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13.06.2019

Die sichere Beförderung und Verteilung von Medien in IVD-Geräten bedarf serienstabiler Fluidik-Bauteile, die höchsten Reinheitsanforderungen entsprechen.

Flüssige Proben in kleinsten Mengen sicher mit Medien zu vermischen und zu Messzellen zu transportieren, ist eine wesentliche Funktion in IVD-Geräten. Durch den Trend zu kostengünstigen und kompakten Point-of-care-Geräten sind Entwickler gefordert, dies ohne aufwändige Verschlauchungen zu realisieren. Nur so können der Bauraum reduziert und die Montagezeiten verkürzt werden. Der Schlüssel dazu sind spezielle Verteilblöcke.

 

Sowohl diese Verteilblöcke als auch Mikroventile und Messzellen sind klassische Engstellen in IVD-Geräten. Kanäle in Mikroventilen etwa weisen einen Durchmesser von nur rund 1mm auf, die Durchflusszelle zur Blutzellzählung lediglich 50 – 100 µm. „Spanrückstände im System können zu gravierenden Fehlern führen. Wenn sie sich aus Verteilblöcken lösen, kann das einen Systemausfall zur Folge haben oder die Ergebnisse verfälschen. Einerseits durch ein Verstopfen von Ventilen, die den Weitertransport von Medien regeln. Andererseits durch Verfälschung der Messungen in den Messzellen“, erklärt Business Developer Stephan Payer.

 

Für die sichere Herstellung von IVD-Geräten ist daher besonderes Know-how in der Fertigung und im Umgang mit Fluidik-Bauteilen erforderlich. „In der Teilefertigung ist darauf zu achten, dass in den Bauteilen keine Spanrückstände verbleiben, da die sich verzweigenden Kanäle optisch nicht vollständig auf solche Rückstände überprüft werden können“, so Payer. Durchlichtkontrollen sind vielfach nicht möglich. Bei WILD werden diese Schlüsselteile daher mit Hilfe eigens entwickelter IVD-Fertigungsprozesse spanschonend gefertigt, bei Bedarf thermisch entgratet, mittels Ultraschall- und Reinstwasser gereinigt und einzeln verpackt.

 

WILD prüft additive Fertigung von Verteilblöcken

„Darüber hinaus prüfen wir gerade die Fertigbarkeit von IVD-Verteilblöcken mithilfe additiver Verfahren“, so WILD Mechanik-Konstrukteur Christian Wüster. Die Anschlussstutzen wären bereits in das Bauteil integriert. Gerundete Biegungen und Verzweigungen würden den Druckverlust reduzieren. Variierende Durchmesser der Kanäle bis ca. 50 µm, die Integration von Funktionen wie Mixing und Verwirbelung sowie der Einsatz von transparentem Material wären ebenfalls möglich.

 

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