwestern umfasst das Zentrum zur Brustkrebsversorgung, das Gynäkologische Tumorzentrum, und das Beckenbodenzentrum.

• Am Standort der Elisabethinen wird der Schwerpunkt Niere, Blase, Prostata verankert. Mit der Spezialisierung in der Nierentransplantation sowie der umfassenden Prostata-Chirurgie entsteht hier ein weiteres österreichweit einzigartiges Kompetenzzentrum.

Neben den medizinischen Leistungsangeboten werden in den nächsten Monaten u.a. auch die Rahmenbedingungen der gemeinsamen Marken- und Personalführung, der IT sowie Finanz und Buchhaltung schrittweise festgelegt. Die Umsetzung der Veränderungsprojekte wird gemeinsam mit den Mitarbeitenden der betroffenen Abteilungen beider Häuser erarbeitet. Dies ist beiden Trägern besonders wichtig, um eine erfolgreiche Umsetzung des künftigen Ordensklinikums Linz zu gewährleisten.

Die Vorteile des Ordensklinikums
Für Oberösterreich stellt die Gründung des Ordensklinikums Linz neben dem Kepler Universitätsklinikum ein weiteres Gesundheitsprojekt dar, das die dynamische und erfolgreiche Gesamtentwicklung sicherstellt und Linz somit zu einer Hauptstadt der Medizin macht.

• Basierend auf christlichen Werten stellt das Ordensklinikum sicher, dass der Mensch in seiner Gesamtheit auch in Zukunft im Mittelpunkt der Versorgung beiden Krankenhäusern steht.

• Die medizinischen Leistungen werden zwischen den beiden Standorten Schritt für Schritt aufeinander abgestimmt.

• Die dadurch gebündelte medizinische und pflegerische Kompetenz stellt die Weiterentwicklung der Qualität im Hinblick für eine optimale Patientenversorgung sicher.

• Durch die Konzentration von Leistungen wird die Effizienz gesteigert.

• Der Zusammenschluss unterstützt die Umsetzung des Ärztearbeitszeitgesetzes.

• Die Standortattraktivität für Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches und pflegerisches Fachpersonal wird erhöht

 

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Biotech-Branche stellt neue Bestmarken auf: Unternehmen nahmen 2015 71 Milliarden US-Dollar auf

Logo EY..

02.05.2016

Der Boom der internationalen Biotech-Branche hält an: Mit insgesamt knapp 71 Milliarden US-Dollar nahmen Biotech-Unternehmen in den USA und Europa im vergangenen Jahr mehr Kapital auf als je zuvor. Damit übertrafen sie die 2014 aufgestellte Rekordmarke von 56 Milliarden US-Dollar nochmals deutlich. Der Großteil dieser Finanzierungen entfällt mit 61,1 Milliarden US-Dollar auf Biotech-Unternehmen in den USA – das entspricht einer Steigerung von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch in Europa kletterten die Finanzierungen in die Biotech-Branche um drei Prozent auf rund 9,9 Milliarden US-Dollar. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Biotech-Reports der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY.

Erich Lehner, Partner und Industry Leader Biotechnology bei EY Österreich: „Die globale Biotech-Branche befindet sich momentan in einem Allzeithoch, dies- und jenseits des Atlantiks sind die Finanzierungen so hoch wie nie zuvor. Die Biotech-Unternehmen haben es speziell in den letzten zwei Jahren sehr gut geschafft, Investoren von ihrem Wertsteigerungspotenzial zu überzeugen und das aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik zur Genüge vorhandene Kapital anzuziehen. Die Kassen der meisten Biotech-Unternehmen, speziell in den USA, sind prall gefüllt. Das kurbelt die Forschung weiter an und wird in den nächsten Jahren zu weiteren Durchbrüchen führen.“

In Österreich lukrierten Biotech-Unternehmen 2015 insgesamt 259 Millionen US-Dollar – davon gingen allerdings 226 Millionen US-Dollar an ein einziges Unternehmen. Rechnet man die Venture-Capital-Finanzierungsrunde und den IPO von Nabriva Therapeutics mit Sitz in Wien heraus, die 120 bzw. 106 Millionen US-Dollar einbrachten, bleiben gerade einmal Finanzierungen in der Höhe von 33 Millionen US-Dollar für österreichische Biotech-Unternehmen übrig.

Demensprechend gibt EY-Partner Erich Lehner zu bedenken, dass dieser Boom keineswegs flächendeckend zu beobachten ist: „Die in diesem Jahr erneut aufgestellten Rekordmarken bei der Kapitalbeschaffung deuten auf ein starkes Momentum der Biotech-Branche hin. Das überdeckt hingegen, dass der Boom von einigen wenigen Ländern, speziell den USA und Großbritannien, getragen wird. In anderen europäischen Ländern ist die Finanzierungssituation für Biotech-Unternehmen weit weniger rosig. Auch in Österreich gelingt es den Biotech-Unternehmen bis auf eine Ausnahme kaum, an diesem Aufwärtstrend teilzuhaben. Gerade Start-ups fehlt es hierzulande oft am nötigen Risikokapital, um den nächsten Schritt zu machen. So bleiben viele Innovationen, die meist mit Risiken über längere Zeiträume verbunden sind, in der Kinderschuhen stecken und schaffen es nicht bis zur Marktreife.“

Biotech-Branche stellt neuen Venture-Capital-Rekord auf – Fokus auf Start-ups
Global gesehen spiegelt sich das Interesse der Investoren in Biotech-Unternehmen jedoch auch in den internationalen Venture-Capital-Zahlen wider, die 2015 ebenfalls eine neue Rekordhöhe erreichten. In den USA konnten Biotech-Unternehmen im vergangenen Jahr 9,4 Milliarden US-Dollar anziehen, 2014 waren es 5,6 Milliarden US-Dollar. Auch in Europa stieg das Risikokapital rasant von 2 Milliarden US-Dollar auf 2,5 Milliarden Euro an. Demgegenüber steht in Österreich die Finanzierung in Nabriva Therapeutics, die das VC-Geschehen als einzelner Leuchtturm bestimmt. Mit 120 Millionen US-Dollar verzeichnet der in Österreich und Philadelphia beheimatete Biopharmazie-Spezialist die zweithöchste Venture-Capital-Investition des Jahres innerhalb von Europa.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2015 eine Verschiebung der Schwerpunkte bei Risikokapitalinvestitionen und auf dem internationalen Börsenparkett. Die Investoren blicken nunmehr verstärkt auf Unternehmen mit Produkten in frühen Entwicklungsstadien. So konnten junge Start-ups aus den USA in der Seed- und ersten Phase das Durchschnittsvolumen um 87 Prozent auf 18 Millionen US-Dollar steigern. 2015 hat sich zudem der Anteil der Firmen, die an die Börse gingen und sich in Phase I oder sogar noch in der Präklinik befinden, von 14 auf 30 Prozent verdoppelt. In den USA gab es zudem erstmals mehr IPOs auf dem Gebiet der Neurologie (Anteil 33 Prozent) im Vergleich zur Onkologie (Anteil 21 Prozent), während in Europa die Onkologie nach wie vor den größten Schwerpunkt bildet (31 Prozent).

„Die guten Erfahrungen während des weitgeöffneten Börsenfensters haben das Vertrauen der Investoren in die Biotechnologie gestärkt“, sagt Lehner. „Gleichzeitig sind viele Kandidaten mit weit fortgeschrittenen Produkten bereits an die Börse gegangen. Das erlaubt vielen Kandidaten mit weniger reifen Produkten jetzt den Sprung an die Börse – die Investoren nehmen das gesteigerte Risiko in Kauf.“

In Europa gingen 2015 insgesamt 33 Biotech-Unternehmen an die Börse, in den USA 45. Nachdem das IPO-Fenster in den vergangenen drei Jahren weit geöffnet war, flachte die Kurve damit leicht ab. In den USA gab es im Vorjahr 63 Börsengänge, in Europa blieben die Börsengänge auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Zahl der M&A-Deals geht nach oben
Parallel zur Entwicklung am Kapitalmarkt werden Biotech-Firmen als Partner und Übernahmeobjekte immer attraktiver. So ist die Zahl der M&A-Deals unter Beteiligung von Biotech 2015 im Vergleich zu 2014 insgesamt um 30 Prozent nach oben gegangen. 197 Transaktionen in den USA standen 174 in Europa gegenüber.

Das Dealvolumen weltweit hat sich mehr als verdoppelt und liegt mit 107 Milliarden US-Dollar erstmals über der 100-Milliarden-Grenze. Das liegt vor allem an den sieben Megadeals im vergangenen Jahr – Transaktionen mit Volumina von über fünf Milliarden US-Dollar. Ihr Wert alleine macht derzeit fast zwei Drittel der Gesamtsumme aus.

„Die Preise, die Biotech derzeit erzielt, zeigen das gewachsene Ansehen der Branche bei strategischen Partnern und reflektieren die Wertsteigerungen an den Kapitalmärkten. Gerade die Pharmaunternehmen werden durch Wachstums- und Innovationsdruck angefeuert und können sich im derzeitigen Niedrigzinsumfeld günstig refinanzieren. Dadurch sind sie auch bereit, deutlich höhere Preise zu zahlen. Auf der anderen Seite sind die hohen Preise aber auch ein Zeichen dafür, dass Innovation an sich immer teurer wird. Es wäre wünschenswert, wenn auch verstärkt österreichische Unternehmen sichtbar werden und internationale Investoren auf sich aufmerksam machen“, sagt Lehner abschließend.


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Effizienz als Vermeidung von Verschwendung

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28.04.2016

Die Effizienz in der SW-Entwicklung zu steigern ist eines der großen Ziele in vielen Unternehmen. Die Entwickler sollen möglichst effizient arbeiten. Aber was heißt Effizienz eigentlich?

Effizienz wird im Projektmanagement oft als Verhältnis von eingesetzten Mitteln zu erzieltem Out-put gesehen. Also Aufwand im Verhältnis zu erstellter Software. In [1] wird Effizienz beispielsweise definiert als „mögliches Unterziel der Effektivität [und] stellt eine Relation von Input und Output dar und kann als Maßstab für die Ressourcenwirtschaftlichkeit dienen“. Output könnte zum Beispiel in Function Points, Story Points oder Lines of Code gemessen werden. Input wird meist in Personentagen angegeben. Insgesamt unterscheidet sich „Effizienz“ nach dieser Definition jedoch nicht vom Begriff der „Produktivität“, welche genauso als Verhältnis von Input zu Output definiert wird. Auch wird nur auf den Output im Sinne der gelieferten Softwarefunktionen abgestellt, viele weitere wichtige Dimensionen in Softwareprojekten, wie Termin, Kundenzufriedenheit, Budget etc. werden nicht berücksichtigt. Die Algorithmenlehre in der Informatik definiert Effizienz etwas anders: „Die Effizienz eines Algorithmus ist seine Sparsamkeit bezüglich der Ressourcen, Rechenzeit und Speicherplatz, die er zur Lösung eines festgelegten Problems beansprucht“ [3]. In dieser Definition wird also nicht auf das bloße Verhältnis von Input zu Output abgestellt, sondern auf den sparsamen Umgang mit Ressourcen bei der Ausführung eines Algorithmus. Sieht man einen Entwicklungsprozess ebenfalls als „eindeutige Handlungsvorschrift für die Lösung eines Problems“ [4], dann kann man die Sicht auf Effizienz auch auf Software-Entwicklungsvorhaben übertragen:

„Effizienz eines Entwicklungsprozesses ist seine Sparsamkeit bezüglich des eingesetzten Aufwands zur Erreichung der Vorhabensziele. Effizient arbeiten bedeutet, auf dem Weg zur Zielerreichung Verschwendung zu vermeiden und nichts zu tun, was nicht unbedingt notwendig ist. Gefordert ist also, die gesetzten Ziele eines Vorhabens mit dem minimal möglichen Aufwand zu erreichen oder sich diesem möglichst anzunähern.“ Abbildung 1 verdeutlicht dies: Durch Optimierung streben wir an, jede Form von Verschwendung, z.B. durch Fehler, Redundanzen in der Kommunikation, etc. zu vermeiden und den tatsächlichen Aufwand möglichst nahe an den minimal möglichen Aufwand anzunähern. Effizienz misst, wie gut uns das gelingt.

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LIFEtool goes Panama!

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28.04.2016

Während Panama als Steueroase in aller Munde ist, freut man sich bei LIFEtool gemeinnützige GmbH über einen Auftrag aus Mittelamerika. So hatte das Bildungsministerium die Ausstattung von landesweit 86 Schulen mit integrativer Lern- und Trainingssoftware international ausgeschrieben. Dass in Zeiten negativer Schlagzeilen das Bildungs-Know-how in Form qualitativ hochwertiger Lern- und Trainingssoftware nach Mittelamerika exportiert werden kann, ist besonders erfreulich. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen werden sich mit LIFEtool Softwareprogrammen kreativ betätigen und Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen lernen können.

Was ist besonders an diesem Auftrag?
„Die kostendeckende Entwicklung von Lern- und Trainingssoftware für Kinder mit besonderen Bedürfnissen ist eine Herausforderung, zumal diese ähnlich hohe Kosten verursacht, wie konventionelle Softwareprogramme“ erläutert Mag. David Hofer, Geschäftsführer von LIFEtool. „Die hohe Qualität, die Barrierefreiheit und die Mehrsprachigkeit der LIFEtool Softwareprogrammen sind die zentralen Gründe für Aufträge aus aller Welt“, Hofer weiter.

Land OÖ macht‘s möglich
Die LIFEtool gemeinnützige GmbH hat sich eine weit über Österreich hinaus anerkannte Expertise in der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung erarbeitet. Dabei ist die von LIFEtool österreichweit angebotene Beratung für Menschen mit Behinderung eine wichtige Grundlage für diesen Erfolg, zumal Lösungen am Puls der tatsächlichen Bedürfnisse entwickelt werden können. „Dass diese Entwicklung überhaupt möglich ist, verdanken wir unter anderem dem Forschungs- und Bildungsressort des Landes OÖ, welches LIFEtool seit Anbeginn unterstützt. Die Kontinuität in der Unterstützung ist der Garant dafür, dass auch weiterhin nicht nur beraten und geforscht wird, sondern dass auch wertvolle Produkte für einen Markt entstehen, der ansonsten kaum bedient wird“, betont Hofer.

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer schätzt LIFEtool als „querdenkende, interdisziplinäre und gut vernetzte F&E- und Beratungseinrichtung, die mittels anwendungsorientierten Lösungen zur Integration und Unabhängigkeit von Menschen mit Behinderung und Menschen im Alter beiträgt.“

Lern- und Trainingssoftware für besondere Bedürfnisse
LIFEtool hat bislang approbierte 21 Softwareprogramme und 7 APPlikationen entwickelt und in bis zu 20 Sprachen übersetzt – das umfassende Lern und Trainingsangebot wird weltweit geschätzt: „LIFEtool Softwareprogramme zeichnen sich durch pädagogisch wertvolle Inhalte aus, bauen motivierende Rückmeldungen ein und bieten vielfältige Möglichkeiten, sich an die Bedürfnisse der AnwenderInnen anzupassen. So lassen sich die Programme alternativ mittels Tasten, Scanning oder Augensteuerung bedienen, wenn die Ansteuerung mit einer herkömmlichen Computermaus und Tastatur nicht möglich ist“, erklärt Hofer. „Bei der Entwicklung der Software arbeiten wir interdisziplinär auch mit Lehrkräften und PädagogInnen zusammen. Integrationsschulen bestätigen, dass unsere Software auch für Kinder ohne Behinderung eine motivierende Lernerfahrung bietet“, Hofer abschließend.

Software-Paket für Panama: Sieben LIFEtool-Programme rund ums Lernen
Ziel des Programms CatchMe ist die Beherrschung der elementaren Mausfunktionen. Dazu bietet das Programm eine Reihe von Übungen mit unterschiedlichen Materialien und einfache Mauslernspiele. Der Schwierigkeitsgrad kann dabei optimal auf den Benutzer abgestimmt werden. SwitchTrainer ist ein Programm zum Erlernen des Umgangs mit zwei Tasten am Computer. Zielgruppe sind Kinder mit körperlichen Einschränkungen mit oder ohne zusätzliche Lernbehinderung. Die verschiedenen Spiele bieten vielfältige Möglichkeiten zum Erlernen, Üben und Festigen des Umgangs mit zwei Tasten. Dabei stehen die Eigenaktivität und das Lernen durch Ausprobieren im Vordergrund, weniger das Reagieren auf Vorgaben und das Lösen von Aufgabenstellungen.

 

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Deutscher Wirtschaftsweise Lars P. Feld in der RLB OÖ

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28.04.2016

"Zeit, die Draghi kauft, wird viel zu wenig genutzt!"

 

Angesichts der Tatsache, dass in einigen Ländern Europas bereits Reformen zurückgedreht werden, habe er deutlich mehr Sorge als noch vor einigen Monaten, sagte Prof. Dr. Lars P. Feld, Mitglied des „Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ in Deutschland, anlässlich der Verleihung des Raiffeisen Wissenschaftspreises am 16. März 2016 in der Raiffeisenlandesbank OÖ. „Die Zeit, die EZB-Präsident Draghi den Mitgliedsstaaten mit seiner Geldpolitik kauft, wird viel zu wenig genutzt.“ Auch Österreich gehöre zu den Sorgenkindern.

Neue Prognose in der Karwoche
In der kommenden Woche wird der Sachverständigenrat in Deutschland seine aktualisierte Prognose für 2016 veröffentlichen. Auch Zahlen für 2017 werden bereits vorgelegt. Trotz einiger Turbulenzen, die es zu Jahresbeginn in der Weltwirtschaft und auch in Europa gab, würden die Zahlen für Deutschland nicht sehr stark von jenen Prognosen abweichen, die der Weisenrat im Herbst präsentiert hatte, kündigte Feld an.

Deutschland gut in Schuss
Gemessen an den Kriterien, die der Sachverständigenrat zu prüfen hat - Stabilität und Preisniveaus, hoher Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht bei stetigem und angemessenem Wachstum – geht es Deutschland sehr gut. „Hier können wir sagen, die Situation ist so günstig wie sie noch nie war“, betonte Feld. Man könne Probleme mit Zuversicht in Angriff nehmen und müsse nicht in Ängstlichkeit verfallen. Ein für Deutschland relativ ungünstiges außenwirtschaftliches Umfeld wird durch eine starke Binnennachfrage mehr als kompensiert. Vor allem der Staatskonsum ist massiv gestiegen.

Euro-Länder bereiten mehr Sorge
Sorgenvoller zeigte sich der Ökonom im Hinblick auf die Währungsunion. „Regierungsumbildungen haben dazu geführt, dass beispielsweise in Portugal erfolgreiche Reformen wieder zurückgedreht werden“, konstatierte Feld, der auch in Spanien und Irland, das am stärksten von einem Brexit betroffen wäre, Unsicherheiten sieht. „Dann hätten wir mit Irland, Portugal, Griechenland und vielleicht auch Spanien wieder jene vier Länder auf dem Tisch, die schon im Zuge der Euro-Krise die größten Probleme hatten.“

Frankreich mit den größten Reformrückständen
„Die Zeit, die EZB-Präsident Mario Draghi mit seiner Geldpolitik kauft, wird vor allem von Italien und Frankreich unzureichend genutzt“, sagte Feld. In Italien komme eine an sich gelungene Arbeitsmarktreform durch Verflechtungen mit juristischen Themen viel zu wenig in der Praxis an. Auch im Banksystem finde eine Strukturbereinigung statt. Für Frankreich hatte Feld bis vor Kurzem die Hoffnung auf eine Arbeitsmarktreform. Sie sei aber bereits so verwässert, dass sie kaum Auswirkungen haben werde. Feld: „Frankreich ist weiterhin das Land mit den größten Reformrückständen in Europa.“

Auch Österreich ein Sorgenkind
Zu den Sorgenkindern gehört für den deutschen Wirtschaftsweisen auch Österreich. „Wir erwarten nach unseren Prognosen auch für dieses Jahr keine dynamische Wirtschaftsentwicklung und beobachten für Österreich eine Seitwärtsbewegung.“

Schneider: Österreich muss Reformen angehen
Österreich könne sich Deutschland bei der Umsetzung von Reformen als Vorbild nehmen, meinte der Linzer Univ.-Prof. Friedrich Schneider. So sei es in Deutschland durch die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes in den vergangenen Jahren gelungen, die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu senken, wogegen sie in Österreich weiter steige. Mutige Reformen mahnte Schneider auch bei der Budgetpolitik ein: „Trotz starkem Einnahmewachstum können die Staatsausgaben seit Jahren nicht gedeckt werden. Wir geben vor allem auch durch Transferleistungen immer mehr aus, als wir einnehmen.“ Um den Staatshaushalt zu entlasten, sei daher die Anhebung des Pensionsantrittsalters auf 65 Jahre dringend überfällig.

Sozialpartnerschaft muss wieder funktionieren
„Die funktionierende Sozialpartnerschaft war lange ein Vorteil Österreichs gegenüber anderen Ländern. Hier muss der aktuelle Stillstand überwunden werden“, ist Schneider überzeugt. Durch Unsicherheiten wie etwa der steigenden Arbeitslosigkeit bleibe die Stimmung in der Bevölkerung schlecht. „Das hemmt die Konsumneigung, die Menschen sind zurückhaltend.“ Das sei auch der Grund, warum die Steuerreform, die ja die Konjunktur beleben soll, nicht recht greife.

Exzellenzoffensive für Universitäten
Für eine nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Österreich forderte Schneider eine Exzellenzoffensive für die Universitäten ein: „Es fehlen uns umfangreiche Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung.“ In Deutschland sei auch hier viel geschehen. „Gute deutsche Universitäten haben mittlerweile ein Ausbildungs- und Forschungsniveau erreicht, das absolut vergleichbar ist mit den top-amerikanischen Universitäten.“

 

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Neue Labors für Diagnostik und Mikroskopie an der FH Oberösterreich in Linz

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28.04.2016

Moderne Fluoreszenz-Bildgebungstechniken gewinnen in allen Forschungsbereichen der Life Sciences, speziell in der biomedizinischen Diagnostik, kontinuierlich an Bedeutung. Das Department für Medizintechnik der FH Oberösterreich in Linz reagiert auf diese Entwicklung mit einem neuen Labor für Biomedizinische Diagnostik und hochauflösende Mikroskopie. Die Angewandte Forschung mit Partnern aus Gesundheitswesen, Wirtschaft und Wissenschaft erhält dadurch einen neuen Schub.

„Mit dem neuen Labor für biomedizinische Diagnostik und Mikroskopie ergänzen wir unsere technische Infrastruktur für neue Forschungsaktivitäten in den Bereichen der In-Vitro-Diagnostika sowie der hochauflösenden Mikroskopie und Lithographie für die Medizintechnik“, sagt Dekan FH-Prof. Dr. Martin Zauner über die strategische Bedeutung des neuen Labors. Diese wird von Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer unterstrichen, der das Department für Medizintechnik aufgrund seiner zukunftsträchtigen Schwerpunkte als „einen wesentlich Akteur im neuen Medical Valley Oberösterreich“ sieht.

Im Rahmen zahlreicher Projekte wurden bereits Kooperationen mit Krankenhäusern, Firmen und Forschungseinrichtungen im Themenfeld der Mikroskopie aufgebaut. Insbesondere mit den Häusern der nunmehrigen Kepler Universitätsklinik Linz sowie des Ludwig Boltzmann Instituts (LBI) wurden mikroskopische Methoden weiter entwickelt, die eine präzisere und schnellere Analyse von biologisch-medizinischen Fragestellungen ermöglichen. In den medizinischen Bereichen der Pathologie und der Hämatologie wurden gemeinsam mit der FH OÖ-Fakultät in Hagenberg Workflows entwickelt, die eine schnelle und automatisierte Analyse des Rhesusfaktors im Blut sowie von krankem Hirngewebe von an Depressionen leidenden PatientInnen ermöglichen.

Gleichzeitig werden in Kooperationen mit Firmen wie Olympus, JPK oder Catalysts neue Methoden und Algorithmen zur Verbesserung kommerzieller Mikroskopiemethoden und von Bildanalysesoftware entwickelt. Einen besonderen Schwerpunkt dieser Kooperationen stellen Entwicklungen im Bereich der hochauflösenden Fluoreszenzmikroskopie dar, die es erlauben, das Verhalten einzelner Zellen auf molekularer Ebene zu studieren. Die hohe Empfindlichkeit der Nachweismethode erfordert im Interesse der einschlägig tätigen Unternehmen Weiterentwicklungen in der Analysemethodik. Diesem Sektor gilt daher auch das Hauptaugenmerk der industrierelevanten Forschung.

Projekte in der Grundlagenforschung intensivieren die Zusammenarbeit mit österreichischen Universitäten, vor allem in Linz und Wien. Sie münden nicht zuletzt in zahlreichen Publikationen, die in renommierten wissenschaftlichen Zeitschiften erscheinen.

 

Rückfragehinweise:
FH-Prof. DI Dr. Martin Zauner MSc
Leiter Department für Medizintechnik, Fakultät für Gesundheit und Soziales Linz der FH Oberösterreich
0043/(0)50804-52110, martin.zauner@fh-linz.at

Dr. Andreas Berndt MA
Marketing/Öffentlichkeitsarbeit, Fakultät für Gesundheit und Soziales Linz der FH Oberösterreich
0043/(0)50804-54010, andreas.berndt@fh-linz.at


Patientensicherheit mit dem Einsatz von GSMS am LKH Steyr erhöhen

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© Greiner Bio One

28.04.2016

Die Patientensicherheit kontinuierlich zu verbessern ist ein wesentliches Ziel der gespag und ihrer Kliniken. Gemeinsam mit der Firma Greiner Bio-One konnte im Vorjahr der Testbetrieb zur Implementierung des Greiner Sample Management Systems (GSMS) zur Unterstützung der Blutentnahme am LKH Steyr erfolgreich abgeschlossen werden. Der Start des Rollouts am LKH Steyr ist noch für 2016 geplant, alle anderen gespag-Kliniken sollen folgen.

Zum Hintergrund:
Blutabnahmen bergen aufgrund zahlreicher manueller Schritte das Risiko von Patienten- und Probenverwechslungen. GSMS unterstützt diese Prozessschritte in mehrfacher Hinsicht:

• Erstens werden Röhrchen verwendet, die bereits mit einem Barcode versehen sind. Diese Röhrchen werden den PatientInnen mittels Scanner zugeordnet. Datum und Uhrzeit der Blutabnahme werden automatisch dokumentiert. Das manuelle Bekleben der Röhrchen mit Patientenetiketten entfällt.
• Zweitens wird die Patientenidentifikation unterstützt, indem zusätzlich zur Abfrage von Name und Geburtsdatum der PatientInnen, der Barcode des Patientenidentifikations-Armbandes eingelesen wird. Die eindeutige Identifikation der PatientInnen ist damit gewährleistet und das Sicherheitsgefühl der PatientInnen steigt.
• Drittens wird die blutabnehmende Person bei der Anmeldung im System erfasst, wodurch deren Name automatisch zu jeder Blutabnahme dokumentiert wird.
• Viertens liefert das System wesentliche Behandlungshinweise bei Probenentnahmen z.B. Probe kühl lagern. Präanalytische Fehler werden damit minimiert.

Durch das Entfallen des Etikettierens, das automatische Befüllen der Begleitschreiben und die Reduktion von präanalytischen Fehlern gewinnt der Blutabnahmeprozess an Effizienz. Aufwand und Kosten sinken. Geleitet wird das Projekt von Birgit Winninger, Organisationsmanagement des LKH Steyr und von Christoph Rampetsreiter, Head of Greiner eHealth Technologies


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Akkreditierung der SANTESIS Technisches Gebäudemanagement & Service GmbH als staatlich autorisierte Inspektionsstelle im Bereich Medizintechnik

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28.04.2016

Die Auszeichnung der SANTESIS als Konformitätsbewertungsstelle Typ C nach EN ISO/IEC 17020 erfolgte von der Akkreditierung Austria im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und befähigt das Unternehmen Eingangsprüfungen, wiederkehrende Prüfungen und Prüfungen nach Instandsetzung an medizintechnischen Geräten durchzuführen.

Die sicherheits- und messtechnischen Kontrollen werden von erfahrenen SANTESIS Mitarbeitern ausgeführt und für Hersteller von Medizinprodukten, niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser angeboten. Durch die Akkreditierung setzt das innovative Unternehmen einen weiteren Schritt um das hohe Qualitätsniveau ihrer Arbeit zu sichern.

 

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Regulatory Update: 2. Review ISO 14971 – Risikomanagement

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28.04.2016

Das zweite systematische Review der ISO 14971 – Anwendung des Risikomanagements auf Medizinprodukte – ist abgeschlossen. Alle ISO-Normen werden periodisch (alle 5 Jahre) einem systematischen Review unterzogen. Schon einmal erfolgte dies bei der ISO 14971:2007 im Jahre 2010/11 und jetzt war dies von Oktober 2015 bis März 2016 der Fall. Das Review bedeutet, dass die nationalen ISO-Komitees darüber abstimmen, ob eine ISO-Norm zurückgezogen, überarbeitet oder bestätigt werden soll.

Als Ergebnis hat eine deutliche Mehrheit der nationalen ISO-Komitees für die weitere Bestätigung der ISO 14971:2007 gestimmt. Allerdings haben auch bedeutende Mitglieder, unter anderem die USA, Brasilien, China und eine Reihe europäischer Staaten, für eine Revision gestimmt.

Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen, da nun zunächst die Kommentare gesichtet und bewertet werden. Bedenken bestehen unter anderem in Hinblick auf die europäische EN ISO 14971:2012, wo die Grenzen und Konflikte der ISO 14971 zu den europäischen Richtlinien deutlich wurden. Andere Punkte sind u.a. die Unklarheiten bei der Gesamtrestrisikobewertung, dem vorhersehbaren Missbrauch, beim sog. ALARP Konzept, usw.

Das Erfreuliche
Die ISO 14971:2007 hat sich weltweit sehr gut etabliert und ist nahezu in allen Ländern 1:1 national umgesetzt oder direkt akzeptiert. Lediglich wenige Staaten (u.a. Argentinien, China) „tanzen“ aus der Reihe und haben die Norm nicht oder mit Änderungen umgesetzt.

Status quo & Ausblick
In Europa wurde die ISO 14971 zuletzt als harmonisierte Norm EN ISO 14971:2012 veröffentlicht. Die Norm basiert inhaltlich auf der ISO 14971:2007 mit Ausnahme der Anhänge ZA, ZB, und ZC. Diese Anhänge regeln die Abdeckung der Grundlegenden Anforderungen der Medizinprodukterichtlinien im Rahmen der europäischen „CE-Kennzeichnung“.

In den kommenden Monaten ist die Entscheidung zu erwarten, ob die ISO 14971:2007 bestätigt oder überarbeitet wird.

 

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Softwarepark Hagenberg: „RECHNE mit allem!“

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22.04.2016

Am 22. April 2016 bietet der Softwarepark Hagenberg im Rahmen der Langen Nacht der Forschung einen hautnahen Einblick in die Welt der IT. Die ExpertInnen aus Forschung, Ausbildung und Wirtschaft präsentieren ab 17:00 Uhr ein spannendes Programm für Ihre ganze Familie.

Gerade in der IT-Branche gab es in den letzten Jahren sehr viele neue Entwicklungen, die die ExpertInnen des Softwarepark Hagenbergs aus Forschung, Ausbildung und Wirtschaft auf eindrucksvolle Weise präsentieren werden. Ein besonderes Anliegen ist dabei, das Interesse für Forschung und Technologie bei Kindern und Jugendlichen zu wecken und diese für eine Techniker-Karriere zu begeistern.

Ab 17 Uhr können im IT-Center und amsec-Gebäude zahlreiche innovative Projekte begutachtet und neue Anwendungen aus dem Softwarepark bei freiem Eintritt getestet werden. Erfahren Sie beispielsweise, wie blinde Menschen mit Smartphone und PC umgehen, ob Computer Lügen erkennen können und wer von Ihnen ein guter Neurochirurg wäre. Finden Sie heraus wie durch Software Verkehr geregelt wird, wie man im Katastrophenfall richtig reagiert und ob man Unsichtbares sehen kann.

Nutzen Sie diese besondere Gelegenheit und lassen Sie sich von einem spannenden Programm für Ihre ganze Familie begeistern!

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Seidel Electronics Group wird SVI Austria

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08.04.2016

Die SVI Public Company Limited gab Ende Jänner bekannt, die österreichische Seidel Electronics Group zu übernehmen, Mitte Februar wurde der Kauf offiziell abgeschlossen. Das Unternehmen wird künftig als SVI Austria GmbH, eine 100% Tochter der SVI Public Company Limited, am Markt auftreten.

Nachdem der an der thailändischen Börse gehandelte Auftragsfertiger SVI Public Company Limited bereits Anfang des Jahres die Übernahme der Seidel Electronics Group ankündigte, konnte das Closing - und damit das offizielle Ende des Verkaufsvorgangs - am 17. Februar abgeschlossen werden. Die SVI Austria GmbH hat damit die Unternehmen Seidel Slovakia und Seidel Elektronika Hungaria sowie die Anteile an Emsisio und Sementis GmbH von der Seidel Holding GmbH rechtswirksam übernommen. Die Geschäftsführung der SVI Austria liegt bei Pongsak Lothongkam, CEO der SVI Group, und Robert Sawyer.

SVI baut Marktpräsenz in der DACH-Region aus
Der internationale Auftragsfertiger und Österreichs führender Anbieter von Electronic Manufacturing Services (EMS) treten ab sofort gemeinsam am Markt als SVI Austria GmbH auf. Mit über 700 zusätzlichen Mitarbeitern an den Produktionsstandorten in Österreich, Slowakei und Ungarn sowie den Entwicklungszentren in Slowenien und in der Nähe von Wien, eröffnen sich für SVI und deren Kunden neue Märkte und Perspektiven. „Für die SVI war Europa auch bisher ein wichtiger Markt. Durch die Integration von Seidel Electronics vereinen wir europäische Werte und Standards hinsichtlich Qualität und Service mit asiatischer Flexibilität, Geschwindigkeit und Kosten. So können wir unsere Marktpräsenz in der DACH-Region ausbauen“, so Robert Sawyer, Geschäftsführer der SVI Austria. Das Unternehmen deckt damit die komplette Auftragsfertigung von elektronischen Baugruppen, Komplettgeräten, Kabeln und Systemen für die Segmente Industrie & Leistungselektronik, medizintechnische Geräte und Produkte, Automotive & Öffentlicher Transport, Kommunikation & Netzwerke, Audio & Video und Optoelektronik & Beleuchtung ab.

 

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Immobilien im Gesundheitswesen 2016

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29.03.2016

Das 5. Forum für Planung, Bau, Instandhaltung & Betrieb von Gesundheitseinrichtungen.

Das Forum „Immobilien im Gesundheitswesen“ am 14./15. April in Wien ist der exklusive Treffpunkt für alle Betreiber und Entscheider, Investoren, Planer und Ausstatter zum Wissens-Update und Erfahrungsaustausch.

Business Circle verlost 2 vergünstigte Tickets á 290 Euro (statt 1499 Euro).

>> Senden Sie bis 4. April eine Mail mit dem Code „GE 6323-MTC“an reiser@businesscircle.at


Glykolyse-Hemmung von Anfang an: Die optimale Lösung für die zuverlässige Diagnose von Diabetes-Erkrankungen

VACUETTE® FC Mix Röhrchen

29.03.2016

Der rasche Abbau von Glukose in Blutproben erschwert die genaue Diagnose von Diabetes-Erkrankungen und kann zu einem falsch-negativen Ergebnis führen. Aus diesem Grund empfehlen unterschiedliche Institutionen die Stabilisierung durch ein Zitrat-Fluorid-Additiv.

Der rasche Abbau von Glukose (Glykolyse) in venösen Blutproben stellt sowohl für die Diagnose von Diabetes mellitus als auch des Gestationsdiabetes, große Bedeutung dar. Greiner Bio-One präsentiert mit dem neuen VACUETTE® FC Mix Röhrchen die optimale Lösung.

Diabetes mellitus befindet sich zunehmend auf dem Vormarsch. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, deren Gemeinsamkeit ein chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel ist1. Doch nicht nur Diabetes mellitus sondern auch der Gestationsdiabetes (GDM), als häufigste Erkrankung während der Schwangerschaft, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, einen bestehenden Gestationsdiabetes frühzeitig zu erkennen bzw. auszuschließen. Nicht erkannt kann der GDM zu Komplikationen wie Infektionen, Frühgeburten, sowie zu Spätfolgen für Mutter und Kind führen2.

Voraussetzung für eine zuverlässige Diagnose ist die sofortige Hemmung des Glukose-Abbaus nach der Blutentnahme. Verschiedene Institutionen wie die DDG*/DGGG** und die ADA*** haben Leitlinien verfasst3,4, welche den Zusatz eines Zitrat-Fluorid Additivs zur Aufrechterhaltung des „in-vivo-Glukosewertes“ empfehlen.

Die Besonderheit am neuen VACUETTE® FC Mix Röhrchen von Greiner Bio-One ist das pulverförmige Additiv. Es stabilisiert den Glukosewert unmittelbar nach der Entnahme für 48 Stunden. Dies ermöglicht eine zuverlässige Diagnose von Diabetes-Erkrankungen und vermeidet falsch-negative Analyseergebnisse. Die Stabilisierung erfolgt im Vollblut und erfordert daher keine sofortige Zentrifugation. Anders als bei flüssigdosierten Röhrchen kommt es durch das fein granulierte Additiv zu keinem Verdünnungseffekt. Die Umrechnung des Messergebnisses erübrigt sich.


Wie wirkt das Additiv im neuen VACUETTE® FC Mix Röhrchen?
Durch den Zitrat/Zitronensäurepuffer wird der pH-Wert in der Probe gesenkt. Als Folge werden Enzyme, die für den Ablauf der Glykolyse unverzichtbar sind, gehemmt und der tatsächliche „in-vivo-Wert“ wird von Beginn an stabilisiert. Das Additiv wird nach zehnmaligem Schwenken vollständig aufgelöst und somit optimal mit der Probe durchmischt. Bei einer Lagerung zwischen 4°C und Raumtemperatur sorgt ein weiterer Zusatz aus Natrium-Fluorid für eine Langzeitstabilisierung von 48 Stunden.

Das VACUETTE® FC Mix Röhrchen ist sowohl mit grauer als auch mit rosafarbener Sicherheitskappe erhältlich und ermöglicht so eine Unterscheidung zu Standard-Glukoseröhrchen. Die Kappe kann besonders leicht geöffnet werden und erlaubt eine hygienische Arbeitsweise im Labor. Das VACUETTE® FC Mix Röhrchen besteht aus hochtransparentem PET-Kunststoff und ist bruchsicher.


>> Umfangreiches Studienmaterial zum VACUETTE® FC Mix Röhrchen finden Sie auf der Website unter folgendem Link: www.gbo.com


AAL AUSTRIA auf der Imagine16

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29.03.2016

Imagine16, die Konferenz der IKT-Community Österreichs lädt von 7. bis 9. Juni nach Innsbruck ein, um unter dem Motto „Die Zeit der großen Ideen“ die Themen Active & Assisted Living, Big Data, eGovernment, Photonics, Robotics, etc. zu diskutieren.

Unter dem Motto „AAL als Lifestyle – kreative Ideen für einen generationsübergreifenden Zugang“ wird die Innovationsplattform AAL AUSTRIA am 8. Juni ihren Mitgliedern die Möglichkeit geben, ihre Ideen, Projekte und Produkte zu präsentieren. Es werden AAL-Musterregionen vorgestellt sowie zahlreiche Diskussionen und Workshop zu AAL-relevanten Themen stattfinden.

Des Weiteren wird es für interessierte Universitäten aller Fakultäten, Fachhochschulen, Unternehmen, Start-ups und Organisationen eine Ausstellungsmöglichkeit geben.

>> Für weitere Informationen richten Sie Ihre Anfrage an: events@aal.at


Ultraschall-Innovation erlaubt exakteren Blick in den Körper

GE Healthcare Ultraschall-Innovation
Die "Elektronik-4D-Ultraschalltechnologie" wurde in Oberösterreich entwickelt. © GE Healthcare

14.03.2016

Aus einst zweidimensionalen, für Laien kaum interpretierbaren Ultraschallbildern lassen sich mittlerweile anschauliche 3D-Bilder des Ungeborenen errechnen, die gezielte Diagnosen bereits im Mutterleib ermöglichen. Federführend vorangetrieben wurde diese Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten von der Firma GE Healthcare aus Zipf in Oberösterreich. Für den letzten Technologiesprung - genannt "Elektronik-4D-Ultraschalltechnologie" (e4D) - wurde das Unternehmen für den Staatspreis Innovation nominiert.

Oft haben werdende Eltern großes Interesse daran, schon vor der Geburt einen Blick auf ihren Nachwuchs zu werfen, viel wichtiger ist aber die Frage, ob das Kind auch gesund ist. Ärzte überprüfen daher in regelmäßigen Abständen mittels Ultraschall das Wachstum des Kindes und beobachten die Entwicklung der Organe während der Schwangerschaft.

Dafür werden vor allem im niedergelassenen Bereich großteils Geräte eingesetzt, die Bilder liefern, die zweidimensionalen Schnitten durch den Körper entsprechen. Zustande kommen diese Abbildungen aufgrund der Tatsache, dass von der auf der Körperoberfläche liegenden Ultraschallsonde ausgesandte Schallwellen von verschiedenen Gewebearten darunter unterschiedlich stark reflektiert werden. Aus den ebenfalls mit der Sonde wieder registrierten, zurückkommenden Schallwellen wird schließlich auf einem Monitor ein Bild vom Inneren des Körpers erstellt. Das erlaubt viele diagnostische Anwendungen, auch abseits der Pränataldiagnostik.

Lange Entwicklungsgeschichte
Bereits in den 1960er Jahren entwickelte die oberösterreichische Firma in Kooperation mit einem Wiener Gynäkologen erste Geräte für den medizinischen Einsatz der Ultraschalltechnologie. In den 1970ern stellte das Unternehmen den ersten 2D-Ultraschall-Echzeitscanner vor und Mitte der 1990er folgte die Entwicklung mechanischer 3D-Ultraschalltechnologie. In den Folgejahren stieg man mit unter dem Produktnamen "Voluson" vertriebenen Geräten zum Weltmarktführer in dem Bereich auf.

Der Sprung in Richtung Dreidimensionalität der Bilder wurde einerseits durch das Fortschreiten der Ultraschalltechnologie selbst und der Digitalisierung andererseits möglich, wie Roland Rott, weltweiter Geschäftsführer des Bereichs Women's Health Ultraschall bei GE Healthcare im Gespräch mit APA-Science erklärte. Mit zunehmender Rechenkapazität konnten viel mehr Daten verarbeitet werden, was es mit der Zeit sogar erlaubte, aus unzähligen Einzelbildern auch in Echtzeit dreidimensionale Abbildungen zusammenzusetzen. Die Entwickler führten für bewegten 3D-Ultraschall den Begriff "4D" ein. "Dieser Sprung zur Echtzeit ist bereits mit mechanischen Ultraschallsonden gelungen", sagte Rott.

Technik konnte schlagendem Herz nur ausschnittsweise folgen
Um allerdings analysieren zu können, ob das zur Halbzeit einer Schwangerschaft winzige und in einer hohen Frequenz von 140 bis 170 Schlägen pro Minute schlagende Herz eines ungeborenen Kindes richtig arbeitet, braucht es zwischen zwanzig und dreißig Bilder pro Sekunde, so der Experte. Mit der herkömmlichen, mechanischen Technik sind solche Bildwiederholraten allerdings nicht zu erreichen.

Im mechanischen Schallkopf werden die Kristalle, die für das Aussenden der Wellen zuständig sind, mit einem kleinen Stellmotor sehr schnell bewegt. Das macht den 3D-Effekt erst möglich. "Es ist aber dadurch eingeschränkt, wie schnell sich der mechanische Motor bewegen kann", erklärte Peter Falkensammer, globaler Produktmanager von GE Healthcare.

Flexibilität ohne bewegliche Teile und Markt-Erfolg
"Der letzte Wurf ist jetzt daher elektronisches 4D", erklärte Rott. Im neuen Schallkopf gibt es nun keine beweglichen Teile mehr. "Weil ich den Schallstrahl rein elektronisch im Raum steuern kann, habe ich weniger Einschränkungen und kann auch die Daten schneller aufnehmen", so Rott. Außerdem konnte die Anzahl der Elemente, die die Strahlen aussenden und empfangen, dramatisch erhöht werden. Dementsprechend musste man auch neue Wege beschreiten, was den Umgang mit dieser enormen Datenmenge angeht. Beim Aufbau der Bilder setzt man auf ein eigens entwickeltes Rendering-Konzept, ähnlich dem von Computerspielen, welches eine sehr realitätsnahe Darstellung ermöglicht. Die Entwicklung von e4D hat die Forscher am Standort Zipf insgesamt acht Jahre lang beschäftigt.

Dass man nun dem kleinen Herz beim schnellen Schlagen in höherer räumlicher und zeitlicher Auflösung zusehen kann, ermöglicht es Ärzten beispielsweise, auch bereits beginnende, noch schwer sichtbare Herzfehler einfacher zu erkennen. "Zeichnet sich hier ein Problem ab, kann man heute schon sehr viel medizinisch tun", so Falkensammer. Ein Arzt kann auf Basis eindeutiger Bilder etwa auch entscheiden, ob eine Entbindung in einem Spital mit einer Neugeborenenstation anzuraten ist. Auch eine Unterversorgung durch die Nabelschnur oder gefährliche Verknotungen können einfacher erkannt werden.

Ende 2014 wurde das auf der neuen Technologie basierende Produkt "Voluson E10" vorgestellt. Mittlerweile setzten die Geräte mehr als 1.000 Ärzte weltweit ein. "Das hat voll eingeschlagen", wie es Rott ausdrückte.


22. qualityaustria Forum: Ideen sind steuerfrei

22. qualityaustria Forum
v.l.nr.: Konrad Scheiber, Quality Austria; Corinna Milborn, Puls 4; Markus J. Reimer, Business Expert; Anni Koubek, Quality Austria; Erik G. Hansen, Johannes Kepler Universität Linz; Bernhard Ludwig, Seminarkabarett; Julia Ganglbauer, Biogena Naturprodukte

09.03.2016

Das 22. qualityaustria Forum brachte 900 interessierte Besucher am Mittwoch, den 9. März in den Salzburg Congress. Im Fokus der Veranstaltung standen Vorträge, die sich mit dem Mut zur Veränderung von bestehenden Strukturen und konventionellen Denkmustern beschäftigten, um das Potential für innovative Lösungswege zu steigern.

Audits im Wandel
Konrad Scheiber, CEO von Quality Austria, eröffnete das diesjährige Forum, das mit 900 Teilnehmern, darunter 590 Vertreter österreichischer Unternehmen und 110 renommierte Berater, einen neuen Besucherrekord verzeichnen konnte. In seinem Impulsreferat zum Thema „Systemaudits – neue Wege, neue Ziele“ sprach Scheiber über Audits im Wandel der Zeit. „Entwicklungen wie Industrie 4.0, wachsende Compliance Anforderungen, ein sich veränderndes interkulturelles Umfeld sowie Energie- und Ressourceneffizienz sind nur einige Faktoren, die von Organisationen mehr denn je Agilität in einem dynamischen Umfeld erfordern“, hob Scheiber hervor.

ISO 9001:2015 im Praxis-Check
Anni Koubek, Prokuristin Innovation, Business Development Qualität, Quality Austria, ging in ihrem Vortrag auf die Herausforderungen und Chancen der ISO 9001:2015 aus Sicht von Unternehmen ein. In diesem Jahr seien die meisten Umstiege von der ISO 9001:2008 auf die neue Qualitätsmanagementnorm zu erwarten. Keines der bisher von Quality Austria zertifizierten Unternehmen plane, die Zertifizierung auslaufen zu lassen. Die befragten Organisationen beschäftige vor allem der risikobasierte Ansatz, mit dem Chancen und Risiken identifiziert und darauf basierend Maßnahmen abgeleitet werden. „Die Anforderungen der revidierten Norm haben Unternehmen Impulse gegeben, über das Kerngeschäft neu nachzudenken“, betonte Koubek.  

Ideen sind steuerfrei
Der deutsche Querdenker Otmar Ehrl, Geschäftsführer, Querdenker International GmbH, zeigte in seinem Vortrag zum Thema „Querdenken – vom Stör- zum Schlüsselfaktor des zukünftigen Erfolgs“ neue Blickwinkel auf Innovationsprozesse und Unternehmenskulturen auf. Ein Querdenker denke interdisziplinär, verlasse die Komfortzone und wolle konkrete Ergebnisse sehen. Innovation ohne Qualität gehe und gebe es nicht. Daher sei ein Qualitätsmanager auch ein Querdenker. „Eine Norm bietet enorm viele Spielräume, um kreativ zu sein“, erläuterte Ehrl, der Qualitätsmanager als „Qualitätsdenker“ bezeichnete.

Von innen nach außen
Mit einem praxisnahen Einblick leitete Julia Ganglbauer, Teamleiterin CSR, Qualität und Umwelt, Biogena Naturprodukte, die Programmpunkte am Nachmittag ein. So habe Biogena vor kurzem „Mut“ als vierte Säule im Wertegerüst des Unternehmens aufgenommen und die Philosophie des Unternehmens ganzheitlich aufgebaut sowie am Wohlbefinden der Mitarbeiter orientiert. „Wir haben das Sustainable Development Goal der UN aufgegriffen und für uns interpretiert. Darauf basieren die Werte und die Elemente der Unternehmenskultur“, erklärte Ganglbauer.

Lebenszyklus im Fokus
Anschließend folgte eine spannende Podiumsdiskussion, die von Puls 4 Moderatorin Corinna Milborn geleitet wurde. Axel Dick, Prokurist Business Development Umwelt und Energie, Public Relations, Quality Austria wies darauf hin, dass die geforderten Ziele des Energieeffizienzgesetzes hinsichtlich Einsparung und Effizienzsteigerung übererfüllt wurden. Unternehmen befänden sich mitten in einem Transformationsprozess, der Material- und Ressourceneffizienz sowie nachhaltige Produkt-gestaltung zunehmend in den Vordergrund rücke.

 

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ISO 13485:2016 wurde veröffentlicht!

DI Martin Schmied, Encotec
DI Martin Schmied, Geschäftsführer en.co.tec

03.03.2016

Die ISO 13485:2016 (3. Ausgabe) ist hier. Die Norm kann bereits über den ISO Webshop bezogen werden. Die deutschen Übersetzungen sowie die harmonisierte EN ISO 13485:2016 werden in den kommenden Monaten folgen. Die Übergangsfrist beträgt 3 Jahre. Das heißt die Umstellung muss bis 28. Februar 2019 erfolgen.

Umstellung mit Rezertifizierungsaudit
Am besten erfolgt die Umstellung im Rahmen eines Rezertifizierungsaudits, das alle 3 Jahre stattfindet. Da bei einem Rezertifizierungsaudit (im Gegensatz zu einem Überwachungsaudit) immer der volle Umfang der Norm geprüft wird, sparen Sie so Aufwand und damit Kosten.

Das sollten Unternehmen, die nach der ISO 13485 zertifiziert sind, jetzt tun:
◾Die neue Norm kaufen.
◾Die Änderungen bewerten und einen Aktionsplan für die Umstellung erstellen.
◾Planen Sie mit Ihrer benannten Stelle / Zertifizierungsstelle den gewünschten Umstellungstermin.

Die wesentlichen Neuerungen
Zuerst was beim Alten blieb: Die neue ISO 13485 bleibt in der gewohnten Struktur und folgt nicht dem neuen Aufbau der ISO 9001:2015 („High Level Structure“). Damit ist nun eine gewisser Synchronisierungsaufwand zu erwarten.

Die wesentlichen Änderungen sind:
1. Abgleich mit globalen regulatorische Anforderungen Schwerpunkt auf den regulatorischen Anforderungen
2. Prozessrisikomanagement Das Risikomanagement ist in alle wesentlichen Qualitätssystemprozesse in Ihrem Unternehmen zu integrieren. Also zusätzlich zum schon bekannten Risikomanagement für die Medizinprodukte.
3. Design und Entwicklung Validierung, Verifizierung und Design-Transfer sind viel besser als bisher strukturiert. Pläne und Nachweise zur Validierung, Verifizierung und Designtransfer müssen vorhanden sein.
4. Ausgelagerte Prozesse und Lieferanten Die Anforderungen sind deutlich höher als bisher, wenn es um ausgelagerte Prozesse und Regelungen zur Auswahl und laufenden Bewertung von Lieferanten geht.
5. Feedback Leistung des Qualitätsmanagementsystems muss auch Post-Production – also nach dem Inverkehrbringen – gemessen werden. Dieser Fokus auf Post-Production muss auch noch deutlicher im Risikomanagement verankert werden.
6. Software-Validierung Ausführlichere Anforderungen für Software-Validierung für verschiedene Anwendungen.

Sehr gute White Papers zur neuen ISO 13485 und anderen Normen finden Sie auf der BSI (British Standards Institute)-Website. Eine Registrierung ist erforderlich.

 

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Gerald Gschlössl ist neuer AUSTROMED Präsident

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25.02.2016

Hauptaufgabe ist es, die Rahmenbedingungen für die Branche bei Forschung und Entwicklung zum Wohle der Patienten, Kunden und Mitarbeiter zu verbessern. Gerald Gschlössl ist neuer Präsident von AUSTROMED, der Interessensvertretung der österreichischen Medizinprodukte-Unternehmen.

Er folgt damit Mag. Friedrich Thomasberger, der aufgrund einer beruflichen Neuorientierung die Funktion Ende 2015 zurückgelegt hat. Gschlössl ist Vertriebsleiter von Lohmann & Rauscher Österreich und seit fast 30 Jahren in der Medizinproduktebranche tätig. Zusätzlich ist Gschlössl Sprecher der Branchengruppe Verbandstoffe und der Arbeitsgruppe Vergabewesen in der AUSTROMED, sowie Sprecher der „Initiative Wund?Gesund!“.

Gerald Gschlössl zur Ernennung zum neuen AUSTROMED Präsidenten: „Die Medizinproduktebranche in Österreich ist geprägt von enormen Kostendruck, stetig anwachsenden europäischen Vorgaben sowie politischen und wirtschaftlichen Einflüssen. Diese machen es immer herausfordernder den Patienten innovative Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stellen zu können und damit rasch deren Lebensqualität entscheidend zu verbessern.“ Gschlössl weiters: „Unsere Aufgabe ist es die Rahmenbedingungen für die Branche insbesondere bei Forschung und Entwicklung am Standort Österreich zu verbessern. So können wir im internationalen Wettbewerb einen nachhaltigen Mehrwert bieten - für Patienten, Kunden und Mitarbeiter. Angesichts dessen ist es eine große und ehrenvolle Aufgabe für mich, die Führung der AUSTROMED zu übernehmen und die Interessen der Branche im Sinne eines modernen, effektiven österreichischen Gesundheitssystems zu vertreten. Meinem Vorgänger, Mag. Friedrich Thomasberger, der aufgrund seiner beruflichen Neuorientierung die Funktion abgeben musste, möchte ich für seinen langjährigen, unermüdlichen Einsatz und den dadurch erzielten Erfolgen für die gesamte Branche herzlich danken!

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Regulatory Update: Die ISO 13485:2016 kommt!

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25.02.2016

Die wichtigste Neuigkeit im neuen Jahr: Die ISO 13485 Revision kommt 2016! Seit 29. Oktober 2015 hat die Norm den FDIS Status. Die Abstimmung lief 2 Monate bis 29. Dezember 2015. Der FDIS/ISO 13485 wurde angenommen. Die Norm erreichte sowohl bei der Abstimmung der ISO als auch beim CEN ein positives Ergebnis. Die Veröffentlichung ist für März 2016 geplant. Die Harmonisierung als europäische Norm ist bis Juni 2016 vorgesehen. Ich habe für Sie die wichtigsten Änderungen, auf die Sie sich schon jetzt vorbereiten können, zusammengefasst.

Übergangsfrist
Wichtig für Sie: Es ist eine 3-jährige Übergangsfrist vorgesehen. Damit endet die Frist spätestens im März / Juni 2019.

Die neue ISO 13485 ist über die ganze Wertschöpfungskette anwendbar und versucht, den gesamten Lifecycle eines Medizinproduktes zu adressieren.

Einige wesentlichen Änderungen sind:

1. Regulatorische Anforderungen (International):
Der erste Abschnitt (0.1) stellt seinen Schwerpunkt auf die regulatorischen Anforderungen. Dieser Schwerpunkt zeigt sich auch in den anderen Abschnitten der Norm. Die Änderungen beziehen sich nicht nur auf die lokalen Anforderungen, sondern – wenn die Organisation ihre Medizinprodukte weltweit vertreibt oder vertreiben möchte – auch auf die relevanten internationalen regulatorischen Anforderungen.

2. Risikomanagement: In diesem Bereich wird in der neuen Norm gefordert, das Risikomanagement in alle wesentlichen Qualitätssystemprozesse in Ihrem Unternehmen zu integrieren. Alle Prozesse und Aktivitäten müssen von diesem risikobasierten Ansatz geleitet sein und zeigen, dass diese dem Risiko angemessen sind.

3. Validierung, Verifizierung und Design-Transfer:
Diese Aktivitäten sind viel besser als bisher strukturiert. So müssen Pläne und Nachweise zur Validierung, Verifizierung und Designtransfer vorhanden sein.

4. Ausgelagerte Prozesse und Lieferanten: Die Anforderungen sind deutlich höher als bisher, wenn es um ausgelagerte Prozesse und Regelungen zur Auswahl und laufenden Bewertung von Lieferanten geht.

5. Feedback: Schließlich fordert die Norm, dass die Leistung des Qualitätsmanagementsystems auch Post-Production – also nach dem Inverkehrbringen – gemessen werden muss. Dieser Fokus auf Post-Production muss auch noch deutlicher im Risikomanagement verankert werden.


Änderungen harmonisierter Normen für Medizinprodukte und IVD´s Medizinprodukte (93/42/EWG)

Die wesentlichsten Änderungen betreffen die EN ISO 10993-3:2014: Biologische Beurteilung von Medizinprodukten – Teil 3: Prüfungen auf Gentoxizität, Karzinogenität und Reproduktionstoxizität: Hier ersetzt eine neue Fassung die Fassung aus dem Jahr 2009.

Weitere Änderungen betreffen die Normen: EN ISO 8359:2009, EN 13718-2:2015, EN 61217:2012 und EN ISO 81060-1:2012.


In Vitro Diagostika (98/79/EC)
Änderungen betreffen hier die EN ISO 11137-2:2013 und EN ISO 13408-1:2011.

Alle harmonisierten Normen finden Sie unter der Überschrift Healthcare engineering auf der EU-Website.

 

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Technologie-Buffet bei LIFEtool

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25.02.2016

Der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer besucht LIFEtool in Linz und informiert sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Assistierenden Technologien

Seit Ende Oktober 2015 ist Mag. Thomas Stelzer Landeshauptmann-Stellvertreter in Oberösterreich und unter anderem auch für den Bereich Forschung & Entwicklung verantwortlich. In dieser Funktion besuchte er am 18. Dezember 2015 das gemeinnützige Unternehmen LIFEtool. Seit der Gründung von LIFEtool vor mittlerweile 17 Jahren werden die Bereiche Beratung sowie Forschung & Entwicklung vom Land OÖ unterstützt und gefördert.

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Stelzer schätzt LIFEtool als „querdenkende, interdisziplinäre und gut vernetzte F&E- und Beratungseinrichtung, die mittels anwendungsorientierten Lösungen zur Integration und Unabhängigkeit von Menschen mit Behinderung und Menschen im Alter beiträgt.“

In der LIFEtool Beratungsstelle konnte er selbst erfahren, wie technische „Lebenswerkzeuge“ Menschen helfen können, wenn sie Unterstützung in der Kommunikation brauchen. Am Technologie-Buffet hatten die BeraterInnen von LIFEtool eine Auswahl an unterschiedlichen Kommunikationshilfsmitteln für nichtsprechende Menschen, spezielle Tastaturen und Mausersatzgeräte für Menschen mit motorischen Behinderungen und barrierefreie Lern- und Therapieprogramme angerichtet.

„Personalisierte Technologie ist aktuell für LIFEtool in der Beratung wie in der Forschung und Entwicklung die herausragende Herausforderung“, sagt Mag. David Hofer, LIFEtool Geschäftsführer und erklärt, was es damit auf sich hat: „Es gibt weltweit eine Fülle an spannenden Technologien und fast täglich kommen neue hinzu. Um diese Technologien für Menschen mit Behinderung und Menschen im Alter nutzbar zu machen, müssen die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Es ist beispielsweise wichtig, dass die Betroffenen eigene Inhalte verwenden können, wenn sie Technologie wie einen Sprachcomputer verwenden. Auf diese Weise steigt die Akzeptanz der Hilfsmittel im Alltag enorm an“, so Hofer weiter. Mit dem Thema personalisierte Technologie hat man bei LIFEtool bereits Erfahrung – so werden beispielsweise LIFEtool Apps für die Kommunikation mit einem Editor versehen, der es den BenutzerInnen möglich macht, eigene Inhalte wie Fotos und Texte einzubauen. Bestehende Technologien wie die Augensteuerung oder auch iPads werden ebenso individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Betroffenen konfiguriert und die Inhalte bereits so voreingestellt, dass sich die Technik an den Menschen anpasst und nicht umgekehrt. Auch bei der Weiterentwicklung der erfolgreichen IntegraMouse Plus – eine mehrfach ausgezeichnete mundgesteuerte Computermaus – wird in der nächsten Generation die Personalisierung eine Rolle spielen.

Betroffene finden in den LIFEtool Beratungsstellen kostenfreie Beratung, wenn sie Unterstützung in der Kommunikation benötigen.


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Börsespiel-Gewinner freut sich über Citroën C1

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25.02.2016

Die 14. Auflage des OÖN-Börsespiels, das jedes Jahr gemeinsam von der Raiffeisenbankengruppe OÖ und den OÖNachrichten veranstaltet wird, blieb bis zuletzt spannend. 12.713 Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, mit einem virtuellen Startkapital von 50.000 Euro ohne Risiko an den internationalen Aktienmärkten mit verschiedensten Titel zu handeln und so die spannende Welt der Wertpapiere kennenzulernen sowie wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Die Gewinner in der Erwachsenen-, Schüler- und Schulklassenwertung wurden bei der traditionellen Abschlussveranstaltung im RaiffeisenForum in der Raiffeisenlandesbank OÖ vor rund 700 Gästen geehrt.

Wertzuwachs von 33 Prozent sicherte Sieg
Den Sieg in der Erwachsenenwertung und damit den Hauptpreis, einen Citroën C1, zur Verfügung gestellt von der Kepler-Fonds KAG und der Autowelt Linz (vormals France Car), sicherte sich der Baumeister Sebastian Hamedinger aus Weibern. Seine Strategie, die ihm einen Wertzuwachs von mehr als 33 Prozent bescherte: „Ich konzentrierte mich auf unterbewertete Aktien mit Kurspotenzial.“

Schüler war gesamt Viertbester
Mit einem Plus von mehr als 28 Prozent belegte Emmanuel Süß von der 5BK-Klasse der HAK Schärding in der Schüler-Wertung den ersten Platz. Als Belohnung gab es zwei VIP-Karten für die OÖN-Gala-Nacht des Sports inklusive Anfahrt mit Stretch-Limousine und Meet & Greet mit Moderator Armin Assinger. Mit seiner großartigen Leistung hätte es der 20-Jährige es in der Erwachsenenwertung auf Platz vier geschafft.

Mit WhatsApp-Gruppe zum Sieg
Für den Sieg in der Kategorie Schulklassen mit einem Wertzuwachs von mehr als 20 Prozent wurde die 3BIE der HBLW Ried im Innkreis mit einem Abenteuer-Ausflug von Freelife belohnt. Um sich immer am Laufenden zu halten, tauschten die 25 Schülerinnen über eine WhatsApp-Gruppe börsenrelevante Meldungen untereinander aus.

 

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Einreich-Countdown zum INTEGRI 2016 läuft

Bild Glaskünstler Robert Comploj
Der Glaskünstler Robert Comploj bei der Arbeit in seiner GLASHÜTTE Schauwerkstatt in der "Spinnerei Traun". Foto: Werner Redl

09.02.2016

Es sind bereits zahlreiche Einreichungen zum INTEGRI 2016 eingetroffen. Nutzen Sie jetzt noch die letzte Chance, um Ihre Idee oder Ihr Projekt (begonnen oder bereits beendet) zum diesjährigen INTEGRI einzureichen. Um möglichst viele Einreichungen zu bekommen und so der Integrierten Versorgung in Österreich noch mehr Relevanz beizumessen, wurde die Einreichfrist vom 1.2. auf den 19.2.2016 verlängert!

Der Begleiter des österreichischen Gesundheitswesens geht nach 2012 und 2014 in die dritte Runde: Schwerpunkt bleibt natürlich die Integrierte Versorgung.
Doch der INTEGRI erweitert 2016 seinen Fokus auf Projekte, Aktivitäten, Initiativen, die ...

• Versorgung an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Sozialbereich verbessern
• Gesundheitseinrichtungen für eine bessere Versorgung mit anderen Organisationen verbinden 
• Versorgung durch innovative Ansätze menschlicher und ökonomischer gestalten (Idee des Best Point of Service) oder
• Menschen auf ihrem Weg ins Gesundheitswesen und wieder hinaus in ihr Leben begleiten

Diese Erweiterung wird auch mit einer eigenen INTEGRI-Preiskategorie umgesetzt werden.

 

INTEGRI: Die Preisverleihung
Die Verleihung des INTEGRI 2016 sowie die Publikation der ausgezeichneten Projekte und Initiativen sind für das zweite Quartal 2016 vorgesehen. Im Rahmen der INTEGRI-Veranstaltung 2016, die erstmals in Wien stattfinden wird, haben die Preisträger die Gelegen­heit zur inhaltlichen Präsentation ihrer prämierten Einreichungen. Zudem wird es den INTEGRI-Einreichern der letzten Jahre ermöglicht, ein interessiertes Fachpublikum über den Fortschritt ihrer Aktivitäten zu informieren.
Sobald die Preisverleihung fixiert wurde, werden Sie gesondert über die Veranstaltung informiert.

 

INTEGRI: Ihre Einreichung
Ob auch Ihre Initiative, Aktivität, Idee oder Projekt zur Einreichung geeignet ist, erfahren Sie auf http://www.integri.at/.
Hier finden Sie auch die Einreichunterlagen, in deren Einleitung auch gleichzeitig die entsprechenden Definitionen zum Kriterien-Check festgehalten sind.

 

INTEGRI: Der Gesamtspeicher
INTEGRI setzt seine Verantwortung als österreichweit umfangreichste Sammlung integrierter und innovativer Versorgungsbeispiele mit einer Online-Zusammenschau aller eingereichten Initiativen seit 2012 um: Für jeden, der Aktivitäten in der Versorgung beabsichtigt, wird mit dem INTEGRI-Gesamtspeicher ein übersichtlicher Schatz des Wissens, der Erfahrung, der aktiven Personen und Organisationen und der Motivation für die eigenen Initiativen erschlossen.

 

Wenn Sie noch Detail- oder Verständnisfragen rund um den INTEGRI 2016 haben, dann wenden Sie sich bitte an:
Philipp Streinz
INTEGRI-Projektleiter
philipp.streinz@cgm.com
T: +43 7252 587 0


Greiner Bio-One sagt Antibiotika-resistenten Krankenhaus-keimen den Kampf an

Bild Genspeed R2

21.12.2015

Greiner Bio-One Diagnostics mit Sitz in Rainbach entwickelt Schnelltests zur frühzeitigen Erken-nung von teilweise lebensbedrohlichen Krankenhauskeimen.

Kremsmünster/Rainbach, 16. Dezember 2015 – Immer häufiger gefährden Infektionen mit Antibioti-ka-resistenten Keimen das Leben von Patienten in Gesundheitseinrichtungen. „Gerade bei Kindern und älteren Menschen können Infektionen mit resistenten Keimen rasch zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Greiner Bio-One hat diese Gefahr frühzeitig erkannt und verfügt seit einigen Jahren über Me-thoden zur schnellen Identifizierung solcher Krankenhauskeime“, sagt Florian Winner, Geschäftsführer der Greiner Bio-One Diagnostics GmbH in Rainbach im Mühlkreis. Aufgrund der aktuellen Gefähr-dungssituation wird die sogenannte Genspeed® Technologie jetzt um weitere Schnelltests ergänzt.

 

Rasche Identifizierung entscheidend
Gegen multiresistente Stämme, wie beispielsweise von Acinetobacter sp., existieren mittlerweile kaum noch wirksame Antibiotika. Umso wichtiger ist daher eine umgehende Bestimmung der Keime. „Das ist einerseits Voraussetzung für eine gezielte Behandlung der betroffenen Patienten, andererseits kann dadurch die Ausbreitung dieser Keime auf andere Patienten sowie das Pflegepersonal in den betroffenen Gesundheitseinrichtungen verhindert werden“, sagt Winner.

 

Nachweis schon nach 90 Minuten
Die Genspeed® Technologie von Greiner Bio-One ist das Ergebnis jahrelanger Forschungs- und Ent-wicklungstätigkeiten zur schnellen Identifizierung multiresistenter Krankenhauskeime. Während bisheri-ge Methoden erst nach 24 bis 48 Stunden ein Ergebnis liefern, können mit Genspeed® bereits nach 90 Minuten gefährliche Keime inklusive Antibiotikaresistenzen nachgewiesen werden. Greiner Bio-One hat bisher Tests zum Nachweis von Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA) und Clostridium difficile auf den Markt gebracht. Zwei neue Tests zum Nachweis von VRE (Vancomycin resistente Enterokokken) sowie Carbapenemase produzierenden Enterobakterien (z.B. Acinetobacter sp.) werden Anfang 2016 das Genspeed® Produktportfolio erweitern.

 

Download für Pressefotos:https://mam.greiner.at/pindownload/pindownload.do;jsessionid=1B470A025095F2EC6A2E51056D5CDB64

 

Rückfragehinweis:
Peter Föttinger, Marketingleiter Greiner Bio-One GmbH
T: +43 7583 6791-1150
E-Mail: peter.foettinger@gbo.com


Tool Challenge bei den Software Quality Days 2016 in Wien!

Logo Software Quality Days

17.12.2015

Die Herausforderung der Tool Challenge 2016 ist dieses Jahr: "Structuring Requirements by Configuration Management and Revision Control".

Es haben sich auch diesmal wieder vier renommierte Softwareschmieden angemeldet, die zu den Besten der Branche gehören. Wir bewegen uns im Requirements Engineering, aber was werden wir sehen?

 

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Software Quality Lab - Inkubator-Idee

Logo: Software Quality Lab

26.11.2015

Software Quality Lab unterstützt Startups und Jungunternehmer, die in den Themenbereichen "Medizintechnik & Gesundheit" tätig sind, als Inkubator.

Insgesamt soll das Inkubationszentrum durch die Ausrichtung auf Wachstums-Themen und Zukunftstechnologien in Kombination mit System- und Software-Qualität geprägt sein. Ziel ist es, das sich die unterstützten Unternehmen binnen 2-3 Jahren eigenständig am Markt etablieren und das Inkubator-Büro verlassen.

 

Unterstützte Themen

  • Unternehmen, die sich in Rand- oder Kern-Themenbereichen der System- und Software-Qualität, die noch nicht von Software Quality Lab abgedeckt werden, spezialisieren wie z.B. Spezielle Testbereiche wie Mobile-Device Testing, Crowd-Testing, Model Based Testing, Embedded-Systems- & Hardware-in-the-Loop-Testing, etc.
  • Usability und User Experience
  • Non functional Testing
  • Source-Code Quality und Statische Code-Analyse
  • Secure-Coding, Software-Architektur
  • Beratung und Schulung für Software-Security
  • Qualitätssicherung für Internet of Things und Industrie 4.0
  • Automatische Qualitätsverbesserung von Dokumenten und Sourcecode
  • Spezielle Testautomatisierungsansätze
  • XaaS-Leistungen
  • Spezielle Branchenthemen für Medizin- & Gesundheitstechnologien, Embedded-Systeme, Energietechnik, Automatisierung, Maschinenbau & Industrie

 

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LIFEtool: Spenden statt schenken

Logo: Lifetool

26.11.2015

LIFEtool Spenden statt schenken: Auch wer nicht sprechen kann, hat viel zu sagen. LIFEtool hilft. Helfen Sie helfen!

Sie möchten zum Weihnachtsfest Freude schenken? Mit einer Spendenaktion tun Sie Gutes, unterstützen LIFEtool und damit Menschen mit eingeschränkter Lautsprache (60.000 Menschen in Österreich). Es gibt eine Fülle an Hilfsmitteln, die bei der Kommunikation unterstützen. LIFEtool entwickelt hierzu Softwareprogramme, Apps und darüber hinaus auch die mundgesteuerte Computermouse IntegraMouse Plus.

 

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RLB OÖ - Vizekanzler Reinhold Mitterlehner bei „Minister im Dialog“

Logo: Raiffeisenlandesbank Oberösterreich

26.11.2015

Bereits zum dritten Mal war Reinhold Mitterlehner Gast bei der Veranstaltungsreihe „Minister im Dialog“ in der Raiffeisenlandesbank OÖ.

Montagabend stellte er sich aber erstmals in der Funktion des Vizekanzlers der Republik Österreich vor rund 1.300 Zuhörern im RaiffeisenForum der Diskussion mit Wirtschaftslandesrat Dr. Michael Strugl, Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung, sowie RLB OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller vor.

 

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Vorsprung durch Qualität

Logo: Quality Austria

26.11.2015

Vorsprung durch Qualität - Weltqualitätstag hebt Qualität als dynamischen Wettbewerbsfaktor hervor!

Anlässlich des Weltqualitätstags am 12. November rückte die Quality Austria den Faktor Qualität für nachhaltige Unternehmenserfolge in den Fokus. Der kontinuierliche Anstieg von zertifizierten österreichischen Betrieben und neue Anforderungen an Unternehmen durch die CE-Kennzeichnung ab 2016 zeigen, dass Qualität ein entscheidendes Zukunftsthema ist.

 

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exceet investiert in Fertigung für modernste LED-Beleuchtung

26.11.2015

exceet electronics, ein Unternehmen der exceet Group und Spezialist für die Entwicklung und Fertigung komplexer elektronischer Baugruppen, hat eine Anlage zur präzisen Verklebung elektronischer Komponenten in Betrieb genommen.

exceet kann damit die steigende Nachfrage nach der Bestückung qualitativ hochwertiger Glaslinsen und Kunststoffoptiken im LED Bereich optimal bedienen.

 

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LISA & MTC-Rückblick: Medica & Compamed 2015

Foto: LISA-Gemeinschaftstand bei der Medica & Compamed
© LISA Life Science Austria

19.11.2015

In diesem Jahr übernahm die WKO erstmals die Standfläche von HTS/LISA. Der österreichische Stand hatte eine Gesamtfläche von 291 m² und wurde zahlreich besucht!

Alle österreichischen TeilnehmerInnen wurden auch heuer wieder in dem österreichischen Ausstellerverzeichnis präsentiert. Am Dienstagabend fand der etablierte Ausstellerevent der WKO in Zusammenarbeit mit dem Schaffler Verlag, dem Aussenhandelscenter Frankfurt und LISA statt. Auch hier wurden zahlreiche Gäste begrüßt – vor allem weitere österreichische Aussteller der WKO Stände.

 

 

 

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FH OÖ-Rückblick: 12. Linzer Forum Medizintechnik

Foto: 12. Linzer Forum Medizintechnik
© Fachhochschule Oberösterreich

04.11.2015

„Look and feel“

Zum Anfassen und Ausprobieren und nicht nur zu Hören und Sehen gab es etwas für die TeilnehmerInnen des 12. Linzer Forums Medizintechnik am 4. November am Linzer FH-Campus.

Das Generalthema „Simulation in der Medizin“ wurde nicht nur in sehr illustrativen Referaten dargestellt, vielmehr konnte man in der Aula auch selbst ausprobieren, wie ein Chirurg eine Wirbelsäulenoperation durchführt und zu sehen wie schwierig es ist, sich auf die Genauigkeit und die Ruhe der Hand und gleichermaßen auf die Sauberkeit des Operationsfeldes zu konzentrieren.

Referenten aus der Medizin – angeführt vom Medizinischen Direktor des neuen Kepler-Klinikums, Hon.-Prof. (FH) Dr. Heinz Brock – und der Medizintechnik erläuterten den aktuellen Stand der Technik und ihrer Einsatzmöglichkeiten in Ausbildung, Training und Behandlungsplanung. Eine führende Rolle nimmt dabei auch das Department für Medizintechnik der FH Oberösterreich ein, welches seine von FH-Prof. Dr. Andreas Schrempf und seinem Team durchgeführten Forschungsaktivitäten seit rund fünf Jahren kontinuierlich ausweitet.

 

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